09 Aug 2017

Star Trek: Discovery: News und Gerüchte

21 Kommentare

Etwa eineinhalb Monate vor dem Start der neuen Serie Star Trek: Discovery gibt es einige Neuigkeiten und Gerüchte zu vermelden, die wir hier zusammenfassen und ein wenig kommentieren wollen.

Zunächst sei der zweite Trailer erwähnt:

Die Reaktionen der Star Trek-Fans im Internet und auch bei uns in den Trekcast-Kommentaren sind überwiegend verhalten, um es vorsichtig zu formulieren.

Im YouTube-Kanal Midnight’s Edge wurde derweil spekuliert, dass der ungewohnte Look der neuen Serie vor allem auf ein unübersichtliches Lizenz-Wirrwarr bei CBS, Paramount und anderen Gesellschaften zurückgeht, um Lizenzzahlungen für eine optische Anlehnung an Kirk’s originale Enterprise aus den 60er Jahren zu vermeiden.

Vor allem aber berichtet (nicht nur) Midnight’s Edge über Gerüchte, dass Nicholas Meyer hinter den Kulissen bereits an einer weiteren Star Trek-Serie arbeitet. Meyer führte u.a. Regie bei den Kinofilmen „Star Trek II: Der Zorn des Khan“ und „Star Trek VI: Das unentdeckte Land“ und ist als Produzent an Discovery beteiligt. Ursprünglich hatte es geheißen, Discovery sollte eine sog. Anthologie-Serie werden (mehr zu den ursprünglichen Ideen dazu bei Robots & Dragons), in der jede Staffel zu einer anderen Zeit und mit einer anderen Besatzung spielt. Meyer’s Konzept soll diese Idee nun wieder aufgreifen: Scheinbar arbeitet er an einer Serie bzw. Staffel, die sich um Khan und die Crew der Botany Bay dreht und im Zeitraum zwischen der TOS-Episode „Der schlafende Tiger“ und dem zweiten Kinofilm spielt.

Der Kanal Midnight’s Edge After Dark greift die Diskussion noch einmal auf und erweitert sie mit aktuelleren Informationen:

Bemerkenswert daran ist unter anderem das Timing dieser Informationen, das als denkbar schlecht für alle Beteiligten bezeichnet wird. Der Streaming-Dienst Netflix, der die weltweiten Ausstrahlungsrechte für Discovery (außerhalb der USA und Kanada) erworben hat, dürfte eine Hitserie mit großem Potenzial erwartet haben. Mit den verhaltenen bis katastrophalen Reaktionen der Star Trek-Fans und dem Gerücht, es könnte schon an einem Nachfolger gearbeitet werden, wären die Aussichten für Netflix massiv getrübt. Jedenfalls gibt es bislang keine Hinweise, dass der Deal zwischen Netflix und CBS auch automatisch die Rechte an einer Nachfolgeserie von Discovery umfassen würde.
Im Gegenzug dürfte auch Rechteinhaber CBS alles andere als glücklich sein, denn Discovery soll in den USA als Zugpferd für den eigenen Streaming-Dienst „All Access“ herhalten. Dazu kommt die Frage, ob Netflix für die Ausstrahlungsrechte bereits im Voraus gezahlt hat, oder ob die Zahlung beispielsweise pro Halbstaffel erfolgt. Sollten die ersten Folgen von Discovery nicht den Erwartungen entsprechen, könnte Netflix in dem Fall die Zahlung für die zweite Hälfte der ersten Staffel verweigern, die nach einer mehrwöchigen Pause ab Januar 2018 ausgestrahlt werden soll.
Und schließlich dürften auch die Schauspieler von Discovery mit der Situation nicht allzu glücklich sein – in den neuen Rollen hat sie noch niemand in Action gesehen, und schon müssen sie sich fühlen wie auf einem sinkenden Schiff.

Als wäre das alles noch nicht hinreichend konfus, meldete Area DVD gestern, dass CBS‘ Dienst „All Access“ ab 2018 zunächst auch in Kanada und später „in anderen Regionen“ verfügbar werden soll. Es ist aber unklar, ob und wann „All Access“ außerhalb der USA überhaupt das (geplante) Zugpferd Star Trek: Discovery zeigen kann, weil eben diese Rechte ja an Netflix übertragen wurden.

Außerhalb des leidgeplagten Star Trek-Universums gibt es allerdings auch Interessantes zu vermelden, nämlich Seth MacFarlanes neue Serie „The Orville„. MacFarlane ist Schöpfer der Serie „Family Guy“, ist bekennender Star Trek-Fan, hatte zwei Cameo-Auftritte bei Star Trek: Enterprise und hat das Extra „Inside the Writer’s Room“ bei der TNG Blu-ray-Veröffentlichung moderiert.

Das eigentlich Interessante ist hier die Liste der Regisseure der ersten Episoden, denn darunter befinden sich:

  • James L. Conway: Regisseur zahlreicher Star Trek-Episoden, darunter der Enterprise-Auftakt „Aufbruch ins Unbekannte
  • Robert Duncan McNeill: „Tom Paris“ bei Voyager
  • Brannon Braga: Produzent und Regisseur zahlreicher Star Trek-Episoden, Mit-Schöpfer von Enterprise
  • Jonathan Frakes: „William T. Riker“ bei TNG

Sollte es mit Discovery nichts werden, können wir uns zumindest auf The Orville freuen. 😉

 

 

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21 Responses to Star Trek: Discovery: News und Gerüchte
  1. Passte nicht ganz zum Artikel, aber sehr schön ist dieser Beitrag zum unwahrscheinlich kleinen Planeten aus dem Vorspann von Voyager:
    https://www.youtube.com/watch?v=xUiDc6pOfxw
    🙂

  2. Also ich stelle fest, dass vor allem im deutschen Fantum die Kritik groß und die Ablehnung schon vor dem Start von DSC erstaunlich ist. In den (US) ST Podcasts, die ich sonst noch höre ist die Vorfreude meist groß. Und in den US-Foren ist die Stimmung insgesamt auch besser, obwohl es auch hier besorgte Stimmen gibt. Es nervt mich etwas, dass bei den deutschen Fans dieser deutsche Hang zum Mosern so stark ist. Warum schauen wir uns nicht erst mal ein paar Folgen an. Erst dann kann man sich doch wirklich ein Urteil erlauben. Manchmal habe ich auch in euren Podcasts das Gefühl, dass ihr die neue Serie gar nicht gut finden wollt und nur das Negative heraus stellt. Naja, jeder wie er mag.
    Ich freue mich jedenfalls auf September und werde die erste neue ST-Serie seit über einem Jahrzehnt mit offenen Armen empfangen.

    • Dem muss ich widersprechen. Auch in vielen englischsprachigen Foren ist der Ärger über Discovery groß. Z.B. auf dem Youtubekanal Trekyards, obwohl die beiden Moderatoren sehr bemüht sind, sich mit scharfer Kritik zurückzuhalten.
      Auch wurde der Discovery-Trailer von Netflix bei Youtube mit außergewöhnlich vielen negativen Stimmen bedacht, das können nicht hauptsächlich deutsche Fans gewesen sein.

      • @ Element
        Nach meiner Beobachtung zählen die deutschen Star-Trek-Fans in Hinblick auf Discovery eigentlich noch zu den unkritischsten. Das liegt vielleicht auch daran, weil hier die Politik-Dimension größtenteils fehlt, die in den USA aufgrund der angespannten Lage zwischen Links und Rechts vorherrscht. Obwohl ich sogar beim TrekCast (an dieser Stelle danke für eure Arbeit!) in letzter Zeit immer wieder Kommentare lesen, die darauf hindeuten, dass das langsam aber sicher auch nach Deutschland/Europa zu schwappen beginnt.

        Grüße aus der Grube,
        Johann

  3. Ich habe weiterhin vertrauen und freue mich einfach auf neuen Star trek Stufe. Sind wir mal ehrlich schlechter als die aktuellen trek Filme kann es nicht werden

    Btw ich mag die trailer eigentlich

  4. Der unbekannte Schatten 11. August 2017 um 08:42 Antworten

    Ich versuche eigentlich so wenig wie möglich zur neuen Serie zu lesen und mir anzuschaun (warum bin ich auf dieser Seite??!!! ;-)), um eben möglichst unvoreingenommen ran zu gehen. Bin als TNG-Kind groß geworden und natürlich wünsche ich mir in meinem Herzen nichts mehr als einfach wieder DIESES Star Trek zu bekommen. Andererseits ist mir klar, dass irgendwann ein neuer Stil und ein neues Konzept her muss. Genau wie der Unterschied zwischen TOS und TNG ja auch riesig war und ich kann mir vorstellen, dass es für einen TOS-Fan damals alles andere als leicht war, sich mit dem neuen Look und Stil der Nächsten Generation anzufreunden. Bzw. überhaupt etwas anderes zuzulassen. Also abwarten und Earl Grey trinken.

    • Aber der Unterschied zwischen TOS und TNG damals war, das TNG in der Zukunft angesiedelt war. Also hat es einfach Sinn gemacht das alles anders und moderner ausschaut. Trotzdem hat TNG es verstanden TOS zu respektieren, hat man speziell in der Episode mit Scotty gesehen als die Brücke der alten Enterprise nachgebaut wurde.
      Discovery hingegen spielt vor TOS, sogar zur selben Zeit als die Enterprise und andere Schiffe der Constitution Klasse längst unterwegs waren. Es passt einfach nicht wirklich vom ganzen Design her, es wurde einfach alles verändert und bis jetzt hat nichts in den trailern zu dem bekannten Star Trek gepasst. Und erst die Klingonen ! Es passt eher zu den JJ-Filmen und das will mir gar nicht gefallen, wobei selbst die Klingonen in den neuen Filmen besser passten. 🙁

      • Vom Design her stimme ich zu, dass Reboots dann ein Problem sind, wenn, wie hier bei Star Trek, diese einfach technisch bedingt von der Machart her moderner aussehen als die storytechnisch nachfolgenden von vor fünf Jahrzehnten.

  5. Der verantwortliche CBS-Chef, der sich immer wieder in die Produktion eingemischt hat, konnte Star Trek und Star Wars kaum auseinanderhalten, heißt es.
    Dementsprechend sieht das Ergebnis aus: Pseudoklingonen mit Dämonen-Antlitz (aber immer noch mit kindischen Latexmasken á la 1960er), ein fliegender Pizzaschneider und politische Dampfhammerbotschaften wie dass die Klingonen nicht mehr als Platzhalter für Russland in einem Kalten-Krieg-Szenario stehen, sondern für fundamentale Christen und Trump-Wähler in einer gespaltenen US-Gesellschaft.

    Mehr kann man eigentlich nicht machen, um ein Maximum an potentiellen Sehern auf die eine oder andere Weise schon vorab anzupissen.

  6. In der Serie war vom Beginn an der Wurm drinnen. Die frühen Kritiker waren offensichtlich keine Unkenrufer, sondern Realisten.
    Zuletzt hat Midnights Edge berichtet, dass der CBS Chef sich sogar genötigt gesehen hat, Investoren bezüglich Discovery zu beruhigen. Da scheinen einige Leute mittlerweile ganz schön nervös zu werden, war die Serie doch als Zugpferd für das CBS Streamingportal All Access gedacht. Und jetzt entwickelt sie sich immer mehr zum PR-Desaster und Klotz am Bein, obwohl sie noch nicht einmal gestartet ist …
    Der Hauptcharakter von Discovery heißt mit Nachnamen Burnham. Passt irgendwie, denn das ist Altenglisch und bedeutet so viel wie „verbranntes Heim“. Man darf gespannt sein, ob auf dem Boden, den die Macher von Discovery verbrannt haben, so bald wieder ein Star-Trek-Pflänzchen in Form einer neuen Serie sprießen wird …

  7. Ich bin ja kein Trekker, sondern ein Fiver, aber allgemein mag ich die Serien von TNG bis Enterprise, von daher finde ich es schade, dass Discovery schon wieder von so vielen alten Fan vorab zerrissen wird, so, wie diese bereits seit DS9 die jeweils neue Serie zerreißen. Von daher bin ich auch der Meinung, dass die Macher sich nicht mehr auf die alten Fans stützen sollten, die sogar dann Kritik üben würden, wenn jeden Tag auf jedem Sender TOS und TNG in Endlosschleife laufen würden. Die Macher sollten sich einfach auf neue Zuschauergruppen konzentrieren und wenn dabei vor lauter Hobelei die alten Fans Sturm laufen, dann ist es halt so. Es gibt aber bei so einem Franchise nur zwei Möglichkeiten: Einschlafen lassen oder modern weiterführen. Vielleicht wäre es aber einfach besser gewesen, die Macher hätten die, für mich, guten Abrams-Filme genommen und in dieser Zeitlinie die Story rebootet. Dann hätten die alten Fans ihre Zeitlinie und neue eine eben neue.

  8. Und nun greift dieses unglaublich polemische Schwarzmalen auch auf die News Seite um…hier wird auf einmal spekuliert, Netflix habe keine kompletten Rechte auf die erste Staffel und die Schauspieler müssten sich schon fühlen wie auf einem sinkenden Schiff? Also bitte, solche Kommentare passen eher in die Bild Zeitung als zu einer seriösen Berichterstattung.

    Aber das passt doch, immerhin hatten doch nahezu ALLE ST Serien vor Start schon schlechte Presse. Angefangen bei TNG, zu DS9, VOY und ENT…so gesehen alles beim alten.

    Und ich denke, Netflix wird schon einen anständigen Deal unterschrieben haben, nicht nur einen „Halb Staffel“ Deal, das wäre ja schön bescheuert und würde schlussendlich CBS nichts bringen, wie sollen die Menschen außerhalb der Staaten den sonst die Serie sehen können bzw. gewinnen durch einen guten Deal am Ende beide Parteien.

    Zur ewigen Verschiebungen der Serie: Das wurde zwar nicht optimal gelöst, mir ist allerdings lieber, die Macher nehmen sich genügend Zeit um etwas anständiges zu produzieren, als unbedingt unter Zeitdruck ein Startdatum einzuhalten.
    Wenn ich da an die neue „Westworld“ Serie denke.. die wurde auch ewig verschoben, das Warten hat sich am Ende dann auch ausgezahlt.

    Ich würde auch nicht sagen, dass die News zu einem Spin-Off(kein „Nachfolger“, wie in den Kommentaren zu lesen ist.. das hört sich so an als wäre Discovery jetzt schon gestrichen worden..) denkbar schlecht kommen, im Gegenteil. Hier wird gleich von den Machern der Wille gezeigt, mehr vom ST Universum zu präsentieren. Ob die Idee eine Khan Mini Serie zu machen sinnvoll ist, steht dafür auf einem anderen Stern, da gäbe es bestimmt interessantere Geschichten zum erzählen.

    Ich lasse mich von den ganzen Nörgeln jedenfalls nicht aus der Ruhe bringen, optisch waren die Trailer absolut Top, wie es inhaltlich aussieht, kann doch kein Mensch bisher sagen. Da gehe ich also ganz unvoreingenommen ran und freue mich auf Ende September.

    • Es wird eine durchgehende Geschichte in Staffel 1 erzählt, wenn dann die Serie keine weitere Staffel bekommt, können die Macher trotzdem verkünden die Geschichte wurde erzählt und es war sowieso auf eine Staffel ausgelegt 😉
      Ja, optisch sieht das ganze verdammt hochwertig aus, aber wenn es keine vernünftige Erklärung für das komplette ändern der Designs gibt, dann wars das wohl.
      Oder, als Primeuniversum ist nun wirklich das von den JJ-Filmen gemeint (Fuller ist ja weg) dann würden diese Änderungen passen und man hätte sicher eine solide Action Sci-Fi Serie die mit den Filmen 1 – 10 und den Serien TOS, TAS, TNG, DS9, VOY, ENT nichts zu tun hat, also zwei Star Treks. J.J. Abrams wollte ja damals sowieso vertraglich regeln das nur noch Merchandise-Artikel SEINES neuen Star Treks verkauft werden dürfen, nichts mehr aus der TOS Serie !

  9. Also mir gefällt der zweite Trailer. Er sieht zeitgemäß modern und episch aus.

    Und ich (als alter TNG, DS9 und VOY Fan) gebe der Serie definitiv eine Chance. Auch wenn das Design und die Masken nicht zum Kanon passen mag.

    Sebastian hat da nicht unrecht: eine Modernisierung (und damit auch ein gewisser Bruch mit der inneren Logik der alten Zeitlinie) lässt sich nicht vermeiden, wenn man ein Franchise nach so vielen Jahren noch am Leben halten will bzw. aus Serien-Sicht reaktivieren möchte.

    Die Alternative einer weiter in der Zukunft spielenden Serien hätte mir ursprünglich zwar besser gefallen, aber jetzt bin ich erst einmal auf diese Serie gespannt.

  10. […] DSi News: Allerlei Neues zu Discovery Homepage von Bernd Perplies Hintergründe zu Bryan Fuller’s Anthologie-Konzept […]

  11. Verfolge ST-Index seit Langem und kommentiere das erste Mal.

    Daher zuerst einen großen Dank für euer tolles Projekt. Ich finde es schön, dass hier nicht jeder Artikel von der Marketingabteilung großer Verleger in Auftrag gegeben oder doch zumindest stark beeinflusst wird.

    Zum Beitrag von Tom:
    Ich stelle einfach mal die These auf, dass viele derjenigen, die auf Onlineplattformen Inhalte teilen, direkt oder indirekt von der Marketingabteilung bestimmter Interessengruppen finanziert werden. In der heutigen Zeit darfst du einen Verriss deines Projekts nicht zulassen, ist doch logisch und nachvollziehbar.
    Die Kritik der „deutschen Mimosen“ hat Substanz, deine Kritik hat keine. Es ist eine düstere Erzählung, voll von Gewalt und „Boom-Boom“. Wenn man dies nun mit dem alten Star Trek-Universum vergleicht sieht man doch krasse Unterschiede. Auch wenn ich eindeutig eine Eintwicklung sehe, von der Utopie eines „The Next Generation) hin zu immer dystopischeren/undurchsichtigeren Serien (DS9/VOY).

    Sicherlich, die Trailer reichen nicht. Aber betrachtet man die Dinge hinter den Kulissen, das Aufschieben von Airdates, das Ausscheiden des Showrunners. Keine guten Zeichen.

    Im Übrigen ist folgender Wortwechsel im Trailer eine super Zusammenfassung dieser kommenden Serie (voraussichtlich):

    – „Star Fleet doesn´t fire first.“
    + “ We have to!“

    Ich finde es diesen Abschnitt entlarvend. Auf der einen Seite ärgere mich darüber, auf der anderen Seite danke ich den Trailermachern hierfür. Denn bestimmte Fans werden hiermit bereits erahnen können, dass die Serie nichts für sie ist.

    Abschließend zu „The Orville“.
    Diese Serie, von der es auch nur Trailer gibt und die wahrscheinlich sogar vor ST-D ausgestrahlt werden wird, ist die eigentliche Neuauflage des Star Trek-Universums.
    Natürlich wird sie wirr sein, wie alle Produktionen MacFarlanes. Doch sie wird optimistisch und utopisch sein.
    Dazu Seth MacFarlane auf der Comic-Con 2017:
    „In this days of dytopic Science Fiction, where everything is grim (hier musste ich an die neuen Klingonen denkend lauthals lachen), dark and depressing. There is an appetit for a show that is aspirational , optimistic and hopeful. And maybe provide us some blueprint of a future we could have if we get our shit together.
    And thats really whats the core of the Orville.“
    Das ist die Aussage eines Trekkies, der Hype um Star Trek Discovery jedoch ist der Hype derer, die sich lediglich monetäre Profite erhoffen.

    So viel dazu.
    Nochmals Danke für eure Arbeit.

    • „Die Kritik der „deutschen Mimosen“ hat Substanz, deine Kritik hat keine.“

      Hm, ok. Verstehe zwar nicht so genau, warum meine Kritik (an den deutschen Fans?) keine Substanz hat, aber egal.

      Es steht einfach zu befürchten, dass alle, die jetzt schon so besorgt sind, dass die Serie nichts für sie ist, am Ende genau das in der Serie sehen werden. Self-fulfilling prophecy und so. Ich will ja eigentlich gar nicht mehr, als dass man sich die Serie mit einer offenen Einstellung ansieht und danach urteilt. Wenn’s dann jemandem nicht gefällt ist das in Ordnung. Aber wer vorher schon mit dem Gefühl rein geht, dass das nicht mehr „sein“ Star Trek ist, weil er einen 2-minütigen Trailer zum Maßstab nimmt, in dem man nun mal auch etwas Action packen muss, dann kann er mir nicht erzählen, dass er ganz offen an die Sache ran geht. Und das finde ich einfach schade. Im Übrigen passt dein „düstere Erzählung, voll von Gewalt und Boom-Boom“ auch auf große Teile von DS9 und das war für mich mindestens so gut wie TNG.

      • Ich habe mich nicht zufällig „Elim Garak“ genannt. 😉
        Die düstere/dystopische Welt von DS9 habe ich ja erwähnt, auch, dass es eine Entwicklung hin zu mehr Action bzw. Gewaltdarstellung gibt.
        Selbsterfüllende Prophezeiungen gelten aber auch für deinen Ansatz. „Mein“ Star Trek würde es eben nicht erlauben, bei all den offensichtlichen Missgeschicken, zu schweigen und auf die Folgen zu warten. Dann sollen die Verleger einfach auch mal auf jegliche Ankündigungen verzichten und unerwartet so eine Serie bei Netflix hochladen. Wird nicht passieren, und so werde ich als Star Trek Fan auch meinen Senf abgeben.
        Ich habe so viele Punkte aufgezählt die zu Skepsis raten, gerne auch noch die Erfahrungen mit JJ Abrams, und du antwortest mit „etwas Action, die man reinpacken muss“. Wenn du natürlich die Werke von JJ Abrams als „Star Trek Filme mit etwas Action“ beschreibst, dann haben wir einfach total unterschiedliche Geschmäcker. Denke, dir wird die neue Serie gefallen.

        Wir werden sehen.
        In meinem persönlichen Bestfall kommen im Trailer die gesamten Actionszenen der ersten Folge(n) bereits vor. Die erwähnte „Shoot first“-Szene wird hoffentlich zu Star Trek passend aufgelöst und es entwickelt sich eine ähnlich komplexe Handlung wie bei DS9. Und während ich das schreibe ärgere ich mich wieder, weil es ja in der Vergangenheit spielt. Einen ähnlich starken, neuen und interessanten Akteur wie das Dominion halte ich daher für unwahrscheinlich
        Egal, wird bestimmt dufte und wir hören Zitate wie:
        „I don’t need someone to walk in here and hold my hand. I want someone to help me get back to work and you, my dear, are not up to this task. Well, look at you; you’re pathetic. A confused child trying to live up to a legacy left by her predecessors. You’re not worthy of the name Dax. I knew Jadzia. She was vital, alive. She owned herself, and you, you don’t even know who you are. How dare you presume to help me? You can’t even help yourself. Now get out of here, before I say something unkind.“

        • Es kann ja sogar sein, dass ich am Ende noch enttäuschter bin als du, weil ich vorher ein gutes Gefühl hatte. Ich gebe zu, dass es mir schwer fällt, komplett neutral zu bleiben. Was ich bisher gesehen und gehört habe, stimmt mich jedenfalls eher positiv. Und ich freue mich einfach, dass Star Trek zurück im TV ist. Wie schon gesagt, den Trailer sollte man nicht überbewerten. Und darüber was sich hinter den Kulissen abgespielt hat und wie sich das auf die Serie auswirkt, kann man nur spekulieren. Vielleicht waren die Verschiebungen ja wirklich dazu da, der Serie mehr Zeit zu geben, damit sie (aus Sicht der Produzenten) möglichst perfekt wird. Einen Teil zur Verspätung beigetragen hat ja auch die Tatsache, dass Sonequa Martin-Green erst noch an Walking Dead gebunden war. Jedenfalls sehe ich nicht, warum man diese Vorgänge gleich wieder negativ auslegen muss. Na wir werden sehen. Ist ja jetzt nicht mehr so lange hin.
          Und was die JJ-Filme angeht: die fand ich zwar ganz unterhaltsam, aber Star Trek war schon immer am besten im TV aufgehoben. Bei Into Darkness hab ich mich sogar stellenweise fremd geschämt (Kirk-Spock-Szene im Reaktorraum). Aber eine Serie im Jahr 2017 kann einfach dramaturgisch und technisch nicht mehr so aufgebaut sein und aussehen wie 1987, wenn sie erfolgreich sein will. Ich hoffe natürlich, dass die Essenz dessen was Star Trek ausmacht trotzdem erhalten werden kann.
          Und natürlich darfst du deinen Senf dazu abgeben. Dazu ist so ein Forum ja da und ich mach’s ja auch. 😉

  12. Noch eine Bitte:
    Wie wäre es mit einem Trekcast, in dem auch „The Orville“ eine Rolle spielt. Es wirkt wie ein offensichtlicher Schlagabtausch um das Erbe von Star Trek und Roddenberry (etwas sehr zugespitzt). Zumindest Seth MacFarlane scheint sein Werk in diesem Zusammenhang zu betrachten.

    Und entschuldigt die vielen Rechtschreibfehler im vorangegangen Beitrag.

  13. Derzeit läuft früh am Morgen wochentags ENT und da kam mir folgende Idee:

    Da Hollywood ja derzeit scheinbar in einem Revival-Fieber verfallen ist und längst beendete Serien wieder aufgelegt werden, wie z.B. Akte X, Roseanne, Prison Break oder Twin Peaks….wie wäre s mit einem ENT-Revival, das die dämliche Riker-Holo-Finalfolge ignoriert(so schwer ist das ja in dem Falle nicht) und nach dem Terra-Prime-Zweiteiler ansetzt und uns in mind. 2 bis 4 Kurzstaffeln a 13 bis 16 Folgen die Wege zur Gründung der Föderation samt Krieg gegen die Romulaner zeigt.
    Das einzig gute an THESE ARE THE VOYAGES war Archer s Auftritt samt seiner Rede, die in dem Revival voll gezeigt werden könnte plus dem steinigen Weg, der zur endgültigen Festigung der Allianz in die Gründung der Föderation gipfelt.
    UND wir hätten mit dem Krieg gegen die Romulaner mit deren Telepathen-gesteuerten Drohnen und einer Flotte aus Vulanier-, Andorianer-und Erden-bzw. Tellaritenschiffen einen gänsehautähnlichen Zustand wie damals bei DS9 mit dem Dominionkrieg.
    Sollte also Discovery floppen, wäre das doch ein schöner Plan-B, oder?
    Denn wenn ich manchmal vor Dienstbeginn mir diese tollen ENT-Dreiteiler ansehe, krieg ich Bock auf mehr und würde gern sehen, wie s nach TERRA PRIME weitergegangen wäre..


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