Deutscher StarTrek-Index  
    2.4 Der Symbiont  
  I n v a s i v e    p r o c e d u r e s     
 

von Jakob Nüsgen

 
 
 

Episodenbeschreibung

Da ein Plasmasturm im Denorios-Gürtel Deep Space Nine bedroht, ist die Station evakuiert worden, nur eine Notbesatzung ist dort geblieben. Mitten im Sturm nähert sich ein kleines Schiff der Station, das sich offensichtlich in Not befindet. Als das Gefährt mit einem Traktorstrahl angedockt worden ist, entpuppt sich die Besatzung als Bedrohung.

Ein Trill, Verad, seine Freundin Mareel und die beiden Klingonen T‘Kar und Yeto übernehmen die Kontrolle über die Raumstation und zwingen Odo, sich in einen kleinen Container zu begeben, den Julian in der Krankenstation in einer Stasiskammer unterbringen muß.

Auch Quark, der der Gruppe geholfen hat, die Sicherheitsvorkehrungen der Station zu umgehen, wird festgenommen, obwohl er glaubte, daß er mit dem Klingonen Yeto ein Geschäft abwickeln würde. Verad erklärt, daß er Dax will, den Symbionten. Er wurde vor Jahren als nicht trill-tauglich betrachtet und abgelehnt, ist aber der Ansicht, daß der Daxsymbiont der perfekte Symbiont für ihn ist. Sobald er den Wurm in sich hat, wird er durch das Wurmloch fliehen. Daß Jadzia bei dieser Transplantation wahrscheinlich sterben wird, kümmert ihn nicht, es ist ihm sogar egal.

Er zwingt Dr.Bashir, die Operation durchzuführen, der auch Jadzia Dax zustimmt, damit niemand sonst zu Schaden kommt.

Während Julian wider Willen seine Arbeit verrichtet, erklärt Mareel, daß sie in Verads Schuld stehe. Sie ist nicht damit einverstanden, daß jemand sterben muß, damit Verad sein Ziel erreicht aber sie liebt ihn trotzdem und wird ihm folgen. Da kommt Verad zu ihnen, die Operation ist erfolgreich verlaufen, aus dem schüchternen und nervösen Trill ist ein selbstbewußter Mann geworden.

Die Chancen für Jadzia sehen unterdessen schlecht aus.

Sisko appelliert an Verad, den Diebstahl rückgängig zu machen, der aber reagiert gereizt woraufhin Sisko die Freundschaft zu Dax für beendet erklärt und sich Mareel zuwendet, um sie gegen Verad einzustimmen.

Bei einer Attacke von Quark gegen T‘Kar wird der Ferengi scheinbar verletzt, erweist sich in der Krankenstation aber als wohlauf.

Der Plasmasturm zieht weiter und der Dieb Verad möchte die Station verlassen, die drei anderen sollen ihm folgen, um sein Entkommen sicherzustellen.

Bashir und Quark überwältigen währenddessen Yeto und befreien Odo aus seinem Gefängnis.

Als Verad spürt, daß etwas nicht stimmt nimmt er Major Kira als Geisel und macht sich auf den Weg zur Luftschleuse wo das Schiff andockt.

Mareel soll später zum vereinbarten Treffpunkt folgen.

Da sie aber so wie Sisko weiß, daß Verad nicht auf sie warten wird, kann er sie überreden, Verad aufzuhalten.

Als der kriminelle Verad die Schleuse erreicht, ist sein Schiff verschwunden.

Er flieht zu den Runabouts, wo er bereits von Sisko und Mareel empfangen wird. Obwohl er damit den Symbionten gefährden kann, feuert Sisko mit dem Phaser auf ihn und betäubt den Dieb. Bashir kann die Operation rückgängig machen. Verad ist gescheitert, aber Mareel glaubt noch immer an ihn, während Jadzia nun auch mit Verads Persönlichkeit leben muß.

Bewertung

Kaum hatte Terry Farrel im Dreiteiler eine größere Rolle spielen dürfen, rückte sie mit "Invasive Procedures" sogar in den Mittelpunkt dieser spitzenmäßigen Episode, der es wegen ihres deutlich weniger auf Action ausgerichteten Inhalts schwerfiel, sich nach dem fesselnden Dreiteiler zu behaupten.

Aber wie bei Major Kira Nerys in "Die Heimkehr" war auch hier nicht absehbar, ob man Jadzia Dax auf diesem Weg aus der Serie nehmen wollte.

Auch in diesem Fall waren die Bedenken voreilig, Dax blieb den Zuschauern erhalten und sollte sich im Verlauf der zweiten Season spürbar weiterentwickeln, aber bereits mit dieser Episode war klar, daß man die Rolle in der ersten Season sträflich vernachlässigt hatte.

Seinen zweiten, aber noch lange nicht letzten Auftritt im Star Trek Universum hatte der allseits beliebte Tim Russ, der hier als Klingone T‘Kar zu sehen war.

Nachdem er bereits in Star Trek – The Next Generation in der Episode "TNG: In der Hand von Terroristen" und in DS9 in der Durch den Spiegel" mitgewirkt hatte, sollte er nach diesem dritten Engagement in "Star Trek – Generations" eine deutlich kleinere Rolle spielen.

Seine eigentliche richtige Hauptrolle im Trekuniversum sollte er in Star Trek Voyager als Commander Tuvok spielen, mit der er erst richtig Weltruhm unter den Star Trek Fans erlangte.

John Glover, der hier die Rolle des Trill Verad verkörperte, war aus zahlreichen Kinoproduktionen bekannt, darunter die SF – Filme "The Incredible Shrinking Woman" und "Robocop 2".

Megan Gallagher die hier die naive Mareel spielte, wurde bekannt in der Misteryserie "Millenium", wo sie die Frau von Frank Black verkörperte.

Kommen wir mal zur eigentlichen Bewertung: Dieser blaue Plasmasturm war absolut sehenswert, er sah richtig realistisch und bedrohlich aus. Einfach klasse was die Effektleute da bewerkstelligt haben.

Bei dem Traktorstrahl, der das kleine Schiff an die Andockrampe gezogen hat, habe ich mich dann gewundert, warum die Traktorstrahlen gelb sind. Normalerweise sind sie blau, aber gut vielleicht lag es nur daran, daß der Sturm blau war und es sonst nicht gepaßt hätte.

Der Morphingeffekt von Odo war recht gut gelungen und sah sehr echt aus, wie Odo in dem Container verschwindet.

Ich gebe der Folge fünf von sechs SFX Punkten.

Die Handlung war spannend und gut durchdacht. Man hatte richtig Angst um Jadzia, man hatte während der ganzen Folge das Gefühl, als wäre dieses der letzte Auftritt von Jadzia Dax gewesen.

Die Wut, die Sisko Verad entgegenbrachte, habe ich sehr genossen, Avery Brooks kann so richtig schön böse spielen, aber leider konnte er in dieser Folge nicht sein volles Potenzial zum besten geben.

Also für die Handlung gibt es sechs von sechs Punkten, weil mich die Folge vollends überzeugt hat.

Und weil die Spannung bis zu Schluß erhalten blieb, gebe ich fünf von sechs Punkten.

 
 
 

Spannung

SFX

Handlung

Gesamt

 
 
 

Zusammenhänge

  • Megan Gallagher hatte im Trek Universum noch eine zweite Rolle in Deep Space Nine und zwar in der Episode "Kleine, grüne Männchen", wo sie den Part der Schwester Faith Garland bekleidete.
  • Tim Russ spielte in der Deep Space Nine Episode "Durch den Spiegel" die Rolle des Spiegel-Tuvok und in der TNG Episode "TNG: In der Hand von Terroristen" verkörperte er die Rolle des Devor.


 
 
 
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 Erstausstrahlung USA:
 10. Oktober 1993
  
 Erstausstrahlung D:
 1. September 1994
  
 Regie:
 Les Landau
  
 Buch:
 John Welpley,
 Robert Hewitt Wolfe
   
 Gaststars:
 John Glover,
 Megan Gallagher,
 Tim Russ,
 Steve Rankin
  


  zuletzt geändert:
  2002-04-10, 22:57
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