DS9 5.2 Das SchiffT h e S h i pvon Thorsten Kroke |
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Episodenbeschreibung
Auf einem steinigen Wüstenplaneten im Gammaquadranten
suchen Sisko und seine Crew nach Rohstoffen, um möglicherweise
eine Mine auf dem Planten anzulegen. Der Runabout im
Orbit meldet sich, ein Schiff des Dominions stürzt
gerade auf dem Planeten ab, die Crew sieht es. Die
Offiziere gehen zum auf dem Rücken liegenden Schiff,
das von außen unbeschädigt scheint und scannen es.
Sie untersuchen es von innen, alle Jem'Hadar sind
tot, Sisko will das Schiff bergen und verständigt
Kira auf DS9, sie soll mit der Defiant herkommen,
woraufhin sie auch aufbricht.
O'Brien hält es für schwierig, das Schiff wieder flott zu machen, als ein Jem'Hadar Schiff den Runabout im Orbit vernichtet und kurz danach Jem'Hadar die Crew angreifen, ein Crewman wird getötet, als die Offiziere ins Schiffswrack flüchten; Fähnrich Muniz, ein Techniker aus O'Briens Team wird schwer verwundet. Während Muniz kurz versorgt wird, was ohne Medikit schwierig ist, versucht O'Brien die Stromversorgung im Schiff herzustellen, als sich eine Vorta namens Kilana meldet, sie wolle sich mit Sisko treffen, um mit ihm zu reden, da die Jem'Hadar das Schiff umstellt haben. Die Vorta ist wie gewohnt überaus charmant, durch Schmeichelein drückt sie aus, daß sie das Schiff will, Sisko hält sich an das Bergungsrecht. Währenddessen beamt ein getarnter Jem'Hadar ins Schiff. Kilana erklärt, es sei ihre erste Mission außerhalb des Dominiongebietes, sie würde gegen das Schiff Sisko und seine Leute verschonen, woraufhin der Captain kontert, er gehe keine kampflose Auslieferung ein. O'Brien und Dax hören ein Geräusch, sie entdecken daraufhin ein Gerät, das neu ist, plötzlich greift der Jem'Hadar an, Sisko und Worf rennen zum Schiff zurück, Kilana beamt weg. Muniz kann den Soldaten erschießen, denn er hatte Dax und O'Brien schon kampfunfähig geschlagen. Aufgrund dieser Aktion vermutet Sisko etwas Besonderes im Schiff, weil die Jem'Hadar keinen großen Vernichtungsangriff starteten, sie wollen das Gesuchte unbeschädigt lassen. Worf gibt in Bezug auf Muniz seine reelle Sicht preis: Muniz wird sterben, doch Dax sieht es optimistischer, O'Brien will von Worf darüber nichts hören. Kilana will wieder mit Sisko reden: Sie entschuldigt sich für den Angriff, sie will nur etwas aus dem Schiff. Im Gespräch wird klar, daß sich beide Parteien nicht vertrauen, daher bricht die Vorta das Gespräch ab. Ein Bombardement setzt ein, um die Crew klein zu kriegen. In der Streßsituation wird Sisko immer sachlicher und emotionsloser, behält aber einen kühlen Kopf. Dax beginnt langsam, mit ihrem Sarkasmus die Crew zu nerven, während O'Brien und Worf sich wegen Muniz Überlebenschancen ständig streiten. Sisko spricht schließlich ein Machtwort und alle arbeiten weiter. Als die Crew nach einiger Zeit versucht, mit dem Schiff zu starten, schlägt der Versuch fehl und Muniz stirbt aufgrund seiner Verletzungen. Nun ist Sisko emotional angeschlagen, wegen der Toten auf dieser Mission ist er gezwungen, das Schiff nach DS9 zu bringen, im Gespräch mit Dax erscheint auf einmal ein Formwandler, der in flüssigen Zustand übergeht und stirbt, da er keine Gestalt mehr halten kann. Kilana beamt hinein und berichtet vom Selbstmord der Jem'Hadar und bedauert, daß sie und Sisko kein Vertrauen ineinander hatten und verabschiedet sich. Die Defiant trifft ein und birgt das Schiff. Sisko und Dax unterhalten sich: Die Sternenflotte ist zufrieden, allerdings hat kommt Sisko nicht über die Verluste hinweg, waren es fünf tote Offiziere Wert, für ein Schiff zu sterben? Er erinnert sich an die Akademie, wo gelehrt wird, daß ein Captain einen emotionale Distanz zu seiner Crew haben sollte, was für Sisko unmöglich scheint. Dax erwähnt, daß die Offiziere die Risiken kannten, Sisko erwidert, daß diese Tatsdache es auch nicht leichter für ihn mache und Dax antwortet, daß es das auch nicht soll. Worf
trifft O'Brien bei Muniz Sarg, Worf wollte O'Brien
nicht bei der Totenwache stören, doch nach einem
kurzen Gespräch passen beide auf, daß Muniz "ins
Sto-Vo-Kor geht".
Als erstes wäre da die Hinführung zur Handlung: Auf einem vom Dominion abgelegenen Planeten stürzt nahe von Sisko und Co., der ausschließlich mit Senioroffizeren auf der Oberfläche und den todgeweihten Crewmen im Runabout aufgebrochen ist, auf einem Wüstenplaneten ein Domionschiff ab und binnen kurzer Zeit kommt schon das Rettungsschiff. Kilana spricht ja von einer Mission, also wurden sie losgeschickt. Wie schnell fliegen die eigentlich, wenn der Planet weit vom Dominiongebiet entfernt sein soll? Desweiteren wundert mich, warum der Wechselbalg nicht herausgebeamt wurde oder das Schiff wirklich gestürmt wurde, man hätte ja Betäubungsgewehre benutzen können. Gut hingegen ist wieder, daß es die Offiziere nicht schaffen, alles zu reparieren, denn selten geht bei Star Trek ein Plan schief, wie hier der Startversuch. Die zentralen Themen der Handlung sind Siskos emotinonalen Probleme wegen der Toten, die glaubhaft wirken und endlich mal diskutiert werden, denn es kann ja nicht sein, daß sich die Captains nie an den erschossenen Crewmen stören. Allerdings finde es auch Schade, daß Muniz nicht dem üblichen Fähnrich-der-Woche entspricht, dann aber sowieso stirbt, vielleicht aber sollte er auch Mitleid beim Zuschauer erregen. Eien ähnliche Situation gibt es in der Folge "Freies Schußfeld", wo Fähnrich Ilario erschossen wird, nachdem man ihn fast liebgewonnen hatte. Das andere Hauptthema sind das gestörte Vertrauensverhältnis zwischen Sisko und Kilana, die übrigens eine exzellente und gut aussehende Vorta abgibt. Durch deren Mißtrauen geht alles schief, hätten sie vertraut, würden wahrscheinlich Muniz noch leben und auch der Gründer hätte überlebt, desweiteren hätte Sisko das Schiff bekommen. Aber das ist das Problem: Die Vorta bringen auch Lügen glaubhaft rüber und sind Meister der Hinterlist und Täuschung, wenn man an den berühmt-berüchtigten Weyoun oder auch Kivan aus "Entscheidungen" denkt. Daher war Siskos Mißtrauen verständlich. Eher unverständlich ist mir der Tod des Formwandlers, er hätte doch auch fliehen können, was aufgrund einer Tarnung durch Formwechsel wohl möglich ist, wie es Odo oft unter Beweis stellt. Desweiteren ist mir schleierhaft, daß der Gründer stirbt. Natürlich müssen sie sich irgendwann in den flüssigen Zustand begeben, um zu regenerieren, aber eine überhöhte Beibehaltung führt nicht sofort zum Tod, wie man aus Odos Folterung durch Garak in "Der geheimnisvolle Garak" kennt. Und noch eine Kleinigkeit: Nach mehreren Zusammentreffen mit dem Dominion im Gammaquadranten ist die Sternenflotte noch immer so naiv, daß sie glaubt, auch während der momentanen angespannten politischen Situation im Gammaquadranten Fuß fassen zu können. Haben die denn in den letzten Monaten nichts gelernt? Lächerlich wirkt auch der Miniauftritt von Odo, Bashir und Quark, die noch keine Minute zu sehen sind, aber trotzdem noch volles Gehalt für ihren Auftritt in der Epsiode kassieren wollen. Muß das denn sein? So gezwungen wie dieser Auftritt wirkt, schadet er doch nur der Atmosphäre. Hier noch ein Hinweis unseres Lesers Andi D.: Die Spannung in der Episode ist ganz gut, man fiebert mit der Belagerung mit, spürt richtig den Druck der Charaktere. Muniz tut einem richtig leid, desweiteren hat man kein Verständnis für den sonst so sympathischen Worf, wenn er Muniz Tod prophezeit. Richtig gut wirkt die Erforschung des Wracks, endlich erkundet man mal ein Jem'Hadar Schiff von innen. Auch die Special-Effects sind von guter Qualität, die Masken - man denke an den Fähnrich im Runabout - und Ausstattung sind gelungen, das Jem'Hadar Schiff bekommt trotz der falschen Lage einen eigenen Touch. Überhaupt gefällt mir das ganze Set, es erinnert einerseits an die TOS-typischen kargen Planeten, andererseits wirkt es durch Lichteffekte wirklich fast real. Tolle Arbeit! Abschließend kann ich nur sagen, daß wegen der vielen Mängel die vielleicht schön inszenierte Folge nur ein "Befriedigend" verdient hat. |
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Zusammenhänge
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-------------------------------- Ausdruck vom: 17. 05. 2012 Stand des Reviews: 13. 02. 2012 URL: http://www.startrek-index.de/tv/ds5_2.htm |