TNG 1.19 PrüfungenC o m i n g o f A g e |
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Episodenbeschreibung
Sternzeit: 41416,2Wesley hat die Erlaubnis erhalten, an der Aufnahmeprüfung für die Akademie der Sternenflotte teilzunehmen. Sein Freund Jake Kurland hatte leider nicht genügend Punkte in den Tests und muß deshalb auf der Enterprise bleiben. Nachdem man Wesley in das Schulungszentrum nach Relva XII heruntergebeamt hat, kommt Admiral Gregory Quinn, ein alter Freund Picards, an Bord, begleitet von Lt. Commander Dexter Remmick vom Stab des Generalinspekteurs der Sternenflotte. Sogleich möchte Quinn Picard unter vier Augen sprechen: er hat Informationen, daß auf der Enterprise etwas nicht mit rechten Dingen zugeht; daher wird Remmick in seinem Auftrag eine gründliche Überprüfung vornehmen, bei der Picard und seine Crew unbedingt kooperieren sollen. Quinn wird während der Untersuchung an Bord bleiben. Remmick beginnt sogleich mit seiner Arbeit. Allein seine Anwesenheit und sein beständiges Herumgetippe auf einem PADD machen schnell die gesamte Brückencrew nervös. Riker will vom Captain wissen, was das alles soll, doch Picard kann ihm keine weiterführenden Informationen geben: er weiß es ja selbst nicht. Aber er fordert Riker auf, Remmicks Arbeit nicht zu behindern, ihn stattdessen zu unterstützen, wie Quinn es verlangt hat. Wes hat
inzwischen seine Mitkandidaten kennengelernt: Vuliana
Mirann, ebenfalls menschlich, die Vulcanierin
T'Shanik und den Benziten Mordock. Officer Chang, ihr
Prüfer, weist sie kurz ein und erklärt, daß die
kommenden Prüfungen sehr hart werden und man immer
mit dem Unerwarteten rechnen soll. Von den vier
Kandidaten wird nur einer schließlich für die
Akademie zugelassen. Remmick
hat indes mit einer gründlichen Befragung der
einzelnen Brückenoffiziere begonnen: zunächst
bringt er Riker auf die Palme, als er fragt, ob
Captain Picard je ein Logbuch gefälscht hätte.
Riker entgegnet, Remmick solle dem Captain diese
Frage selbst stellen. Wesley, inzwischen wieder an Bord, unterhält sich mit Worf über den kommenden Psychotest, vor dem er von allen Prüfungen am meisten Angst hat. Worf meint, es wäre überflüssig, sich sorgen wegen eines Ereignisses zu machen, welches man nicht beeinflussen kannc - obgleich er auch einräumt, nur ein Narr kenne keine Furcht. Doch wäre es ihm ähnlich ergangen: als er dem Test unterzogen wurde, fand man seinen Schwachpunkt in seiner Angst, von anderen abhängig zu sein, was auf einem klingonischen Schiff nicht der Fall wäre. Noch heute hat er gewisse Probleme, sich damit zu arrangieren. Dann
ereignet sich ein Zwischenfall: Jake Kurland, Wesleys
Freund, stiehlt ein Shuttle, um auf Beltane IX als
Frachterpilot anzuheuern - da er noch nicht einmal
für die Aufnahmeprüfung zugelassen wurde, fühlt er
sich an Bord der Enterprise als Versager. Wegen eines
Bedienungsfehlers verliert er die Kontrolle über das
Shuttle und droht, auf Relva abzustürzen. Den
Traktorstrahl kann man wegen der Entfernung nicht
mehr benutzen, und es steht schlecht um Jake: Data
meint, er hätte nach dem Ausfall des Antriebs keine
Chance mehr, den Antrieb rechtzeitig zu reaktivieren,
bevor das Shuttle in der Atmosphäre verglüht. Doch
Picard weist Jake an, senkrecht auf den Planeten
zuzufliegen, im letzten Moment den Antrieb wieder
einzuschalten und steil nach oben zu ziehen.
Tatsächlich funktioniert es: das Shuttle prallt wie
ein Tennisball von der Atmosphäre Relvas ab und Jake
kann sicher zur Enterprise zurückkehren. Zurück auf dem Planeten besteht Wes eine kleine Zwischenprüfung: er stößt mit einem hochgewachsenen jungen Mann zusammen, der ihn daraufhin anpöbelt. Auf Wesleys Entschuldigung reagiert er nur noch wütender. Doch dann sieht Wes die Schwimmhäute an den Händen des Mannes: er brüllt ihn ebenfalls an, und der Mann scheint besänftigt. Lächelnd klopft er Wes auf die Schulter und stellt sich als Rondon vor. Wes erklärt dem verblüfften Mordock, daß Rondon ein Zoldaner ist und dementsprechend Höflichkeit für verlogen hält. Officer Chang, der die Szene beobachtet hat, ist sehr zufrieden mit Wes. Remmick
setzt mittlerweile zur zweiten Fragerunde an. Diesmal
sind Data, Worf und Beverly an der Reihe, die sich
ebenfalls alle hinter den Captain stellen und kein
Fehlverhalten bei ihm erkennen können. Wesley
steht indes vor seinem Psychotest: er wird in einen
leeren Raum geführt. Nach kurzem Warten hört er von
draußen Explosionsgeräusche. Auf dem Gang befindet
sich niemand, aber aus dem nahen Umweltlabor ertönen
Schreie. Wes geht hinein; drinnen herrscht nach einer
Explosion Chaos, ein Mann ist eingeklemmt, ein
anderer kauert sich in die hintere Ecke. In weniger
als einer Minute wird der Raum versiegelt werden, da
eine weitere Explosion droht. Nach kurzem Zögern
befreit Wes den Eingeklemmten und versucht, dem
anderen gut zuzureden, doch schließlich kann er nur
sich und den Verletzten in Sicherheit bringen, der
ängstliche Mann bleibt in dem Raum zurück, als die
Türen verriegelt werden. Am
Abend muntert Picard zunächst Wesley auf: er meint,
Wes habe ihn keineswegs enttäuscht. Vielmehr sei das
einzig Wichtige, daß Wes gegenüber sich selbst
sicher ist, daß er sich bemüht und sein Bestes
gegeben hat. Und schließlich könne Wes nun noch ein
weiteres Jahr lang lernen und dann beim zweiten
Versuch würde er die Prüfung sicher bestehen -
Picard hatte im ersten Anlauf ebenfalls nicht
bestanden, wie er Wes gesteht. Zurück
auf der Brücke läßt Picard Kurs auf Ardron IV
setzen, und die Enterprise fliegt neuen Abenteuern
entgegen.
von
Anfang an liegt großer Druck auf den Kandidaten. Wie
bei einem Wettkampf nach dem Knock-Out-Prinzip werden
immer mehr Kandidaten herausgesiebt; zunächst wird
auf den einzelnen Schiffen eine Vorentscheidung
getroffen, wer überhaupt zur Prüfung zugelassen
wird. Hier hat Wes natürlich die besten
Voraussetzungen, da er durch seine Freude an der
Technik und seinen Posten als "Fähnrich
Ehrenhalber" bereits jede Menge praktische
Erfahrung sammeln konnte. Dazu kommt, daß er
hochbegabt ist. Somit ist er Jake Kurland offenbar
klar überlegen. Doch
betrachten wir nun die andere Handlung: Quinns
Untersuchung. Zu
erwähnen ist noch Jake Kurlands Shuttlediebstahl: an
seinem Beispiel verdeutlicht sich der Konkurrenzdruck
der Akademiebewerber: er hat gegen Wesley verloren
und hält sich für einen Versager - was gar nicht so
unlogisch scheint. Aber niemand scheint darüber
nachzudenken, daß dieses System neben dem Vorteil
einer starken Elite auch den Nachteil vieler
desillusionierter Jugendlicher bedeutet, die ihre
Träume nicht verwirklichen konnten. Plump ebenfalls der Versuch, den Zusammenhalt der Crew anhand der Untersuchung zu verdeutlichen: mit dem lange Zeit unsympatischen Remmick wird ein einheitliches Feindbild geschaffen, da ist es kein Wunder, daß jeder der Befragten sich voll und ganz hinter den Captain stellt. In seinem Bericht für Quinn erklärt Remmick, die Crew sei wie eine große Familie. Dieser Eindruck wird sich für den Zuschauer aber erst mit den folgenden Staffeln einstellen; rückblickend war der Zusammenhalt der Crew während der ersten Staffel zwar sicher nicht schlecht, doch nach nur einem halben Jahr von familienähnlichen Verhältnissen zu sprechen, ist der Versuch seitens der Autoren, den Zuschauer dahingehend zu beeinflussen, das zu glauben, obwohl es noch gar nicht so weit ist. Dieser Zusammenhalt wird wachsen, doch nicht dadurch, daß man ihn dem Zuschauer mit dem Hammer einprügelt. Auch dies ist wieder die Brecheisenmethode, und die beabsichtigte Wirkung wird dadurch vollkommen verfehlt. Ein kleiner Fehler am Rande: gegen Ende der Episode fordert Picard Wes auf, die Galauniform anzuziehen, da der Admiral nun verabschiedet wird. Als man kurz darauf im Tranporterraum steht und der Admiral heruntergebeamt wird, trägt Picard aber selbst keine Galauniform mehr, die er kurz zuvor noch anhatte. Hat er die zwischen der offiziellen Verabschiedung und dem Transporterraum schnell abgelegt? Schön ist hingegen Wesleys "Psychotest": er ähnelt dem Kobayashi-Maru Test (siehe u.a. "Star Trek II: Der Zorn des Khan"), dem sich jeder Captain-Anwärter vor seinem ersten Kommando unterziehen muß: man wird mit seinen persönlichen Fehlern bzw. Ängsten konfrontiert und muß versuchen, diese zu überwinden, ohne daß es eine Musterlösung gäbe. Im Gespräch mit Worf wird auch kurz auf etwas subtilere Weise als bei anderen Aussagen in dieser Episode verdeutlicht, daß Worf als Klingone doch recht einsam ist und nach wie vor Probleme damit hat, sich ein- bzw. unterzuordnen. Um zum Abschluß der Besprechung zu kommen: es ist wahrlich nicht einfach, bei dieser Episode ein Urteil zu fällen, das allen Aspekten gerecht wird; während die Wesley-Story langfristig für Probleme sorgt und die Sternenflotte in einem sehr schlechten Licht dastehen läßt, sind die Implikationen der Quinn-Story ziemlich tiefgreifend. Da jedoch auch diese Story handlungsseitig schlecht dargeboten wurde, wird die Handlung insgesamt sehr schwach bewertet. Um dem Zusammenhang zu "Die Verschwörung" sorge zu tragen, ist die Gesamtnote besser, zumal die Inszenierung der Episode deutlich über der Handlung steht. Die Effekte sind relativ ordentlich, Spannung kommt jedoch kaum auf. |
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Zusammenhänge Die Vorkommnisse, über die Remmick die Crewmitglieder befragt, sind im Folgenden:
Die Fortsetzung der Verschwörungsstory kommt in "Die Verschwörung" |
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-------------------------------- Ausdruck vom: 08. 02. 2012 Stand des Reviews: 21. 04. 2010 URL: http://www.startrek-index.de/tv/tng1_19.htm |