TNG 6.12 Das Schiff in der FlascheS h i p i n a B o t t l e |
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Episodenbeschreibung
Sternzeit: 46424,1Data und Geordi spielen auf dem Holodeck einen Sherlock Holmes Roman nach, doch es gibt eine Fehlfunktion: der linkshändige Bösewicht fängt einen Gegenstand mit der rechten Hand auf. Lt. Barclay soll den Fehler beheben, doch er stößt auf ein Programm aus dem gesicherten Speicher: Professor Moriarty, der sich seiner Identität als Holodeckfigur bewußt ist und und verlangt, Captain Picard zu sprechen. Jener kümmert sich derweil um eine bevorstehende Kollision zweier Planeten im Detrian-System, die man um keinen Preis verpassen möchte. Doch Picard nimmt sich die Zeit und geht mit Barclay und Data aufs Holodeck, wo Moriarty ihn damit konfrontiert, die letzten vier Jahre geschlummert zu haben, ohne daß man versucht hätte, ihm das Verlassen des Holodecks zu ermöglichen. Nun ist er der Meinung, er könnte das Holodeck auch so verlassen, da er ein denkendes Wesen ist: Verstand über Materie. Zu aller Verwunderung funktioniert es, er verläßt das Holodeck! Dr.
Crusher meint, Moriarty hätte absolut reale,
menschliche Lebenszeichen. Also macht er mit Picard
einen Rundgang und bemerkt erstmals, daß die
Enterprise ein Raumschiff ist, und nicht etwa ein
Segelschiff. Er bittet Picard, daß man seiner
Gefährtin, der Countesse Bartholomew, ebenfalls das
Verlassen des Holodecks ermöglicht. Picard ist der
Meinung, man sollte nichts überstürzen, immerhin
weiß man noch nicht einmal, wie Moriarty überhaupt
einen Fuß aus dem Holodeck setzen konnte. Währenddessen fordert Moriarty vom echten Riker, einen Weg zu finden, die Countesse und ihn in die reale Welt zu bringen und berichtet, was man in der Holodecksimulation der Enterprise versucht hat. Da sich die Enterprise immer noch in der Nähe der beiden Planeten befindet, bleibt Riker nichts übrig, als auf die Forderung einzugehen und alles daran zu setzen, daß es funktioniert. Picard besucht derweil die Countesse und erklärt ihr ausführlich, wie er sie und den Professor herausbeamen zu können glaubt. Sie erklärt es Moriarty, nachdem Picard gegangen ist, und Moriarty kontaktiert erneut den realen Riker - wie er zumindest glaubt - und berichtet jenem, wie Picards Lösungsvorschlag aussieht. Riker läßt alles vorbereiten, und der Transport in die reale Welt klappt - Moriarty und die Countesse sind endlich frei, zu gehen, wohin sie wollen. Sie nehmen sich ein Shuttle und verlassen die Enterprise. Anschließend transferiert Moriarty die Kommandofunktionen wieder zurück. Nun klärt Picard
die vollständige Verwirrung auf: nachdem er, Data
und Barclay durchschaut hatten, daß sie immer noch
im Holodeck waren, haben sie das Holodeck im Holodeck
benutzt, um Moriarty mit seinen eigenen Waffen zu
schlagen, indem sie ihm eine Simulation von Riker
vorgesetzt haben. Also befindet sich Moriarty nach
wie vor in einer Simulation. Nachdem Picard, Data und
Barclay zweimal das Holodeckprogramm beendet haben,
befinden sie sich tatsächlich wieder in der realen
Welt, wo sie nun endlich Abstand zu den beiden
Sternen nehmen können, um sich den großen Knall aus
sicherer Entfernung zu betrachten. Das Programm mit
Moriarty und der Countesse lassen sie in einem
Miniaturholodeck weiterlaufen, in dessen Speicher
quasi die gesamte erforschte Galaxis enthalten ist,
so daß Moriarty glaubt, er wäre in der realen Welt;
in gewisser Weise hat er also bekommen, was er
wollte.
Doch zurück zur
Bewertung dieser Episode: Die Charaktere
überzeugen in gleichem Maße wie die Handlung. So
sind Geordis und besonders Barclays Miene angesichts
Moriartys scheinbarem Verlassen des Holodecks beinahe
unbezahlbar. Eine Beobachtung am Rande: am Anfang trägt Deanna eine reguläre Uniform, wie es ihr von Cpt. Jellico in der vorhergehenden Doppelepisode "Geheime Mission auf Celtris III" aufgetragen wurde, doch in der Schlußszene hat sie wieder ihre bekannte Spezialanfertigung an, die keinen Aufschluß über ihren Rang gibt. Das könnte möglicherweise daran liegen, daß sie zunächst ja eigentlich eine Holofigur war, während sie zum Schluß wieder sich selbst verkörperte. Vielleicht ist es aber auch einfach Unachtsamkeit seitens der Regie oder Unentschlossenheit seitens Darstellerin Marina Sirtis. Im Ganzen betrachtet, macht diese Episode richtig Spaß. An einigen Stellen kann man über Data lachen, die Darsteller sind gut, die Zeichnung der Charaktere und die ausgefeilte Handlung stehen nicht im Widerspruch zu "Sherlock Data Holmes", und eine hintergündige Ironie kommt noch dadurch hinzu, daß Moriartys Wiedererweckung durch Barclay genaugenommen ein Unfall ist, so daß die Episode insgesamt eine sehr gute Bewertung erhält. Bestes Zitat, von Barclay ganz am Ende der Episode: "Computer... Programm beenden!" |
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Zusammenhänge
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-------------------------------- Ausdruck vom: 08. 02. 2012 Stand des Reviews: 21. 04. 2010 URL: http://www.startrek-index.de/tv/tng6_12.htm |