TNG 6.15 Willkommen im Leben nach dem TodeT a p e s t r y |
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Episodenbeschreibung
Sternzeit: nicht genannt.Dr. Crusher bereitet sich auf einen Notfall vor, als ein geschundenes Außenteam zurückkehrt und den schwer verletzten Captain Picard mitbringt. Crushers Wiederbelebungsversuche schlagen fehl, und... ...Picard befindet sich in einer bizarren, konturlosen Umgebung, wo eine Person auf ihn wartet: Q! "Willkommen im Leben nach dem Tode, Jean-Luc, sie sind tot!", begrüßt er den Captain. Er behauptet, daß Picard wegen seines künstlichen Herzens an der Verwundung, die er eben erhielt, stirbt. Nachdem Picard die Tatsache akzeptiert, daß er wohl tot ist, obwohl er sich weigert, Q als Gott anzuerkennen, gibt er zu, daß er einiges von dem, was er in seinen ungestümen, jungen Jahren getan hat, bedauert. Aber Q gewährt ihm eine zweite Chance: er versetzt Picard in seine Vergangenheit, kurz vor der Schlägerei mit drei Nausicaanern, wo Picard ein Messer quer durchs Herz gerammt wurde, weshalb er seitdem ein künstliches Herz trägt. Q meint, wenn Picard diesmal nicht den Fehler begeht, sich mit den Nausicaanern anzulegen, dann wird er ihn wieder in die Gegenwart zurückbringen, so daß er die Verwundung überlebt. So ist Picard nun wieder ein frisch von der Akademie der Sternenflotte kommender Fähnrich, der mit seinen Freunden noch einmal einen drauf macht, bevor sie alle zu verschiedenen Posten versetzt werden und sich langsam aus den Augen verlieren. Bald findet die erste Begegnung mit den Nausicaanern statt, die beim Dom-Jot nur durch Betrug gewinnen, worüber sich vor allem Picards Freund Corey Zweller aufregt. Picard versucht Corey zu beschwichtigen, kann ihn aber nur knapp davor bewahren, den Tisch vor der nächsten Party zu seinen eigenen Gunsten zu sabotieren. Picard stößt bei Corey auf Unverständnis, weil er nicht bereit ist, ein Risiko einzugehen, doch es ist Picard ernst damit, den Nausicaanern um jeden Preis aus dem Weg zu gehen. Schließlich sitzen Picard, Corey und Freundin Marta Batanides, mit der Picard diesmal ein Verhältnis eingeht, erneut in der Spellunke, wo sie auf die Nausicaaner trafen, als jene hereinkommen und offensichtlich auf Streit aus sind. Corey will sich mit ihnen prügeln, doch Picard hält ihn brutal zurück, um die Nausicaaner nicht zu provozieren. Direkt darauf findet er sich auf der Brücke der Enterprise wieder, zwar in der Gegenwart, doch im Range eines Lieutenant, Junior Grade. Q hat ihn in die Position gebracht, die er nun hätte, nachdem er vor so vielen Jahren dem Streit aus dem Weg ging: er mußte nie dem Tod ins Auge sehen, traf deshalb andere Entscheidungen und ist ein durchschnittlicher Offizier, der es nicht einmal annähernd bis zum Captain bringt. Picard bittet Q, die ursprüngliche Situation wieder herzustellen: er möchte lieber als der Mann sterben, der er war, als als der Mann weiterzuleben, der er jetzt ist. Picard sieht ein, daß die bittere und beinahe tödliche Situation mit den Nausicaanern für seine Entwicklung, seinen Werdegang und seine Persönlichkeit von großer Wichtigkeit ist. Er bereut seine Vergangenheit und die Fehler seiner Jugend nicht mehr, sondern akzeptiert, daß sie ihn zu dem gemacht haben, der er ist: Captain der Enterprise, des Flaggschiffes der Föderation. Im nächsten Augenblick befindet er sich wieder mit Corey und Marta in der Kneipe, kurz vor der Schlägerei. Der Anführer der Nausicaaner beschimpft die drei und lästert über die Föderation. Picard greift ihn an, es kommt zu einer wilden Prügelei, und schließlich wird Picard von hinten ein Messer durch den Körper gerammt. Picard blickt auf die Klinge herab, die aus seinem Brustkorb ragt, und lacht, bevor er bewußtlos zu Boden fällt... ... als er in der
Krankenstation der Enterprise erwacht, ist er immer
noch am Lachen. Man erfährt, daß sich seine
Lebenszeichen stabilisieren und Dr. Crusher ihn
retten kann. Q hat die Zeitlinie wiederhergestellt,
und Picard erholt sich schnell von der Verwundung.
Abschließend berichtet er Riker von seinen
Erlebnissen, und meint, daß er Q zu großer
Dankbarkeit verpflichtet ist, da ihm Q vor Augen
geführt hat, daß er seine Vergangenheit akzeptieren
muß.
Zur Handlung: erst
einmal erfährt man viel über den jungen Picard. Er
hat in früheren Episoden von Zeit zu Zeit über
seine Jugend erzählt, meist wenn er mit Wesley
geredet hat. Da der junge Picard von Patrick Stewart
gespielt wird (Q erklärt, die anderen sehen ihn, wie
er damals aussah), ist es umso beeindruckender, daß
man ihm die Rolle abnimmt: daß er mit dem
Erfahrungsschatz eines schon recht langen Lebens
(zweier Leben, wenn man "Das
zweite Leben"
berücksichtigt) in die Rolle des jungen Fähnrichs
schlüpft. Seine Freunde attestieren ihm, daß er
verändert wirkt, sehr ruhig und in gewisser Hinsicht
weise. Dem Zuschauer sind die Gründe dafür klar,
und so kann man beurteilen, daß es von Stewart gut
dargestellt wird. Nach einem ziemlich
schwachen Auftritt in "Eine
echte Q"
ist John deLancie hier wieder in Höchstform. Es
gelingt ihm immer wieder, unerwartet aufzutauchen,
und jede seiner Rollen wurde liebevoll mit Details
ausgeschmückt: als Blumenbote spricht er Picards
Namen auf Englisch aus ("John-Luck
Pickard"), als Barkeeper hat er ein Handtuch in
der Hand, mit dem er ein Glas abtrocknet und das er
gleich danach Picard zur Verfügung stellt, der so
eben Pennys Drink ins Gesicht geschüttet bekam, und
als Doktor hat er eine stilechte Ausstattung des
frühen 20. Jahrhunderts, um nur einige Beispiele zu
nennen. Die Episode lebt zu einem guten Teil von der mittlerweile zur Perfektion gereiften Interaktion zwischen Stewart und deLancie. Der Humor ist gut, aber nicht essentiell. Die verschiedenen Situationen, in denen man über Q oder Picard lachen kann, werden gut eingesetzt, um die Atmosphäre aufzulockern, aber der Inhalt der Episode würde, im Gegensatz zu anderen Q-Folgen, auch ohne die Witze auskommen. Als Picard am Ende zugibt, Q Dank zu schulden, hat er damit vollkommen recht, denn kaum einer erhält die Chance, sich auf diese Weise mit seiner Vergangenheit zu arrangieren. Noch ein wenig zur Umgebung: die Erhardt-Basis und die Spellunke sind detailreich gestaltet, die Zimmer wirken bei weitem nicht so steril, wie in anderen Episoden. Man erfährt, daß der Captain der Enterprise in der spekulativen Gegenwart Thomas Halloway heißt. Noch eine abschließende Bemerkung: der Kampf mit den Nausicaanern, der hier das erste mal zu sehen ist, spielt sich ziemlich genau so ab, wie Picard ihn in "Das Herz eines Captains" beschrieb; das Spiel mit der Fantasie des Zuschauers, was in jener Episode betrieben wurde, wird durch die Verbildlichung keineswegs kaputtgemacht. Auch dafür ein großes Lob an die Regie. |
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Zusammenhänge
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-------------------------------- Ausdruck vom: 08. 02. 2012 Stand des Reviews: 21. 04. 2010 URL: http://www.startrek-index.de/tv/tng6_15.htm |