TOS 1.05 Kirk : 2 = ?T h e E n e m y w i t h i nvon Matthias Weber |
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Episodenbeschreibung
Sternzeit: 1672,1Ein Außenteam der Enterprise befindet sich auf dem Planeten Alpha 177 um dort Gesteinsproben zu sammeln. Als sich ein Mitglied des Außenteams verletzt, wird es auf die Enterprise gebeamt. Scotty hat beim Hochbeamen einige Probleme, kann den Mann aber letztendlich erfolgreich rematerialisieren. Kurze Zeit später beamt Kirk auf die Enterprise. Er fühlt sich nicht wohl, also bringt ihn Scotty auf die Krankenstation. Im leeren Transporterraum aktiviert sich kurze Zeit später der Transporter noch einmal von selbst und ein weiterer Kirk materialisiert. Der zweite Kirk geht zunächst auf die Krankenstation, wo er von McCoy eine Flasche Brandy verlangt. Später greift er Janice Rand an. Diese kann sich nur mit Mühe wehren. Als Spock den ersten Kirk wegen seiner angeblichen Vergehen zur Rede stellt, weiß dieser natürlich von nichts und denkt zunächst, dass McCoy Spock einen Streich gespielt hat als er ihm die Sache mit dem Brandy erzählt hat. Kurze Zeit später meldet sich Scotty, der zur Klärung der Situation beitragen kann. Ein Hund der vom Planeten hochgebeamt wurde, wurde durch den Transporter auf seltsame Weise verdoppelt, wobei das eine Exemplar sehr zahm ist und das andere wild und bissig. Spock vermutet, dass dasselbe bei Kirk passiert ist, und dass die böse Hälfte Kirks Janice angefallen und den Brandy verlangt hat. Da man fürchtet, der Transporter könnte dasselbe auch mit den anderen Personen des Außenteams machen, beschließt man zunächst niemanden hochzubeamen, was allerdings auch nicht ungefährlich ist, da es auf dem Planeten nachts bis zu -80°C kalt wird. Spock fordert den guten Kirk auf, sich in die Lage seiner bösen Hälfte zu versetzen und zu überlegen, wo er sich verstecken würde. Daraufhin begeben sich die beiden auf das Maschinendeck in die Lagerhallen. Dort finden sie tatsächlich die böse Hälfte und mit Hilfe von Spocks Nackengriff können sie den bösen Kirk überwältigen, der vorher allerdings noch den Transporter unbrauchbar machen kann. Spock und Scotty arbeiten fieberhaft daran, den Transporter wieder in Gang zu bringen und ihn zu reparieren, während McCoy die böse Kirk-Hälfte auf der Krankenstation überwacht. Inzwischen wird immer deutlicher, dass beide Kirk-Hälften auf ihre anderen Hälften angewiesen sind. Der gute Kirk wird ohne seine schlechten Eigenschaften immer unsicherer und kann nur noch schwer Entschlüsse fassen. Scotty und Spock haben inzwischen den Transporter repariert. Als Test schicken sie den Hund einmal auf den Planeten und wieder zurück. Er wird dadurch zwar wieder zu einer Person vereint, aber er stirbt dabei, woraufhin McCoy fürchtet, dass dasselbe auch mit Kirk passieren könnte. Spock hingegen meint, dass der Hund nur deswegen gestorben ist, weil er verängstigt war und den Schock, wieder vereint zu werden, nicht überlebt hat, dies könne Kirk aber nicht passieren, weil er ein intelligentes Wesen ist. Dem bösen Kirk gelingt es inzwischen zu fliehen und auf die Brücke zu gelangen. Der gute Kirk muss den bösen davon überzeugen, dass es für beide besser ist, wenn sie wieder vereint sind. Dieser sieht das ein und der Versuch wird gestartet. Der Versuch gelingt und das Außenteam kann hochgebeamt werden. Bewertung In dieser Folge bekommen wir den allerersten Transporterunfall in der Geschichte Star Treks zu sehen. Vor allem bei TNG, DS9 und VOY sollte uns noch der eine oder andere begegnen. Bei diesen Unfällen werden Erwachsene zu Kindern, zwei Personen verschmelzen zu einer, Personen verdoppeln sich, usw. Wie realistisch oder unrealistisch diese Transporterfehlfunktionen sind, darüber lässt sich streiten und das soll hier auch nicht weiter diskutiert werden, denn der Transporter ist inzwischen als fester Bestandteil von Star Trek nicht mehr wegzudenken, und deswegen muss man wohl auch mit den Fehlfunktionen leben, wobei ich allerdings zugeben muss, dass diese etwas seltsam ist, da der Transporter anscheinend fähig ist, die guten und die bösen Eigenschaften eines Menschen zu trennen und sie in zwei verschiedene Menschen zu transferieren, das erscheint schon etwas an den Haaren herbeigezogen. Die Idee ist trotz der schwachen Herleitung ziemlich faszinierend und originell. Ein Charakter eines Menschen in zwei Hälften geteilt, die eine mit allen positiven, die andere mit allen negativen Eigenschaften und doch brauchen sich beide Hälften, da beide Hälften ohne die andere hilflos sind. Dabei wird ein Einblick in die menschliche Psyche gewährt, der durchaus realistisch ist. Das Ganze ist eine Variante des Dr. Jekyll und Mr. Hyde Themas. Also eine durchaus gute Ausgangsposition für eine gute und fesselnde Episode. Leider gibt es dann aber bei der Umsetzung einige Probleme. Es wurde leider zu oft vergessen einen Unterschied zwischen dem normalen Kirk, den wir aus allen anderen Folgen kennen und dem unsicheren Kirk zu machen. In sehr vielen Szenen merkt man von Kirks Unfähigkeit Entschlüsse zu fassen wenig. Zu Beginn wirkt er völlig normal, auch später scheint seine Unsicherheit nur manchmal aufzutreten, der böse Kirk hingegen ist die ganze Zeit und von Anfang an böse. Außerdem wird nicht mit einem Wort erklärt, wieso der Transporter die Person in zwei Hälften geteilt hat. Lag es nun an dem fremden Mineral, dass der Geologe Fisher am Anzug hatte, oder wurde der Transporter durch etwas anderes gestört? Hier fehlt eine vernünftige Erklärung. Hinzu kommt, dass die Führungscrew der Enterprise (die ja angeblich die beste der Sternenflotte sein soll) erstaunlich langsam schaltet und so gut wie überhaupt nichts kapiert. Da wäre die Szene als der "böse" Kirk in die Krankenstation kommt und einen Brandy verlangt. Nun McCoy wusste natürlich nicht was los ist, aber er hätte ihn wohl zumindest untersuchen sollen, schließlich kam Kirk gerade von einem fremden Planeten, es hätte ja sein können, dass er eine Krankheit mitgebracht hat, jedenfalls ist es sicher nicht normal, dass er herumspaziert und nach einem Brandy verlangt. Als Scotty dann auch noch die zwei Hälften des Hundes präsentierte, hätte eigentlich der ganzen Crew mindestens aber Spock als logisch denkendes Wesen klar sein müssen, dass bei Kirk ebenso die Möglichkeit besteht, dass er in zwei Hälften gespalten wurde. Ebenso inkompetent zeigt sich Spock, als der "böse" Kirk auf der Brücke auftaucht und befiehlt, den Orbit zu verlassen. Spock hätte klar sein müssen, dass die gute Hälfte keine solche Entscheidung getroffen hätte, bzw. gar nicht in der Lage gewesen wäre eine solche Entscheidung zu treffen. Die zweite Hälfte der Folge stellt sich etwas arg zäh dar. Hier wurde viel vom anfänglichen Tempo eingebüßt, die Handlung plätschert vor sich hin, ohne große Höhepunkte zu haben. Die Darstellung von William Shatner ist ganz ordentlich, aber für meinen Geschmack an manchen Stellen etwas zu übertrieben, vor allem was die böse Seite von Kirk angeht. Der Nebenhandlungsstrang um das Aussenteam auf dem Planeten ist ebenfalls etwas merkwürdig und wurde wohl nur deswegen eingefügt um den Faktor Zeitdruck hinzuzufügen. Dabei hapert es aber ein wenig an der Logik. Erstens wären die Männer bei ihrer leichten Kleidung und bei solchen Temperaturen schon längst erfroren (auch wenn hier nicht so richtig klar wird, in welchem Zeitraum sich das ganze abspielt), zweitens sind die Decken die das Aussenteam da hat doch eher lächerlich und die Heizstäbe,die man laut Spock angeblich runtergeschickt hat, bekommt man gar nicht zu sehen, da hätte man sicher mehr für die Leute machen können. Mit dem heutigen Star Trek-Wissen wirkt dieser Handlungstrang sowieso überholt, da man heutzutage einfach ein Shuttle hätte nehmen können, aber zu damaliger Zeit hatte noch kein Produzent die Idee eines Suttles gehabt. Einen interessanten kleinen Fehler gibt es bei einer Szene auf der Brücke. Als sich beide Kirk-Hälften gegenüber stehen, sind die drei Kratzer beim "bösen" Kirk auf einmal auf der falschen Wange, nämlich auf der linken, statt auf der rechten. Erneut einen Auftritt hat Grace Lee Whitney als Yeoman Janice Rand in dieser Folge. Neu dabei ist hingegen Lieutenant John Farrell, den man noch in 2 weiteren Episoden sehen wird. Gespielt wird er von Jim Goodwin. Bereits in 1.02: Der Fall Charlie zu sehen war Crewmitglied Wilson. Drehbuchautor Richard Matheson arbeitete oft für das Fernsehen, meistens jedoch schrieb er Horror-Geschichten. Für Star Trek arbeitete er nur dieses eine Mal. Leo Penn, Vater des Schauspielers Sean Penn, arbeitete später nie wieder als Regisseur für die Serie. Die deutsche Version wurde im Auftrag des ZDF synchronisiert. Das ZDF ließ dabei, wie üblich die Schere ordentlich zu Werke gehen. Die fehlenden Szenen wurden später von Sat.1 bis auf eine einzige wieder restauriert. In dieser einen, bis heute fehlenden Szene unterhalten sich Kirk und McCoy über die guten und bösen Eigenschaften der beiden Kirks. Die DVD-Version enthält auch diese fehlende Szene. Ansonsten gibt es einige wenige Dialoge, welche in der deutschen Version abgeändert wurden, allerdings sind diese im Rahmen dessen, was man bei den deutschen Versionen inzwischen (leider) gewohnt ist. Merkwürdigerweise wird in der deutschen Version behauptet, die böse Hälfte Kirks hätte sich im Frachtraum versteckt, obwohl die Kulissen ganz deutlich, als die des Maschinenraums zu erkennen sind. Im Original ist auch vom Maschinenraum die Rede. Janice Rands Synchronstimme aus dieser Episode wurde nur ein Mal eingesetzt. Der Transporter wird von Scotty hier zum ersten Mal flapsig als "Rutschbahn" bezeichnet, ein ZDF-Slang, der noch des öfteren benutzt wurde. Zur abschließenden Bewertung kann man sagen, dass die Handlung eine interessante Grundidee hat, mit einem gewissen Tiefgang, aber leider einige Schwächen in der Logik hat. Die Handlung wird somit also mit 4 Punkten bewertet. Spannend ist das ganze, wobei die Spannung im zweiten Teil etwas nachlässt. Hier wurde zwar, manchmal zwanghaft, versucht, Spannung aufzubauen, doch dies ist leider doch sehr oft deutlich als künstlicher Versuch die Spannung zu erhöhen, zu durchschauen. Auch hier werden 4 Punkte gegeben. Special Effects sind hier leider sehr rar. Auf der Enterprise sieht man nur die Standardkulissen, auch der Planet ist der rote Planet mit weißen Wolken den wir noch x-mal in dieser Staffel zu sehen bekommen, und auch die Oberfläche sieht man nur ganz kurz. Das einzige Ungewöhnliche sind die Doppelgänger-Szenen, wobei es nur einige wenige davon gibt, in denen beide Kirks zu sehen sind und auch dann immer einer von hinten. Einzig der außerirdische Hund kann einigermaßen überzeugen. Hier sind 2 Punkte angebracht. Alles in allem gibt das 3 Punkte für diese Episode, von einer guten Folge ist das noch weit entfernt. |
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Zusammenhänge Grace Lee Whitney ist dieses Mal zum 4. Mal in der Rolle von Yeoman Janice Rand zu sehen. Sie war zuletzt in 1.04: Implosion in der Spirale dabei. Ihr nächster Auftritt ist in 1.08: Miri, ein Kleinling. Seinen ersten von drei Auftritten hat Jim Goodwin als Lieutenant Farrell. Er spielt ihn auch in 1.06: Die Frauen des Mr. Mudd und 1.08: Miri, ein Kleinling. Garland Thompson verkörperte Crewmitglied Wilson bereits in der Folge 1.02: Der Fall Charlie. Ed Madden, hier als Geologe Fisher zu sehen, spielte in 1.00: Der Käfig, bzw. in 1.11 + 1.12: Talos IV - Tabu die Rolle eines Geologen. Don Eitner, hier als Double Kirks zu sehen, spielte einen Navigator in 1.02: Der Fall Charlie. Bei TNG gibt es die Folge 6.24: Riker:2=?. Der deutsche Titel war offenbar als Hommage an die Original-Serie gedacht. Dort wird Riker alerdings durch den Transporter nicht in zwei Hälften geteilt, sondern er wird verdoppelt, so dass es zwei Rikers gibt. Deswegen wäre eigentlich "Riker*2=?" der sinnvollere Titel. |
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Kleine TOS-Statstik
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-------------------------------- Ausdruck vom: 08. 02. 2012 Stand des Reviews: 21. 04. 2010 URL: http://www.startrek-index.de/tv/tos1_5.htm |