Deutscher StarTrek-Index  
  1.02 Der Fall Charlie  
  C h a r l i e   X  
 

von Matthias Weber

 
 
 

Episodenbeschreibung

Sternzeit: 1533,6
Die Enteprise trifft sich mit dem Transportschiff U.S.S. Antares. Die Antares transportiert den 17 Jahre alten Jungen Charlie Evans. Dieser wurde vor kurzem auf dem Planeten Thasus, als einziger überlebender eines Raumschiffabsturzes, von vor 14 Jahren, gefunden. Trotz der langen Isolation hat er sich zu einem intelligenten Jungen entwickelt.
Der erste Offizier und der Captain der Antares beamen mit Charlie an Bord der Enterprise, haben es allerdings wieder sehr eilig auf ihr Schiff zu kommen, da sie einen sehr engen Terminplan haben, wie sie sagen.
Während die Enterprise zur Kolonie Alpha 5 fliegt, um dort Charlie zu übergeben, untersucht McCoy Charlie in der Krankenstation. Charlie berichtet McCoy von seinem Leben auf Thasus. Nachdem die Nahrungsmittelvorräte zu Ende waren, hat er sich von Früchten und Beeren ernährt. Der Computer des abgestürzten Schiffs hat ihm das Sprechen beigebracht. Charlie hat gefragt und der Computer antwortete.

Auf der Enterprise sieht Charlie das erste mal ein Mädchen, Janice Rand. Er ist sofort fasziniert von ihr. Nachdem er sich das Schiff angeschaut hat trifft er sie wieder und schenkt ihr, ihr Lieblingsparfüm, was Janice allerdings verwundert, da es dies auf dem Schiff gar nicht gibt. Trotzdem verabredet sie sich mit ihm im Aufenthaltsraum.
Kirk, Spock und McCoy diskutieren inzwischen über den Jungen. Spock ist misstrauisch, er glaubt nicht daran, dass Charlie nur durch Beeren und Früchte überlebt hat. Er ist der Meinung auf Thasus würde es immer noch Lebewesen geben.

Kurze Zeit später sieht man, wie die Crew im Aufenthaltsraum ihrem Privatleben nachgeht. Während Spock sie auf einer Harfe begleitet, singt Uhura für die Besatzung einige Lieder. Charlie kommt hinzu, Janice hat allerdings nicht viel übrig für ihn, da sie nur auf Uhuras Gesang achtet. Plözlich versagt Uhuras Stimme. Da kann Charlie Janice' Aufmerksamkeit auf sich ziehen, in dem er ihr einige erstaunliche Kartentricks vorführt.

Die Enterprise bekommt einen Funkspruch von der Antares. Captain Remart möchte Kirk vor irgend etwas warnen, doch bevor er dazu kommt, explodiert die Antares. Charlie sagt die Antares wäre eine Fehlkonstruktion gewesen. Diese äußerung verwirrt Kirk und Spock vermutet sogar, dass Charlie wusste, was mit der Antares passiert ist, bevor man es durch die Sensoren erfahren hat.

Als Spock kurz danach mit Charlie Schach spielt, macht Charlie einen Fehler und verliert schon nach wenigen Zügen. Charlie ist darüber sehr wütend und plötzlich sind einige Schachfiguren zusammengeschmolzen.

Janice möchte Charlie eine Freundin vorstellen, Tina Lawton, die in Charlies Alter ist, doch Charlie ist nur an Janice interessiert und gesteht ihr seine Liebe.
Janice geht daraufhin zu Captain Kirk. Sie will Charlies Gefühle nicht verletzen und bittet Kirk mit ihm zu reden. Als Kirk von Mann zu Mann mit Charlie spricht, versucht er ihm klar zu machen, dass er im Leben nicht immer alles bekommt, was er sich wünscht. Charlie sagt es würde ihm zwar schwer fallen, aber er wird versuchen, dies zu akzeptieren. Kirk will Charlie zeigen, wie er sich abreagiert und bringt ihn in die Sporthalle, wo er Charlie beibringen will, wie man kämpft, allerdings muss Charlie dazu vorher lernen, wie man fällt, damit er sich im Kampf nicht verletzt. Als sich Charlie dabei ein wenig blöd anstellt, lacht ihn ein Trainer aus. Daraufhin lässt Charlie ihn nur mit seiner Willensstärke verschwinden. Kirk ruft daraufhin die Wachen, doch plötzlich sind alle Phaser auf dem Schiff verschwunden. Erst nachdem Kirk es ihm ausdrücklich befiehlt, geht Charlie in sein Quartier.
Die Offiziere spekulieren, wie Charlie diese Kräfte erlangt hat. Man weiß nur, dass die Thasianer über solche Kräfte verfügten. Kirk befiehlt den Kurs zu ändern, da Charlie unter keinen Umständen Kolonie 5 erreichen darf, doch die Steuerung reagiert nicht und als Uhura die Kolonie rufen will, gibt es in der Schalttafel einen Kurzschluss. Charlie macht nun was er will, er kommt auf die Brücke und lässt Spock mit seiner Willenskraft unsinnige Gedichte rezitieren. Als er Tina wieder begegnet, verwandelt er sie in eine Eidechse. Dann geht er zu Janice' Quartier und schenkt ihr eine Rose. Janice aktiviert eine Kommunikationsverbindung zur Brücke.
Daraufhin kommen Kirk und Spock zum Quartier, doch Charlie hält sie mit seinen Kräften in Schach. Als Janice ihm eine Ohrfeige gibt, lässt er sie ebenfalls verschwinden.
Kirk und Spock versuchen den Jungen mit einer List in eine, durch Kraftfeld gesicherte Zelle einzusperren, doch dieser lässt einfach die ganze Wand verschwinden. Charlie übernimmt jetzt selbst die Führung des Schiffes. Kirk hat die Idee, Charlie könnte dadurch, dass er das Schiff führen muss, zuviel Kraft verbrauchen, so dass er keine Kraft mehr dazu hat, jemanden verschwinden zu lassen. Daraufhin schalten Spock und McCoy alle Geräte auf der Brücke ein, damit er noch mehr Kraft verbraucht. Kirk greift ihn daraufhin an und Charlies Kräfte lassen merklich nach. Dann taucht plötzlich ein thasianisches Schiff auf und ein Thasianer erscheint auf der Brücke. Auch alle verschwundenen Crewmitglieder sind wieder an Bord. Der Thasianer erklärt, man habe dem Jungen vor 14 Jahren diese Kräfte gegeben, damit er auf dem Planeten überleben konnte. Die Thasianer haben aber zu spät bemerkt, dass er von der Antares gerettet wurde. Sie kamen zu spät, um für die Anatares noch etwas zu tun, aber jetzt könnte man wenigstens noch die Enterprise retten.
Sie wollen Charlie wieder nach Thasus bringen, wo er den Rest seines Lebens verbringen muss, denn wenn er unter den Menschen lebt, würde er seine Kraft früher oder später einsetzen um die Zivlisation zu vernichten. Charlie sträubt sich dagegen wieder nach Thasus zurückzukehren, er bettelt Kirk an, dies zu verhindern. Kirk hat Mitleid mit ihm und fragt ob es keine andere Möglichkeit gebe, doch die Thasianer sehen keine. Charlie verschwindet zusammen mit dem Thasianer. Die Crew der Enterprise bedauert Charlies Schicksal, trotz seiner Taten, doch Kirk sagt, er habe ihm nicht helfen können.

Bewertung

"Der Fall Charlie" ist eine Folge, die vor allem von den glaubwürdigen Charakterzeichnungen und von den guten darstellerischen Leistungen der Schauspieler lebt.
Das fängt bei William Shatner an, der Kirk hier mit viel Engagement und Freude spielt. Kirks Charakterentwicklung wird hier glaubhaft erzählt. Zunächst wird er unerwartet in die Vaterrolle hineingedrängt, was er aber durchaus gut bewältigt.
Später, als Charlies Fähigkeiten offensichtlich werden, muss er eine Gratwanderung vollführen, auf der einen Seite kann er Charlie nicht einfach gewähren lassen, auf der anderen Seite muss er aber sehr vorsichtig und diplomatisch vorgehen, damit dies bei Charlie nicht einen Wutanfall auslöst, der verheerende Auswirkungen haben kann.
Dass Kirk dabei nach und nach die Selbstbeherschung verliert und sich Charlie, wie er selbst sagt am liebsten vorknüfen will, kann der Zuschauer gut nachvollziehen. Kirk muss zu diesem Zeitpunkt sogar von McCoy zurückgehalten werden.
Auch Spocks Charakter wird hier gut eingesetzt. Er, als der von Fakten und nicht von Emotionen geleitete Wissenschaftler, der von Anfang an misstrauisch gegenüber Charlie ist, aber zunächst nicht ernst genommen wird.
Ebenso gut wird Janice' Charakter in die Handlung eingebunden. Sie hat zwar Verständnis für Charlie, empfindet jedoch nichts für ihn, möchte ihn aber nicht verletzen, obwohl dies letztendlich unumgänglich ist. McCoy hat einen eher kleinen Auftritt, scheint zu Beginn ebenfalls eine Art Vaterfigur oder zumindest eine Art Freund für Charlie zu sein.

Sulu hat hier keinen Auftritt, ebenso wie Scotty, der bereits zum zweiten Mal fehlt. Interessant dagegen ist Uhuras Auftritt. Genau wie in 1.01: Das Letzte seiner Art darf man sie auch hier wieder in privatem Rahmen sehen. Sie darf ein wenig im Aufenthaltsraum singen, während Spock auf einer Harfe dazu spielt (wobei er übrigens eine Andeutung eines Lächelns zeigt). Solche Szenen sind leider, nicht nur für Uhura, später Mangelware in der Serie.

Die beste Charakterzeichnung der Folge ist aber die, des jungen Charlie, der nach dem Absturz seines Raumschiffes, 14 Jahre lang alleine auf einem Planeten überlebt hat. Die Thasianer haben ihm die Fähigkeit gegeben, Dinge erscheinen und verschwinden zu lassen, damit er auf dem öden Planeten überleben kann. Mit dieser an sich gut gemeinten Tat, haben sie Charlie aber gleichzeitig dazu verdammt, für immer und ewig in Isolation zu leben, denn sein kurzer Ausflug in die Zivilisation endete verheerend. Da er auf dem Planeten außer dem Computer keine Gesellschaft hatte, hat er natürlich Eigenschaften, wie Zurückhaltung oder Selbslosigkeit niemals gelernt. Er denkt immer nur an sich, er muss die ganze Zeit im Mittelpunkt stehen. Wird er nicht, oder zu wenig beachtet, dann zieht er, wie im Aufenthaltsraum, als er Uhura die Stimme "wegzaubert", die Aufmerksamkeit auf sich. Wenn jemand nicht nett zu ihm ist, lässt er ihn einfach verschwinden und wenn er seine Ziele nicht erreicht, dann wird er wütend.
Zunächst kann er sich noch einigermaßen in Zaum halten. Er setzt sein Kräfte nur ein, um zum Beispiel Uhuras Stimme versagen zu lassen, oder die Schachfiguren zu verschmelzen, allerdings eskaliert sein Verhalten, als er durch die unerfüllte Liebe zu Janice erschüttert wird. Dies scheint für ihn ein Schlüsselerlebnis gewesen zu sein, von da an, wird er immer agressiver und macht nun nur noch das, was er will.
Man kann Charlie trotz all seiner negativen Taten irgendwie verstehen, denn er war immerhin 14 Jahre isoliert auf einem öden Planeten und nun sehnt er sich nach Aufmerksamkeit und Zuwendung. Er hat nie gelernt, dass im Leben nicht immer alles so läuft, wie man es sich vorstellt. Und damit hat er auch nie gelernt, auf das zu verzichten, was man nicht erreichen kann (hier: die Liebe von Janice).
Charlie ist im Grunde ein kleines Kind, dass aber unheimlich große Macht besitzt. Oft erinnern Charlies Reaktionen an einen kleinen Jungen, der bis zum Erwachsen werden noch viel lernen muss. Besonders deutlich wird dies beim Schachspiel mit Spock. Wer von uns kennt das nicht auch bei Kindern. Zunächst sind sie vollkommen davon überzeugt, dass sie gewinnen werden und wenn sie dann relativ schnell verlieren, dann werden sie oftmals entweder wütend oder sie fangen an zu weinen.
Drehbuchautorin D.C. Fontana hat nicht nur hier eine gelungene Charakterisierung vollbracht.
Die Folge spielt geschickt mit den Emotionen des Zuschauers. Dieser durchlebt die gleichen Phasen, wie Kirk. Zunächst einmal findet man Charlie recht sympathisch, wenn man auch etwas misstrauisch ist. Als er dann immer rebellischer wird, möchte man ihn zwischendurch, wie Kirk, am liebsten übers Knie legen und doch hat man am Ende, als er immer wieder darum bettelt auf der Enterprise bleiben zu dürfen, Mitleid mit ihm, denn man kann sich vorstellen, was für eine Ernüchterung es für Charlie sein muss, dorthin wieder zurückgeschickt zu werden, wo man 14 Jahre lang ohne jeglichen Kontakt zu anderen Menschen gelebt hat.
Mit dem traurigen Ende bekommt die Folge eine besondere Tragik. Für Star Trek ist dies ungewöhnlich, denn die meisten Folgen haben ein Happy End. Diese Ausnahme von der Regel ist durchaus zu begrüßen, wenn die Entscheidung der Thasianer auch etwas voreilig erscheint. Es erscheint ein wenig unlogisch, dass man Charlie zwar ohne weiteres die besonderen Fähigkeiten verleihen kann, sie ihm wieder wegnehmen, geht aber anscheinend nicht.

Von der Charakterseite her gibt es an der Folge also absolut nichts auszusetzen, die Charaktere stehen noch mehr als in der letzten Folge im Mittelpunkt und man hat nun eigentlich schon nach 2 Folgen das Gefühl, sie ganz gut zu kennen.
Schön ist die Andeutung einer Freundschaft zwischen Kirk und Spock, als sie zusammen Schach spielen. überhaupt erhält man in dieser Folge einige Einblicke in das tägliche Leben auf der Enterprise, die der Serie gut tun.

Die Folge enthält ebenso eine gute Portion Humor, zum Beispiel Kirks Aufklärungsversuche gegenüber Charlie sorgen für den einen oder anderen Lacher.

Ein wenig zu bemängeln ist mal wieder, dass die Führungsoffiziere ein wenig langsam schalten. Das mit Charlie etwas nicht stimmt, hätte man auch schon ein wenig früher bemerken können. Ebenso wirkt der Versuch Charlie in eine Gefängniszelle zu stecken, angesichts seiner bereits demonstrierten Fähigkeiten ein wenig lächerlich.

Nachdenklich macht mich das Verhalten der Antares-Crew. Offenbar wussten sie ja schon von Charlies Kräften, sie wollten die Enterprise davor ja offenbar warnen, als sie mit ihr Verbindung aufnehmen. Allerdings finde ich es ein wenig seltsam, dass sie Charlie überhaupt an die Enterprise übergeben haben. Würden Sternenflottenoffiziere das wirklich tun? Würden sie nicht lieber die Vernichtung des Schiffes in Kauf nehmen, als noch mehr Menschenleben in Gefahr zu bringen. Das erscheint mir ein bißchen nach dem Motto "Nach uns die Sintflut, Hauptsache wir haben den Jungen los".

Auch in der zweiten Folge ist Grace Lee Whitney in ihrer Nebenrolle als Yeoman Janice Rand zu sehen. Außerdem ist Crewmitglied Wilson, gespielt von Garland Thompson noch einmal in 1.05: Kirk:2=? zu sehen.
Das Drehbuch stammt von D.C. Fontana, welche es nach einer Story von Gene Roddenberry schrieb. Fontana war zunächst Roddenberrys Sekretärin, fragte ihren Chef jedoch, ob sie nicht mal ein Drehbuch schreiben dürfte. Roddenberry gab ihr diese Story zum Ausarbeiten. Roddenberry gefiel Fontanas Arbeit und so kam es, dass Fontana schon bald zu den wichtigsten Autoren/Autorinnen der Originalserie wurde.
Obwohl Regisseur Lawrence Dobkin gute Arbeit ablieferte, blieb dies sein einziger Auftrag für die Originalserie.

Obwohl die vom ZDF synchronisierten Episoden, meistens sehr leiden mussten und auch hier einige Szenen in der deutschen Version fehlen, gehört "Der Fall Charlie" zu den besseren Synchronisationen des ZDFs. Einige Übersetzungen geschahen sogar mit ungewohnter Liebe zum Detail (zum Beispiel die Reime, die Spock gezwungenermaßen aufsagt).
Es fehlen im Wesentlichen ein Teil der Szene im Konferenzraum, sowie eine Szene, in der Charlie ein weibliches Crewmitglied schnell altern lässt und einer anderen Frau das Gesicht wegzaubert.
Ein etwas merkwürdiger Fehler hat sich in dem Dialog, indem Uhura dem Captain mitteilt, dass alle Phaser verschwunden sind eingeschlichen. Als Uhura sich über das Interkom meldet, erwidert Kirk "Nein, ich versteh' schon.", wobei hier zunächst gar nicht klar ist, was Kirk damit meint. Erst bei Uhuras anschließender Bemerkung "Sichersabteilung meldet, dass alle Phaserpistolen verschwunden sind. Soll ich wiederholen?" wird klar, dass hier die Frage von Uhura und die Antwort von Kirk vertauscht wurden.
Bei der Einblendung des deutschen Titels wurde Charlie fälschlicherweise mit y am Ende geschrieben.
Janice Rand bekam in der deutschen Version die verschiedensten Ränge zugeteilt, dieses Mal wird sie als Bootsmann bezeichnet. Hier wurde generell der Fehler begangen, Yeoman als Rang zu übersetzen, in Wirklichkeit handelt es sich bei dieser Bezeichnung vielmehr um einen Posten, wie zum Beispiel der des Steuermanns.
Inzwischen ist die Originalserie auf DVD erschienen. Hierbei wurden die fehlenden Szenen wieder eingefügt und nachsynchronisiert. Auch der Fehler mit der vertauschten Frage und Antwort wurde korrigiert.

Trotz einiger, zu bemängelnder Kleinigkeiten, geht die Handlung auf jeden Fall in die richtige Richtung und kann getrost mit Gut bewertet werden.
Ein anderer Punkt ist aber leider ein wenig vernachlässigt worden und das ist die Spannung. Am Anfang steuert die Folge zwar auf kein bestimmtes Ereignis oder Ziel hin, ist aber trotzdem einigermaßen spannend. Außerdem trägt dieser sehr ruhige Anfang zur Atmosphäre der Folge viel bei. Das größte Problem der Folge ist der zähe Mittelteil, als Charlies Fähigkeiten offensichtlich werden. Da tritt die Folge wirklich sehr lange Zeit auf der Stelle. Erst am Ende steigt das Erzähltempo und die Folge wird vor allem durch die gute Darstellung von Charlie, durch den Schaupieler Robert Walker jr., noch richtig fesselnd. Die ganze Folge leidet zwar ein wenig unter akutem Aktionsarmut und ist leider nur mäßig spannend, aber der fesselnde Schluss kann gerade noch eine befriedgende Bewertung der Spannung retten.

Die Effekte sind in Ordnung. Man lernt einige neue Kulissen kennen (Sporthalle, Aufenthaltsraum), das 3D-Schach wird eingeführt und der Thasianer sieht auch ganz ordentlich aus. Negativ fällt das Fehlen einer Außenansicht der Antares auf, aber für 4 Punkte reicht es gerade noch.

Rein rechnerisch würde das zwar eine Endwertung von 4 Punkten machen. Hier werden aber trotzdem ausnahmsweise 5 Punkte gegeben, um der guten Charakterzeichnung gerecht zu werden.

 
 
 

Spannung

SFX

Handlung

Gesamt

 
 
 

Zusammenhänge

Grace Lee Whitney hat hier ihren 2. Auftritt als Yeoman Janice Rand. Ihr letzter Auftritt war in Folge 1.01: Das Letzte seiner Art. Sie wird erneut auftauchen in 1.04: Implosion in der Spirale.

Auch mit zahlreichen anderen Darstellern aus diser Folge gibt es Wiedersehen in der Serie:

Garland Thompson wird noch einmal in Folge 1.05: Kirk:2=? Crewmitglied Wilson verkörpern.

John Bellah, der hier ein Crewmitglied spielt, taucht bereits in Folge 1.04: Implosion in der Spirale als Dr. Harrison wieder auf.

Don Eitner, hier der Navigator, darf in Folge 1.05: Kirk:2=? Kirk doublen.

Abraham Sofaer leiht in Folge 3.06: Wildwest im Weltraum dem Melkoten seine Stimme.

Auch mit Laura Wood, hier als alte Frau zu sehen, ein Wiedersehen. Sie spielt in Folge 2.12: Wie schnell die Zeit vergeht Elaine Johnson.

D.C. Fontana gehört zu den wichtigsten Autoren der Serie. Sie war an den Folgen beteiligt.



Kleine TOS-Statistik
1. Zerrissene Shirts von Kirk: 0
Kirks Shirt bleibt in tadellosem Zustand.
2. Kirks Eroberungen: 0
Die Frauen bleiben unbeeindruckt.
3. Anwendungen von Spocks Nackengriff: 0
Spocks Nackengriff kommt hier nicht zum Einsatz.
4. Spocks "Faszinierend": 0 mal
Spock fasziniert hier nichts.
5a. Spocks "logisch": 0 mal
Spock findet hier überhaupt nichts logisch.
5b. Spocks "unlogisch": 1 mal
Spock findet Kirks Vorgehen beim Schach unlogisch.
6. McCoys: "Ich bin Arzt und kein...": 0 mal
McCoy darf seinen berühmten Satz nicht sagen.
7. McCoys: "Er ist tot, Jim." und Variationen: 0 mal
Alle leben noch, Jim.
8. Tote Rothemden: 0
Hier stirbt überhaupt niemand.
9. Hysterisch kreischende Frauen: 1
Uhura darf einen Schrei zum Besten geben, als sie sich ihre Hände am Steuerpult verbrennt.
 
 
 
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 Erstausstrahlung USA:
  15. 09. 1966
  
 Erstausstrahlung D:
  09. 02. 1974

 Regie:
  Lawrence Dobkin

 Buch:
  D.C. Fontana

 Story:
  Gene Roddenberry

 Gaststars:
  Robert Walker jr.
   [Charlie Evans]
  Grace Lee Whitney
   [Yeoman Janice Rand]
  Patricia McNulty
   [Tina Lawton]
  Charles J. Stewart
   [Captain Ramart]
  Dallas Mitchell
   [1. Offizier
   Commander
   Tom Nellis]
  Garland Thompson
 ,  [Crewmitglied
   Wilson]
  John Bellah
   [Crewmitglied]
  Don Eitner
   [Navigator]
  Abraham Sofaer
   [Thasianer]
  Laura Wood
   [Alte Frau]


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