Deutscher StarTrek-Index  
  1.07 Der alte Traum  
  W h a t   a r e   l i t t l e   g i r l s   m a d e   o f ?  
 

von Matthias Weber

 
 
 

Episodenbeschreibung

Sternzeit: 2712,4
Die Enterprise sucht den mit Schwester Christine Chapel verlobten Wissenschaftler Dr. Roger Korby, der vor 5 Jahren verschwand. Dazu fliegt Kirk den letzten bekannten Aufenthaltsort von Korby an, den Planeten Exo III. Es ist zwar relativ unwahrscheinlich, dass man Korby nach all den Jahren noch findet, doch Christine hat nie die Hoffnung aufgegeben ihren Verlobten wieder zu finden. Sie hat nach seinem Verschwinden sogar extra ihre Karriere als Biologin aufgegeben und fing als Krankenschwester in der Sternenflotte an, um ihn eines Tages wieder zu finden.
Plötzlich erhält man tatsächlich einen Ruf von der Oberfläche, von Korby. Er bittet Kirk darum, alleine herunterzubeamen, was sehr ungewöhnlich ist. Er erklärt seine Bitte mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, die er der Öffentlichkeit noch nicht präsentieren will. Kirk sagt zu, niemanden von der Besatzung mitzubringen. Lediglich Christine soll mit hinunterbeamen. Korby freut sich sehr darüber, dass er Christine wiedersehen wird. Er übermittelt der Enterprise die Koordinaten und sagt, er würde Kirk und Christine dort erwarten.

Als die beiden hinunterbeamen, finden sie sich am Eingang einer unterirdischen Höhle wieder. Der Planet selbst war früher vielleicht einmal bewohnt, hat sich allerdings nach und nach in eine Eiswüste verwandelt. Am Treffpunkt ist Korby nicht zu finden. Deswegen beamt Kirk 2 Sicherheitsleute von der Enterprise herunter. Einen postiert er am Eingang, der andere soll Kirk und Chapel folgen, die tiefer in die Höhle hineingehen.
Der Abstieg in der Höhle ist sehr gefährlich. Es gibt dort sehr tiefe Abgründe, in die man leicht hinabstürzen kann. Plötzlich taucht Dr. Brown auf, der Assistent von Korby. Er sagt Korby wäre verhindert gewesen und deswegen sei er gekommen, er hätte es allerdings nicht mehr rechtzeitig geschafft. Plötzlich stürzt Matthews, der Sicherheitsoffizier, in den Abgrund. Kirk, Chapel und Brown können ihm nicht mehr helfen. Was die drei nicht bemerken, ist ein hünenhaftes Lebewesen, das sich nach Matthews Tod davonschleicht.
Kirk macht an Rayburn, der am Eingang postiert ist Meldung. Er sagt er solle das Schiff benachrichtigen, dass sie ein Sicherheitskommando bereitstellen und sofort herunterbeamen lassen, falls sich Rayburn oder Kirk nicht in regelmäßigen Abständen melden. Bevor Rayburn die Enterprise rufen kann, wird er allerdings von der hünenhaften Gestalt getötet.

Kirk, Chapel und Brown sind inzwischen bei den Wohnanlagen unter der Erde angekommen. Außer Brown und Korby lebt dort auch noch Andrea, eine schöne junge Frau, auf die Christine sofort eifersüchtig ist. Dann kommt Korby hinzu. Er begrüßt die beiden und freut sich sehr über das Wiedersehen mit Christine. Er bedauert den Tod von Matthews. Er versichert Kirk, dass er außergewöhnliche wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen hat, diese möchte er allerdings im Moment noch nicht der Öffentlichkeit zugänglich machen, deswegen hat er Kirk auch darum gebeten, alleine zu kommen. Kirk versucht inzwischen Kontakt mit Rayburn herzustellen, ohne Erfolg. Als er die Enterprise rufen will, schnappt sich Dr. Brown plötzlich einen Phaser und bedroht Kirk damit. Er möchte ihm seine Waffe und sein Funkgerät abnehmen. Korby sagt, Kirk solle sich nicht fürchten, er müsse ihm nur zunächst seine Forschungsergebnisse präsentieren.
Als Brown näherkommt, schnappt sich Kirk auf einmal Andrea als Geisel und bedroht seinerseits die anderen mit seinem Phaser. Als Brown Anstalten macht zu schießen, feuert Kirk. Dann kommt die hünenhafte Gestalt herein und überwältigt Kirk. Dr. Brown war in Wirklichkeit ein Android, wie jetzt deutlich wird. Durch den Phaserschuss wurde er außer Gefecht gesetzt. Es stellt sich heraus, dass auch die hünenhafte Gestalt, namens Ruk, ein Android ist, der von den Ureinwohnern konstruiert wurde, während Brown von Korby selbst konstruiert wurde. Korby gesteht, dass Ruk die beiden Sicherheitsleute getötet hat, allerdings ohne Korbys Einverständnis. Ruk hat nur nach seinem Instinkt, Korby zu beschützen, gehandelt. Ruk hat außerdem die Fähigkeit alle Stimmen, die er hört, zu imitieren. Er nimmt mit Kirks Stimme Kontakt zur Enterprise auf und versichert Spock, dass alles in Ordnung sei.

Inzwischen wird Christines Eifersucht gegenüber Andrea deutlich. Doch Korby verschichert seiner Verlobten, dass sie sich keine Sorgen machen muss, auch Andrea ist ein Android. Kirk versucht sich loszureißen, doch er kann von Ruk aufgehalten werden. Korby möchte Kirk die Herstellung eines Androiden zeigen, in dem er eine exakte Kopie von Kirk herstellt. Zuerst wird auf einer rotierenden Scheibe eine exakte Kopie von Kirks Körper hergestellt, dann werden seine Gedankenmuster kopiert. Als Kirk dies erfährt, prägt er sich selbst negative Gefühle gegenüber Spock ein, um ihm so eventuell über seinen Doppelgänger eine Botschaft zukommen zu lassen. Als der Vorgang zu Ende ist, setzen sich Kirk und Chapel zum Essen. Kirk fragt Chapel, ob sie bereit dazu wäre, Korby zu hintergehen. Christine verneint dies, und teilt Kirk ihre Sorgen mit, bis sie erfährt, dass es sich bei ihrem Gesprächspartner um den Androiden Kirk handelt. Nun kommen Andrea, Ruk, der echte Kirk und Korby hinzu. Korby erklärt Kirk, dass er mit Hilfe der Enterprise auf einen anderen Planeten kommen will, auf dem es genug Rohmaterial für etliche Androiden gibt. Er will eine ganze Armee von Androiden herstellen, um eine neue Menschenrasse zu erschaffen. Kirk, der von Korbys Plänen nicht begeistert ist, kann Korby als Geisel nehmen und kann dadurch in den Höhlenkomplex entkommen. Ruk verfolgt ihn und Chrsitine verfolgt Ruk und versucht diesen daran zu hindern, Kirk zu töten. Kirk versucht Ruk durch einen Überaschungsangriff zu überrumpeln, dabei stürzt er allerdings fast in einen Abgrund, er kann sich nur noch kurze Zeit festklammern, da hilft ihm Ruk und zieht ihn hoch.
Kirk wird in einen Raum eingesperrt. Christine merkt immer mehr, dass sich ihr Verlobter stark verändert hat. Früher hätte er keiner Fliege was zu Leide tun können.

Inzwischen hat der Kirk-Android auf die Enterprise gebeamt. Er möchte einen geeigneten Planeten für Korbys Pläne finden. Als Spock Kirk fragt, was auf dem Planaten vorgefallen ist, wird dieser sehr unfreundlich und beleidigt Spock. Dann beamt er wieder auf den Planaten. Spock wird klar, dass mit Kirk irgend etwas nicht stimmen kann, er würde normalerweise nie seinen ersten Offizier in derartiger Weise beleidigen.

Kirk findet inzwischen heraus, dass die Ureinwohner von den Androiden, die alle wie Ruk waren, getötet wurden, als diese gegen ihre Schöpfer revoltiert haben. Kirk kann Ruk soweit beeinflussen, dass er der Meinung ist, Korby würde eine Gefahr für ihn darstellen. Ruk greift Korby daraufhin an, dieser vernichtet Ruk.
Als Korbys Hand verletzt wird, stellt sich heraus, dass auch er ein Android ist. Korby lag damals im Sterben, als er nach Exo III kam. Er konstruierte einen Androiden und gab ihm sein Bewustsein. Der Android Korby hält sich für den wahren Korby, er sagt Christine, sie solle sich von den Drähten nicht täuschen lassen. Plötzlich geht ein Alarm los. Spock ist mit einem Sicherheitskommando am Eingang der Höhle materialisiert und hat den Alarm ausgelöst. Korby befiehlt Andrea die Eindringlinge zu töten. Andrea findet in den Höhlen den Kirk-Doppelgänger. Sie hält ihn für den Eindringling und tötet ihn.
Andrea kommt hinzu und berichtet, dass sie Kirk getötet habe. Erst jetzt merkt sie, dass sie den Androiden getötet hat. Kirk fragt Korby, ob er das für seine perfekte Welt hält, Androiden die sich gegenseitig umbringen. Korby merkt, dass sein Vorhaben gescheitert ist, er gibt Kirk die Waffe, doch Andrea will ihre nicht hergeben, da sie auf Beschützen programmiert wurde. Sie umarmt Korby, und dieser drückt auf den Auslöser von Andreas Phaser, tötet Andrea und sich selbst.
Erst jetzt kommt Spock mit seinen Sicherheitsleuten.

Auf der Enterprise entscheidet sich Christine Chapel dafür, an Bord zu bleiben.

Bewertung

"Der alte Traum" beschäftigt sich mit den Vor- und Nachteilen von Menschen und Maschinen. Die Frage ist: Wer ist besser? Der Mensch oder die Maschine?
Von Ruk erfahren wir, dass die ursprünglichen Bewohner des Planeten Androiden, wie Ruk, konstruiert haben. Diese Androiden waren perfekt, so perfekt, dass sie sich über ihre ursprüngliche Programmierung hinausentwickelt haben, gegen ihre Schöpfer revoltiert und diese getötet haben. Dies ist wieder einmal ein klassisches Science Fiction Szenario, dass man sowohl in der SF-Literatur, als auch im TV und auf der Kinoleinwand immer wieder findet. Bekanntestes Beispiel hierfür dürften die Termiantor-Filme sein, in denen die Maschinen einen Krieg gegen ihre Erbauer, die Menschen, führen.
Hier wird uns das ganze in Zusammenhang mit dem größenwahnsinnigen Korby präsentiert, der den Plan hat, eine Armee von Androiden herzustellen, die den Menschen überlegen sind. Er möchte den Androiden sogar das menschliche Bewusstsein einpflanzen. Allerdings wirkt dieses Vorhaben an den Haaren herbeigezogen und unglaubwürdig. Wie sollte man mit Hilfe von Maschinen ein Bewusstsein transferieren können? Anscheinend scheint Korbys Methode dann auch nicht zu funktionieren. Korby lag im Sterben und schuf deswegen einen Androiden, der so aussah wie er und gab ihm seine Bewusstseinsstruktur. Doch anscheinend hat sein Verfahren nicht richtig funktioniert, denn von Chapel erfahren wir, dass er sich ganz offenbar stark verändert hat. Doch mal abgesehen von der schlechten Herleitung, beziehungsweise Erklärung, wäre Korbys Vorhaben die Menschheit durch Androiden zu ersetzen ein interessanter Ansatzpunkt für Diskussionen, die zum Teil auch in der Folge geführt werden. Korby argumentiert mit dem allseits beliebten Thema, der Unsterblichkeit, außerdem ist er der Meinung, dass mit Hilfe der Androiden eine neue Menschenrasse gebildet werden kann, die Hass, Neid, Eifersucht und andere schlechte Gefühle nicht mehr kennt. Kirk argumentiert dagegen, dass diese Gefühle zu den Menschen ebenso gehören, wie die guten menschlichen Eigenschaften Freundschaft, Liebe und Selbstlosigkeit. Würde man die schlechten Gefühle eliminieren, würde es den Effekt haben, dass auch die guten Eigenschaften eliminiert werden.
Letztendlich scheitert Korby mit seinem Vorhaben, denn seine Androiden töten genau wie die Menschen, auch wenn sie es ohne Emotionen tun. Die Diskussionen über dieses Thema hätten zwar alleine für sich genommen, noch keine ganze Folge ergeben, allerdings wären die Diskussionen ein guter Grundstein für eine gute und fesselnde Episode gewesen. Anscheinend wollte man hier aber keine sonderlich tiefschürfende Folge drehen und begrenzte die ernshafte Erörterung des Themas auf ein Minuimum und setzte stattdessen auf Action, Humor und Spannung.

Grundsätzlich ist natürlich nichts dagegen zu sagen, dass man die ernsthafte Auseinandersetzung mit einem Thema, zu Gunsten von Action und Spannung auf ein Minimum reduziert, schließlich handelt es sich immer noch um eine Unterhaltungsserie und nicht um eine Diskussionsrunde. Allerdings sollte man dann schon darauf achten, dass der Action-Teil der Handlung auch genug für den Rest der Folge hergibt.
Dies ist hier nämlich leider nicht der Fall. Man hat beim größten Teil der Folge den Eindruck, dem Autor wäre nicht genug eingefallen. So spielt sich der größte Teil auf eher durchschnittlichem Niveau ab und es wiederholt sich immer wieder das gleiche Handlungsschema: Korby bittet Kirk darum seine Forschungen anzusehen und er beteuert, dass er seine bahnbrechenden Ergebnisse der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich machen kann, weil diese es noch nicht versteht. Dann unternimmt Kirk einen Fluchtversuch, bei dem er von Ruk gestoppt wird und dann geht die ganze Sache wieder von vorne los. Das ist leider auf die Dauer nicht so fürchterlich interessant und der Autor hat es hier eindeutig versäumt, seine dünne Haupthandlung mit einer ausführlichen Diskussion seines Androiden-Themas aufzuwerten.
So wurde leider ein grundsätzlich interessantes Thema, aus dem man viel hätte machen können, für eine langweilige Haupthandlung verschwendet, die spätestens nach den ersten 15 Minuten zu langweilen beginnt.
Es gibt nur einige wenige, wirklich hervorragende Szenen, dies sind vor allem die, in denen Kirk mit Korby oder mit seinem Doppelgänger über die Frage, ob die Menschen oder die Maschinen besser sind, diskutiert. Ebenfalls gut ist die Szene in der Kirks Doppelgänger mit Chapel spricht (die ihn für Kirk selbst hält). Auch wenn die Auflösung, dass dies in Wirklichkeit der Kirk-Android ist, nicht gerade überraschend kommt (und Chapel ein wenig früher hätte bemerken können, was Sache ist), ist der Dialog spannend.

Aber von diesen wenigen guten Szenen abgesehen, kann die Folge nicht viel Gutes bieten. Einzig Chapels Auftritt ist recht interessant. Man erfährt einiges über sie, zum Beispiel, dass sie nach dem Verschwinden ihres Verlobten ihre Karriere als Biologin aufgegeben hat, um auf einem Sternenflottenschiff anzuheuern, in der Hoffnung eines Tages ihren Verlobten im Weltraum wieder zu finden. Dieses Vorgehen ist zwar meiner Meinung nach nicht sonderlich logisch, da es ja recht unwahrscheinlich ist, dass in der großen Galaxie ausgerechnet ihr Schiff auf ihren Verlobten trifft, aber McCoy würde daraufhin wohl erwidern, dass Menschen manchmal eben unlogisch sind, vor allem wenn es um die Liebe geht. Außerdem hat es ja auch funktioniert.
Korbys Verschwinden bleibt ein wenig mysteriös. Er scheint mit einem Forscher-Team zu diesem Planeten losgeflogen zu sein, um dort Forschungen zu betreiben, anscheinend allerdings ohne, dass auch nur irgendjemand (nicht mal seine Verlobte) wusste, was er eigentlich erforscht (sonst wäre man wohl kaum so überrascht von den Androiden gewesen). Dies ist schon ein wenig seltsam. Anscheinend fehlt es in der Föderation an Kontrollmechanismen für die Wissenschaftler. Unklar bleibt auch, wieso die 2 Expeditionen, die nach Korby suchten nichts gefunden haben und ebenso unklar bleibt, wieso die Enterprise nun nach fast 5 Jahren erneut nach ihm sucht.
Jedenfalls ist Chapels Zwiespalt zwichen der Liebe gegenüber Korby und der Pflichterfüllung gegenüber Kirk recht gut anzusehen, wenn ich auch ehrlich gesagt Majel Barretts darstellerische Leistung für eher mittelmäßig halte. Auch diese gute Charakterzeichnung kann aber die ansonsten schwache Handlung nicht retten.
Die ganze Handlung wirkt, wie ein wildes Durcheinander verschiedener Ideen, die alle zusammengeworfen den Trek-Eintopf ergeben, welcher dem Zuschauer vorgesetzt wurde.
Die Auflösung ist eher dürftig. Kirk bringt durch einen einzigen Kuss eine Androidenfrau so durcheinander, dass bei ihr einige Schaltkreise durchbrennen, sie ihre Programmierung vergisst und mit einem anderen Androiden zusammen gemeinschaftlichen Selbstmord begeht. Naja, was soll man zu dieser Wirkung auf Frauen noch sagen?

Die eher schwache Handlung erklärt sich vielleicht auch damit, dass sich charakterseitig wenig tut. Mal abgesehen von Kirks besonderem Charme, darf er sich noch als Captain mit Überblick profilieren, der seinem Androiden-Doppelgänger geschickterweise eine Nachricht an Spock einprogrammiert. Spock selbst spielt hier nur am Rand eine kleine Rolle und der Rest der Crew taucht gar nicht auf, bis auf Uhura, die zur ganzen Folge ungefähr einen Satz beitragen darf.
Gelungen hingegen ist die angedeutete Freundschaft zwischen Chapel und Uhura. Uhura freut sich sehr für Chapel, als diese ihren Verlobten wiederfindet.

Das ist übrigens bereits das zweite Mal in der Serie, dass ein Doppelgänger Kirks auftaucht. Mit einem Doppelgänger hatte der Captain schon in Folge 1.05: Kirk:2=? zu kämpfen.

Die Androiden feiern hier in Star Trek ihre Premiere. Ihre Herstellungsweise ist gelinde gesagt seltsam. Man legt auf die eine Seite einer runden Scheibe Rohmaterial für einen Androiden, auf der anderen Seite einen Menschen, dann dreht man sie schnell im Kreis, dreht an ein paar Knöpfen herum und schwupp hat man einen Androiden, der genauso aussieht, wie der Mensch, der auf der Scheibe lag.
Im 24. Jahrhundert scheint viel vom Wissen des 23. Jahrhunderts verloren gegangen zu sein, da es hier anscheinend überhaupt kein Problem ist einen intelligenten Androiden herzustellen, während es bei TNG immer als fast unmöglich gezeigt wird, einzig der herausragende Dr. Noonien Soong ist dazu im 24. Jahrhundert fähig.

Die Folge hat auch über die bereits obligatorischen Rothemden hinaus, einen enorm hohen Verschleiß an Charakteren. Dies fängt an bei Ruk, der Matthews und Rayburn tötet, geht weiter mit Kirk der Brown tötet. Korby tötet daraufhin Ruk, Andrea tötet Kirks Doppelgänger und anschließend tötet Korby Andrea und sich selbst. Nicht schlecht und das alles in 45 Minuten.

Ein Wiedersehen gibt es dieser Folge mit Majel Barrett als Christine Chapel. Sie ist hier zum zweiten Mal dabei und hat ihre größte Rolle in der gesamten Serie.
Robert Bloch, Autor dieser Folge, schrieb außerdem die Drehbücher zu den Folgen 2.07: Das Spukschloss im Weltall und 2.14: Der Wolf im Schafspelz.
Regisseur James Goldstone inszenierte bereits die zweite Pilotfolge 1.03: Die Spitze des Eisbergs, wurde allerdings nach dieser Folge nicht wieder engagiert.

Die deutsche Sat.1-Version enthält alle Originalszenen, lässt ansonsten aber mal wieder zu wünschen übrig. In der Originalversion geht Kirk sehr geschickt vor. Er erfährt von Korby, dass nun seine eigenen Gedächtnismuster kopiert und dem Kirk-Androiden eingesetzt werden. Daraufhin pflanzt er seinem Doppelgänger negative Gefühle gegenüber Spock ein. Prompt bezeichnet Kirks Doppelgänger Spock als Halbblut, was diesen sehr verletzt. Spock wird dadurch klar, dass etwas mit Kirk nicht stimmen kann, da der Captain, der ihn als Freund ansieht, ansonsten so etwas nie zu ihm sagen würde. In der deutschen Version bezeichnet der Kirk-Android Spock als Spitzohr, woraus Spock unmöglich eine geheime Botschaft entnehmen kann, da er fast in jeder Folge als Spitzohr bezeichnet wird. Insofern dürfte der deutsche Zuschauer ein wenig verwirrt sein, wenn Kirk zu Chapel sagt, Spock hätte seine Nachricht erhalten. Christine Chapel ist hier nach der Originalreihenfolge zum zweiten Mal dabei, während sie in der deutschen Version schon in einigen Episoden zu sehen war. Chapels Vorname Christine wird hier ungewöhnlicherweise deutsch ausgesprochen. Chapels Synchronstimme wechselte in der deutschen Version praktisch von Folge zu Folge.
Die Fehler der deutschen Version blieben leider auch in der DVD-Version enthalten.

Aber wieder zurück zur eigentlichen Bewertung: Die Spannung wird dieses Mal mit mittelmäßigen 3 Punkten bewertet, noch immer scheint die Serie Probleme damit zu haben, eine durchgehend spannende Geschichte zu erzählen.
Die SFX sind ganz ordentlich. Die Höhlenkulissen sollen uns ein großes Höhlenlabyrinth vorspiegeln, leider sieht man nur zu deutlich, dass es sich immer wieder um die gleichen Kulissen handelt. Dafür kann die Ansicht in das Innere der Androiden überzeugen, ebenso wie die recht schlicht gehaltene Maske des hünenhaften Ruk. Das ergibt 4 Punkte. Die Handlung ist leider mal wieder ziemlich dünn und wird deswegen mit nur 2 Punkten bewertet.

Insgesamt macht dies eher unterdurchschnittliche 3 Punkte.

 
 
 

Spannung

SFX

Handlung

Gesamt

 
 
 

Zusammenhänge

Majel Barrett ist in dieser Folge zum zum 2. Mal als Christine Chapel zu sehen. Das letzte Mal war sie in Folge 1.04: Implosion in der Spirale zu sehen. Ihr nächster Auftritt ist in 1.29: Spock außer Kontrolle.

Ted Cassidy (Ruk) sehen wir zwar nie wieder in der Originalserie, allerdings hören wir ihn noch zweimal. Er leiht Balok in Folge 1.10: Pokerspiele und dem Gorn in 1.18: Ganz neue Dimensionen seine Stimme.

Ein Wiedersehen gibt es hingegen mit Vince Deadrick, der hier Matthews spielt. Er taucht in Folge 1.14: Spock unter Verdacht als Romulaner auf.

Kirks Bruder Sam, der in dieser Folge erwähnt wird, ist in Folge 1.29: Spock außer Kontrolle zu sehen.



Kleine TOS-Statistik
1. Zerrissene Shirts von Kirk: 0
Kirks Shirt bleibt in tadellosem Zustand.
2. Kirks Eroberungen: 1
Kirk erobert das mechanische Herz von Andrea, einem Android. Andrea begeht kurze Zeit später Selbstmord.
3. Anwendungen von Spocks Nackengriff: 0
Spocks Nackengriff kommt hier nicht zum Einsatz.
4. Spocks "Faszinierend": 0 mal
Spock fasziniert hier nichts.
5a. Spocks "logisch": 0 mal
Spock findet hier überhaupt nichts logisch.
5b. Spocks "unlogisch": 0 mal
Spock findet auch nichts unlogisches.
6. McCoys: "Ich bin Arzt und kein...": 0 mal
Da McCoy gar nicht mitspielt, kommt auch sein berühmter Satz nicht zum Einsatz.
7. McCoys: "Er ist tot, Jim." und Variationen: 0 mal
Auch dieser Satz wird nicht gebraucht.
8. Tote Rothemden: 2
Premiere für die Rothemden. Sie müssen hier zum ersten Mal dran glauben. Diesmal erwischt es Matthews und Rayburn.
9. Hysterisch kreischende Frauen: 0
Mehr als ein entsetzter Seufzer von Chapel, als man entdeckt, dass Brown ein Android ist, ist nicht drin.
 
 
 
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 Erstausstrahlung USA:
  20. 10. 1966

 Erstausstrahlung D:
  19. 10. 1987

 Regie:
  James Goldstone

 Buch:
  Robert Bloch

 Gaststars:
  Michael Strong
   [Dr. Roger Korby]
  Majel Barrett
   [Christine Chapel]
  Sherry Jackson
   [Andrea]
  Ted Cassidy
   [Ruk]
  Harry Basch
   [Dr. Brown]
  Vince Deadrick
   [Ensign Matthews]
  Budd Albright
   [Ensign Rayburn]


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