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Episodenbeschreibung
Während Janeway gerade einen Holoroman
begonnen hat, wird sie von Fähnrich Kim über Communicator unterbrochen.
Dieser berichtet, dass Tuvok und Chakotay zurückgekommen sind. Diese
waren mit dem Shuttle zu Verhandlungen unterwegs. Allerdings wurde Tuvok
bewußtlos und Chakotay ist hirntot, da ihm sämtliche bioneurale Energie
entzogen wurde.
Tuvok berichtet, dass, als sie bei einem
schwarzen Nebel vorbeigeflogen sind, plötzlich ein Schiff auftauchte, sie
beschoss und wieder in den Nebel zurückflog.
Janeway beschliesst daraufhin einen Kurs zu setzen. Als man beim Nebel
ankommt, verschwindet auf einmal das Bild und es wird ein neuer Kurs
gesetzt. Janeway fragt, wer dafür verantwortlich sei und Kim findet
heraus, daß der Befehl von Paris' Konsole gegeben wurde. Diese beschwört
jedoch, dass er nichts getan habe.
Janeway schickt ihn weg zur
Sensorenkontrolle. Bereits kurze Zeit später ändert sich der Kurs erneut
und dieses Mal wird nebenbei auch noch Fähnrich Kim's Konsole gesperrt.
Die Zurückverfolgung endet bei Deck 12 - Tom's Aufenthaltsort. Dieser
streitet erneut ab und Janeway schickt ihn zu medizinischen
Untersuchungen, doch der Holodoc kann nichts finden.
Dann kommt es zu einem erneuten Vorfall:
Der Warpantrieb wird heruntergefahren, die Energie fällt weiträumig aus.
Einzig mögliche Verursacherin: Torres. Doch die weiss ebenfalls von
nichts. Janeway ist verzweifelt, doch der Holodoc hat in der Zwischenzeit
eine Erklärung gefunden. Bei der Betrachtung der Gedächtnisengramme von
Paris über die letzten 12 Stunden ist ihm aufgefallen, dass ein fremdes
Engramm an einigen Stellen parallel auftaucht. Es läßt nur eine Schlußfolgerung
zu: Eine fremde Lebensform übernimmt einzelne Besatzungsmitglieder temporär.
Um weitere Übergriffe zu verhindern,
transferiert Janeway alle ihre Kommando-Codes an den Holodoc, da dieser
als Hologramm nicht befallen werden kann. Auch Kes berichtet, daß sie die
Anwesenheit eines Fremden spüre. Janeway ordnet an, dass sie und Tuvok an
ihren mentalen Kräften arbeiten sollten. Doch beide werden von dem
Energiewesen angegriffen und sind bewusstlos, Kes sogar verletzt.
Man beschliesst einen Magnetonimpuls
auszusenden um den Fremden zu behindern. Unverrichteter Dinge betritt
Tuvok die Krankenstation um angeblich die Sensoren zu überprüfen. Dabei
deaktiviert und verschlüsselt er das Programm des Holodocs. Als Janeway
das mitkriegt, sieht sie das Schiff erneut in Gefahr, da die
Kommando-Codes automatisch an sie zurückgegangen sind. Sie beschliesst
sie mit Tuvok zu teilen.
Auf der Brücke verkündet sie gerade die
Teilung, als sie von dem Wesen eingenommen wird. Man zückt die Phaser,
doch der Eindringling wechselt zu Harry Kim, der auf Tuvok schiesst,
jedoch verfehlt. Ein ständiger Wechsel sorgt für Chaos, bis Tuvok alle
mit einem breitbandigem Strahl bewusstlos schiesst.
Als Janeway auf der Krankenstation
aufwacht, wird sie in den Maschinenraum gerufen. Torres hat
herausgefunden, dass die Shuttlelogbücher nicht zerstört, sondern gelöscht
wurden: Tuvok hat die ganze Zeit gelogen.
Als man dann wieder beim Nebel eintrifft,
kann Paris berichten, dass Kes durch einen vulkanischen Genickgriff
bewusstlos gemacht wurde und der Holodoc ebenfalls von ihm ausgeschaltet
wurde. Als Janeway Tuvok darauf anspricht, zwingt dieser unter Androhung
von Waffengebrauch die Brückenbesatzung zum Flug in den Nebel. Im Nebel
kommen auf einmal diverse Lebensformen an Bord - Tuvok gibt sich als Komar
zu erkennen.
Doch plötzlich wird der Warpantrieb
ausgestosseb. Anscheinend ist ein weiteres Energiewesen an Bord, das die
Pläne der Komar durchkreuzen will. Der Verursacher hatte den
Authorisations-Code von Chakotay - es ist seine bioneurale Energie! Die
Komar greifen das Schiff an, doch mit dem Magneton-Impuls kann man Tuvok
bewusstlos machen und die Kontrolle zurückerobern. Chakotay zeigt mittels
von Steinen den Weg aus dem Nebel und man ist gerettet. Am Ende gelingt es
dem Holodoc dann Chakotay's neurale Energie wieder in seinen Körper zu
transferieren.
Bewertung
Konfus - das ist wohl das Wort, das
die Episode am treffendsten beschreibt. Aus diesem Grunde ist auch die
Inhaltsbeschreibung so lang geworden, da eben nicht nur einige wenige
Charaktere im Vordergrund stehen, sondern alle und das fast in Sekunden
wechselnd, aber immer wichtig genug, um es zu erwähnen. Doch genug der
Rechtfertigungen!
Die besten Episoden sind jene, in denen
auch der Zuschauer in das Verwirrspiel miteinbezogen wird. Wenn man selber
die Situation wie die Crew betrachtet, kann man auch die Spannung, die
sich durch die Situation ergibt, nachvollziehen. Etwas schade ist, dass
man ein wenig dieser Spannung entfernt hat, indem man vorher zeigt, wer
als nächstes "besessen" wird.
Interessant ist übrigens auch, dass
nachher Chakotay der "Geist" der Voyager ist. Dadurch, dass man
dem Zuschauer das ganze Verwirrspiel vorgehalten und ihn im Verlaufe
dessen keines Wortes gewürdigt hat, hatte man ihn ganz ausser Acht
gelassen und war dadurch nachher auch umsomehr erstaunt, als er es nachher
war.
Interessante Unplausiblitäten dieser
Episode: Torres meint, dass sie selber nicht die Authorisation zum
Ausstoss des Warpkerns habe. Dennoch tut sie das in "Day of Honor"
in der vierten Staffel. Zudem wirkt es sehr befremdlich, daß der
Chefingenieur in einer Notfallsituation erstmal den Commander (bzw. den
Captain) konsultieren muss. Was, wenn diese tot sind? Ist das dann auch
das Todesurteil für die übriggebliebene Besatzung? Desweiteren sehen wir
in "Day of Honor", dass so so ein ausgestossener Warpkern auch
wieder eingesammelt werden möchte - darüber erfahren wir leider gar
nichts mehr.
Die Inszenierung ist gut - die Charaktere
fehlen. Trotz der recht guten Handlung und Inszenierung sind die
Charaktere jedoch austauschbar. Auch die Tatsache, dass Tuvok Vulkanier
ist, macht ihn austauschbar. Wir sehen leider keine Nutzung von besonderen
Charakteristika einzelner Besatzungsmitglieder, die sie wirklich mit der
Handlung identifizierbar machen. Ja, in der Tat etwas viel verlangt für
eine Serie, die noch recht neu ist. Aus diesem Grunde wird diese Tatsache
auch nicht zu große Berücksichtigung in der Wertung finden.
Insgesamt also eine gute Episode - etwas
konfus, etwas unpersönlich, aber sehr unterhaltsam.
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