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Episodenbeschreibung
Während Neelix, Tom Paris und Tuvok in der Bar-Simulation auf
dem Holodeck Pool spielen, geht ein Ruf von Janeway ein: Ein
Wissenschaftler namens Dr. Jetrel wünscht Neelix zu sprechen.
Neelix weigert sich zunächst zuzugeben,
dass er Jetrel kennen würde, doch Jetrel klärt Janeway auf: Er war der
Erfinder einer Waffe namens Metreon Cascade, die im Krieg gegen die
Talaxianer eingesetzt wurde, um sie zur Kapitulation zu zwingen. Die Waffe
wurde auf dem Mond von Talax, Rynax, eingesetzt und tötete mehr als
300.000 Talaxianer. Ihre Wirkung ist, dass die Opfer auf Molekularbasis
aufgelöst werden. Sie befinden sich immer noch in Wolkenform innerhalb
der Atmosphäre des Mondes. Der Mond war auch Neelix' Heimat. Bei der
Cascade wurde seine ganze Familie getötet, Neelix selber befand sich
gerade auf Talax.
Jetrel ist gekommen, um Neelix zu
untersuchen, da er herausgefunden hat, dass auch die Helfer, die später
erst auf den Mond kamen, Metreon Isotopen ausgesetzt waren und nun, nur
langfristig, das Gleiche erleiden können, was den anderen Bewohnern von
Rynax zuteil geworden ist: Der molekulare Zerfall.
Nachdem sich Neelix erst gegen eine
Untersuchung wehrt, willigt er dann doch ein und muß feststellen, daß er
infiziert ist - er hat Metremia. Die Zeit, die ihm bleibe, so Jetrel, sei
kurz. Neelix gibt sich jedoch nicht sehr stark betroffen von der Tatsache.
Im Gegenteil: Er tröstet sich damit, daß er wenigstens vor Kes sterben würde
und somit nicht über ihren Verlust trauern müsse, da diese ja nur
durchschnittlich 10 Jahre alt werden könne.
Jetrel hat währenddessen Janeway
aufgesucht. Er erzählt ihr, daß er vom Transportersystem der Voyager
fasziniert sei und das er eine Theorie habe, dass man die Cascade ggf. rückgängig
machen könne, mittels dieses Systems. Janeway bittet ihn sich primär auf
Neelix zu konzentrieren, aber er weist darauf hin, dass beides ja das
Gleiche sei. Schließlich willigte Janeway ein und lässt einen Kurs auf
Rynax setzen. Als Jetrel ihren Raum verlässt, knickt er auf einmal ein.
Als Janeway fragt, was los sei, antwortet er, dass das nur Stress-Wirkung
sei.
Bei weiteren Untersuchen von Neelix
entflammt der Konflikt zwischen ihm und Jetrel erneut, bis Jetrel ihm erzählt,
dass er selber auch Metremia im Endstadium habe. Sein einziges Anliegen
sei es, einige Fehler rückgängig zu machen.
In der Nacht hat Neelix dann einen Alptraum, der ihn als Feigling
bezeichnet. Am nächsten Tag erzählt er dann Kes, daß er gelogen habe,
hinsichtlich seiner Militärkarriere. In Wirklichkeit sei er ein
Kriegsverweigerer gewesen und habe sich deshalb auf Talax vor der
Einberufung versteckt.
Währenddessen experimentiert Jetrel mit
einer Probe des Nebels. Als dem Holodoc Abwegigkeiten auffallen,
deaktiviert er ihn kurzerhand und betäubt auch den hereinkommenden Neelix.
Anschließend verschanzt er sich im Transporterraum. Zusammen mit Tuvok
entert Janeway den Transporterraum und findet Jetrel, wie er gerade den
Transporter modifiziert.
Es kommt dabei heraus, daß seine Diagnose
gegenüber Neelix nur ein Vorwand war und er der einzige Erkrankte sei.
Sein Versuch sei es jetzt die Bewohner von Rynax komplett
wiederherzustellen. Da er den Versuch bereits vorbereitet hat, unterstützt
Janeway ihn bei seinem Vorhaben, doch der Versuch scheitert. Jetrel stirbt
kurz nachdem Neelix ihm noch verziehen hat in der Krankenstation.
Bewertung
"As a scientist, I seek out
knowledge and discovery in all its forms." (Als Wissenschaftler, suche
ich nach Wissen und Entdeckungen in all ihren Formen). Doch diese Antwort
auf Neelix' Vorwürfe ist selbst für Jetrel keine befriedigende Antwort.
Seine Selbstsicherheit und vermeintliche Unbesonnenheit, da er selber ja die
Cascade nicht gestartet habe, verfliegt schnell und am Ende sehen wir einen
ganz anderen Jetrel, als wir ihm am Anfang gesehen haben.
Wenn auch Neelix sonst sehr weinerlich
wirkt, beweist er in dieser Episode wahre Charaktertiefe. Seine Gefühle
gegenüber Jetrel sind nachvollziehbar, genauso wie seine späteren
Zweifel, ob er nicht einfach einen Sündenbock suche für das Vergehen
vieler. Er selber verurteilte ja auch das Verhalten der Talaxianer, die
sich auf den sinnlosen Krieg eingelassen haben.
Am Ende ist Jetrel das größte Opfer
seiner Erfindung. Er verlor durch sie alles, was ihm lieb und teuer war,
und starb schließlich auch noch an ihren Spätwirkungen. Seine späte
Reue und Hoffnung auf Wiedergutmachung in allen Ehren - doch der Versuch
scheitert kläglich. Am Ende kann er die begangenen Fehler nicht rückgängig
machen und er stirbt schlechten Gewissens, auch wenn Neelix' Verzeihen
zumindestens ein Schritt in die richtige Richtung war.
Der Bezug der Handlung auf die reale Welt
ist natürlich unübersehbar: Die Cascade, eine Massenvernichtungswaffe,
eingesetzt auf Zivilisten um den Gegner zur Kapitulation zu bewegen - das
hört sich sehr nach der Hiroshima-Atombombe an, die Japan schließlich
zur Kapitulation zwang.
Doch ein Fehler bleibt letztlich ein
Fehler. Und aus diesem Grunde wird auch nicht versucht zu verharmlosen,
was in der realen Welt ebenfalls nicht umkehrbar ist.
Insgesamt eine sehr gute Episode.
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