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Episodenbeschreibung
Bei Langreichweitenscans findet man in einem Asteroidengürtel ein
Material, dass durch seinen Aufbau und seine Atomstruktur von Nutzen sein
könnte für die Reise. Als man auf einen der Asteroiden beamt, muss man
jedoch feststellen, dass es sich bei dem Material um eine Art Spinnennetz
handelt, das diverse Tote umgibt, die hier ruhen.
Chakotay bittet darum, die Mission
abzubrechen, doch Harry will fortfahren. Man findet daraufhin einen
Kompromiss, dass man die Messinstrumente nicht benutzt und nur visuell den
Asteroiden erforscht. Plötzlich tritt ein unbekanntes Phänomen auf und
Janeway laesst sofort einen Nottransport initiieren. Zurück kommen drei
Leute, die dritte jedoch ist eine der Toten. Harry ist verschwunden.
Dieser wacht auf einem fremden Planeten
auf, während einer Zeremonie, die dazu dient Leute in ein Leben nach dem
Tode zu schicken, der sogenannten "Emanation". Harry ist einem
der Geräte gefangen, dass zum Transport dient, kann jedoch durch Klopfen
auf sich aufmerksam machen. Man ist sehr überrascht, da sich ein solcher
Vorfall noch nie ereignet hat. Man ist jedoch nicht gut auf Harry zu
sprechen, da dieser die Fundamente der Religion anzugreifen droht durch
seine Darstellung der Wahrheit.
Währenddessen hat man auf der Voyager
andere Probleme. Weitere Körper materialisieren nun nicht mehr auf den
Asteroiden, sondern direkt auf der Voyager, was später auch Probleme mit
den Schiffssystemen hervorruft. Es gelingt eine der Toten, gestorben an
einer Krankheit, wiederzubeleben. Man will versuchen sie zurückzuschicken,
wo sie herkam, doch der Versuch mißlingt. Sie ist wiederum tot - dieses
Mal endgültig.
Harry hat derweil einen Plan entwickelt.
Einer der Kandidaten für die nächste Emanation, Hadil, zweifelt an dem
Prinzip, nachdem ihn Harry über die wahre Emanation, also die Lagerung
auf einem Asteroiden erzählt hat. Als Hadil dann jedoch trotzdem das
Ritual durchführen will und sich in ein Tuch einwickelt (das übrigens
zurückbleibt), hat Harry eine Idee. Er verhilft Hadil zur Flucht und gibt
sich selbst als Hadil (da er eingewickelt ist) aus.
Daraufhin kommt er auf dem Asteroiden an.
Die Voyager, kurz vor dem Aufbruch, da die Lage der immer mehr werdenden
Leichname eskaliert, entdeckt ihn und man belebt ihn wieder. Am Ende, als
er schliesslich an der Vorstellung des Leben nach dem Tode besagten Volkes
zweifelt, weist Janeway jedoch daraufhin, dass neurale Energie den
Asteroiden umgebe - möglicherweise doch die nächste Emanation.
Bewertung
Eine Episode, die ein sehr kontroverses
Thema aufwirft: Das Leben nach dem Tod. Unterstrichen wird dieses Thema in
dieser Episode durch die Tatsache, daß die Bewohner der fremden Welt
nicht natürlich sterben, sondern praktisch rituell in den Tod geschickt
werden.
Von ihrem Standpunkt aus gesehen ist das
legitim - sie handeln wider besseren Wissens. Wir, als objektive
Beobachter, jedoch und somit auch Harry sehen uns mit der Frage
konfrontiert, ob man die oberste Direktive, damit die Nichteinmischung,
befolgen soll oder besser die Fremden darüber aufklären sollen - um
manch einem die Möglichkeit zu geben, sein Leben weiterhin zu geniessen.
Harry entscheidet sich gegen die
Direktive und für die Aufklärung, macht sich damit jedoch keine Freunde.
Im Endeffekt schafft man es, ihn zu ignorieren und damit seinen Worten
keinen Wert zuzugestehen. Doch damit ist die Konfliktsituation nicht
beseitigt - der Konflikt geht viel mehr auf die Bevölkerung der Fremden
über, die ja jetzt praktisch bewusst morden, um alte Traditionen und mit
der Ordnung nicht zu brechen. Die Frage ist: Ist das legitim? Einerseits
macht man das um schlimmeres entgegenzuwirken, auf der anderen Seite belügt
man die Leute, da man ihnen etwas prophezeit, was erwiesenermassen nicht
eintreffen wird.
Der krönende Abschluss ist dann das
Gespräch mit Janeway am Ende der Episode, die zwar eine recht
fadenscheinige Hypothese aufstellt, sich aber immerhin in gewisser Weise
von ihrer streng wissenschaftlichen Perspektive trennen kann, um eben
Harry zu motivieren. Damit erkennen wir übrigens in dieser Episode auch
einen krassen Gegensatz: Janeway sieht die Welt nur wissenschaftlich, während
wir von Chakotay erfahren, daß er sehr spirituell ist - möglicherweise
ein Gegensatz, der gerade bei umstrittenen Entscheidungen eine Rolle
spielen kann.
Pluspunkte also für die Handlung,
Minuspunkte dagegen für die Spannung. Was man da so kunstvoll als
Spannung verkaufen will, ist leider sehr berechenbar. Einerseits ist es
klar, dass Harry zurückkehren wird - er ist ein Hauptdarsteller - und auf
der anderen Seite ist natürlich auch klar, dass die sich an Bord
beamenden Leichname ebenfalls nicht das Schiff zerstören werden.
Insgesamt also eine eher
durchschnittliche Episode mit erkennbaren Stärken, aber auch Schwächen.
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