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Episodenbeschreibung
Rückblick: Ein Borgschiff stürzt auf einem unbewohnten
Planeten ab. Seven und drei weitere Borg überleben.
Gegenwart: Die Voyager dockt an einem großen
Außenposten der Markonianer an, auf dem zahlreiche
Spezies leben. Innerhalb kürzester Zeit ist das Schiff
bevölkert von zahlreichen neugierigen Wesen.
Seven of Nine und Naomi Wildman befinden sich im
Kasino, als plötzlich ein Fremder herantritt, und Seven die
synaptischen Relais ihrer alten Unimatrix zum Kauf
anbietet. Seven erinnert sich an die Zeit vor acht Jahren,
als ihr Borgschiff abstürzte und nur sie und drei weitere
Drohnen überlebten. Sie kauft dem Fremden die
Borgimplantate ab, der kurz darauf unbemerkt
telepathischen Kontakt mit zwei weiteren Fremden auf der
Voyager aufnimmt.
Rückblick: Die vier überlebenden Borg auf dem Planeten
wollen einen Peilsender herstellen, und demontieren eine
tote Drohne. Bei einem der Überlebenden treten plötzlich
Erinnerungen an seine religiösen Ansichten vor der
Assimilierung auf. Seven verbietet jeglichen Rückfall in die
Individualität.
Gegenwart: Seven lässt die Relais analysieren und begibt
sich in ihre Regenerationskammer. Die drei Fremden
werden durch eines der Relais über diesen Vorgang
informiert und begeben sich zu ihr in den Lagerraum. Einer
der Fremden enthüllt Borgimplantate an seinem Arm und
stellt eine Verbindung zu Seven her. Diese erwacht
jedoch und wehrt sich, durch das Hinzustoßen eines
Sicherheitsteams kann sie befreit werden.
Rückblick: Die Überlebenden bereiten sich Nahrung zu,
wobei bei allen plötzliche Erinnerungen an ihr Leben vor
der Assimilation auftauchen. Sie erinnern sich an ihre
Namen und ihre Verwandten. Seven versucht verzweifelt
die Borg-Ordnung aufrecht zu erhalten.
Gegenwart: Der Doktor untersucht die drei Fremden und
stellt fest, dass es sich um ehemalige Borg-Drohnen
handelt, deren Implantate entfernt wurden. Er hat eine
neurale Verbindung festgestellt durch die alle drei
miteinander wie in einem kleinen Kollektiv verbunden sind.
Seven erinnert sich nun, dass diese drei vor acht Jahren
mit ihr abstürzten, und anschließend wieder reassimiliert
wurden.
Die Ex-Borg erklären, dass sie nach der Reassimilation
eine Verbindung unter sich feststellten, wodurch jeder die
Gedanken und Gefühle des anderen empfangen konnte.
Das „Rauschen“ des Kollektivs war ersetzt worden durch
die permanenten Stimmen der beiden anderen, was für die
drei eine große Qual darstellte. Als es ihnen nach langer
Zeit gelang, aus dem Kollektiv zu fliehen, machten sie sich
auf die Suche nach Seven, in der Hoffnung, sie wüsste,
weshalb diese Verbindung besteht und wie man sie
trennen konnte.
Seven erkennt, dass ihnen Teile der Erinnerung an den
Absturz und die darauffolgende Reassimilation gelöscht
wurden. Sie möchte ihr neurales Interface mit der Gruppe
verbinden, da dadurch voraussichtlich die Erinnerungen
wiederhergestellt würden. Trotz des Risikos, dass dadurch
Seven in das Kleinkollektiv integriert würde, wird der
Versuch gestartet.
Es funktioniert und alle vier haben nun Zugriff auf den
Zeitraum auf dem Planeten:
Als die Überlebenden feststellen, dass das Kollektiv sie
lokalisiert hat, werden sie von Panik ergriffen. Sie
zerstören den Peilsender und flüchten. Seven bleibt allein
zurück, ihre beginnende Individualisierung beschert ihr die
Angst vor dem Alleinsein. Kurzerhand verfolgt sie die drei
Flüchtenden. Einen nach dem anderen holt sie ein und
injiziert ihnen Nanosonden, die die Borgverbindung
untrennbar wiederherstellen.
In diesem Moment reißt die Verbindung zwischen Seven
und den drei Ex-Borg an Bord der Voyager. Alle vier
werden ohnmächtig. Als der Doktor Seven aufweckt, muß
er ihr mitteilen, dass die abrupte Trennung die
Kortikalimplantate aller drei Ex-Borg zerstört hat. Nur eine
Reassimilation ins Borg-Kollektiv kann sie nun noch retten,
ansonsten hätten die drei nur noch ca. einen Monat zu
leben. Seven entscheidet sich dafür, sie lieber einen
Monat frei leben zu lassen, als sie ein Leben lang als
Drohne vegetieren zu sehen.
Die drei werden aufgeweckt, sie sind mit Sevens
Vorschlag einverstanden, obwohl sie ihr Vorgehen damals
auf dem Planeten nur schwer verzeihen können. Alle drei
machen sich auf, ihre Zeit in Freiheit und ohne die
Gedanken des anderen zu genießen.
Bewertung
Diese Episode schildert erneut sehr detailliert Sevens
Beziehung zu den Borg. Obwohl sie mittlerweile große
Angst vor dem Kollektiv zeigt, rufen die drei Überlebenden
ihrer Unimatrix familiäre Gefühle in ihr hervor. Sie ist bereit,
ein großes Risiko einzugehen, um die Qualen ihrer
„Familie“ zu lindern.
Sicherlich wirkt die Tatsache etwas unglaubwürdig, dass
das Borg-Kollektiv nach der Reassimilierung die
Verbindung der drei Überlebenden nicht bemerkt oder
zumindest nichts dagegen unternommen hat, aber in
Anbetracht des interessanten Handlungsbogens verzeiht
man diese Lücke gern.
Interessant ist ebenfalls, dass Seven in dieser Situation
deutliche Gefühle zeigt und mit ihrer Ablehnung, die drei in
das Kollektiv zurück zu schicken, eindeutig emotional
entscheidet.
Mit den Einblendungen der kurzen Flashbacks aus der
Zeit auf dem Planeten wird enorm viel Spannung erzeugt.
Man hofft ständig auf Fortsetzung der Flashbacks, um
endlich zu ergründen, was auf dem Planeten passierte,
und wie die Borg sich ohne Kontakt zum Kollektiv
entwickeln würden. Es ist interessant zu sehen, wie bei
allen langsam die Erinnerungen an ihr wahres Leben
zurückkehren.
Die Auflösung des Rätsels ist sicher schockierend, da
Seven damals aus reiner Angst vor dem Alleinsein die
Borg reassimilierte, ohne Rücksicht auf die aufkeimende
Individualität der drei. Seven war bei ihrer Assimilierung
eben noch ein kleines Kind, und ihre erwachende
Individualität resultierte nicht in einer gefestigten
Persönlichkeit, sondern in einem unsicheren und
verängstigten Menschen, der nur für sich logische
Schlüsse zog, um die aufkeimende Panik zu beenden.
Insgesamt eine spannende und unterhaltsame Episode,
die neben der komplexen Story auch noch ein paar
schöne neue Effekte, wie mehrere Kamerafahrten rund um
die angedockte Voyager bietet.
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