02 Feb 2014

Mitgezählt: Voyager verschoss 123 Torpedos, obwohl sie nur 38 hatte

3 Kommentare
Die Voyager verschoss mehr Torpedos, als sie an Bord hatte.

Die Voyager verschoss mehr Torpedos, als sie an Bord hatte.

Was für eine Fleißarbeit: Ein Star Trek-Fan hat sich alle sieben Staffeln von Star Trek: Voyager noch einmal angesehen und mitgezählt, wie viele Photonentorpedos die U.S.S. Voyager in sieben Jahren abschoß. Es waren insgesamt 123 Stück, wie er mit einem Videozusammenschnitt bei YouTube belegt.

Das Sechseinhalb-Minuten-Video weist aber zugleich auf ein großes Logikproblem der Serie hin. In einer der ersten Folgen hieß es nämlich, dass die Voyager nur noch 38 Photonentorpedos habe und dass diese nicht mit den Mitteln des Raumschiffes neu hergestellt werden können.

Fans bei YouTube weisen in den Kommentaren darauf hin, dass die Autoren augenscheinlich bis zum fünften Jahr durchaus bemüht waren, den Torpedoverbrauch gering zu halten. Mit der zunehmenden Actionlastigkeit fehlte aber diese Waffe, so dass die ursprüngliche Einschränkung über Bord geworfen wurde. Nun mag es mit dem Zusammentreffen mit Seven und den Borgtechnologien, die an Bord verbaut wurden, mögliche Erklärungen geben, warum dann doch mehr Torpedos vorhanden waren. Aufgeklärt wurde es allerdings nicht. Und der mit Musik unterlegte Videoclip ist so oder so amüsant und sehenswert.

Ebenfalls lesenswert:

[zum Anfang]
3 Responses to Mitgezählt: Voyager verschoss 123 Torpedos, obwohl sie nur 38 hatte
  1. Sehr schöne Zusammenstellung. Noch unlogischer finde ich allerdings das Problem, dass die Voyager insgesamt 16 Shuttes verloren hat (http://www.trekbbs.com/showpost.php?p=3368470&postcount=2506). Die können auch nicht dauernd ersetzt worden sein, immerhin stellte der Bau des Delta-Flyers ja offenbar ein einmaliges Ereignis dar. Zählt man diesen dazu, außerdem noch das Raumschiff von Neelix und eine unbekannte Anzahl unzerstörter Shuttles, muss die Voyager Platz für mindestens 20 Shuttles besessen haben. Das ist eigentlich nur mit TARDIS-Technologie möglich…

  2. Das hat die Serie ja auch insgesamt eher mäßig spannend gemacht. Es gab nur noch das Alien der Woche, den Shuttle-Crash der Woche, die Entführung der Woche und die Schiffsenterung der Woche. Und als ob man das bei VOY nicht oft genug gesehen hatte, wurde nach der Sommerpause mit ENT genauso weitergemacht.

    Ich habe bis heute nicht verstanden, weshalb ENT vor TOS angesiedelt werden mußte, nachdem man schon nach wenigen Folgen sämtliche Prämissen (kein Universalübersetzer, keine vernünftigen Waffen und Schilde, kein schneller Warpantrieb, kein sicherer Transporter, unerforschter weiter Raum) über den Haufen geworden und die gleichen Möglichkeiten (und Geschichten) wie im 24. Jahrhundert hatte.

    Einmal, nur einmal, möchte ich eine SciFi-Serie, bevorzugt Star Trek, sehen, in der es wirklich um die friedliche Erforschung des Weltraums geht, ein Klasse-M-Planet ein große neue Entdeckung darstellt und der Weltraum nicht dichter besiedelt zu sein schein als Nordrhein-Westfalen. Ein Weltraum, in dem man nicht jede Woche auf eine neue Spezies trifft, die zufällig alle über Warpantrieb, Phaser, Photonentorpedos und Universalübersetzer verfügen und auf das Jahrzehnt genau auf der gleichen technischen Entwicklungsstufe wie die Menschheit steht. Ein Weltraum, der nicht zweidimensional ist, in dem andere Schiffe immer genau von vorn oder hinten kommen (weshalb nicht von oben oder unten?), eine Galaxie, in der es nicht von Raumschiffen nur so wimmelt.

    Mir haben an ENT die ersten zwei, drei Folgen gefallen, als die Enterprise auf nichts traf außer einer Nacktschnecke. Das war realistisch. Schon der Pilotfilm und der spontane Abstecher nach Q’onos war es nicht(scheint, wie auch Star Trek Into Darkness gezeigt hat, gleich um die Ecke zu liegen, obgleich der der Sonne am nächsten gelegene Stern, Alpha Centauri, mehr als 4 Lichtjahre weit weg ist und niemand behauptet hat, Vulkan oder Q’onos kreisten um Alpha Centauri.). Usw., usf., etc., pp.

    Ich will kein hanebüchenes Star Trek mehr, sondern erwachsenes Star Trek.

    • Das Problem an einer „realistischen“ Serie wäre, das sie ziemlich schnell langweilig werden würde.

      Versteh‘ mich nicht falsch Herrmann, auf Dauerfeuer und das Alien der Woche kann ich verzichten, ebenso fand ich dass ENT zu schnell wieder in den 24.Jhd-Modus gewechselt hat.

      Aber mal ehrlich: Wie spannend wäre eine realistische Serie denn, in der es nur darum geht, dass eine Raumschiff-Crew Nacktschnecken, Gesteinsproben, Anomalien oder die Evolution von außerirdischem Leben beobachtet. So etwas funktioniert für die ein oder andere Episode, aber nicht auf Dauer.

      Wie bei allem ist die Balance das Wichtigste.


[zum Anfang]

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.