11 Feb 2019

Trekcast #071 – Discovery: Staffel 2, Auftakt

8 Kommentare

Die zweite Staffel von Star Trek: Discovery macht einiges anders. Es gibt nicht nur neue Charaktere, sondern auch einen neuen Erzählstil. Der Trekcast macht deshalb eine kurze Pause von seiner Pause und steigt in die Besprechung ein. Wir gehen auf die ersten vier Folgen von Staffel 2 ein.

Außerdem: Die Neuigkeiten rund um neue Serien und Filme – kurz zusammengefasst.

Die aktuelle Folge könnt Ihr hier abrufen:

 

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8 Responses to Trekcast #071 – Discovery: Staffel 2, Auftakt
  1. Whohoooo!
    Pause von der Pause!
    Ich freue mich sehr!

  2. Seit ihr noch auf iTunes Podcast da gibts gar keine Updates mehr?

  3. Da schrillt ja gleich der ROTE ALARM!
    „Gefahr, Will Robinson, Gefahr!“
    Der TrekCast ist wieder da…

    Sehr schöne Folge.
    Leider habt ihr als Auftakt die ShortTreks vergessen, in denen auch das „Oberste Direktive“-Problem kam und die unsinnige Mudd-Folge

    Zu Capt. Pike muss ich allerdings etwas loswerden.
    Also dass die sich ne Bemme ans Knie jenachelt habn mit der ENTE am Ende von Staffel 1 war… Scheiße.
    Wäre es nur ein Schiff der Constitution-Klasse gewesen und die Folge hätte beim Bild, wo der Präfix bzw. die Registriernummer aufblendet auf schwarz gewechselt…
    Sprich: „Sir, es ist ein Schiff der Constitution Klasse. Es hat die Registrierung: N C C 1…(ENDE)
    Dann hätte man zB. Capt. Decker (später Comodore und Vater von Matt Decker) der USS Constituion nehmen können.
    Denn Mounty sieht dem auch etwas ähnlich bzw. könnte ein jüngerer sein.

    Also nun weiter zu Pike…
    Oder doch nicht. Erstmal zu dem Captain den wir sehen.
    Ja, es ist ein guter Captain. Eine Mischung aus Kirk und Picard. Und auch gut gespielt.
    ABER: Es ist kein Pike! Auch wenn wir Pike damals nur 2x gesehen haben
    So wird er beim ersten Mal schon recht deutlich charakterisiert.

    Captain Christopher Pike ist im Jahre 2255(!) ein Captain, der nach 5 Jahren alles gesehen hat und fertig ist. Er will den Dienst quitieren.
    Dann kommt die Geschichte auf Talos IV, wo er gewissermaßen mental vergewaltigt und getäuscht wird.

    Und dann? Tja, dann ist er der Draufgänger schlechthin ohne Probnleme, völlig motiviert!
    Das passt nicht. Vorallem weil es nur wenig später spielt.

    Und auch Spock… naja passt nicht. Das stimmt, aber es gab einen Nebensatz, der den grinsenden Spock in „The Cage“ auf Talos IV erklären könnte… nämlich, dass er eine Störung seiner Emotionkontrolle hatte… Nette Verknüpfung.

    Von der geretteten Ingeneurin wage ich nur soviel zu spekulieren, dass, wenn sie gut ankommt, wird sie in Staffel 3 der Chief im Maschinenraum und Stamets geht zur Akademie.

  4. Daniel aus Hannover 12. Februar 2019 um 22:57 Antworten

    Sehr sehr cool 🙂 Was für eine schöne Überraschung. Freue mich sehr wieder von euch zu hören 🙂 Vielen Dank für eine weitere Folge des besten deutschsprachigen Star Trek Podcasts. Macht das mit der Pause von der Pause doch bitte öfters 😉 Auf jeden Fall würde ich mich riesig freuen, wenn man ab und zu wieder was von euch zu hören bekommen könnte.

    Lang lebe der Trekcast!!! 🙂

    Viele Grüße
    Daniel

  5. Servus,

    ich freue mich auch riesig über eure neue Folge! So eine Pause von der Pause tut gut, oder? 😉

    Nun zu DISCOVERY:
    Ich bin von der 1. Staffel nach wie vor enttäuscht, weil sie den Grundstein für diese Serie legte und in meinen Augen vieles falsch machte. Trotzdem interessiert mich der Fortgang des Franchise und welche neuen Serien noch auf uns warten. Darum höre ich mir die diversen deutschen Podcasts an, um das Meinungsbild zu analysieren.
    Einer meiner größten Kritikpunkte an DISCOVERY ist der Krieg gegen die Klingonen bzw. wie er beendet wurde. Mir wurde vermittelt, dass die Föderation/Sternenflotte am Ende der 1. Staffel AM RAND DER VERNICHTUNG stand und deshalb der Plan zur Zerstörung von Qo’noS beschlossen wurde. Von diesem Krieg war aber so gut wie nichts zu sehen und das scheint sich in der 2. Staffel fortzusetzen. Einen interstellaren Krieg wie den zwischen dem klingonischen Reich und der Föderation kann man nur mit einem der beiden Weltkriege vergleichen, in denen wirklich Imperien und Nationen untergingen. Die 2. Staffel schließt unmittelbar an das Finale der 1. an, d.h. es sind maximal ein paar Tage vergangen. Trotzdem sieht es für mich so aus, als ob dieser Krieg mitsamt seinen Folgen (Millionen/Milliarden von Todesopfern, hunderte/tausende von zerstörten Raumschiffen, verwüstete Planeten, ausgelöschte Städte etc.) keine Rolle mehr spielen würde, weil die Charaktere schon wieder etwas anderes zu tun haben. Das wirkt meiner Meinung nach ziemlich unausgegoren.
    Ich halte den Produzenten zugute, dass sie auf die Kritik vieler Fans reagieren und den Stil der Serie ändern. So gibt es jetzt z.B. gut ausgeleuchtete Sets, wir lernen die Nebencharaktere auf der Brücke kennen, das Star Trek-Feeling ist einfach stärker. Andererseits zeugt das wie ich finde von einer gewissen Konzeptlosigkeit. Sie haben eingesehen, dass die 1. Staffel nicht so toll ankam und möchten es wieder gut machen. Unter Umständen wäre ich auch bereit, ihnen eine zweite Chance zu geben.
    Das größte Hindernis dabei ist leider die Zeit, in der DISCOVERY spielt. Für mich ist es ein schwerer Fehler, die Serie zwischen ENT und TOS anzusiedeln und dabei bleibe ich. Auf diese Weise entstehen bei mir Vorstellungen und Erwartungen, die mit den Nachfolgeserien zusammenhängen. Ein gutes Beispiel ist der Sporenantrieb. Das einzige, was mich hier noch interessiert, ist die Frage: Wann wird er denn nun endlich eingemottet/verboten/zerstört etc., damit er in den späteren Serien nicht mal erwähnt wird? Ein ähnliches Problem betrifft das Verhältnis zwischen Spock und Burnham: Wann wird endlich erklärt, warum Spock seine Adoptivschwester nie erwähnt hat? Wann erfahre ich, warum Spock 11 Jahre später behauptet, dass keine Aufzeichnungen über eine Meuterei an Bord eines Sternenflottenraumschiffs existieren? Immerhin wurde doch seine eigene Schwester genau deswegen vor Gericht gestellt und verurteilt! Es geht weiter: Die Bombe im Vulkanschacht auf der klingonischen Heimatwelt muss auch irgendwie in Vergessenheit geraten (so was vergisst man schon mal!) oder kaputt gehen (vielleicht ist der Akku leer?), sonst wäre es im 24. Jahrhundert nie zu einem Bürgerkrieg gekommen. L’Rells „Einigung“ des Reiches mithilfe dieser Bombe kann ja nicht von langer Dauer sein, sonst wäre die Geschichte anders verlaufen. Die Ex-Imperatorin, Massenmörderin und Kriegsverbrecherin Georgiou (die im Prime-Universe übrigens auch einen Völkermord an den Klingonen begehen wollte) darf jetzt frei herumlaufen, weil sie von unserer lieben Michael gerettet wurde und niemand hat etwas dagegen. Das nenne ich die „Werte der Föderation“ verteidigen!

    Dass die Klingonen doch Haare haben und sich in Kriegszeiten Glatzen schneiden lassen ist dabei schon nebensächlich. Genauso wie der meiner Meinung nach völlig unpassende Schauspieler, der hier als Spock auftritt. Ich habe nichts gegen Ethan Peck, er ist wahrscheinlich sogar ein guter Darsteller. Er passt nur so gar nicht in diese Rolle! Ich bin kein Fan der Kelvin-Timeline-Filme, aber Zachary Quinto macht seine Sache als Spock wirklich sehr gut. Ich nehme ihm diese Rolle total ab. Ethan Peck schafft es aber nicht, bei mir dieselben Emotionen auszulösen wie Leonard Nimoy und sein Nachfolger Quinto. Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung.

    So reiht sich ein Punkt an den anderen. Ich bringe das einfach nicht zusammen. Für mich entsteht hier kein Bild, das irgendwie mit Star Trek vereinbar ist. Darum habe ich mit DISCOVERY abgeschlossen und hoffe ich auf die künftigen Serien mit anderen (besseren!) Storys, Charakteren usw.

    MfG WORF-Faktor

  6. Ich finde etwas seltsam, dass ihr euch gerade dann zurückzieht, wenn endlich eine neue Serie herausgenommen ist, aber ja, ich kann auch verstehen, dass man mal genug hat, v.a. wenns in Arbeit ausartet…

    Zu Discovery: ich bin da in vielerlei Hinsicht nicht eurer Meinung. Ich fand die Serie am Anfang richtig geil. Sie sah unglaublich gut aus, sie war düster, was dem ganzen eine ganz neue Seite des Star Trek Universums eröffnete. Eben sowas wie dunkle Zeiten bevor es so technologie-optimistisch wurde. Das fand ich sehr passend für unsere heutige Zeit, was gerade jetzt so abgeht in der Welt – und Star Trek sollte auch immer ein Kommentar zur heutigen Zeit sein. Ich hätte es gar am liebsten noch düsterer gehabt, echter Trump Faschismus im Star Trek Universum. Und ich mochte den Ansatz, dass endlich mal eine richtig große, folgen, ja sogar staffelübergreifende Story erzählt wird. Zumindest fühlte es sich zunächst so an. Selbst der oft kritisierte Start in der Wüste war für mich einfach nur genial. Das sah nämlich eher aus wie Star Wars, das in der Weise aber auch irgendwie aufs Korn genommen wurde. Das war für mich subtiler Humor, den aber wohl auch nur ich damals entdeckt habe. So auf die Art: „hey! Jetzt haben auch wir trekkies mal richtig Geld um eine eigentlich trashiest Serie mal richtig gut machen zu können. Star Wars zieh dich warm an!“ ich – im Gegensatz zu euch – fand die Serie jetzt nicht zu actionlastig, sondern die Action mal richtig gut gemacht, was aber dennoch genug Raum für Star Trek tiefe gelassen hätte. Ich bin ja auch nicht mal ein Action-Film-Fan, aber da gabs tatsächlich richtig spannende Momente und es sah fantastisch aus. Es ist weniger eine Frage des entweder-adore als vielmehr beide Seiten könnten cool sein.

    Ich mochte die erste Hälfte der ersten Staffel -oder besser: ich mochte das, was daraus hätte werden können. Das fühlte sich fresh und aufregend an. Innovativ. Star Trek für heute. Nach der Pause ging’s völlig bergab und jetzt mit Staffel 2 fühlt es sich bereits fast wieder wie eine unzeitgemäße 90er-Serie an. Episode 1 ging noch, aber bereits „new Eden“ war sowas von Retro, das nun wirklich keiner mehr braucht. Entführte Menschen auf nem Planeten und zeitlich irgendwo hängengeblieben, das gabs gefühlt schon 20x in Star Trek. Wer braucht das. Und die interessanterweise, doch sehr konservativen Star Trek Fans, goutieren das zb auf imdb sofort mit der höchsten wertung, weil es ein aufwärmen der mittlerweile langweiligen Star Trek Formel ist. Ihr habt des Öfteren gesagt, die Staffel 1 hätte sich an den Mainstream angebiedert, aber ich seh’s gerade umgekehrt und „New Eden“ ist das Paradebeispiel für diese Anbiederung. Episode 3+4 war dann ein weiterer Tiefpunkt. Die Serie, mit ihren episodenhaften neuen Aufbau, ist für mich nun fast schon gestorben. Ich schaue es, weil es Star Trek ist, aber große Vorfreude habe ich nicht mehr. Episodenstorys halte ich für völlig überholt, für eine richtig gute Serie, auch wenn sie diesen folgenübergreifenden handlungsbogen mit dem Engel und Spock aufgemacht haben. Sie hätten gar nicht auf die Fans hören sollen und das Ding durchziehen müssen, denn Star Trek-Fans wollen einfach nur altes in einem neuen Kostüm, aber so entsteht überhaupt nichts relevantes und gutes. Jetzt fühlt es sich völlig verwirrt an. Interessanter Start, eine orientierungslose zweite Hälfte der ersten Staffel und jetzt gibts altes Star Trek in neuem Gewand, das völlig langweilig ist. Schade dass den Fans und den Machern jeglicher mit fehlt. Die Klingonen fand ich übrigens zumindest optisch sehr geil. dark gothic Vampire-Typen fand ich großartig, die Welt war glaubhaft und wirklich ausgefeilt, bis hin zur Architektur, Spock stört mich auch nicht, ebensowenig Michaels backgroundstory auf Vulcan.

    Dass Serien erst in der retrospektive gut waren:
    TNG hat sich bei mir damals irgendwie eingeschlichen. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich da zum Fan wurde. Sat1 hat das damals fast „gebinched“, das lief andauernd, man lies es laufen und wurde nebenbei süchtig gemacht. mit DS9 wurde ich nie warm, weil ich damals vielleicht eben noch nicht für dieses dunklere Setting bereit war. Damals war ich selbst noch sehr optimistisch, was die Zukunft anbelangte. Doch am meisten störte mich das starre Setting einer Raumstation, das eben nicht sehr abenteuerlastig sein konnte. Ich wollte neue Welten sehen, neue außerirdische, vielmehr unvorhersehbares. Und ich mochte Voyager von Anfang an. Da unterscheide ich mich also sehr stark von den meisten trekkies.
    Am meisten trifft die Aussage, dass man es erst im Nachhinein schätzen könnte, auf Enterprise zu. Ich hab das damals völlig abgelehnt und nicht angesehen. Der Hauptdarsteller, die Optik, die Uniformen, all das stieß bei mir auf vehementen Widerstand. Erst Jahre später schaute ich die Serie aus Langeweile, weil mir Star Trek fehlte, und siehe da, umso weiter ich in die Staffeln vordrang, desto mehr schätzte ich dann letztendlich die Serie. Manche der Folgen fand ich dann sogar als die besten, die je in Star Trek erschienen.

    Mit den Filmen von Star Trek könnte ich nie etwas anfangen, weder die alten, noch in den TNG-Zeiten, noch die ganz Neuen, wobei ich da ja den ersten sogar noch am besten fand, denn das wirkte auf mich eben nicht mehr wie dieses große trash-Feuerwerk, sondern fühlte sich tatsächlich so an als würde es dem Format eines Films, nicht nur für Nerds, gerecht werden. Klar, Mainstream, klar mit Enttäuschungen für hardcore-Fans, aber man spürte dass da Geld da war, dass man dem Projekt mehr zugestand und auch die Schauspieler endlich mal auf spielfilmniveau waren. Die nächsten beiden waren dann tatsächlich hohles langweiliges standardkonformen, aber Teil 1 war okay und unterhaltsam. Die alten Filme davor fühlten sich an, wie aufgeblasene Serienkiller, noch immer mit denselben eigentlich recht schlechten Schauspielern, mit einem Drehbuch, das irgendwie nie so richtig toll war. Star Trek funktioniert als Film für mich einfach nicht. Es geht um eine ganze Welt, die bis ins Detail ausgefeilt ist, das sprengt einfach die Spielfilmlänge. Dafür verzeih ich auch den trashfaktor des Ambiente und der oftmals auch ziemlich unterdurchschnittlichen schauspielniveaus. Dennoch! Es war die Zeit für eine hochqualitative Serie gekommen, wie es so viele andere in den letzten Jahren vorgemacht haben, aber sie haben’s, v.a. Auch wegen des nachkommend der Zwischenrufe der Fans, nun völlig versemmelt.

  7. Hura, Hura , der treckst ist wieder da, Hura!


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