15 Feb 2020

Trekcast #073 – Picard: Der Auftakt

24 Kommentare

Ist Star Trek: Picard das beste Star Trek seit Ende der TNG-Ableger-Serien? Während Discovery und die Abrams-Filme polarisieren, gibt es bei der neuen Star Trek-Serie mit Patrick Stewart eine allgemein positive Tendenz in der Bewertung. In diesem Trekcast schauen wir uns die ersten drei Folgen genauer an. Wie sind die Charaktere? Wie gefällt uns der gealterte Picard? Funktioniert die Geschichte? Wie gut sind die Gegenspieler? Gefällt die neue Art, zu erzählen? Diese und weitere Fragen diskutieren wir.

Hinweis: Warum der Trekcast in größeren Abständen erscheint.

Links: Erste Gedanken zu Star Trek: Picard & die Drei-Folgen-Bilanz im Blog von Malte.

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[zum Anfang]
24 Responses to Trekcast #073 – Picard: Der Auftakt
  1. Hallo, hier ist Isador
    und ich kommentiere den TrekCast!

    ENGAGE!
    (Holt euch Ernst Meincke fürs Intro… bevor… naja er nuschelt schon etwas.)

    Schön euch wieder zu hören!

    1. Malte, soll das heißen „Star Trek“ kann man nur mit Alkohol genießen?
    2. „anderer ST Podcast“ Welcher denn? Denn sowohl „Data sein Hals“ und „Trek am Dienstag“ bezeichnen euch als Urgesteine udn eigentlich als DER… naja die am Dienstag sind es Folgentechnisch eher aber irgendwie seid ihr 3 es noch vor den 2 beiden.

    3. Ich mag die ersten 3 Folgen… kurzweilig, überzeugend und Fanservice ist da aber nicht zu penetrant. Und die Lenseflares stören nicht.

    Also ich mag aktuell mehr PICARD gucken als ne neue Folge von DSC

    • Ich kann nicht für Malte sprechen, aber zumindest ich konnte die ersten vier Folgen nur mit jeder Menge Bier überstehen. Nach dem ekligen Einstig bei Episode 5 bin ich allerdings ganz ausgestiegen, weil das war nicht einmal mehr mit Alkohol erträglich.

      Man muss als Fan ja nicht alles gucken, bloß weil ein paar Konzern-Heinis wo das Label Star Trek draufgepappt haben. So habe ich es auch schon mit Discovery gehalten.

      Zu Patrick Stewart und seiner Rolle des Picard fällt mir abschließend nur noch ein: Vom Captain der Stargazer zum Stargeezer. 🙂

  2. Hallo, schön das ihr weiter macht, habe bei euch noch das eine oder andere Detail aufgeschnappt, das ich in anderen Podcasts noch nicht gehört habe.

    Zur wöchentlichen Veröffentlichungsweise: Einer von euch sagt, das sei nicht mehr zeitgemäß – ich glaube das ist jetzt wieder sehr zeitgemäß. Die Netflix-Taktik (alles auf einmal rauszuhauen) hat gezeigt das damit ganz viel hype verschenkt wird. Wöchentlich schauen dann alle gleichzeitig und reden jede Woche darüber. Ich denke es wird wieder mehr da hin gehen, zumindest für solche Blockbuster-Serien. Und ich finde das auch aus Zuschauer-Sicht ganz gut. Es begleitet mich do über einen längeren Zeitraum, man kann sich jede Woche drauf freuen und eben mit anderen gleichzeitig darüber reden. Und: warum muss eine derart teure und aufwändige Produktion, wie zehn Folgen Star Trek, direkt zur VÖ an einem Tag weg-gebinged werden können? Das erscheint mir inzwischen auch total dekadent und ist eine Anspruchshaltung, die mir sehr ungesund erscheint. Man will alles sofort haben, wie ein Kind. (Klingt jetzt böser als es gemeint ist, ich verstehe eure Haltung und hab das auch mal so gesehen.)

    Passend dazu noch eine Randbemerkung: Amazon Prime zu bezahlen um schneller/günstiger seinen Konsumscheiß zu bekommen… muss das sein? Zum Serien gucken verstehe ich es, komme ja gerade auch nicht dran vorbei, aber ob man wirklich Lohn-Dumping und wegsterben des Einzelhandels unterstützen muss, nur um da kleine Vorteile zu haben..? Ich bestelle auch noch bei Amazon, gelegentlich, aber ich ärgere mich fast, das das mit dem Video-Zeug gebundlet ist, weil ich es total ablehne, für Shipping nichts zu bezahlen.

    Das soll jetzt nicht gegen euch persönlich gehen, aber ich finde unsere Gesellschaft muss davon weg sowas zu unterstützen. Im Star Trek Universum wäre es jedenfalls gar nicht angesehen, so zu konsumieren und zu wirtschaften. 😉

    Aber jetzt genug, ich freue mich auf weitere Folgen bei euch!

  3. Ich hatte eigentlich vor, mit Picard zu warten, bis die erste Staffel komplett verfügbar ist, aber als ich gestern eine neue Trekcastfolge im Podcatcher hatte, habe ich die drei Folgen mal eben weg geguckt – Schön wieder von euch zu hören!

  4. Hey liebe Trekcaster!

    toll endlich wieder mal von Euch zu hören! Als langjähriger Hörer, der in einer Trek armen Zeit zu Eurem Podcast gestoßen ist, war ich 2018 traurig, das Ihr eine Pause einlegt – freue mich aber umso mehr über jede seltene neue Podcast-Folge von Euch Dreien. Herzlichen Dank dafür!

    Nach Discovery war ich sehr skeptisch was die neue Picard-Serie angeht und ich habe mich mehr darauf gefreut, (hoffentlich) zu diesem Anlass eine neue Podcast-Folge von Euch zu hören, als auf die erste Episode der Serie selbst. Allerdings war ich nach der ersten Episode dann doch positiv überrascht, das Picard nicht komplett wie Discovery wirkte und schaue seitdem durchaus hoffungsvoll und wohlwollend die neue Serie. Aber mit jeder weiteren Folge sinkt meine Hoffnung weiter ab. Es deutet sich an, das sich Charaktere und Story-Konstruktionen ähnliche wie in Discovery gestalten. Mal schauen, wie sich das weiter entwickelt und was ihr dann dazu denkt.

    Was ich besonders schade finde ist, das die Zukunftsutopie der TNG-Föderation nun an unsere trostlose Gegenwart angepasst wird. Ich finde das ganz und gar nicht „zeitgemäß“, bräuchten wir doch gerade heute wieder Erzählungen darüber, das die Welt eine bessere sein kann, das wir Kapitalismus, Krieg und Klimawandel überwinden können. Schade das nun auch Star Trek in diese „Alternativlosigkeit“ des Bestehenden einstimmt. Die Zukunft aus Star Trek ist in einer Gegenwart angekommen, die sich eine andere, eine bessere Zukunft nicht einmal mehr vorstellen kann. Star Trek hat den Glauben an ein besseres Morgen verloren – und das in einer Zeit, wo wir diese Hoffnung dringend brauchen. Als Zukunft präsentiert man uns die Gegenwart, welche damit alternativlos erscheint. Wie ist die Botschaft von Star Trek hin? Wo sind die Neugier und Hoffnung auf eine gute Zukunft, der Glaube daran das Menschen (und alle anderen Lebewesen) kooperativ und solidarisch zusammen leben können? Wer von einer besseren Welt nicht einmal mehr träumen kann, wird kaum die Kraft aufbringen können, die Gegenwart zu verändern. Star Trek stand einmal für dieses Hoffen und Träumen.

    Viele Grüße
    Benni

  5. Hey liebe Trekcaster!

    toll endlich wieder mal von Euch zu hören! Als langjähriger Hörer, der in einer Trek armen Zeit zu Eurem Podcast gestoßen ist, war ich 2018 traurig, das Ihr eine Pause einlegt – freue mich aber umso mehr über jede seltene neue Podcast-Folge von Euch Dreien. Herzlichen Dank dafür!

    Nach Discovery war ich sehr skeptisch was die neue Picard-Serie angeht und ich habe mich mehr darauf gefreut, (hoffentlich) zu diesem Anlass eine neue Podcast-Folge von Euch zu hören, als auf die erste Episode der Serie selbst. Allerdings war ich nach der ersten Episode dann doch positiv überrascht, das Picard nicht komplett wie Discovery wirkte und schaue seitdem durchaus hoffungsvoll und wohlwollend die neue Serie. Aber mit jeder weiteren Folge sinkt meine Hoffnung weiter ab. Es deutet sich an, das sich Charaktere und Story-Konstruktionen ähnliche wie in Discovery gestalten. Mal schauen, wie sich das weiter entwickelt und was ihr dann dazu denkt.

    Was ich besonders schade finde ist, das die Zukunftsutopie der TNG-Föderation nun an unsere trostlose Gegenwart angepasst wird. Ich finde das ganz und gar nicht „zeitgemäß“, bräuchten wir doch gerade heute wieder Erzählungen darüber, das die Welt eine bessere sein kann, das wir Kapitalismus, Krieg und Klimawandel überwinden können. Schade das nun auch Star Trek in diese „Alternativlosigkeit“ des Bestehenden einstimmt. Die Zukunft aus Star Trek ist in einer Gegenwart angekommen, die sich eine andere, eine bessere Zukunft nicht einmal mehr vorstellen kann. Star Trek hat den Glauben an ein besseres Morgen verloren – und das in einer Zeit, wo wir diese Hoffnung dringend brauchen. Als Zukunft präsentiert man uns die Gegenwart, welche damit alternativlos erscheint. Wo ist die Botschaft von Star Trek hin? Wo sind die Neugier und Hoffnung auf eine gute Zukunft, der Glaube daran das Menschen (und alle anderen Lebewesen) kooperativ und solidarisch zusammen leben können? Wer von einer besseren Welt nicht einmal mehr träumen kann, wird kaum die Kraft aufbringen können, die Gegenwart zu verändern. Star Trek stand einmal für dieses Hoffen und Träumen.

    Viele Grüße
    Benni

  6. Das angesprochene Thema mit den diversen Streaming-Diensten stört mich auch. Das ist auch der Grund, wieso ich bisher keine einzige Folge „Discovery“ gesehen habe. Nach meiner Meinung müsste eine gesetzliche Regelung her, dass alle Inhalte des Bezahlfernsehens spätestens nach einer festgelegten Zeit (z.B. 6 oder 9 Monate) im Free-TV zu sehen sein müssen. Das würde den Anbietern Gelegenheit bieten, Geld mit ihren Inhalten zu verdienen, aber trotzdem sicherstellen, dass jeder mit etwas Verzögerung alles sehen könnte.

    Zum auch angesprochenen Thema der sich immer wieder verändernden Uniformen habe ich vor einiger Zeit Interessantes im Buch „Star Trek Kostüme“ gelesen. Darin berichten Insider, dass die geänderten Kostüme oft dem persönlichen Geschmack eines neuen Kostümdesigners geschuldet sind und die Produzenten da öfters sogar bremsen mussten. Sogar die Mer­chan­di­sing-Industrie hat manchmal gegen neue Uniformen protestiert, weil das den Absatz ihrer Lagerbestände gefährdet hat. (Meine Rezenison zum Buch findet ihr auf meinem Blog: https://rezicenter.blog/2017/12/04/star-trek-kostueme/ )

  7. Hallo,

    jetzt erst gesehen, dass ihr einen neuen Trekcast zu Picard gemacht habt. Ich habe jetzt noch nicht reingehört, das mache ich dann heute Abend und bin sehr gespannt, was ihr dazu meint.
    Und da sind wir auch schon beim Thema…ab hier können starke Spoiler enthalten sein!

    Man, man, man…was ist Star Trek Picard bitte für eine gequirlte Grütze???!!!
    Heute kam Folge 5 raus und was soll man sagen…FSK 18…Hallo? Sind die nicht ganz dicht? Icheb wird massakriert und Augen heraus gerupft? Das hat null was mit Star Trek zu tun. Wie der Rest auch. Die Story ist bis jetzt ein Fliegenschiss und passt auf eine halbe Seite Papier. Die Schauspieler sind dermaßen schlecht und auch bei Steward kommt nichts mehr rüber, er verkommt zu einem Statisten mit Augenklappe und strunzdoofen Dialogen ohne jede Tiefe.
    Es ist einfach nichts mehr da bei dieser Serie, was Star Trek mal ausgemacht hat, auch nicht ansatzweise. Es geht nur um Bling Bling, maue Dialoge, geköpfte Romulaner, Selbstjustiz, blasse Figuren, lachhafte Masken, Storyfetzen ohne Zusammenhang und Sinn usw usw usw. Planeten locken mit Comic-ähnlichen Hologrammen, die auf in den Orbit eintretenden Schiffen einfach so auftauchen und die man wegkickt, Werbung wird gezeigt von genmanipulierten Babys, Technobars mit viel Saufen, Verscherbeln von Borgimplantaten von unglaubwürdigen Figuren, die einfach so abgeknallt werden, bevor man die Hintergründe kennen lernt……..

    Man weiß eigentlich gar nicht, wo man anfangen und wo man aufhören soll, den ganzen Müll aufzuzählen.

    Das Ganze ist ein einziger Scheißdreck, noch bekloppter als Discovery!
    Den Steward kann ich so auch überhaupt nicht mehr ernst nehmen, ich habe keine Ahnung, wie er meinen konnte, dass das eine gute Weiterführung von Picard aus TNG sein soll…ich gehe davon aus, dass der einfach nichts mehr mitbekommt und am besten in eine Altersresidenz gehen sollte, bevor er sein gutes Image mit dem Müll vollends zerstört.

    Sorry, das musste auch hier mal sein.

  8. Hallo Trekcaster,

    [obligatorische Freude darüber, Euch alte Freunde wieder zu hören. Mit allem vertrautem Gekicher und so]

    Ich versuche mich zur Abwechslung kurz zu fassen: Ich hab hier ja den einen oder anderen langatmigen Riemen darüber verfasst, warum ich Discovery im Rahmen dessen, was man heutzutage von einer Netflix-Serie erwartet, durchaus als Star Trek empfunden habe. Dabei bleibe ich auch.

    Gleichzeitig verstehe ich, warum ihr alle drei (verkürzt formuliert) die etwas langsamere Erzählweise als positiv und mehr TNG-like empfindet. Und mir geht das genauso.

    Im Grunde ist Picard bisher (ich habe gerade Folge 5 gesehen) von der Story wie eine TNG-Doppelfolge, bei der ihnen am Ende der Etat und die Zeit ausgegangen ist, um sie richtig zu erzählen. Und von der man sich eigentlich eine richtige Erzählung gewünscht hätte. Ich finde das gut und angenehm. Und völlig ausreichend spannend. Ich fühle mich wohl damit. Wo Discovery vielleicht Star Trek im Netflix-Zeitalter war, ist Picard bisher tatsächlich TNG im Jahr 2020.

    Gleichzeitig fallen mir vielleicht gerade deshalb einzelne Brüche im Erzähl-Universum mehr auf. Und sie stören mich auch mehr (/ende kurzfassen):

    Die Hollywood-Marotte mit den durchsichtigen Bildschirmen habt Ihr ja schon erwähnt. Ich meine, mir ist natürlich klar, warum Filmschaffende seit Erfindung der Glasscheibe zu diesem Kunstgriff greifen („Lasst uns die Formel bitte nicht auf eine Tafel oder eine Wand schreiben, da sieht man mein Stirnrunzeln doch gar nicht!“). Warum die Beschaffungsabteilung der Sternenflotte plötzlich solchen Quatsch kaufen sollte, ist aber einfach nicht vermittelbar.

    Ähnlich störte mich die Episode ganz am Rande mit den Schokokeksen, die Dingsbums natürlich selber aus den replizierten Zutaten backen musste, weil ihm die Schokokekse des Replikators nicht schmecken. Fühl ich, aber warum die dann nicht einmal backen und den Replikator dann mit dem Ergebnis füttern? Wenn der aus Energie Hefe (immerhin ein Lebewesen) bauen kann, warum sollte er dann daran scheitern? Das klingt jetzt nach Rosinenpicken und ist es auch. Aber in TNG wurde den Charakteren nach meiner Erinnerung bei solch kleinen Randbefindlichkeiten („Hui, der nimmt in einer perfekten Welt nicht alles so an, wie es die perfekte Welt anbietet; was ein interessanter Charakter!“) immer eine glaubhaftere Motivation mitgegeben. Wie z.B. es einfach gerne selber zusammen mischen zu wollen um mal was in der Hand zu haben. Das ist doch verständlich und das braucht als ein Nebensatz exakt dieselbe Screentime.

    Die hoch gesicherte Festung des kriminellen Masterminds, in die sich 7 of 9 einfach mal so locker zwei Sätze nach einer maximalen Konfrontation nochmal reinbeamen kann, um dort das kriminelle Mastermind ohne ihre Armee an überlegenen Söldnern anzutreffen, ist dann auch nicht weiter schlimm.

    Und so könnte ich Detail für Detail weiter ranten. Ich nehme dies allerdings eher als Beobachtung meines eigenen Sehverhaltens. Wenn mich sowas stört, dann schubst mich die Serie anscheinend wirklich zurück in mein altes TNG-Gefühl. Weil sonst wäre mir das doch egal. Man muss das wohl als Kompliment verstehen.

    Ein Seitenhieb auf Transporterchief O’Brien, den ich als unfreiwilligen(?) Fanservice sehr gemocht habe, ist in Folge 5 der Umstand, das alle, aber wirklich alle dem sehr unsicheren Voll-Laien Dr. Jurati ohne jede weitere Erklärung oder Mut zusprechen oder sonstwas das situative Retten aus einer maximal schwierigen Situation heraus zutrauen. Und was sie – so fertig, wie ich ohne größere Instruktionen in der Situation wäre – am Ende auch ohne weiteres schafft. Sorry, Miles.

    Und um zum Ende mal anzusprechen, was die Serie die ganze Zeit vor sich her trägt und auch hier in dieser Kommentarspalte schon mehrfach angesprochen wurde:

    Ich finde es sehr passend, dass Star Trek damit seine eigene Utopie der in sich perfekten Föderation nicht nur hinterfragt, sondern komplett vor den Bus wirft.

    Ich kann nur von mir sprechen. Ich hab diese Utopie in den frühen 90ern als Kind sehr genossen und sie hat meine Einstellung zum Menschen und unserer Gesellschaft bis heute positiv geprägt. Später habe ich gegenüber der dargestellten Utopie mehr und mehr Misstrauen entwickelt – weil mir immer unklarer wurde, wer da eigentlich wie legitimiert Entscheidungen trifft.

    Bei TNG war die Föderation letztlich eine Utopie für „den Westen“, also im Grunde die USA und bot drumherum diverse Karikaturen der damaligen Frontstellungen (keine originelle Betrachtung, muss ich hier nicht weiter ausführen). In der Realität hat der Westen gesiegt. Und die Utopie ist komischerweise trotzdem weiter weg als damals. Vielleicht, ganz sicher, denke ich zu viel in eine kleine Fernsehserie hinein, wenn ich sage: Genau das bildet die Zeichnung der Föderation bei Picard ab. Aber so kann man das halt lesen, wen man mag.

    Die Föderation hat sich gegen ihre mannigfaltigen, jeweils krass bedrohlichen Widersacher durchgesetzt und lebt trotzdem jetzt als Zerrbild ihrer eigenen Utopie. Zersetzt von Kapitalismus, Egoismen und kollektiver Angst vor dem Fremdartigem. Gleichzeitig ist sie bedroht von ihnen wahnsinnig ähnlichen Nicht-Föderationsmitgliedern, die am Rande ihres Machtbereichs an sich komplett entmachtet sind und im Grunde nicht weiter ernst genommen werden; die sich aber in kollektivem Hass verbünden auf die mächtige (und sie ohne diesen Hass komplett in ihren Bedürfnissen ignorierende) Föderation. Weiß nicht, irgendwie klingelt da was.

  9. Explodierende Brückenkonsole 1. März 2020 um 16:07 Antworten

    Hallo!

    Ich habe absolut keine Freude mit „Picard“, finde diese Serie mit ihrem bösartigen Unterton ist einfach nur schrecklich und ein Verrat an Roddenberrys Zukunftsvision.
    Euch endlich wieder einmal zu hören, gefällt mir da schon viel, viel besser (keine Übertreibung)!

    LG

  10. Explodierende Brückenkonsole 1. März 2020 um 16:07 Antworten

    Hallo!
    Ich habe absolut keine Freude mit „Picard“, finde diese Serie mit ihrem bösartigen Unterton ist einfach nur schrecklich und ein Verrat an Roddenberrys Zukunftsvision.
    Euch endlich wieder einmal zu hören, gefällt mir da schon viel, viel besser (keine Übertreibung)!

    LG

  11. Zu Data und Tasha: Was ihr da beschreibt ist der Annäherungsversuch von Dr. Crusher an Picard. Tasha trug keine Uniform.

    Zur Länge des Intros:
    TOS ca. 60 Sekunden
    TNG ca. 100 Sekunden
    DS9 ca. 115 Sekunden
    ENT ca. 80 Sekunden
    Picard ca. 100 Sekunden

    Ich weiß nicht, wie man das als kurz bezeichnen kann. Das Enterprise-Intro (das angeblich so lang sein soll) ist deutlich kürzer.

  12. Dann kann man dir nur raten es mit neuen STAR-TREK-Serien bleiben zu lassen, weiter TOS, TNG, DS9, VOY und evtl. ENT zu gucken.

    Wenn es keinen Spaß macht und man alles nur noch Scheiße findet, bringt das nichts.

    • Explodierende Brückenkonsole 5. März 2020 um 21:26 Antworten

      Du bist offensichtlich angesäuert, weil ich deinen Geschmack nicht teile und es dann auch noch wage, mein Missfallen über „Picard“ öffentlich zu äußern, anstatt mich still in den Schlaf zu weinen 😀

  13. Zu den kurz und knackigen Intros bei div. Serien:
    Solche kurzen Logo Einblendungen gibt es doch eigentlich nur noch bei den Network Sendungen, die, aufgrund der immer größer werdenden Werbeblöcken im TV, einfach nicht die Zeit haben ausschweifende 2 Minuten Intros kreieren zu können.

    Ansonsten sind die ST Intros absolut im Rahmen, was die modernen Sehgewohnheiten angeht. Bei HBO oder Netflix geht es manchmal sogar noch längere, heutzutage ist es eigentlich schon üblich in den div. Intros schön die Welt vorzustellen, die einem in der nächsten Stunde erwartet.
    Ich finde nur etwas das Picard Puzzle befremdlich daraus, das hätte ich nicht haben müssen. 😉

    Zur Serie an sich:
    Auch wenn ich auch etwas schade finde, dass man immer mehr den Utopie Gedanken hinter ST unter den Teppich kehrt(graue Dystopien findet man ja heutzutage zuhauf in der Popkultur), finde ich aber die Storyidee dahinter sehr interessant und spiegelt unsere heutige Zeit wider. Das hat man doch eigentlich auch schon immer bei ST gemacht, das ist also nichts neues.
    Nur das früher eben die fremden Aliens für die Spiegelung sorgten, jetzt darf eben mal die Föderation herhalten, habe eigentlich nichts dagegen, dass man mal zeigt, dass auch diese nicht unfehlbar ist. Aber im Grunde gab es da ja schon immer wieder mal Macken, schon angefangen bei TOS, da waren div. Admirals oder Commodores auch immer etwas unsympathisch und nicht auf Linie mit der Enterprise Crew.

    Aber gerade an den ST Serien merkt man immer wieder, das sich die Fans immer ihre eigene Franchise Welt zurechtbiegen und einiges schon wieder vergessen, was früher eigentlich schon gezeigt wurde.

  14. die, aufgrund der immer größer werdenden Werbeblöcken im TV, einfach nicht die Zeit haben ausschweifende 2 Minuten Intros kreieren zu können.

    Ansonsten sind die ST Intros absolut im Rahmen, was die modernen Sehgewohnheiten angeht. Bei HBO oder Netflix geht es manchmal sogar noch längere, heutzutage ist es eigentlich schon üblich in den div. Intros schön die Welt vorzustellen, die einem in der nächsten Stunde erwartet.
    Ich finde nur etwas das Picard Puzzle befremdlich daraus, das hätte ich nicht haben müssen. 😉

    Zur Serie an sich:
    Auch wenn ich auch etwas schade finde, dass man immer mehr den Utopie Gedanken hinter ST unter den Teppich kehrt(graue Dystopien findet man ja heutzutage zuhauf in der Popkultur), finde ich aber die Storyidee dahinter sehr interessant und spiegelt unsere heutige Zeit wider. Das hat man doch eigentlich auch schon immer bei ST gemacht, das ist also nichts neues.
    Nur das früher eben die fremden Aliens für die Spiegelung sorgten, jetzt darf eben mal die Föderation herhalten, habe eigentlich nichts dagegen, dass man mal zeigt, dass auch diese nicht unfehlbar ist. Aber im Grunde gab es da ja schon immer wieder mal Macken, schon angefangen bei TOS, da waren div. Admirals oder Commodores auch immer etwas unsympathisch und nicht auf Linie mit der Enterprise Crew.

    Aber gerade an den ST Serien merkt man immer wieder, das sich die Fans immer ihre eigene Franchise Welt zurechtbiegen und einiges schon wieder vergessen, was früher eigentlich schon gezeigt wurde.

  15. Explodierende Brückenkonsole 5. März 2020 um 21:33 Antworten

    Ein Tipp für euch drei Trekcaster noch von mir – nämlich der Youtube-Kanal von Robert Meyer Burnett:

    https://www.youtube.com/channel/UC4YIKjJU7wT9wnunmz3dWAw/videos

    Robert Meyer Burnett war für die Specials auf den TNG-BluRays verantwortlich und ist ein riesengroßer Star-Trek-Fan. Er ist aber auch ein rhetorisch ausgezeichneter Kritiker der Entwicklung, die Star Trek in den letzten Jahren genommen hat. Im Gegensatz zu anderen Kritikern auf Youtube, die mitunter schrill wirken und über die Stränge schlagen, findet er immer den rechten Ton.

  16. Hallo, Malte, Yann und Thorsten!
    Wisst ihr schon das Neueste über Picard? Die Seherzahlen brechen ein.
    https://boundingintocomics.com/2020/03/05/star-trek-picard-viewership-plummets-over-half-a-million-in-canada/

  17. re Intro-Gate: Ich kann nur von mir berichten. Für mich war es ein „ich lebe in der Zukunft-Moment“, als mir zum ersten Mal bei einer beliebigen Netflix-Serie (es war OITNB) bewusst auffiel, was für ein unfassbar langatmiges Intro die sich einfach mal trauen. In einer Welt, in der alle anderen Serien ihre Intros möglichst auf wenige Sekunden verkürzen. Wenige Sekunden, die so geschickt wie möglich an einen möglichst tief in die Handlung hineinziehenden ersten Anriss dieser Handlung rangeschnitten werden, damit zufällige Zuschauer bloß ums Verecken nicht vom Intro zum umschalten bewogen werden. Was denen bei OITNB offenkundig deshalb egal war, weil sie wussten, dass sie ohnehin auf Netflix stattfinden, wo es a) keine zufälligen Zuschauer gibt und b) allen Zuschauern der „Intro überspringen“-Button angedient wird. Fand ich stark und souverän. Ich hab das gefeiert.

    Seitdem verfahre ich mit jedem Intro jeder Serie exakt so, wie es mir die Technik an die Hand gibt: Ich schaue es beim ersten Mal, wenn und falls es mich interessiert und um in die von den Machern gesetzte Stimmung zu kommen (das ist durchaus öfter der Fall; ich schaue schließlich kaum noch Serien, weil sie gerade da sind). Und ab der zweiten Folge nutze ich den „Intro überspringen“-Button. Außer, mir ist danach, mich nochmal von einem guten Intro in die von ihm gesetzte Stimmung versetzen zu lassen. Das passiert selten, aber es passiert. Passiert es, dann bedeutet das viel für meine emotionale Verbindung zu einer Serie und einem großartigen Intro. Passiert es nicht, dann bedeutet das nichts. Nichts im positiven wie im negativen Sinne.

    Vielleicht geht das ja wirklich nur mir so. Es würde mich extrem überraschen, aber kann ja sein. Wenn es einem aber so wie mir geht, dann kann ich den geäußerten Furor über irgendein Serien-Intro, dass ich sowieso überspringe und an das ich mich – steinigt mich – um ehrlich zu sein, nur sehr schwer erinnern kann, nicht so richtig nachvollziehen.

    Das Intro ist halt da. Und es ist okay, aber nicht geil. Ja, gut.

  18. Im Übrigen: Die in mäßiger Würde gealterten Hipster-Troy und Hipster-Riker haben sich auf einen total urigen Planeten zurückgezogen, wo man voll geerdet mit der eigenen Schere geschnittene Kräuter und sehr natürlich selbst gejagte Viecher, die man sehr kompliziert ausweiden muss, auf, im voll unpraktischen, aber voll originalen Holzofen gebackene, voll originale Pizza legt.

    Ein sehr uriger Planet, der aber aus ungeklärter Energiequelle aus einem sehr urigen Holzhaus heraus über alle modernen Annehmlichkeiten der modernen, interplanetaren Abwehr gegen höchstentwickelte, getarnte Angriffstechniken verfügt. Der grüne SUV unter den Planeten.

    Ein Ort, den Hipster-Troy und Hipster-Riker dazu nutzen, um über ein extrem weißes Menschenkind mit anmutigen Locken herum zu Helikopereltern. Wobei das Kind im angrenzenden Wald sich natürlich groß austoben darf und selbstredend voll klug und weise wurde und extrem fasziniert von Raumfahrt und so ist und echt viel weiß und anregend gebildet ist. Aber vor allem hat es ganz viel Herzensbildung mitbekommen.

    Kein Scherz: Exakt so habe ich mir den weiteren Werdegang von Troy und Riker immer vorgestellt.

    Ich kann mich da im Grunde nicht mal so richtig legitim drüber lustig machen, weil ich letztlich über mich und mein Kind rede (auch wenn das immerhin Großstadt und sowas kennt). Und überhaupt muss diese schöne Wiederzusamenkunft – die mich persönlich angemessen nostalgisch angerührt hat, ich werde es nicht leugnen – schließlich irgendwo stattfinden. Und wenn nicht dort, wo wäre es dann besser?

    Gut, ein Ort, an dem man Riker mehr Gelegenheiten geboten hätte, über eine Stuhllehne zu steigen, dass wäre aus meiner Sicht ein Anfang. Aber das mag nur ich so sehen.

  19. Und eins noch am Rande:

    Jedesmal, wenn mir amazon bei jeder Folge Picard erstmal die weiteren Angebote “Pastewka” und “Friends” anzudienen versucht, verstehe ich das als deutliche Aufforderung, das Abo nach Picard direkt wieder abzubestellen. Ich kann mir irgendwie schwer vorstellen, dass dies anderen Kunden anders geht.

    Nichts gegen Pastewka und Friends, aber das ist doch eine selbst für den schmalen Katalog von Amazon unvorteilhafte Darstellung. Und dann noch durch Reklame, die ohnehin nervt. Was ist das, Selbsthass?

    • Richtlinienkompetenz 16. März 2020 um 15:18 Antworten

      EU-Richtlinie – 30% Regel für regionale Produktionen… das scheint der Markt wohl nicht von alleine zu regeln, muss man festlegen 😉

  20. So eine geile Serie… Wunderschöner Plot, geniale Schauspieler (besonders Alison Pill spielt gut), super-geniale Kameraführung, tolle Musik…
    …und dann am Ende so dermaßen versaut.

    Was man in den ersten acht Folgen so liebevoll aufgebaut hatte, ist dann schlussendlich brutal niedergetrampelt worden. Schöne Charaktere und persönliche Geschichten… Und am Ende geht es dann doch mal wieder nur darum, ein hundertstes Mal die Galaxie zu retten.

    Wer will sowas denn sehen?

  21. Halleluja, wir haben es mit der 10.Folge geschafft…und was soll ich sagen…das beste an der Serie war die End-Credit-Musik!!! Wer da vorzeitig ausgeschaltet hat, drückt noch mal auf Play und springt bis Minute 55:20!!!
    Warum zum Geier kommt am Ende der letzten Folge eine Musik, die Star Trek in jeder Hinsicht verkörpert, aber so gar nichts mit dieser Serie zu tun hat, bisher auch nicht in Erscheinung trat???

    Insgesamt zur Serie und deren Handlung…ich kann nur mit dem Kopf schütteln!
    Das war der große Twist??? CBS, Kurtzman, Chabon und andere Verantwortliche: IST DAS EUER ERNST???
    Ein paar Metallschlangen aus einem roten Wurmloch, gerufen von irgendeiner Bake, die von Soji zusammengepuzzelt wird? Und dafür 200000 Jahre lang so ein Aufriss vom Dschad Wash? Oder vom Tal Shiar? Oder vom….ach, keine Ahnung!
    Man deaktiviert die Bake mit einem Faustschlag und alles ist wieder gut?
    Die Romulaner sind völlig beruhigt und ziehen von dannen?
    Wozu der ganze Aufwand vorher? Wozu die ganzen Toten? Warum musste Dahj sterben, warum Maddox? Was ist mit Jurati? Keine Konsequenzen für sie? Und die Roboterschlangen oder was sie angestellt haben, waren so furchtbar, dass sich die Dschad Wash- Leute da selbst mit Steinen töten mussten? Worum ging es eigentlich bei dem Kubus? Ist doch lächerlich!

    Die Förderationsschiffe sehen aus wie….ja, wie eigentlich? Die Enterprise von Abrams kann sich dagegen ja wirklich sehen lassen. Am ehesten haben diese Schiffe mich an so Figuren beim Bleigießen an Silvester erinnert. Furchtbares Aussehen, dazu noch dieses unsägliche Her- und Wegploppen der Schiffe und natürlich alle auf genau einer Ebene…Leute, das ist alles so grausig, dass es schmerzt.
    Auch die Romulanerschiffe fand ich ganz grausam, ebenso die La Sirena.
    Dass die Waffen ewig laden, kennen wir ja schon, so etwas hat mich schon immer gestört und ich frage mich immer, was überhaupt so lange an Energiewaffen laden soll? Der Strom ist doch direkt da….ein Pufferspeicher für besonders viel Energie könnte ja dann auch nur einen oder zwei Schuss ermöglichen. Und wenn die Waffen wirklich so lange zum Laden benötigen, warum dann nicht wenigstens schon eine halbe Stunde vor Ankunft am Kriegsschauplatz schon mal laden?! Alles nicht zu erklären!
    Riker hat mir in der Serie auch überhaupt nicht gefallen…ein Riker, der im Wald lebt und auch aussieht wie ein Waldschrat, Pizza backt und nun auch noch genau so vulgäre Sprüche kloppt wie Seven oder die andere Romulanerin da oder Raffi oder…ach, egal. Für mich hat die Figur eine absolute Rückentwicklung durch (wie Star Trek mit STD und STP sowieso)…man denke nur an die TNG-Folge 6.21 Frame of Mind…DAS war ein grandioser Riker…nicht diese jämmerliche Figur hier!
    Wo Riker so schnell nun an das Schiff kam, seine Uniform auspackte (was war das nun wieder für ne Uniform eigentlich?), weiß man wohl auch nicht…und gibt es keine anderen Captains bei der Sternenflotte, dass ausgerechnet er kommen musste und auch noch brühwarm sein Schiff als das beste und fortschrittlichste anpreist? Wie billig ist das bitte gemacht!?

    Dann dieser ganze Plot mit dem sterbenden Picard…ich habe erst gehofft, dass er wirklich tot ist, damit diese Serie abschließend endet und Steward nicht noch mehr von diesen Peinlichkeiten abliefern muss, aber man wusste ja, dass jedenfalls eine zweite Staffel kommen soll, von daher war klar, da musste noch irgendetwas kommen, was ziemlich blöd sein musste!
    Aber…WIE blöd das alles wirklich ist, habe ich nicht gedacht!!! Picards Gehirn oder seine Seele oder was weiß ich wird irgendwie wieder transferiert oder irgend so ein Mist…in einen Androidenkörper…meine Güte, musste das wirklich sein? Warum ihn nicht gleich mit Rios` Vorstellungs-Werkzeug zusammenflicken…das kann doch alles, muss man sich nur vorstellen!

    Das philosophische Geplänkel mit Data kann man vielleicht noch OK finden, aber ich fand Data furchtbar schlecht gemacht, er sieht einfach nur schrecklich aus, wie auch schon in Folge 1. Das Brent Spiner nun auch schon seine Jährchen auf dem Buckel hat, ist OK und für eine Figur eines Soong ist das plausibel, aber dass man unbedingt Data für diese Serie als zentrales Element holen musste, tat der Figur mMn überhaupt nicht gut und entmystifiziert sie total!

    Dass der Soong da noch Datas Gedächtnis-Engramme da in USB-Sticks aufbewahrt und Picard die nun herauszieht, um Data endlich ,,sterben” zu lassen., indem dieser sich auch noch stark alternd in Nichts auflöst..das ist doch alles irgendwie ein einziger Hokus-Pokus Hoch 1000.
    Man versucht einfach auf Biegen und Brechen den Abschluss aus Star Trek Nemesis irgendwie auszubügeln, aber da man das Biegen und Brechen so stark merkt und alles absolut gekünstelt wirkt, ist es einfach nur ein weiterer misslungener und grausamer Abschluss, der mich Null berührt. Ich finde da nichts schön oder gut gemacht und auch nicht gut gespielt!
    Und ich muss dazu auch sagen, dass ich den Tod von Data in Nemesis nicht so schlecht fand wie er immer dargestellt wird, dass ist eher hier der Fall!

    Ich weiß nicht genau, ob jetzt Discovery oder Picard den absoluten Tiefpunkt von Star Trek markieren, aber momentan tendiere ich einfach zu Picard. Denn hier wurde noch weniger aufgelöst zum Schluss und für das ganze unglaubwürdige Theater hatte man einfach aufgrund der Tatsache, dass es doch irgendwo eine TNG-Weiterführung sein soll, zu hohe Erwartungen.

    Niemand hat eine Fortsetzung des alten TNG-Musters erwartet, wir haben alle gehofft, dass die Serien, sowohl DSC als auch PIC einfach nach aktuellen Serienstandards produziert werden, auch mit durchgehenden Handlungssträngen.
    Aber was hier abgeliefert wird, schmeißt doch einfach alles über Bord, was in über 50 Jahren Star Trek an Grundgedanken erarbeitet wurde. Es geht schon bei kleinen Dingen wie dieser Vulgärsprache los und endet bei ständiger von Picard und allen anderen tolerierter Gewalt und konsequenzlosen Morden noch lange nicht.

    Man kann auch mal düstere Elemente einbauen in Star Trek, das gab es vorher auch schon, aber hier gibt es einfach nichts mehr, was ST mal ausmachte. Forschung, fortschrittliche Technik, unglaubliche Erfindungen wie seinerzeit Kommunikatoren, Beamen, Schilde, Holodeck, Tricorder, Dinge, die die Menschen beflügelten, all das fehlt hier völlig!

    Nein, das ist nichts mehr, was ich als normaler Star Trek Fan schauen möchte!
    Für mich ist die Sternenreise an dieser Stelle zu Ende!


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