20 Jan 2015

Vor 20 Jahren startete Star Trek: Voyager

12 Kommentare
Vor 20 Jahren startete Star Trek: Voyager in den USA.

Vor 20 Jahren startete Star Trek: Voyager in den USA.

Die letzte Folge von Star Trek: The Next Generation war einige Monate vorher über den Bildschirm geflimmert, da begann auf dem amerikanischen TV-Network UPN bereits die nächste Ära von Star Trek. Die Voyager startete am 16. Januar 1995 auf ihre ungewisse Reise nach Hause – zwanzig Jahre ist das nun her. Und das Fandom ist heute wie am ersten Tag geteilter Meinung darüber, wie die Serie zu bewerten ist.

Zumindest so viel ist unstrittig: Ein sicherer Heimflug war es nicht. Die Serie zitterte sich stellenweise über die sieben Jahre. Absetzungsgerüchte prägten vor allem die letzten drei Staffeln. Und nach der dritten Staffel gab es einen inhaltlichen Schnitt mit einem neuen Charakter, Seven Of Nine, den Borg und einer Menge mehr Action, was wohl auch dem Wunsch nach besseren Einschaltquoten geschuldet war.

Rückblickend stellt sich die Frage, ob die Zeit schon reif war für eine weitere Star Trek-Serie, erst recht mit einem Raumschiff. Paramount sah das so und drängte Rick Berman und seine Mitstreiter zu einem schnellen Start, obwohl parallel auch noch Deep Space Nine lief. Die Produzenten wussten, dass TNG zu der Zeit das Maß der Dinge war. Eben drum stellten sie die Serie auch auf den Kopf, oder besser gesagt: Sie transportierten die Voyager weit weg von der Föderation. Ausgelöst durch den Fürsorger, fand sich das Raumschiff 70 Jahre von zuhause entfernt. Teile der Crew waren dabei gestorben. Und so waren die Jäger plötzlich in der Situation, mit den Gejagten – Besatzungsmitglieder eines Maquis-Schiffes – gemeinsame Sache zu machen.

Dieser Konflikt beherrschte dann auch die ersten zwei Jahre, so wie eine Menge neue Spezies eingeführt wurden, von denen man noch nie zuvor gehört hatte (und die im Falle der Kazon aber den Klingonen erstaunlich ähnlich sahen).

Voyager war zudem die erste Star Trek-Serie mit einem weiblichen Captain. Janeway sollte übrigens ursprünglich von Genevieve Bujold gespielt werden. Die warf zu Beginn der Dreharbeiten aber das Handtuch und Kate Mulgrew kam zum Zuge, die aktuell in der Netflix-Serie „Orange is the new black“ als russischstämmige Gefängnisinsassin Red zu sehen ist. Manch einer wird sich auch über die Parallelen von Tom Paris zu Nicholas Locarno in TNG gewundert haben – ganz zu schweigen, dass es derselbe Darsteller war. Rechtliche Probleme verhinderten, dass Locarno Locarno bleiben konnte. Und so wurde Tom Paris draus.

Mit Jahr 4 war dann vieles anders. Die Borg und die ehemalige Drohne Seven Of Nine rückten den Deltaquadranten deutlich näher an den Raum der Förderation. Es gab Wiedersehen mit Reginald Barclay und eine zunehmende Zahl von Bezügen zur Heimat. Warum eine rückverwandelte Borgdrohne äußerst knapp und enganliegend bekleidet werden muss, bleibt wohl das Geheimnis der Autoren.

In Deutschland startete Voyager erst über ein Jahr später: Am 21. Juni 1996 auf Sat.1. Der Sender mit dem Ball gönnte der Serie sogar die Primetime – ein großer Quotenerfolg wurde es allerdings nicht.

Zumindest einen roten Faden gibt es: Captain Kathryn Janeway trank von Folge 1 bis zur letzten stets Kaffee – eine kleine Anspielung auf ihren Kapitänskollegen Picard, der lieber Earl-Grey-Tee genoss.

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12 Responses to Vor 20 Jahren startete Star Trek: Voyager
  1. Sehr schön, dass das Voyager-Jubiläum auch vom deutschen Star-Trek Index begangen wird!
    Mir hat die Serie schon bei ihrer Premiere gefallen, ganz besonders auch viele Folgen der 1. Staffel. Finde sie heute immer noch gut, muss aber sagen, dass ich Next-Generation, Deep-Space-Nine und Babylon-5 für noch gelungener halte.
    Habe ebenfalls eine große Würdigung der Voyager zum 20. Jubiläum gemacht:
    http://kritisch-konstruktiv.over-blog.de/article-20-jahr-jubilaum-fur-star-trek-voyager-125379713.html
    Seven of Nine hat auf jeden Fall wesentlich mehr zu bieten, als eine große Oberweite, die in eng anliegenden Anzügen präsentiert wird. Ihr Mensch-Werdungs-Prozess macht sie zu einem der gelungensten Charaktere des gesamten Star-Trek Universums.

    • Definitiv wurde die Serie ab der 4. Staffel mit Seven of Nine deutlich besser! Und auch sonst gibt es einige wirkliche Knaller-Folgen, die auch mit TNG mithalten können. Ich finde die Serie sogar besser als DS9, also gleich nach TNG auf meinem Star Trek- Ranking auf Platz 2. 😉

  2. interessant: auf http://www.bing.com/videos/search?q=genevieve+bujold sind Teile von CARETAKER zu sehen, die mit Mulgrews Vorgängerin Genevieve Bujold gedreht wurden, die dann aber absprang…zum Glück!
    Sie wirkt irgendwie kalt, verzieht kaum eine Miene beim Spiel und passt einfach nicht….

    Wow!20 Jahre ist das schon wieder her!
    Schade, das die 7. Staffel so relativ einfallslos war. In ENDGAME(2) hätte es einen Cliffhanger zu einer 8. Staffel mit der Xindi-Story geben können, die als Heimkehrstaffel VIEL besser zu Voyager gepasst hätte als zu ENTERPRISE.
    Einzig eine Figur hat mich von Anfang bis Ende genervt, und das mehr als damals Wesley Crusher bei TNG: NEELIX!
    Ansonsten ist VOYAGER meine Nr.2 nach DS9!!!

  3. Oh ist das wirklich schon so lange her… Ich glaube der größte Fehler war, dass sie es so schnell gestartet haben. Eine Pause hätte gut getan. Auch um den Autoren etwas Inspirationszeitraum zu lassen. Ich erinnere mich noch gut an den Start der Serie. Ich hatte sehr hohe Erwartungen, leider wurde ich mit den Charakteren größtenteils nicht warm. Ich hätte mich gefreut, wenn Tuvok optisch etwas mehr wie Spock ausgesehen hätte. Und der Doktor als reines Computerprogramm viel menschlicher als Data, naja. Heute kann ich die Serie genießen, ohne zu hohe Erwartungen ist sie doch gar nicht so schlecht.

  4. Ja, meine Erwartungen waren auch echt zu hoch, bloß aufgrund von Guinan s Warnung in der Q-Folge, als er die Enterprise in die Flugbahn des Borg-Kubus brachte….ziemlich blöd, ich weiß!
    Spezies wie die Hirogen, Vidiianer und Krenim und 8472 hätten gleich am Anfang in der 1. Staffel kommen müssen(okay, bei den Vidiianern war s ja auch so),dann mehr Maquis-Starfleet-Konflikte, die in brenzligen Situationen für Spannung gesorgt hätten, dann so Situationen wie bei „EIN JAHR HÖLLE“, nur ohne das „resetet“ wird, und das ganze am Ende nie passiert ist…das war blöd.
    Dann die Equinox: Ich hätte die Voyager-Crew gern mal in solch harten Situationen sehen wollen, wie es bei der Equinox-Crew war. Da die Voyager riesiges Glück hatte, nicht dem selben Kurs, wie den der Equinox nach Hause zu fliegen, hatte sie s mit ner lächerlichen Maquis-Verräterin namens Seska und n paar Kazon zu tun, die das Äquivalent der Klingonen aus TOS waren…
    Als dann die restlichen Leute von der Equinox an Bord der Voyager kamen, hätte man da nochmal DAS Konfliktpotenzial ausschöpfen können, was man beim Maquis vermissen lies.
    Immerhin wären sie in 2 bis 4 Monaten zu Hause gewesen und jetzt waren sie dazu verdammt, 30 Jahre durch den Deltaquadranten reisen zu müssen, und das mit den Leuten, die sie aufgehalten haben. Besonders dieser Noah Lessing, den Janeway im Frachtraum „folterte“, hätte allen Grund, sich zu rächen und ein paar seiner Leute oder gar die Maquis aufzustacheln…
    Das wäre interessant geworden: wären die ihm gefolgt oder hätten sie nach 5 Jahren gemeinsamer Reise zu Janeway gehalten….?
    Wir werden s nie erfahren.
    Mit Seven of Nine bekam die Serie neuen Drive, man hätte Kes aber nicht rausschreiben müssen…sie hätte als wiederkehrende Nebenrolle die Krankenschwester des Holodocs bleiben können, sowie bei TNG diese Schwester Okinava…Immerhin hatte Dr. McCoy bei TOS auch Schwester Chapel, die auch nicht jede Folge da war…
    Und ich hätte lieber die an ENT vergeudete Xindi-story als finale 8. Heimkehrstaffel bei VOYAGER gesehen, denn da hätte sie viel besser hingepasst…:-)

  5. Noch etwas:

    Zudem hätte ich im Pilotfilm CARETAKER beim DS9-Szenario neben der Quark/Kim/Paris-Szene gern auch eine Begegnung zw. Janeway und Sisko gesehen.
    Man hätte es ja so machen können, das lt. Flottenkommando urspr. die Defiant in die Badlands hätte fliegen sollen, aber nun aufgrund der Dominion-Bedrohung die Defiant bei der Verteidigung von DS9 und Bajor im Sektor bleiben muss.
    Ein kurzes nette(r)es Gespräch zw. den beiden, z:B. bei einer Tasse Kaffee im Replimat oder in Siskos Büro?!
    Klar: Janeway war zu dem Zeitpunkt noch Ranghöher als Sisko und ER konnte ihr schlecht den Befehl zur Verfolgung des Maquis-Schiffes geben, aber Sisko hätte evtl. Hinweise geben können oder so….
    Ich erinnere mich noch an den DS9-Piloten: Da war ja die Begegnung Sisko und Picard, die sehr unterkühlt war und aggressiv, weil Sisko Picard die Schuld am Tod seiner Frau gab.
    Aber Janeway war bei ihrem Abflug frischgebackener Captain und sie hätte ihm einen Wink oder so geben können, das auch er bald einen Stern mehr am Kragen hat….was ja dann im Staffelfinale der 3. DS9-Staffel auch so war…
    Ich weiß auch noch das in irgendeiner DS9-Folge Sisko erwähnt, „das in den letzten Monaten einige Schiffe in den Badlands spurlos verschwanden“….ob er das nun vor oder nach dem Start der Voyager sagte, weiß ich nicht…

  6. Wenn ich mir Voyager heute ansehe, kommt es mir noch immer total aktuell vor. Ich liebe die Staffeln und kann nicht zählen wie oft ich sie schon durch habe. Aber ich stimme zu, dass im Pilot gerade die Szenen auf DS9 hätten etwas ausführlicher ausfallen können. Sisko und Janeway hätten sich bestimmt Bombe verstanden. Ich finde es etwas schade, dass das Endgame so abrupt endete. Ich habe immer auf Pause gemacht um die Schiffe zu identifizieren die auf die Borg Sphäre warteten… Irgendwie noch ne kleine Begrüßung von Admiral Paris wäre schön gewesen und Barclays entzücktes Gesicht wenn er der Crew live gegenüber steht.

    Einige Folgen überspringe ich immer im Nachhinein wo ich mich frage, ob denen da der Stoff ausgegangen ist, ihnen nichts besseres einfiel oder sie Kaffeepause hielten. Zu 90 % ist VOY aber super gelungen, zwar nicht gleichzustellen mit TNG aber anders und damit in meinen Augen richtig gut. Aber nichts geht über Data.

    Als ich das erste Mal das Schiff gesehen habe dachte ich mir gleich: da sitzt bestimmt ne Frau auf dem Chefsessel. Irgendwie sieht die VOY so weiblich aus, perfekt auf eine Frau zugeschnitten.

    • @ Ines
      Ja, vor allem wäre es rührend und bewegend gewesen, wenn Admiral Paris seinen Sohn, zu dem er vor der Strandung seines Sohnes im Deltaquadranten ein schwieriges Verhältnis hatte, hätte in die Arme nehmen können und seine Schwiegertochter B‘ Elanna ebenfalls und das er Großvater wurde, hätte er auch noch erfahren.
      Das Ende war lieblos und kalt…Hauptsache schnell vorbei! So kam es rüber!

      Auf die Bemerkung der Borgqueen zu ADMIRAL Janeway, das sie die Zukunft bereits verändert, wenn sie die Voyager JETZT nach Hause schickt. hätte es ein Twist geben müssen, wo man den Angriff der Xindi auf die Erde gesehen hätte, so wie im Staffelfinale der 2. ENT-Staffel geschehen,
      die Voyager fliegt zwar in den Kanal zur Erde und wird auch von der Borg-Sphäre verfolgt, ABER DANN: Der Kanal kollabiert, die Voyager wird hinausgeschleudert, die Borgsphäre explodiert…Nachdem die Voyager zur Ruhe kommt, enttarnt sich über ihr ein Schiff, die Brücke wird von einem düster gekleideten und behelmten Entertrupp geentert, Janeway gleichzeitig von der Brücke gebeamt und auf das fremde Schiff in ein riesiges Labor, wo sie schockiert den Angriff der Xindi auf die Erde mit 7 Mio. Toten mit ansehen muss.
      Dann ertönt hinter ihr plötzlich eine Männerstimme, die sagt: „Da können Sie sehen, was Sie angerichtet haben, Janeway!“ …sie dreht sich erschrocken zu ihm um und sie(und wir Zuschauer) erblicken kurz und mit grimmiger Mine….Captain Braxton aus dem 29..Jh…..und Abblende mit der Einblendung “ to be continued“….DAS wäre n echt fieser Cliffhanger geworden, der in einer 8. Staffel mit der 1. Folge „Die Ausdehnung“ aufgelöst worden wäre und in deren Verlauf die Voyager die Xindi-Mission hätte bewältigen müssen, mit (fast) all ihren Wendungen und Folgen(außer den Folgen:Faustrecht, Auf ärztliche Anweisung und E2 bzw. hier V2)….Der o.g. Entertrupp sind die späteren MACOS, die Braxton der Voyager-Crew zur Unterstützung bereitstellt.
      Diese 3 eben genannten Folgen habe ich „ersetzt“ und habe nach „Stunde Null“ den Konflikt mit den Sphärenbauern ausgebaut und zu Ende geführt.
      Nach der Zerstörung der großen Waffe haben sich die Erbauer gnadenlos an den Xindi gerächt weil einige sie ja hintergingen und die Reptilianer versagten…sie aktivierten alle Sphären in der Ausdehnung und sorgten beinahe für einen Genozid unter den verbliebenen Xindi…
      Doch dann kommt in letzter Sekunde die Rettung:
      Eine Armada von SPEZIES8472 taucht aus einer Quantensingularität auf und bietet den Xindi und der Voyager ihre Hilfe im Kampf gegen die Erbauer an….da ihre Galaxie einst auch von einer Erbauer-Invasion betroffen war und ihre Galaxie seitdem in diesem fluiden Materie-Zustand ist.
      Denn die Erbauer transformieren den Normalraum in ebenfalls flüssige Materie, die wie ein Lavastrom wirkt und alles Leben darin qualvoll zugrunde geht. SPEZIES 8472 konnte sich aber anpassen und den tödl. Raum umwandeln die seit SCORPION bekannte grünliche Materiemasse…sie haben die Sphärenbauer vertreiben können, jedoch ohne ihr Sphärennetzwerk vernichten zu können….
      Die Voyager kehrt in einem Dreiteiligen! Finale nach einer riesigen Raumschlacht gegen die Erbauer heim durch die Raumkorridore der Xindi, landet auf der Erde, wird von Admiral Paris empfangen. die Maquis werden begnadigt, B‘ Elanna und Tom Paris ziehen in das Haus ihres beim 1. Xindi-Angriff getöteten Vaters(was die Anrufszene in DIE VERÖFFENTLICHUNG noch dramatischer macht);
      Janeway tritt nach einem einjährigen Heimaturlaub ihren neuen Posten als Admiral an,
      Chakotay und Seven, die jetzt wieder Annika Hansen heißt, heiraten schließlich und bekommen sogar ein Kind,
      Der Doctor stellt sich für ein Update des MHN-Modell 1 zur Verfügung, da er jetzt mit der Erfahrung des Deltaquadranten die MHNs der Schiffe im Alphaquadranten aktualisieren kann, womit er als Ersatzarzt jetzt mehr und besser arbeiten kann. Zudem stellt er solange dem Daystrom-Institut seinen Mobilen Holo-Emitter zu Erforschung und Replizierung zur Verfügung und schreibt weiter Holoromane,
      Harry Kim wird zum Lt. Commander nach DS9 befördert, ging im Laufe der 8. Staffel eine Beziehung mit Samantha Wildman ein, die ebenfalls zum Lieutenant befördert wird,deren Tochter Naomi wird seine Stieftochter, sie ziehen nach DS9….
      Icheb geht auf die Sternenflotten-Akademie, wie er es wollte und im Laufe der 7. Staffel anstrebte
      Nach einer Abschiedsrede Janeways geht sie nochmal in ihren Bereitschaftsraum, steht aber plötzlich neben Braxton auf einem fremden Planeten und sind aus sicherer Entfernung Zeugen des Beitritts der Xindi zur Föderation, was in ca. 30 Jahren so hätte stattfinden sollen und nun auch eintritt, wenn auch etwas anders, als er es als „Historie“ kennt.
      Denn wenn die Voyager die vollen 16 Jahre nach dem passieren des Nebels am Transwarpzentrum weiter durch den Deltaquadranten gereist wäre, hätte es kurz vor ihrer eigentlichen Heimkehr, einen friedlichen Erstkontakt mit den Xindi gegeben…der hätte irgendwann zu deren Föderationsbeitritt geführt, diese hätte die Reisetechnologie der Xindi adaptiert, und es hätte in Folge dessen weitere Forschungsmissionen in den Deltaquadranten gegeben, demnach weitere Beitritte zur Föderation und im 26. Jh. sorgt diese Vielfalt dazu, das die Sphärenbauer vernichtend geschlagen werden Bei der „Schlacht bei Proceon V“, deren Zeuge Janeway und Braxton in der Folge AZATI PRIME waren, die sie auf dem Promenaden-Deck auf DS9 mitverfolgten…er verabschiedet sich von ihr, merkt aber an, das er sie weiter im Auge behalte und sie jetzt mehr denn je auf die „Temporale Oberste Direktive“ zu achten habe….
      Sie ist wieder in ihrem Raum, geht auf die Brücke zurück, sieht sich nochmal um und man sieht als Zuschauer Rückblicke aus 8 Jahren Voyager….und Bilder und Szenen von Tom, Tuvok, Chakotay, Seven, dem Doktor…sie betritt den Turbolift, verlässt ihn nach kurzer Fahrt wieder, geht einen langen Korridor zum Kasino, wo man nochmal Flashbacks von Neelix und Kes sehen kann, dann geht sie zur Shuttlerampe, betritt den Deltaflyer und fliegt in Richtung Sonnenuntergang hinter der Golden Gate Bridge….und ENDE!!!! ABBLENDE….Abspann!
      So hätte das Finale sein müssen! 🙂

  7. Als ich mir ENDGAME nach der Erstausstrahlung der Xindi-Story bei ENT nochmal ansah, sah ich, wie stimmig das alles gewesen wäre.
    Janeway macht immerhin 16 Jahre Geschichte ungeschehen, und diese exotisch aussehenden und vom Namen her klingenden Xindi, die „Delphische Ausdehnung“, die 5 bzw. 6 Unterspezies der Xindi, die Tatsache, das sie bisher nie erwähnt wurden im Föderationshistorischen Kontext…
    Dann die Sphären und deren böse Erbauer, die eine Invasion in der Zukunft ungeschehen machen und den Genozid von Milliarden oder Billionen von Leben in Kauf nehmen….
    Das alles hätte eine spannende, dramatische, zufriedenstellende Final-Staffel ergeben….garantiert sinnvoller als in dem konfusen „Temoral Cold War“ bei ENT, wo die Sphärenbauer angeblich eine der Parteien gewesen sein sollen…und das Ende?
    Diese Sphären aus dem 26. Jh. werden von einem primitiven „Kahn“ aus dem 22 Jh. vernichtet….sehr (un)glaubwürdig!
    Bei VOY wäre es eine Schlacht mit einer Armada Starfleet, Klingonen, Romulaner, Spezies8472-Schiffen in transformiertem Raum gegen gnadenlose Erbauerschiffe gewesen…Das ist schon realistischer, weil
    a) SPEZIES8472 schon mit den Erbauern zu tun hatte UND
    b) SPEZIES8472 ja angebl. die Spitze der Evolution darstellen und die mächtigste Spezies überhaupt seien(neben den Erbauen)

    Das wäre ein Kampf ebenbürtiger Gegner gewesen….

  8. Heute sah ich die Voyager-Folge 3×25 REBELLION ALPHA mal wieder, in der ein zunächst anonymer Autor ein Holo-Roman über eine Maquis-Rebellion verfasste, und die Crew immer mehr Freude an dem Programm fand. Als sie es jedoch durchspielten, endete es abrupt mitten im Geschehen, und Tom Paris regte sich darüber so auf, das er selbst ein Ende für die Story kreieren wollte…mit fatalen Folgen, wie man sehen konnte. Doch die sind nicht mein Punkt, sondern die Tatsache, das die Voyager-Autoren beinahe dasselbe mit dem Serienfinale machten, wie der Autor dieses Holo-Romans.
    Auch deshalb wäre eine Abschiedsstaffel, z.B. mit der Xindi-Story sehr zufriedenstellend, spannend, spektakulär und dramatisch geworden. 🙂

  9. Nein, wäre es nicht!

    Die hier.dargestellte, zusammengewurschtelte Story ist grauenhaft.
    Und zum Glück gab’s diese dämlichen Xindi nicht in VOY, bei ENT nervte dieser ganze Schrott auch nur und machte die Serie aus meiner Sicht zum Anschauen unmöglich.

    • Nun, das ist Deine Meinung!
      Wie oft hatte man VOY dafür kritisiert. das sie nicht weit genug gingen, was neues zu bringen? Die ersten 2 Staffeln gab s fast nur altbekanntes aus den anderen Serien, kaum neue Wagnisse, das zu machen, was die Ausgangssituation bot: ein Schiff, ganz allein auf sich gestellt, ohne Hilfe einer riesigen Flotte, die bei Problemen zu Hilfe kommen kann. Was hat man als Gegner der 1. Staffel bekommen? Einen Klingonen-Abklatsch Namens Kazon, die lt. Seven of Nine so minderwertig sind, das sie es nicht mal wert wären, vom Kollektiv assimiliert zu werden.
      Dann die Anomalien der Woche, die Aliens der Woche, Folgen wie Elogium, eine intrigante Ex-Maquis, die auch noch Cardassianerin war und Chakotays Gruppe infiltriert hatte, was ein Schmierentheater nach sich zog, was (Gott sei dank)mit der Doppelfolge „BASICS“ endete…
      Es gab auch sehr gute Folgen in Staffel 1 und 2: die Vidiianer-Folgen, DAS NADELÖHR, DIE 37ER, DAS HOLO-SYDROM, TODESSEHNSUCHT, TUVIX und DAS ULTIMATUM!
      Staffel 3 war zwar auch noch nicht perfekt, hatte aber Perlen dabei wie z.B. DER SCHWARM FUTURE S END, DAS WAGNIS, HERKUNFT AUS DER FERNE und natürlich SCORPION(1) und dann Teil 2 in Staffel 4.
      Mit Staffel 4 kam die Wende und teilweise das, was man sich von der Serie erhoffte. Mal abgesehen von Seven of Nine war endlich die unbekannte „Wildnis“ des Deltaquadranten in den Vordergrund gerückt und es kehrte etwas mehr Härte in die Folgen: die Hirogen z.B. sind das mit Abstand erbarmungsloseste STAR TREK-Volk ever, jagten die doch tatsächlich ein 8472er Wesen und wollten es gnadenlos töten und die ebenso brutale Jagd auf den Holodecks der Voyager….beispiellos! Schockiert hat mich der Spruch des einen Alphas in BEUTE: „Überlassen Sie uns die Kreatur, oder ihre Crew wird für uns zu Freiwild“….das war für Star Trek echt heftig und genau das, was ich mir unter der Bedrohlichkeit des Delta-Quadranten vorstellte.
      Dann so Perlen wie VERWEFLICHE EXPERIMENTE, DER ZEITZEUGE und EIN JAHR HÖLLE.
      Enttäuschend daran war nur, das am Ende der „Reset“ kam und das ganze Jahr ungeschehen gemacht wurde. Man hätte eine ganze Staffel mit der Story füllen können, in der Staffelmitte hätte Annorax Tom Paris und Chakotay entführt und im Staffelfinale hätte der kleine Kampfverbund gegen Annorax gekämpft, sie hätten gesiegt, und es hätte einen Waffenstillstand mit den Krenim gegeben und diese Verbündeten wären dauerhaft neue Freunde der Voyager geworden.
      Das, was in 90 Minuten zusammengepresst wurde, hätte ein harter Überlebenskampf für eine ganze Staffel sein können…..und da liegt eigentlich mein Punkt:
      die Xindi-Story zeigte bei ENT das, was man bei VOY im Höllenjahr vermisst hatte, weshalb sich in einer finalen 8. Staffel eben diese Xindi-Story bei VOYAGER besser gemacht hätte.
      7 Jahre lang versuchen sie nach Hause zu gelangen, in DIE VERÖFFENTLICHUNG „telefoniert“ die Crew via Pfadfinder nach Hause, darunter B‘ Elanna Torres‘ schweres Verhältnis zu ihrem Vater mit der Aussicht auf Versöhnung am Folgenende, dann Harry Kim, der erstmals mit seiner Familie spricht….in der Xindi-Voyager-Version wären genau diese Angehörigen bei dem 1. Xindi-Angriff getötet worden.(bei ENT war es u.a. Trip‘ s kleine Schwester, die getötet wurde) Das ist Dramatik pur.
      Dann, im Verlauf der Xindi-staffel teilweise knallharte Folgen wie die Welt, wo sich das Außenteam durch einen Virus transformiert und Infizierte gejagt und bei lebendigem Leibe mit Flammenwerfern verbrannt wurden…oder DAS AUSERWÄHLTE REICH. Klar! beide Beispiele haben zwar nichts direkt mit den Xindi zu tun, aber es geht auch um Spezies und Geschichten innerhalb dieser Delphischen Ausdehnung und beide hätten die Mission zu den Xindi vorzeitig beenden können.
      Dann der Wendepunkt in der Story bei AZATI PRIME und der härteste Angriff auf ein Starfleetschiff, als die NX01 von den Reptilianern angegriffen wurde und Crewmitglieder brannten, aus Hüllenbrüchen ins All flogen und die NX01 wehrlos fast kopfüber mit mehreren Explosionen im All schwebte und dann noch als fieser Cliffhanger endete….wenn das die Voyager gewesen wäre….mir hätte der Atem gestockt und hätte so einen WTF-Moment erzeugt, die ich nur von LOST kenne und dazu die Folterszene mit Archer(bei VOY Janeway)und Cmdr. Dolim, und Degra, nachdem der überzeugt wurde, wer ihr wahrer Feind ist….
      Janeway hätte zudem Entscheidungen treffen müssen, die grenzwertig sind wie die, einem Schiff die Warpspule zu stehlen.
      In den Folgen DER RAT; COUNTDOWN und STUNDE NULL spitzt sich die Situation ja zu(E2 ist überflüssig)und NACH STUNDE NULL wäre der Konflikt mit den Erbauern eskaliert, es taucht SPEZIES 8472 als unerwarteter Verbündeter auf(bei ENT war es der Andorianer Shran)und die Voyager kehrt in einem Dreiteiligen Finale nicht nur heim, sondern landet auf der Erde, die Crew wird verabschiedet, man hätte einen Blick in die Zukunft geworfen und auf 8 Jahre im Deltaquadranten zurückgeblickt und gesehen, was aus der Crew wird…


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