DSi

Kinofilm-Führer ST VI - Das unentdeckte Land


Star Trek: The Undiscovered Country

von Matthias Weber

Sternzeit: 9521,6 (Jahr 2293)

Friedensverhandlungen

Die Excelsior beendet unter Captain Sulus Kommando eine Vermessungsmission im Beta-Quadranten. Auf dem Rückflug zur Erde registriert die Excelsior eine gewaltige Explosion nahe der klingonischen Heimatwelt. Die Sensoren stellen fest, dass bei der Explosion der klingonische Mond Praxis fast vollkommen zerstört wurde. Praxis dient der klingonischen Heimatwelt als Hauptenergieversorgung. Das Hilfsangebot der Excelsior wird von den Klingonen abgelehnt.

Zwei Monate später nehmen die Führungsoffiziere der Enterprise unter Kirk an einer Besprechung der Führungsebene der Sternenflotte teil. Spock wird als Sonderbotschafter das Wort erteilt. Er erläutert, dass nach der Explosion von Praxis die Atmosphäre der klingonischen Heimatwelt vergiftet ist und der Sauerstoffvorrat in 50 Jahren erschöpft sein wird. Da die Klingonen nicht genügend Ressourcen haben, diese Katastrophe zu bekämpfen, hat Gorkon, der Kanzler des klingonischen hohen Rates Friedensgespräche mit der Föderation eingeleitet. Die Friedensgespräche beinhalten eine Auflösung der neutralen Zone und die Unterstützung der Föderation bei der Bekämpfung der Katastrophe. Admiral Cartwright spricht sich gegen die Friedensgespräche aus, er würde die Klingonen in dieser geschwächten Situation lieber in die Knie zwingen, um ihnen dann Bedingungen zu diktieren. Auch Kirk steht dem Frieden und den Klingonen skeptisch gegenüber. Trotzdem wird er zusammen mit seiner Crew ausgewählt, den klingonischen Kanzler Gorkon durch das Föderationsgebiet zu den Friedensgesprächen zu begleiten und ihm dabei alle diplomatischen Ehren zu erweisen. Dies ist gleichzeitig die letzte Mission der Enterprise-Crew, da die 6 Führungsoffizere in 12 Wochen in den Ruhestand gehen.

Ein diplomatisches Dinner

Zurück auf der Enterprise trifft Spock erstmals auf den neuen Steuermann der Enterprise, Lieutenant Valeris. Spock kennt die Vulkanierin von früher, er kann berichten, dass sie Jahrgangsbeste an der Akademie war. Die Enterprise macht sich auf den Weg zu den Rendez-vous-Koordinaten.
Kirk macht in der Zwischenzeit einen persönlichen Logbucheintrag. Er ist nicht glücklich über seinen Auftrag, er traut den Klingonen nicht und kann ihnen den Tod seines Sohnes David nicht verzeihen. Kirk wird von Valeris unterbrochen, die ihm mitteilt, dass man die Koordinaten fast erreicht hat.

Kirk nimmt Kontakt mit dem Bird of Prey des Kanzlers auf und lädt Gorkon und seinen Führungsstab zum Dinner ein. Gorkon nimmt an und kommt mit seiner Tochter Azetbur, seinem Stabschef General Chang und drei weiteren Offizieren an Bord der Enterprise. Das Dinner verläuft nicht ganz wie geplant, beide Seiten haben starke Vorurteile gegen ihre einstigen Gegner und zweifeln den Friedenswillen der Gegenseite an. Gorkon und Spock vermeiden durch diplomatisches Geschick jedoch einen größeren Eklat.

Das Attentat

Nach dem Dinner wird Kirk auf die Brücke gerufen, Spock registriert einen Anstieg der Neutronenstrahlung, der offensichtlich von der Enterprise ausgeht und den er sich nicht erklären kann. Bevor man noch auf eine Lösung kommt, wird der klingonische Bird of Prey von einem Torpedo getroffen und schwer beschädigt. Der Torpedo scheint von der Enterprise abgefeuert worden zu sein. Kurz darauf schlägt ein weiterer Torpedo ein, der die künstliche Schwerkraft auf dem Klingonenschiff außer Kraft setzt. Dann beamen zwei Sternenflottenoffiziere in Raumanzügen mit magnetischen Stiefeln an Bord und dringen bis zum Kanzler vor, auf den sie mit dem Phaser feuern. Anschließend werden sie wieder von Bord gebeamt.
Auf der Brücke der Enterprise kann unterdessen nicht festgestellt werden, ob man die Torpedos tatsächlich abgefeuert hat, die Torpedo-Datenbank zeigt alle Torpedos als vorhanden an, jedoch zeigt eine andere Datenbank, dass zwei Mal gefeuert wurde.

Auf dem Klingonenschiff kann die künstliche Schwerkraft wieder hergestellt werden und Chang lässt zum Gegenangriff blasen. Kirk wendet einen Angriff ab, indem er sich mit der Enterprise ergibt. Er beamt mit McCoy zusammen auf das klingonische Schiff, um herauszufinden, was passiert ist. Sie werden zum sterbenden Gorkon geführt. McCoy versucht ihn noch zu retten, doch er weiß kaum etwas über die Anatomie der Klingonen und Gorkon stirbt. General Chang nimmt Kirk und McCoy anschließend fest und will sie nach dem interstellaren Gesetz für die Ermordung Gorkons vor ein klingonisches Gericht stellen.
Spock übernimmt inzwischen das Kommando über die Enterprise und bleibt vor Ort, um zu klären, was passiert ist. Er lässt die Torpedos von Hand inspizieren, um herauszufinden, welcher der beiden Datenbankeinträge richtig ist.

Diplomatische Verwicklungen

Auf der Erde wird inzwischen von den führenden Diplomaten erörtert, was weiter geschehen soll. Der klingonische Botschafter fordert die Einhaltung des interstellaren Gesetzes, auch Sarek und der romulanische Botschafter stimmen zu. Dem Föderationspräsidenten bleibt nichts anderes übrig, als sich zu beugen und die Klingonen ihren Prozess durchführen zu lassen. Der Führungsstab der Sternenflotte stellt dem Präsidenten anschließend einen Plan zur Befreiung Kirks vor. Der Präsident lehnt ihn ab, um einen Krieg mit den Klingonen zu vermeiden.

Die Sternenflotte befiehlt der Enterprise inzwischen zur Raumbasis zurückzukehren, doch die Enterprise tut so, als ob sie Probleme mit dem Funksystem hätte.

Inzwischen hat Azetbur Gorkons Platz eingenommen und vereinbart mit dem Föderationspräsidenten die Weiterführung der Friedensgespräche. Chang und die anderen führenden Berater Azetburs versuchen sie zu beeinflussen, die Föderation anzugreifen, doch Azetbur möchte den Friedensprozess ihres Vaters weiterführen. Gleichzeitig will sie Kirk für die Ermordung ihres Vaters bezahlen lassen.

Die Verhandlung

Kirk und McCoy werden vor Gericht gestellt, General Chang übernimmt die Anklage. In seiner Beweisführung versucht er zu zeigen, dass Kirk von Anfang an den Friedensvertrag sabotieren wollte. Dazu benutzt er auch Kirks persönlichen Computerlogbucheintrag vom Beginn der Mission. Außerdem wird versucht McCoy Inkompetenz bei der Behandlung Gorkons nachzuweisen.

Spock und seine Crew verfolgen die Verhandlung über den Bildschirm und erfahren dadurch von den Attentätern mit Magnetstiefeln. Spock lässt daraufhin nach diesen Magnetstiefeln auf der Enterprise suchen. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass alle Torpedos an Bord sind, die Enterprise hat also nicht gefeuert. Der hohe Anstieg der Neutronenstrahlung deutet jedoch auf ein anderes Schiff hin, dass sich ganz in der Nähe der Enterprise aufgehalten hat. Spock und seine Crew stellen die Theorie auf, dass ein klingonischer Bird of Prey konstruiert wurde, der auch bei eingeschalteter Tarnung feuern kann. Da ihnen jedoch die Beweise für diese Theorie fehlen, melden sie dies bisher noch nicht der Sternenflotte.

Inzwischen wird das Urteil gefällt und Kirk und McCoy müssen bis an ihr Lebensende in den Dilithiumminen von Rura Penthe arbeiten, einer Strafkolonie der Klingonen. Dort angekommen stellt sich heraus, dass die Klingonen bereits ein Kopfgeld auf Kirks und McCoys Ermordung ausgesetzt haben. In der Strafkolonie lernen Kirk und McCoy die schöne Martia kennen, die ihnen bei der Flucht helfen möchte. Es stellt sich heraus, dass Martia eine Formwandlerin ist. Die drei können tatsächlich flüchten. Sie müssen auf der eiskalten Oberfläche allerdings einen längeren Weg zurücklegen, bis sie aus dem Schutzschild heraus sind, der die Kolonie umgibt und ein unerlaubtes Beamen von der Oberfläche verhindert. Kirk erklärt McCoy, dass Spock ihm ein Yridium-Pflaster auf den Rücken geklebt hat, bevor die beiden sich auf das klingonische Schiff gebeamt haben. Mit Hilfe dieses Pflasters kann die Enterprise Kirk und McCoy über große Distanzen immer noch orten.

Die Enterprise ortet Kirk und McCoy als sie den Bereich des Schutzschirms von Rura Penthe verlassen. Sie starten sofort mit Höchstgeschwindigkeit, um die beiden an Bord zu beamen.

Die Verschwörung

Inzwischen wurden die Magnetstiefel gefunden, allerdings im Schrank eines Crewmitglieds, dessen Füße gar nicht in die Stiefel passen. Die Uniformen der Attentäter sind nach wie vor unauffindbar.

Auf der Flucht kommen Kirk inzwischen Zweifel an Martias Glaubwürdigkeit. Sie ist für eine realistische Flucht viel zu gut ausgestattet. Martia gibt zu, dass das ganze eine Falle ist und ihr für ihr Mitwirken eine Begnadigung versprochen wurde. Tatsächlich taucht kurze Zeit später der Gefängnisdirektor von Rura Penthe mit seinen Wachen auf. Er tötet Martia, um keine Zeugen zu haben und erklärt Kirk anschließend, dass man den ganzen Aufwand betrieb, um für Kirk und McCoy einen glaubwürdigen Tod zu inszenieren. Wären beide bei einem Unfall umgekommen, hätte man vielleicht Fragen gestellt, doch wenn beide auf der Flucht umkommen, wirkt das glaubwürdig. Gerade als der Gefängnisdirektor die Hintermänner der Verschwörung aufdecken möchte, werden Kirk und McCoy von der Enterprise an Bord gebeamt.

Scotty findet unterdessen die Uniformen der Attentäter, doch ihre Besitzer wurden inzwischen selbst ermordet. Um den Mörder zu entlarven, stellen Kirk und Spock ihm eine Falle, sie setzen das Gerücht in Umlauf, dass die beiden Attentäter überlebt haben und über die Hintermänner auspacken wollen. Kurz darauf erscheint Valeris in der Krankenstation, um die beiden Attentäter endgültig zu ermorden, doch dort warten Kirk und Spock bereits auf sie. Valeris will keine Informationen über die Hintermänner der Verschwörung preisgeben, doch Spock zwingt sie mittels einer Gedankenverschmelzung dazu. Er erfährt, dass Admiral Cartwright, General Chang und der romulanische Botschafter die Drahtzieher sind und ein weiteres Attentat auf den Föderationspräsidenten geplant haben, um den Friedensprozess endgültig zu stoppen. Den geheimen Ort der Friedenskonferenz erfahren Kirk und seine Crew von Captain Sulu, der sie mit der Excelsior unterstützt. Die Friedenskonferenz findet im Camp Khitomer statt. Die Enterprise fliegt sofort dort hin, doch bevor sie in Transporterreichweite ist, werden Kirk und seine Crew von dem getarnten Bird of Prey unter Changs Kommando angegriffen. Da Chang auch getarnt feuern kann, hat die Enterprise keine Möglichkeit zurück zu schießen. Kurz darauf trifft die Excelsior ein und kann der Enterprise damit etwas Zeit verschaffen. Kirk und seine Crew kommen auf die Idee, den Bird of Prey mit Hilfe des ionisierten Gases aufzuspüren, welches sein Antrieb ausstößt. Spock und McCoy bauen einen Torpedo so um, dass er das Gas aufspürt und feuern ihn ab. Er trifft den Bird of Prey, die Enterprise und die Excelsior haben endlich ein Ziel auf das sie feuern können. Sie zerstören den Bird of Prey und beamen anschließend in den Konferenzsaal. Sie kommen gerade rechtzeitig, um das Attentat zu verhindern. Admiral Cartwright und der romulanische Botschafter werden festgenommen, die Friedensgespräche können weitergeführt werden, Kirk und McCoy werden rehabilitiert.

Die Enterprise Crew kehrt auf das Schiff zurück. Sulu verabschiedet sich mit der Excelsior und die Enterprise fliegt davon.

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Ausdruck vom: 23. 06. 2021
Stand des Reviews: 26. 11. 2020
URL: http://www.startrek-index.de/tv/tms/st6.htm