DSi

TNG 1.8 Das Gesetz der Edo


Justice

von Markus Peter Populorum

Episodenbeschreibung

Sternzeit: 41255,6
Nach einer Versorgungsmission tritt Dr. Crusher vehement für einen Landurlaub ein. Auf dem nahegelegenen Rubicun III scheinen alle Erfordernisse gegeben zu sein. Auch ein erster Landetrupp ist begeistert. Die Bewohner könnte man als sehr freizügig bezeichnen und auch die Gesetze, so Lt. Yar, sind mit einfachem Menschenverstand zu begreifen. Nach Genehmigung des Cpt. beamt ein weiteres Außenteam auf den Planeten, zu dem auch Wesley Crusher gehört. Kaum materialisiert, bringt dieser - wie sollte es anders sein - die Mannschaft in Schwierigkeiten. Das Betreten des Rasens ist verboten; das gilt überall dort, wo auf dem Planeten eine weiße Markierung zu sehen ist. Das Überschreiten bedeutet den Tod! Leider erfährt das das Landeteam zu spät und prompt betritt Wesley den Rasen. Unterdessen untersucht die Enterprise einen angeblichen Fehler im Ortungssystem, da dieses ein Objekt anzeigt, das aber nicht sichtbar ist. Nach einem Funkspruch wird das Objekt zwar sichtbar, aber nicht analysierbar. Auf dem Planeten angekommen versucht der Captain zu vermitteln, ist aber gegenüber der Obersten Direktive und seiner Verpflichtung der Mannschaft - insbesondere Dr. Crusher - gegenüber hin und hergerissen. Ein Edo, der zur Enterprise hinaufgebeamt wird, identifiziert das unbekannte Objekt als "Gott", mit dem der Captain noch ein Zwiegespräch über Gerechtigkeit hält, bis auch das göttliche Wesen der Ansicht ist, "dass sich wahre Gerechtigkeit nicht in Regeln pressen lässt". So gelingt es Captain Picard wieder einmal alles zum Guten zu wenden und Wesley zu retten.




Bewertung

Zunächst möchte ich mich gleich für diese Episodenbeschribung entschuldigen. Aber ich kann diese Folge einfach nicht ernstnehmen. Ich frage mich, wie es diese Story überhaupt auf den Bildschirm geschafft hat. Wie allgemein bekannt ist, hat TOS versucht, Probleme aus der Gegenwart in die Zukunft und auf andere Rassen zu übertragen. Ich nehme an, dass dies auch hier probiert wurde. Zum einen wollte man wahrscheinlich einen Gegensatz zum puritanischen Amerika bringen, zum anderen wollte man vielleicht auf mögliche Missbräuche autoritärer Macht aufmerksam machen. Beides ist nicht wirklich gelungen. Aber schauen Sie sich am besten selber die Folge an, da es mir kaum möglich ist alle Fehler aufzuzählen. Das Einzige, was an der Folge gelungen scheint, ist die sogenannte Theiss'sche Reiztheorie, die auf die Gewänder der Edo angewandt werden kann. Sie besagt: Die Reizintensität ist direkt proportional zur Wahrscheinlichkeit, dass etwas verrutscht.
Abschließend vielleicht noch eine Bemerkung zur 3 bei der Spannung, die ich nur vergab, da das Ende wirklich lange offen bleibt.

Auf zwei Fehler im Handlungsablauf möchte ich noch zu sprechen kommen, die, abgesehen von einem hilflosen Versuch Spannung zu erzeugen, keinen Sinn ergeben:

1. Zu Beginn bereits erwähnt berichtet Lt. Yar, dass die Gesetze einfach zu verstehen sind! Sollte man dann nicht darauf hinweisen, dass das geringste Vergehen mit dem Tod bestraft wird? Oder hat sie dem Cpt. nur etwas vorgelogen, als sie sagte, dass sie sich über Sitten und Gebräuche informiert hat? Tja - aber hätte sie das gesagt wäre die Folge nicht so umwerfend spannend.

2. Picard beamt mit dem Edo auf die Enterprise (der Edo hat logischerweise keinen Kommunikator) aber als "Gott" erfährt, dass sein Kind auf der Enterprise ist, versucht dieser das Raumschiff zu rammen. Kurz vorm Aufprall hat der Captain natürlich noch genügend Zeit um dem Edo einen Kommunikator anzustecken und dann erst den Befehl zu beamen zu geben. Ordnung muss schließlich sein.

Spannung: 3 SFX: 2 Handlung: 1 Gesamt: 1
Zusammenhänge

Keine

--------------------------------
Ausdruck vom: 07. 12. 2019
Stand des Reviews: 24. 03. 2019
URL: http://www.startrek-index.de/tv/tng1_8.htm