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Episodenbeschreibung
Cal Hudson, der
zum Maquis gehört, und Sisko führen ein langes
Gespräch , in dem sie ihre unterschiedlichen
Standpunkte darlegen.
Im Charakter, in den
Eigenheiten und Fähigkeiten sehr ähnlich, halten
sie jeweils nur ihre Seite für die richtige.
Siskos Forderung,
Dukat freizulassen, lehnt Hudson ab.
Sisko, Bashir und
Kira werden betäubt, dann verschwinden Hudson und
seine Leute.
Da sie keine Spur
hinterlassen, müssen Sisko und seine Crew nach Deep
Space Nine zurückkehren.
Während OBrien
weiter versucht, Dukats Position ausfindig zu machen,
trifft Admiral Necheyev auf DS9 ein, die in einem
Gespräch mit Sisko ihre Zuversicht in der
Angelegenheit zu erkennen gibt.
Sie glaubt, daß
sich der Maquis wieder bei ihm melden wird, da es
sich immer noch um Bürger der Föderation handele.
Als sie abreist, ist
Sisko verärgert, da man im fernen Hauptquartier der
Sternenflotte keine Ahnung hat, wie das Leben in der
Entmilitarisierten Zone wirklich ist.
Auch der
Cardassianer Legat Pern sucht das Gespräch mit
Sisko, und erklärt ihm, daß Dukat zu einer kleinen
Gruppe von abtrünnigen Offiziere gehöre, welche die
cardassianischen Kolonien in der Entmilitarisierten
Zone mit Waffen versorgen.
Die anderen
Offiziere dieser Gruppe wurden bereits hingerichtet,
über das Schicksal von Gul Dukat muß er sich daher
keine Gedanken machen.
Es klingt nicht überzeugend,
aber Hudsons Vermutung des Waffenschmuggels scheint
sich zu bestätigen.
Odo nimmt Quark
fest, nachdem Sisko von ihm über einen Waffenhandel
informiert worden ist.
OBrien macht
in der Zwischenzeit fünf Planeten ausfindig, die als
Aufenthaltsort von Gul Dukat in Frage kommen können.
Die Mitglieder des
Maquis haben bei Dukat unterdessen wenig Erfolg, da
er allen Verhörmethoden widersteht, auch der
Vulkanischen Gedankenverschmelzung, die Sakonna
versucht.
Bevor sie jedoch härtere
Methoden anwenden können, greifen Sisko und seine
Leute ein, nachdem sie den richtigen Planeten
herausgefunden haben.
Es kommt zu einem
Schußwechsel, bei dem die Maquis-Mitglieder
unterliegen.
Sisko läst sie alle
verhaften, lediglich Amaros läßt er entkommen,
damit der Hudson mitteilt, daß die Sternenflotte
noch nichts von seinem Seitenwechsel weiß und er
eine letzte Chance auf Umkehr hat.
Auf Deep Space Nine
klärt Sisko Dukat über den Waffenschmuggel und den
von Quark in Erfahrung gebrachten Umfang auf, Dukat
bietet ihm an, gegen die Schmuggler einzuschreiten,
wenn Sisko ihm gegen den Maquis hilft.
Dukat vermutet, daß
die xepolitischen Freihändler von den Cardassianern
für ihren Schmuggel benutzt werden.
Sisko, Dukat, Kira
und OBrien testen diese Theorie und verlassen
mit einem Runabout die Station, fangen ein
xepolitisches Schiff ab und entdecken, daß es voller
Waffen ist.
Quark, der sich auf
Deep Space Nine eine Zelle mit Sakonna teilt, kann
die Vulkanierin von der Unlogik ihres Verhaltens und
dem Maquis überzeugen, woraufhin sie kooperieren
will und mitteilt, daß der Maquis ein Waffendepot
der Cardassianer angreifen wird, das sich in
bewohntem Gebiet befindet.
Der genaue Ort ist
ihr nicht bekannt, aber Dukat kann herausfinden, daß
die cardassianische Kolonie auf Bryma das Ziel sein
wird.
Sisko unternimmt
unterdessen einen weiteren Versuch, Hudson von der
Sinnlosigkeit seines Handels zu überzeugen, findet
aber kein Gehör.
Sisko muß den
Angiff frühzeitig einstellen, sodaß die Kolonisten
nicht einmal ahnen dürfen, daß ein Angriff
bevorsteht, um so eine Gegenattacke der Cardassianer
zu verhindern.
Mit drei Runabouts
machen sie sich auf den Weg, um die zwei gefechtstüchtigen
Maquis-Schiffe aufzuhalten.
Sisko fliegt mit Gul
Dukat, als sich Hudson wieder als sein Gegenspieler
herausstellt.
Es kommt zu einem
Gefecht, aus dem die Föderationsschiffe als Sieger
hervorgehen.
Aber Sisko läßt
Hudson abziehen, obwohl er so wie Dukat weiß, daß
er Hudsons Schiff hätte vernichten können.
Gul Dukat ist außer
sich, aber Sisko erklärt ihm, daß er sein Wort
gehalten und den Maquis-Angriff gestoppt hat.
Aber er wird nicht
einen Mann töten, nur weil der für seine Heimat kämpft.
Zurück auf Deep
Space Nine macht sich Guld Dukat auf den Rückweg
nach Cardassia Prime, während Sisko von der
Sternenflotte gelobt wird, da er einen Krieg
verhindert habe.
Sisko ist skeptisch,
weil er nicht sicher ist, ob er den Krieg nicht
vielleicht nur heraus gezögert hat.
Bewertung
Mit dem Marquis,
jener Widerstandsgruppe in der Entmilitarisierten
Zone zwischen der Föderation und den Cardassianern,
wird eine Gruppierung eingeführt, die es unter Gene
Roddenberry nicht gegeben hätte: ehemalige
Mitglieder der Föderation, die sich gegen ihre
eigenen Gesetze und Richtlinien stellen.
Auch wenn diese
Richtung zweifellos Rodenberrys Vision widerspricht ,
ist sie von großer Bedeutung für Star Trek
Deep Space Nine, da sich die Konflikte nun verlagern
können und nicht unentwegt auf dem Verhältnis
zwischen Bajor und Cardassia Prime basieren müssen.
Diese Tatsache ist
aber nur ein erfreulicher Nebeneffekt, der
eigendliche Grund für die Einführung des Marquis
war rein kommerzieller Natur, da hiermit ein
wesentlicher Grundstein für den Nachfolger von Star
Trek The Next Generation gelegt wurde, und in
Star Trek Voyager sollen die Marquis vorkommen.
Wie sehr die Episode auf diese kommende Serie
zugeschnitten wurde, zeigt sich daran, daß Rick
Berman, Michael Piller und Jeri Taylor am Drehbuch
beteiligt sind.
Alle drei sollten
kurz darauf als Produzenten von Voyager in
Erscheinung treten.
Der Marquis war zunächst
nur eine einzelne Episode, erst während der
Handlungsbesprechung nahm die Handlung extreme
Dimensionen an, die einen Zweiteiler notwendig
machten.
Damit wurden aber
gleichzeitig mehrere Handlungsstränge in den
Zweiteiler gepackt, die das ganze insbesondere wegen
des fiktiven politischen Aspekts jeder Handlung der
beteiligten Gruppen ein wenig unübersichtlich machen.
Diese Doppelepisode
brachte ein Wiedersehen mit Marc Alaimo in seiner
Rolle als Gul Dukat und mit John Schuck, der hier als
Legat Pern zu sehen war.
Als klingonsicher
Botschafter hatte er in Star Trek IV The
Voyager Home und in Star Trek VI The
Undiscovered Country mitgewirkt.
Für die Rolle des
Cal Hudson wurde Bernie Casey unter Vertrag genommen,
der vor seiner Schauspielerkarriere sein Geld als
Profi-Football-Spieler verdient hatte.
Sisko und Cal waren
Persönlichkeiten, die sich in nichts nachstanden. Es
hat Spaß gemacht, zu sehen wie die Beziehung der
beiden verlaufen ist.
Diese Episode war
meiner Meinung nach einer der besten, die die
Produzenten je gedreht haben, sie war sehr spannend,
weil man gebannt vor dem Bildschirm hing, um zu sehen
wie der Handlungsverlauf von statten geht.
Auch die Rolle der
Vulkanierin Sakoona war sehr sehenswert. Sie wird von
Bertila Damas gespielt.
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