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Episodenbeschreibung
Während einer der
regelmäßigen Unterhaltungen zwischen Garak und Dr.
Julian Bashir wird der Schneider auf einen Bajoraner,
Proka aufmerksam, der von dem jungen Cardassianer
Rugal begleitet wird.
Als Garak sich den
beiden nähert, beißt Rugal ihm in die Hand, die er
dem Jungen freundschaftlich auf die Schulter gelegt
hatte.
Kira vermutet in dem
jungen Cardassianer eine Kriegswaise, die die
Bajoraner aufgenommen hatten.
Die Vermutung bestätigt
sich, als sich wenig später überraschend Gul Dukat
meldet, da er sehr schnell von dem Vorfall erfahren
hat.
Er möchte, daß
diese Kinder, die von Bajoranern gegen ihre Eltern
aufgehetzt worden sind, auf ihre Heimatwelt zurückkehren.
Auf Befragen von
Sisko erklärt Proka aber, daß er dem Jungen nur die
Wahrheit über die Grausamkeit der Cardassianer
aufgeklärt hat und daß er ihn nicht als
Cardassianer betrachtet, sondern als Bajoraner.
Als jedoch Bashir
erfährt, daß Proka Rugal möglicherweise aus
Rachegefühlen bewußt falsch erzogen hat, beschließt
Sisko, den Jungen gegen Prokas Willen bei den OBriens
unterzubringen bis der Vorfall geklärt ist.
Nachdem Bashir von
Garak erfahren hat, daß Dukats Sorge um die Waise
zumindest merkwürdig sei, da er den gesamten Rückzug
koordiniert habe, äußert der Doktor das gegenüber
Sisko und Dukat.
Der Cardassianer
erklärt, daß er gezwungen worden sei, so vorzugehen.
Er möchte Rugals
DNS-Werte vergleichen, um seine leiblichen Eltern
ausfindig zu machen.
Miles OBriens
anfängliche Vorbehalte gegenüber Rugal schwinden,
als er erfährt, daß der Junge seine eigene Rasse
wegen ihrer Brutalität haßt und am liebsten kein
Cardassianer sein möchte.
Daraufhin erfährt
Sisko von Dukat, daß Rugal der totgeglaubte Sohn des
prominenten Cardassianers Kotan PaDar ist, der
auf dem Weg nach Deep Space Nine ist, um seinen Sohn
abzuholen, der seinerseits aber zurück nach Bajor möchte.
Währenddessen begeben sich Garak und Bashir mit
einen Runabout nach Bajor, können aber dort in einem
Waisenhaus überraschend keine Daten über Rugal
finden. Garak will die Daten auf der Station
analysieren und nach Rugals Akte suchen.
Da ParDar an
der Entscheidung beteiligt war, sich von Bajor zurückzuziehen,
Dukat aber die gegenteilige Position einnahm, wundert
sich Garak, warum Dukat Interesse daran hat, ParDars
Sohn ausfindig zu machen.
Kotan ParDar
trifft auf der Station ein, sein Sohn will aber
nichts von ihm wissen und Proka will ihn nicht
hergeben.
Beide Seiten bitten
Commander Sisko um Vermittlung, als Gul Dukat auf
Deep Space Nine eintrifft.
Es kommt zu einer
Verhandlung, in der Garak die Kinder vertritt.
Der erfährt von der
Bajoranerin Jomat Luson, daß Rugal von einer
Cardassianerin abgegeben wurde, die von Terok Nor
kam, Bashir und Garak fragen die Beteiligten , ob
durch die Entdeckung des Sohnes nicht eigentlich die
politische Karriere von ParDar beendet werden
sollte.
Die Frau, die das
Kind seinerzeit abgab, wußte sogar seinen Namen. Das
Kind wurde fälschlich als Waise deklariert, da sich
daraus vielleicht einmal die Gelegenheit ergeben würde,
ParDar damit zu schaden.
Sisko entscheidet,
daß Rugal zu seinen leiblichen Eltern zurückkehren
soll, da er lediglich das Opfer einer Verschwörung
geworden ist.
Die Angelegenheit
wird nicht öffentlich, da sie sich sowohl für PaDar
als auch für Dukat nachteilig auswirken könnte.
Bewertung
Die Grundidee
schien mal wieder aus den eigenen Reihen zu stammen,
jedenfalls ähnelte diese Episode einer Geschichte,
die man uns in Star Trek The Next Generatinon erzählte,
jedenfalls waren gewisse Parallelen zu "TNG: Endars Sohn" nicht zu übersehen.
Dennoch gelang es
hier, eine wesentlich interessantere Episode zu
produzieren, da die Zuschauer mit den Cardassianern
fast schon vertraute Gesichter sahen, mit denen sie
etwas anfangen konnten.
Das war in der
bereits erwähnten TNG Episode dagegen nicht der Fall
gewesen, da die beteiligten Fremde waren.
Mit der Einbeziehung
der Cardassianer gewann die Episode deutlich an
Profil, da diese Rasse immer für eine Überraschung
gut ist und sich durch das geringe Wissen über die
Cardassianer in vielen Fällen überraschend eine
nicht einkalkulierbare Wende ergibt.
"Cardassians"
markierte zudem die Rückkehr von Andrew J. Robinson
als dubiosen cardassianischen Schneider Garak in der
zweiten Season. Es sollte nicht sein letzter Auftritt
gewesen sei.
Eine Kleingikeit am
Rande: Rosalind Chao hat auch neben Robin Williams
als dessen Frau eine Rolle in "Hinter dem
Horizont" bekleidet.
Diese Folge zeigte
mal wieder, daß Star Trek auch ohne viel
Effekthascherei eine gute Geschichte erzählen konnte.
In Anbetracht der
Tatsache, daß es in dieser Episode nicht viel an
Effekten gab, bis auf die Schaltkonsolen, gebe ich
dieser Folge zwei von sechs Punkten.
Im Bereich Handlung
und Spannung gebe ich jeweils fünf von sechs
Punkten, weil mich die Handlung sehr überzeugt hat.
Sie war logisch erzählt
und eröffnete ein überraschendes Ende, womit ich
nicht gerechnet hatte; man merkte, daß Sisko es
nicht leicht hatte. eine vernünftige Entscheidung zu
treffen.
Die Szene, in der
Bashir Sisko ins Wort fällt, als er über Subraum
mit Dukat sprach, fand ich absolut klasse, weil unser
Commander seinem Untergebenen mal wieder gezeigt hat,
daß er es nicht schätzt, wenn man ihn unterbricht.
Keiko hält den
Jungen für nett und lieb, aber Miles mißtraut ihm,
das ist ja eigentlich auch logisch, nach allem was er
mit den Cardassianern erlebt hat, aber als Rugal vor
dem Essen betet wird ihm klar, daß er gar nicht so
schlecht ist.
Rugal selber ist
total zerfressen von Selbstzweifeln, er weiß nicht,
wie er sich verhalten soll. Er will und kann sich an
seine Eltern allerdings nicht erinnern.
Die Szene, in der
Bashir Sisko aus dem Bett reißt, sieht auch klasse
aus, jeder andere hätte wahrscheinlich Bashir sauer
vor der Tür stehen lassen, aber Sisko ist
diplomatisch und erkennt, daß es wichtig sein muß,
wenn er geweckt worden ist, denn normalerweise würde
Bashir sowas nicht machen.
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