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Episodenbeschreibung
Nachdem
der Bird-of-Prey "Rotarran" unter Martoks
Kommando und mit Worf als erstem Offizier die
gestrandete Crew um Sisko vom Wüstenplaneten geholt
hat, fliegen sie Richtung Sternenbasis. Worf und
Jadzia reden über ihre bevorstehende Hochzeit. Am
Ziel angekommen, kriegt die Rotarran neues Personal,
unter dem sich auch Worfs Sohn Alexander befindet,
der nun Jugendlicher und wohl auch klingonischer
Soldat ist. Bei der Vorstellung sagt er, daß er zu
keinem Haus gehöre und erwähnt seinen Vater nicht.
Auf
DS9 reden Odo und Kira im Quark's kurz über den
Widerstand, bei dem Jake auch mitmachen will; das
Gespräch bricht ab, als Kira Dukat begrüßen muß,
der auf Bajor seine Tochter Tora Ziyal zur Station
geholt hat, die Kira mit Dukat direkt zum Abendessen
in Dukats Quartier eingeladen hat.
Die
Rotarran bekommt währenddessen eine schwierige
Eskortmission zugewiesen, Martok spricht Worf auf
sein offensichtlich gestörtes Verhältnis zu
Alexander an. Worf antwortet, daß sich beide nie nah
waren und Martok kontert, daß sich Vater und Sohn
immer nah sein müssen, besonders, wenn der Sohn ohne
Worfs Wissen Soldat wird. Später spricht Worf
Alexander darauf an, aber er will einfach nur dem
klingonischen Reich dienen, Worf ist ihm mittlerweile
völlig egal.
Auf
DS9 will Kira das Essen mit Dukat und Ziyal absagen,
als Ziyal das Essen vorbereitet. Ziyal erklärt, daß
sie auf Bajor nicht zurecht kam und die ihrem Vater
schnell verziehen hat, weil sie sanftmütig ist und
sich schnell einwickeln ließ. Ziyal bittet Kira
ihretwegen zu kommen und Nerys sagt zähneknirschend
zu.
Im
Essenraum auf der Rotarran beleidigt der Klingone Ch'Targh
Alexander und hält ihn für verweichlicht. Alexander
fordert ihn zum Kampf, bei dem er aber unterliegt. Plötzlich
greift Worf ein und bricht den Kampf ab, Alexander
ist wütend und geht.
Ziyal
zeigt Kira und Dukat während des Essens ihre Bilder
und lenkt das Gespräch auf ein politisches Thema:
Bedingungsloser Frieden zwischen Bajor und Cardassia,
was beide Veteranen aber stocken läßt. Als Ziyal
kurz weggeht, bedankt sich Dukat für Kiras Fürsorge
für Ziyal.
In
Martoks Quartier sprechen Martok und Worf miteinander,
weil der Captain wie immer beim Eskortdienst
ungeduldig ist. Er spricht Worf auf die Schlägerei
an und bemängelt sein Verhalten als erster Offizier,
als "Alarmstufe Rot" erklingt - Alexander
liest aus den Sensorenanzeigen Jem'Hadar Schiffe,
obwohl kein Sichtziel vorhanden ist. Alexander meldet
einen Torpedoabschuß, der aber wirkungslos bleibt,
da Alexander das Übungsprogramm über den Sensoren
aktiviert hatte - es waren keine Schiffe da. Damit
beweist er seine Tolpatschigkeit und steht zu Worfs
Ärger als Clown der Rotarran da.
Nachdem
Dukat einen propagandistischen Vortag über Annäherungen
an Bajor beendet hat, lädt er Kira zu einer Feier
wegen Ziyal ein, da ihre Bilder ausgestellt werden.
Inzwischen
beobachtet Worf seinen Sohn beim Kampftraining: Er
ist schlecht, aber Worf kritisiert alles heftig, bis
Alexander wütend wird: Die Vergangenheit holt ihn
wieder ein, sein Vater ist nicht stolz auf ihn, ihn
deshalb immer wegschickte und ihn nie als Vater zu
irgendwas aufmunterte. Worf geht.
Damar
bringt Kira ein Geschenk von Dukat für die Feier,
ein teures Kleid. Kira wird nun langsam klar, daß
Dukat durch Ziyal auch Zugang zu ihrem Privatleben
hat und bringt es Dukat sauer mit einer Absage für
die Party zurück. Dukat schenkt es dann schnell
Ziyal, als Kira weg ist und Ziyal zufällig erscheint.
Alexander
trainiert weiter, er kämpft aber immer noch schlecht.
Martok kommt und erklärt, daß eine Klinge nur so
gut wie ihr Krieger ist, er will desweiteren
Alexanders Grund für sein Hiersein wissen, denn Worf
beantragte schon seine Versetzung. Alexander ärgert
sich wieder über seinen Vater und will das Schiff
nicht verlassen, er sagt, Worf ignorierte ihn immer,
akzeptierte ihn nie, er ließ ihn einfach fallen, als
klar wurde, daß er nicht Worfs geforderten Idealen
entsprach. Als es zun Jem'Hadar Angriff kommt, ist
die Rotarran unter Beschuß, aber Alexander und Ch'Targh
reparieren einen defekten Plasmainjektor, sodaß die
Rotarran die Angreifer vernichtet. Bei der Reperatur
sperrte sich Alexander ein. Die Klingonen akzeptieren
Alexander wegen seiner Arbeit und belächeln seine
Tolpatschigkeit, die ihn immerhin nicht bei seiner
Arbeit behindert.
Als
Ziyal von Kira erfährt, daß sie nicht zur Party
wegen Dukat geht, versteht Ziyal es und Kira ist
endlich wieder beruhigt. Indes reden Worf und
Alexander. Beide - besonders Worf - sehen ihre
Sturheit ein und Worf verspricht Alexander, ihm bei
seinem Weg zum Krieger zu helfen, wenn Alexander ihm
hilft, ein guter Vater zu werden. Danach wird
Alexander im Haus des Martok aufgenommen, er benutzt
jetzt stolz den Namen: Alexander, Sohn von Worf.
Bewertung
"Söhne
und Töchter" ist eine Folge, die mal über den
Tellerand des aktuellen Kriegsgeschehens um Sisko und
DS9 sieht. Zum einen haben wir es endlich mal wieder
verstärkt mit Worf zu tun, zum anderen wird das
Augenmerk wie der Titel schon sagt mal auf Dukats
Tochter Ziyal gelegt, die man seit "Indiskretionen" kennt
und als Überraschung sozusagen ist Worfs Sohn
Alexander wieder mit von der Partie.
Alexander
stammt aus der stürmischen Nacht mit K'Ehleyr (siehe
TNG: "Klingonenbegegnungen")
und hatte seinen ersten Auftritt während
TNG: "Tödliche Nachfolge".
Bei TNG wurde Alexander meist von Brian Bonsall sehr überzeugend
gespielt, doch Marc Worden steht hier der
Glaubhaftigkeit in Nichts nach. Überhaupt ist es mal
interessant, was aus Alexander geworden ist, man
sieht in einer Szene ja auch das Bild, was man auch
schon bei "Der Weg des Kriegers" sah.
Es ist weiterhin nachvollziehbar, daß Alexander
mittlerweile ein dermaßen schlechtes Verhältnis zu
Worf hat, der ihn ja wirklich nur wegschickte und ihn
die klingonischen Traditionen einzupauken versuchte.
Die Lösung des Konfliktes geht auch in Ordnung, Worf
akzeptiert Alexander und seine Arbeit endlich, auch
wenn er ein Schussel ist. Bei Alexanders nächstem
Auftritt in
"Klingonische Traditionen"
verstehen sich die beiden schon ziemlich gut, ob das
ganze so schnell ging, sei einmal dahingestellt.
Auf
der anderen Seite verliert jemand den Kontakt zu
einer Bezugsperson: Ziyal, Tochter von Dukat, gerät
zwischen Dukats und Kiras Fronten und ergreift Partei
für ihren Vater, der sie sicher zu manipulieren weiß,
indem er Ziyals Gutmütigkeit ausnutzt. Ein passendes
Beispiel ist die Szene, in der Kira das Kleid zurückbringt,
Dukat macht aus der Niederlage einen Sieg, da er ja
Ziyal das Kleid verkauft. Ziyal verliert ihre Nähe
zu Kira, da Nerys nichts mit Ziyals Vater Dukat zu
tun haben möchte.
Damit
kommen wir aber auch zur eigentlichen Aussage, der
mit "Gut" bewerteten Handlung. Der Blick
fern von den Hauptpersonen zeigt noch weitere
Facetten im Krieg: Zum einen die Lage der Klingonen,
für die der Krieg ziemlich ressourcenfressend verläuft:
Zu wenig Soldaten und zu wenig Schiffe ist hier die
Botschaft zwischen der Worf-Handlung. Bei Ziyal ist
das schon tiefgründiger. Im Grunde genommen wird
Kira hier erstmal richtig mit der Kollaboration
konfrontiert, denn sie mag Ziyal sehr, aber
gleichzeitig bringt diese Verbindung im Privatleben
auch eine Verbindung zu Dukat. Kira muß sich
entscheiden: Entweder eine gute Freundin - Ziyal -
oder eine konsequente Opposition gegen Dukat, was natürlich
besser ist. Die Kleidszene ist hier der Schlüssel,
da dies ja Kira die mögliche Verbindung zum direkten
Feind durch Korruption zeigt. Treffend ist das Zitat
"Das Kleid ist in Ordnung, ich mag Sie nicht"
von Kira zu Dukat, indem sie klar ihren Standpunkt
klar macht. Daß Ziyal hier das Opfer ist, verstehen
sowohl Kira und Ziyal, wie das letzte Treffen zeigt.
Spannend
ist die Folge durchaus schon, man verfolgt die
Weiterentwichklung zwischen Worf und Alexander sowie
Kira und Ziyal, aber nur die Kampfszenen der
Klingonen sowie die hitzigen Dialoge einer kühnen
und wie gewohnt sehr impulsiven Kira Nerys mit dem
hinterhältigen Dukat lockern das ganze auf, daher
eine knappe "Zwei". Aber auch die Atmosphäre
auf der Rotarran lassen nicht nur Klingonenherzne höher
schlagen.
Die
Spezialeffekte sind wieder erste Sahne, ich erinnere
nur an die Kampfszene oder gutes Klingonen- und
Cardassianermakeup.
Alles
in allem reiht sich "Söhne und Töchter"
gut in die Dominionkampagne ein, es ist mal eine
gelunge Abwechslung, aber zugleich geht die Story
auch weiter. "Gut".
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