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    6.3 Söhne und Töchter  
  S o n s    a n d    d a u g h t e r s     
 

von Thorsten Kroke

 
 
 

Episodenbeschreibung

Nachdem der Bird-of-Prey "Rotarran" unter Martoks Kommando und mit Worf als erstem Offizier die gestrandete Crew um Sisko vom Wüstenplaneten geholt hat, fliegen sie Richtung Sternenbasis. Worf und Jadzia reden über ihre bevorstehende Hochzeit. Am Ziel angekommen, kriegt die Rotarran neues Personal, unter dem sich auch Worfs Sohn Alexander befindet, der nun Jugendlicher und wohl auch klingonischer Soldat ist. Bei der Vorstellung sagt er, daß er zu keinem Haus gehöre und erwähnt seinen Vater nicht.

Auf DS9 reden Odo und Kira im Quark's kurz über den Widerstand, bei dem Jake auch mitmachen will; das Gespräch bricht ab, als Kira Dukat begrüßen muß, der auf Bajor seine Tochter Tora Ziyal zur Station geholt hat, die Kira mit Dukat direkt zum Abendessen in Dukats Quartier eingeladen hat.

Die Rotarran bekommt währenddessen eine schwierige Eskortmission zugewiesen, Martok spricht Worf auf sein offensichtlich gestörtes Verhältnis zu Alexander an. Worf antwortet, daß sich beide nie nah waren und Martok kontert, daß sich Vater und Sohn immer nah sein müssen, besonders, wenn der Sohn ohne Worfs Wissen Soldat wird. Später spricht Worf Alexander darauf an, aber er will einfach nur dem klingonischen Reich dienen, Worf ist ihm mittlerweile völlig egal.

Auf DS9 will Kira das Essen mit Dukat und Ziyal absagen, als Ziyal das Essen vorbereitet. Ziyal erklärt, daß sie auf Bajor nicht zurecht kam und die ihrem Vater schnell verziehen hat, weil sie sanftmütig ist und sich schnell einwickeln ließ. Ziyal bittet Kira ihretwegen zu kommen und Nerys sagt zähneknirschend zu.

Im Essenraum auf der Rotarran beleidigt der Klingone Ch'Targh Alexander und hält ihn für verweichlicht. Alexander fordert ihn zum Kampf, bei dem er aber unterliegt. Plötzlich greift Worf ein und bricht den Kampf ab, Alexander ist wütend und geht.

Ziyal zeigt Kira und Dukat während des Essens ihre Bilder und lenkt das Gespräch auf ein politisches Thema: Bedingungsloser Frieden zwischen Bajor und Cardassia, was beide Veteranen aber stocken läßt. Als Ziyal kurz weggeht, bedankt sich Dukat für Kiras Fürsorge für Ziyal.

In Martoks Quartier sprechen Martok und Worf miteinander, weil der Captain wie immer beim Eskortdienst ungeduldig ist. Er spricht Worf auf die Schlägerei an und bemängelt sein Verhalten als erster Offizier, als "Alarmstufe Rot" erklingt - Alexander liest aus den Sensorenanzeigen Jem'Hadar Schiffe, obwohl kein Sichtziel vorhanden ist. Alexander meldet einen Torpedoabschuß, der aber wirkungslos bleibt, da Alexander das Übungsprogramm über den Sensoren aktiviert hatte - es waren keine Schiffe da. Damit beweist er seine Tolpatschigkeit und steht zu Worfs Ärger als Clown der Rotarran da.

Nachdem Dukat einen propagandistischen Vortag über Annäherungen an Bajor beendet hat, lädt er Kira zu einer Feier wegen Ziyal ein, da ihre Bilder ausgestellt werden.

Inzwischen beobachtet Worf seinen Sohn beim Kampftraining: Er ist schlecht, aber Worf kritisiert alles heftig, bis Alexander wütend wird: Die Vergangenheit holt ihn wieder ein, sein Vater ist nicht stolz auf ihn, ihn deshalb immer wegschickte und ihn nie als Vater zu irgendwas aufmunterte. Worf geht.

Damar bringt Kira ein Geschenk von Dukat für die Feier, ein teures Kleid. Kira wird nun langsam klar, daß Dukat durch Ziyal auch Zugang zu ihrem Privatleben hat und bringt es Dukat sauer mit einer Absage für die Party zurück. Dukat schenkt es dann schnell Ziyal, als Kira weg ist und Ziyal zufällig erscheint.

Alexander trainiert weiter, er kämpft aber immer noch schlecht. Martok kommt und erklärt, daß eine Klinge nur so gut wie ihr Krieger ist, er will desweiteren Alexanders Grund für sein Hiersein wissen, denn Worf beantragte schon seine Versetzung. Alexander ärgert sich wieder über seinen Vater und will das Schiff nicht verlassen, er sagt, Worf ignorierte ihn immer, akzeptierte ihn nie, er ließ ihn einfach fallen, als klar wurde, daß er nicht Worfs geforderten Idealen entsprach. Als es zun Jem'Hadar Angriff kommt, ist die Rotarran unter Beschuß, aber Alexander und Ch'Targh reparieren einen defekten Plasmainjektor, sodaß die Rotarran die Angreifer vernichtet. Bei der Reperatur sperrte sich Alexander ein. Die Klingonen akzeptieren Alexander wegen seiner Arbeit und belächeln seine Tolpatschigkeit, die ihn immerhin nicht bei seiner Arbeit behindert.

Als Ziyal von Kira erfährt, daß sie nicht zur Party wegen Dukat geht, versteht Ziyal es und Kira ist endlich wieder beruhigt. Indes reden Worf und Alexander. Beide - besonders Worf - sehen ihre Sturheit ein und Worf verspricht Alexander, ihm bei seinem Weg zum Krieger zu helfen, wenn Alexander ihm hilft, ein guter Vater zu werden. Danach wird Alexander im Haus des Martok aufgenommen, er benutzt jetzt stolz den Namen: Alexander, Sohn von Worf.

Bewertung

"Söhne und Töchter" ist eine Folge, die mal über den Tellerand des aktuellen Kriegsgeschehens um Sisko und DS9 sieht. Zum einen haben wir es endlich mal wieder verstärkt mit Worf zu tun, zum anderen wird das Augenmerk wie der Titel schon sagt mal auf Dukats Tochter Ziyal gelegt, die man seit "Indiskretionen" kennt und als Überraschung sozusagen ist Worfs Sohn Alexander wieder mit von der Partie.

Alexander stammt aus der stürmischen Nacht mit K'Ehleyr (siehe TNG: "Klingonenbegegnungen") und hatte seinen ersten Auftritt während TNG: "Tödliche Nachfolge". Bei TNG wurde Alexander meist von Brian Bonsall sehr überzeugend gespielt, doch Marc Worden steht hier der Glaubhaftigkeit in Nichts nach. Überhaupt ist es mal interessant, was aus Alexander geworden ist, man sieht in einer Szene ja auch das Bild, was man auch schon bei "Der Weg des Kriegers" sah. Es ist weiterhin nachvollziehbar, daß Alexander mittlerweile ein dermaßen schlechtes Verhältnis zu Worf hat, der ihn ja wirklich nur wegschickte und ihn die klingonischen Traditionen einzupauken versuchte. Die Lösung des Konfliktes geht auch in Ordnung, Worf akzeptiert Alexander und seine Arbeit endlich, auch wenn er ein Schussel ist. Bei Alexanders nächstem Auftritt in "Klingonische Traditionen" verstehen sich die beiden schon ziemlich gut, ob das ganze so schnell ging, sei einmal dahingestellt.

Auf der anderen Seite verliert jemand den Kontakt zu einer Bezugsperson: Ziyal, Tochter von Dukat, gerät zwischen Dukats und Kiras Fronten und ergreift Partei für ihren Vater, der sie sicher zu manipulieren weiß, indem er Ziyals Gutmütigkeit ausnutzt. Ein passendes Beispiel ist die Szene, in der Kira das Kleid zurückbringt, Dukat macht aus der Niederlage einen Sieg, da er ja Ziyal das Kleid verkauft. Ziyal verliert ihre Nähe zu Kira, da Nerys nichts mit Ziyals Vater Dukat zu tun haben möchte.

Damit kommen wir aber auch zur eigentlichen Aussage, der mit "Gut" bewerteten Handlung. Der Blick fern von den Hauptpersonen zeigt noch weitere Facetten im Krieg: Zum einen die Lage der Klingonen, für die der Krieg ziemlich ressourcenfressend verläuft: Zu wenig Soldaten und zu wenig Schiffe ist hier die Botschaft zwischen der Worf-Handlung. Bei Ziyal ist das schon tiefgründiger. Im Grunde genommen wird Kira hier erstmal richtig mit der Kollaboration konfrontiert, denn sie mag Ziyal sehr, aber gleichzeitig bringt diese Verbindung im Privatleben auch eine Verbindung zu Dukat. Kira muß sich entscheiden: Entweder eine gute Freundin - Ziyal - oder eine konsequente Opposition gegen Dukat, was natürlich besser ist. Die Kleidszene ist hier der Schlüssel, da dies ja Kira die mögliche Verbindung zum direkten Feind durch Korruption zeigt. Treffend ist das Zitat "Das Kleid ist in Ordnung, ich mag Sie nicht" von Kira zu Dukat, indem sie klar ihren Standpunkt klar macht. Daß Ziyal hier das Opfer ist, verstehen sowohl Kira und Ziyal, wie das letzte Treffen zeigt.

Spannend ist die Folge durchaus schon, man verfolgt die Weiterentwichklung zwischen Worf und Alexander sowie Kira und Ziyal, aber nur die Kampfszenen der Klingonen sowie die hitzigen Dialoge einer kühnen und wie gewohnt sehr impulsiven Kira Nerys mit dem hinterhältigen Dukat lockern das ganze auf, daher eine knappe "Zwei". Aber auch die Atmosphäre auf der Rotarran lassen nicht nur Klingonenherzne höher schlagen.

Die Spezialeffekte sind wieder erste Sahne, ich erinnere nur an die Kampfszene oder gutes Klingonen- und Cardassianermakeup.

Alles in allem reiht sich "Söhne und Töchter" gut in die Dominionkampagne ein, es ist mal eine gelunge Abwechslung, aber zugleich geht die Story auch weiter. "Gut".

 
 
 

Spannung

SFX

Handlung

Gesamt

 
 
 

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 Erstausstrahlung USA:
 13. Oktober 1997
  
 Erstausstrahlung D:
 23. Mai 1998
  
 Regie:
 Jesus Salvador Treviņo
  
 Buch:
 David Weddle,
 Bradley Thompson
   
 Gaststars:
 Marc Worden,
 Melanie Smith,
 Marc Alaimo,
 J. G. Hertzler,
 Casey Biggs,
 Sam Zeller,
 Gabrielle Union



  zuletzt geändert:
  2002-04-10, 23:00
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