TNG 1.26 Die neutrale ZoneT h e N e u t r a l Z o n e |
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Episodenbeschreibung
Sternzeit: 41986,0Man erwartet die Rückkehr Captain Picards, der zu einer dringenden Konferenz gerufen worden war, als die Sensoren eine alte Raumkapsel entdecken, die scheinbar von der Erde stammt. Riker will sie in der Atmosphäre eines Planeten, auf den sie zufliegt, verglühen lassen, aber Data würde gerne herüberbeamen und sich die Kapsel, die für ihn ein Stück Geschichte, eine fliegende Antiquität, darstellt, etwas genauer betrachten. Da man noch einige Zeit bis zur Rückkehr des Captains hat, stimmt Riker zu, läßt Worf aber vorsichtshalber mit hinüber beamen. Die beiden entdecken einen noch intakten Solargenerator und einen primitiven Bordcomputer. Hinter einer Tür machen sie eine faszinierende Entdeckung: Kälteschlafkammern. In zweien der Kammern finden sich Tote, doch in drei weiteren Kammern sind noch perfekt eingefrorene Menschen. Man beamt die drei Kammern auf die Enterprise, als auch der Captain eintrifft und sofort mit Warp 8 Kurs auf die neutrale Zone setzen läßt. Er berichtet, daß in Sektor 3 zwei Außenposten zerstört wurden. Außerdem hat man seit Sternzeit 41903,2 keine Verbindung mehr zu den Sternenbasen in Sektor 31. Riker mutmaßt, die Romulaner könnten dafür verantwortlich sein, was Picard ebenfalls für wahrscheinlich hält. Allerdings fragt sich, warum sich die Romulaner nach einer 50 Jahre währenden Isolation so plötzlich und so brutal zurück melden sollten - der letzte Kontakt fand beim Tomed-Zwischenfall statt, der auf beiden Seiten hohe Verluste forderte. Man vermutet, daß die Romulaner erst einmal abwarten werden, was ihnen die Sternenflotte entgegen setzt, um daran ihre Kräfte zu messen, denn sicherlich werden auch sie in den letzten 50 Jahren Entwicklung betrieben haben, und ihr Wissen über die Föderation ist vermutlich ähnlich veraltet wie umgekehrt. Später
wird Picard auf die Krankenstation gerufen, wo ihm
Dr. Crusher von den Geretteten aus der Kapsel
berichtet: alle drei waren im späten 20. Jahrhundert
an damals unheilbaren Krankheiten gestorben und dann
direkt nach ihrem Tod eingefroren worden. Weshalb sie
nun in einer Raumkapsel durch das All fliegen, weiß
Crusher aber auch nicht; jedenfalls konnte sie die
drei ohne Probleme heilen. Picard ist erzürnt, da
ihm noch niemand davon berichtet hatte, doch Data
rechtfertigt sich, da er es für das einzig Richtige
hielt, die Kammern an Bord zu beamen. Picard steht
vor vollendeten Tatsachen und beauftragt Riker, sich
um die drei Besucher aus der Vergangenheit zu
kümmern - und sie ihm vor allem vom Hals zu halten,
da er sich mit den Romulanern beschäftigen muß und
keine Zeit für die Besucher hat. Deanna
hat mittlerweile ein Dossier über die Romulaner
zusammen gestellt. Sie erläutert, daß die Romulaner
sehr extreme Persönlichkeiten haben: sie können
gleichermaßen brutal sein, wie auch im nächsten
Moment schon wieder sehr sanft. Zudem neigen sie zu
heftiger Arroganz, da sie sich anderen Spezies
überlegen fühlen. Dennoch sind sie von den Menschen
fasziniert. Interessant ist, daß sie
höchstwahrscheinlich nicht die Initiative ergreifen
werden, sondern diese ihrem Gegenüber überlassen,
um dessen eventuelle Fehler und Schwächen dann
ausnutzen zu können. Data fügt hinzu, daß es seit
genau 53 Jahren, sieben Monaten und 18 Tagen keinen
Kontakt mehr mit den Romulanern gab. Er vermutet,
daß sie feindlich gesonnen sind und daher die
Situation nutzen, um ihre Taktik und ihre Technik an
der Enterprise zu messen. Dann
ist die Enterprise in der neutralen Zone angekommen.
Der Außenposten Delta-05 ist komplett zerstört -
fast scheint es, als wäre er verschwunden. Es sind
keine Spuren einer konventionellen Attacke zu
erkennen. Beim Außenposten auf Taurog IX findet man
die selbe Situation vor, und auf Rikers Vorschlag hin
läßt der Captain Gelben Alarm geben. Dann entdeckt
man eine sich bewegende Turbulenz, es scheint ein
getarntes Schiff zu sein. Riker und Worf schlagen
vor, die Waffen zu aktivieren, doch Picard lehnt das
ab: er will erst einmal abwarten. Plötzlich ist die
Turbulenz verschwunden - es scheint, die Romulaner
haben ihren Tarnmechanismus deutlich verbessert.
Gleich darauf enttarnt sich das romulanische Schiff
vollständig - offenbar wollten sie zunächst die
Absichten der Enterprise erkunden. Ralph, dem das
Warten zu langweilig wurde, ist indes unbemerkt auf
die Brücke gekommen. Anschließend
läßt er Ralph, der sich recht ruhig verhielt, von
der Brücke bringen. Doch
genug von diesem Ausblick, kommen wir zu "Die
neutrale Zone": Obgleich
die erstgenannte Geschichte ziemlich langweilig und
bizarr ist, gibt es doch einiges dazu zu sagen. Die
Idee, die dahinter steht, ist durchaus sehr
interessant: wie fühlen sich Menschen, die nach
Hunderten von Jahren wieder zum Leben erweckt werden,
die in eine völlig fremde und neue Welt kommen, und
noch dazu auf einem Raumschiff, das sich auf einen
Konflikt mit Fremden, die man Romulaner nennt,
vorbereitet? Während dies für sich genommen nur Kleinigkeiten
sind, überrascht doch, mit welcher Plumpheit die
Vorzüge des 24. Jahrhunderts dem Zuschauer
verdeutlicht werden sollen. Sehr enthusiastisch
erklärt Picard, daß Geld, Gier und Leiden
überwunden sind, daß man nach Weiterbildung strebt,
nicht nach Kurzweiligkeit. Diese Gesellschaft ist
sehr utopisch, und man fragt sich, was der Preis
dafür ist. Um den Vergleich zu Thomas Morus'
"Utopia" aufzugreifen: eine perfekte
Gesellschaft, also eine Utopie, läßt sich nicht
dauerhaft verwirklichen. Bei Morus sind es die
Sklaven, die den Wohlstand ermöglichen, doch bei
Trek gibt es keine Sklaven. Bleibt, philosophisch
gesehen, die Frage, was der Preis für die perfekte
Gesellschaft ist. Zu dieser Thematik noch ein Hinweis unseres Lesers Michael Götz: Sie kritisieren daß die Enterprise-Crew Leute aus der "Vergangenheit" über ihre Situation im unklaren lassen und nichtmal einen historischen Überblick geben. Die ganze Story um die Geretteten wird letztlich nur dazu gebraucht, die Utopie des Star Trek-Universums dem Zuschauer noch einmal zu verdeutlichen, doch dieser Schuß geht mangels Glaubwürdigkeit gehörig nach hinten los. Die Romulaner hingegen werden plötzlich wieder sehr interessant: nach langer Zeit der Ruhe sind sie wieder da, und melden sich mit harten Worten zurück. Für einige Zeit wird es bei dieser Androhung bleiben, bevor sie sich dann auch mit Taten wieder zurück melden. Jedoch weckt T'Boks Ankündigung eine Erwartungshaltung, die langfristig nicht enttäuscht werden wird - von Invasionsplänen über zarte Andeutungen von Völkerverständigung bis hin zur Allianz im Krieg gegen das Dominion (DS9) werden die Romulaner einige zusätzliche Facetten erhalten, ohne dabei gänzlich entmystifiziert zu werden. Das
vielleicht wichtigste dieser Episode ist jedoch die
Frage, was es mit den zerstörten Außenposten auf
beiden Seiten der neutralen Zone auf sich hat: eine
geheimnisvolle Macht, sowohl der Föderation als auch
den Romulanern technisch offenbar weit überlegen,
vernichtet munter Außenposten, ohne die geringste
Spur zu hinterlassen. Es ist geschickt, daß die
Episode die Fragen offen läßt - sicher eine
Hintertür, um den Erfolg der Serie weiterhin zu
garantieren, denn mit der ersten Staffel war die
Zukunft der Next Generation noch nicht sonderlich
gesichert. Doch um
zur Bewertung zurück zu kehren: es gibt noch einige
Beobachtungen zu erwähnen: Die Bewertung der Folge fällt ein wenig schwer. Zwar melden sich die Romulaner (noch nicht wirklich eindrucksvoll) zurück, aber die Episode wird von der faden Story um die Besucher aus der Vergangenheit dominiert. Daher kommen letztlich gerade mal drei von sechs Punkten heraus, während die Handlung sehr schwach bewertet wird. Die Effekte sind, abgesehen vom ersten romulanischen Warbird, nicht nennenswert, die Spannung wird allerdings in Bezug auf die geheimnisvollen Romulaner geschickt geschürt. |
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Zusammenhänge
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-------------------------------- Ausdruck vom: 17. 05. 2012 Stand des Reviews: 13. 02. 2012 URL: http://www.startrek-index.de/tv/tng1_26.htm |