Deutscher StarTrek-Index  
  2.9 Wem gehört Data?  
  The Measure of a Man  
 

von Yann-Patrick Schlame

 
 
 

Episodenbeschreibung

Die Enterprise legt bei der neu errichteten Sternenbasis 173 einen Zwischenhalt ein.
Während die Führungsoffiziere gemeinsam eine Runde Poker spielen - Riker gewinnt mittels Bluff - trifft Picard auf der Basis eine alte Bekannte: Captain Phillipa Louvois, die bei der Gerichtsverhandlung nach dem Stargazer-Zwischenfall vor zehn Jahren die Anklage führte und sich dabei, so Picards Meinung, ihm gegenüber feindlich und unfair verhielt. Sofort haben sich die beiden wieder in den Haaren, obwohl Louvois versucht, die Wogen zu glätten, da sie ihrer Meinung nach nur ihren Job getan hatte. Kurz darauf kommt Admiral Nakamura vorbei und bittet Picard um eine Führung durch die Enterprise. Dabei stellt er Picard Commander Maddox von der Forschungsabteilung der Sternenflotte vor. Maddox erklärt, dass er gerne Experimente an Data durchführen würde...

In einer Besprechung mit Data, Riker und Picard erläutert Maddox, dass er Data gerne auseinandernehmen würde, um ihn besser zu verstehen und ihn schließlich vervielfältigen zu können. Bei näherer Nachfrage muss er jedoch einräumen, dass er sich möglicherweise nicht ausreichend vorbereitet hat, obwohl er fest überzeugt ist, dass das Risiko für Data sehr gering sei. Picard ist nicht überzeugt und verweigert Maddox die Arbeit mit Data. Doch damit hatte Maddox offenbar bereits gerechnet, denn er hat Befehle vom Sternenflottenkommando bei sich, die Datas Teilnahme an dem Experiment erzwingen.

In seinem Bereitschaftsraum sucht Picard nach einer Lösung für das Problem. Er spricht mit Data und meint, dass es schon nicht so schlimm werden würde. Data ist nicht überzeugt und verweist auf Geordis Visor: Der Visor sei menschlichen Sehorganen in vieler Hinsicht überlegen. Warum trügen dann nicht einfach alle Menschen einen Visor? Und warum sollte es erlaubt sein, dass man an ihm gegen seinen Willen Experimente vornimmt?
Als Data gegangen ist, stürzt sich Picard mit neuem Enthusiasmus in die Arbeit, doch kann er mit all den juristischen Formulierungen wenig anfangen.

Wohl oder übel bleibt ihm nur die Wahl, sich an Cpt. Louvois zu wenden, die auf dieser Basis das Recht vertritt. Sie rät Picard, dass Data den Dienst quittieren solle; das sei seine einzige Möglichkeit, den Befehlen nicht folgen zu müssen.

Data folgt dem Vorschlag. Während er seine Sachen packt, bekommt er Besuch von Maddox, welcher ihm das Experiment noch einmal schmackhaft zu machen versucht, doch ohne Erfolg. Data verweist darauf, dass er durch seine Nichtteilnahme nicht etwa sich selbst schützen wollte, sondern vielmehr das, was er darstellt: Zum Einen das Werk Dr. Soongs, zum Anderen sogar eine Erweiterung der Grenzen des Universums, da er einzigartig sei.
Später findet für Data eine Abschiedsfeier statt. Man versucht ohne großen Erfolg, Fröhlichkeit an den Tag zu legen. Vor allem Geordi kann nicht verheimlichen, dass er Datas Weggang bedauert; er wünscht Data alles Gute.

Louvois, bei der Maddox inzwischen beantragt hat, Data zum Eigentum der Sternenflotte zu erklären, hat indes anhand der Cumberland-Gesetze des 21. Jahrhunderts entschieden, dass Data in der Tat Eigentum der Sternenflotte ist. Picard kann sie aber überzeugen, dass diese Frage von grundsätzlicher Bedeutung ist und deshalb vor Gericht verhandelt werden sollte.
Da Louvois auf der neuen Station noch keinen Stab zur Verfügung hat, kann sie aber keine Verhandlung ansetzen, um auf gerichtlichem Wege zu einer Einigung zu kommen - es sei denn, Picard würde sich bereiterklären, als Datas Verteidiger zu fungieren. Der Haken an der Sache wäre, dass sein Erster Offizier, also Riker, dann als Ankläger auftreten müsste. Riker weigert sich - immerhin ist Data sein Freund - doch ihm bleibt keine Wahl. Übernimmt er die Anklage nicht, wird Data sofort zum Eigentum der Sternenflotte erklärt. Übernimmt er die Anklage, könnte er gewinnen, was auf das gleiche Ergebnis hinausliefe. Louvois ermahnt ihn, im Gerichtssaal sein Bestes zu geben, andernfalls würde sie die Verhandlung sofort beenden.

Die Verhandlung beginnt. Riker und Picard haben sich gut vorbereitet. Riker beweist eindrucksvoll, dass Data ein Android, eine Maschine ist, dass es sich bei ihm nicht um einen Menschen handelt. Er zeigt sogar, dass er als Mensch in der Lage ist, Data abzuschalten.
Niedergeschlagen beantragt Picard eine Unterbrechung der Verhandlung und zieht sich ins Zehn Vorne zurück. Dort bekommt er Besuch von Guinan, die ihm aufmunternd zuredet und ihm den entscheidenen Hinweis gibt, wie er die Verhandlung zu Datas Gunsten entscheiden kann: Wenn es Maddox gelingt, Data zu replizieren, vielleicht gar eine ganze Armee von Androiden zu bauen, dann würde man diese Androiden wie Sklaven benutzen können...

Mit frischem Elan stürzt sich Picard in die Verhandlung. Zunächst beweist er, dass Data zwar kein Mensch ist, es sich bei ihm aber durchaus um ein empfindungsfähiges Wesen handelt. Anschließend erläutert er die möglichen Konsequenzen, die eine erfolgreiche Vervielfältigung Datas haben könnte: Man würde eine neue Rasse erschaffen. Wird man dann aber nicht danach beurteilt werden, wie man mit dieser Rasse umgeht?
Abschließend verweist er auf die eigentliche Aufgabe der Sternenflotte: Neues Leben zu entdecken und es zu erforschen. Data stellt eine solche neue Lebensform dar, daher darf man ihn nicht seiner Rechte berauben.
Cpt. Louvois überlegt einen Moment, dann fällt sie ihr Urteil: Sie erklärt, dass sie eigentlich gar nicht die Mittel und die Qualifikation habe, diesen Fall zu bearbeiten, eine viel zu große Verantwortung ginge damit einher. Doch sie müsse eine Entscheidung treffen. Sie fragt sich, ob Data eine Seele hat. Sie weiß auf die Frage keine Antwort, also gibt sie Data die Möglichkeit, zumindest für sich selbst eine Antwort zu finden: Sie entscheidet, dass Data kein Eigentum der Sternenflotte ist.

Data, erleichtert, teilt Maddox mit, dass er nicht an dem Experiment teilnehmen wird. Er meint aber auch, dass Maddox mit seiner Arbeit und seinen Forschungen fortfahren solle. Wenn er eines Tages soweit sei, würde Data für ihn zur Verfügung stehen.
Picard lädt Louvois, von ihrem Urteil positiv gestimmt, zum Essen ein, was sie gerne annimmt.

Schließlich sucht Data Riker auf und meint, es gäbe eine kleine Feier wegen der gewonnenen Verhandlung. Riker sagt, er habe kein Recht, daran teilzunehmen, immerhin hätte er fast gewonnen, wodurch Data vielleicht getötet worden wäre. Data sieht es anders: Nur durch Rikers Einsatz bestand überhaupt nur die Möglichkeit, dass er gerettet wird, daher ist er Riker sehr dankbar. Erleichtert begleitet Riker den Androiden auf die Feier.

Bestes Zitat, von Data während der Pokerpartie zu Riker:

"Ich finde es sinnlos, zu erhöhen, wenn man nicht gewinnen kann."
"Aber ich habe gewonnen."

Bewertung

"Wem gehört Data" ist eine Episode mit einer ungewohnten Vielzahl an Story-Elementen. Im Vordergrund steht die titelgebende Frage, ob Data sein eigener Herr oder Eigentum der Sternenflotte ist. Dazu kommt die Frage, wie gerecht eine Föderation sein kann, die einige ihrer Bürger der individuellen Rechte beraubt. Schließlich gesellt sich noch der langwährende Konflikt zwischen Picard und Louvois dazu, welche sich seit der Stargazer-Verhandlung nicht mehr gesehen haben.

Gehen wir zunächst einmal auf den zentralen Aspekt ein, auf die Frage nach Datas Individualität. Während der vergangenen 34 Episoden (bzw. 33, wenn man den Pilotfilm als eine Episode zählt) hat der Charakter des Data eine Menge Facetten gewonnen. Für das Publikum ist es wohl keine Frage, dass er ein denkendes und fühlendes Individuum ist. Wenn man sich aber auf das in dieser Episode betriebene Gedankenspiel einlässt, stellt sich die Frage, wem Data gehört, aber möglicherweise doch: Immerhin wurde Data von Sternenflottenoffizieren gefunden und aktiviert. Ohne diese Hilfe würde er möglicherweise noch immer in deaktiviertem Zustand auf Omicron Theta herumliegen. Zudem erhielt er von der Sternenflotte seine Ausbildung zum Offizier, hat ihr daher viel zu verdanken. Dazu kommt, und das ist wohl der wesentliche Aspekt, dass er kein organisches Lebewesen ist, sondern ein Android, eine Maschine. Gemäß menschlicher Ansicht ist eine Maschine, die ein Produkt menschlicher Schaffenskraft darstellt, das Eigentum der Erschaffer bzw. desjenigen, der sie erwirbt. Fragt sich, inwieweit dies im 24. Jahrhundert noch gilt, wo (privater) Besitz quasi abgeschafft wurde. Auf der anderen Seite kann man wohl sagen, dass die Schiffe der Sternenflotte auch das Eigentum der Sternenflotte darstellen, immerhin wurden Ressourcen aufgewendet, um diese Schiffe zu entwickeln und zu produzieren.
Die Entwicklung und Produktion Datas wurde zwar nicht von der Sternenflotte vorgenommen, doch ist Datas Schöpfer (nach gegenwärtigem Wissensstand, vergleiche "Die ungleichen Brüder") nicht mehr am Leben. Ist Data also durch seine Aktivierung in den Besitz der Sternenflotte übergegangen? Picard argumentiert, dass Data ein Bürger der Föderation ist und daher die gleichen Rechte wie jeder andere Bürger haben muss. Er verneint die Frage, ob Data überhaupt jemandem gehört und verweist auf die menschliche Fortpflanzung: Menschen erschaffen Kinder, doch sind die Kinder kein Eigentum ihrer Eltern. Ebenso sei Data nicht das Eigentum, sondern nur das Produkt seines Schöpfers, gewissermaßen könnte man folgern, dass Data Soongs Kind ist.
In Picards Gespräch mit Guinan wird zudem die Frage aufgeworfen, ob eine Rasse von Datas nicht wie eine Rasse von Sklaven behandelt würde, womit die Menschheit einen wesentlichen Teil ihrer Entwicklung rückgängig machen würde.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Frage, wem Data eigentlich gehört, hier auf unterschiedlichste Weise beleuchtet und mit sehr unterschiedlichen Argumenten diskutiert wird. Dadurch ist eine große Nachvollziehbarkeit gegeben, was der Episode sehr gut tut und der Handlung eine glatte 1 einbringt.

Als Nächstes wäre Picards Verhältnis zu Cpt. Louvois zu nennen. Die Erwähnung des Stargazerzwischenfalles bezieht sich auf die Zeit, als Picard sein erstes Kommando innehatte: Ein plötzlich aufgetauchtes, aggressiv agierendes Schiff der Ferengi war von Picard zerstört worden, vgl. "Die Schlacht von Maxia". In der folgenden Verhandlung war er freigesprochen worden. Wie man hier in "Wem gehört Data" erfährt, führte Louvois damals die Anklage; wer will es Picard da verdenken, dass er nicht gut auf Louvois zu sprechen ist, schließlich hat sie ihre Aufgabe offenbar mit einer gewissen Leidenschaft erfüllt - und war dennoch gescheitert. Wie man erfährt, war sie danach aus der Sternenflotte ausgetreten, ist aber offenbar mittlerweile zurückgekehrt, da sie nun auf der neuen Sternenbasis 173 das Recht vertritt.
Der andauernde und doch freundschaftlich geführte Streit zwischen Picard und Louvois zieht sich als roter Faden durch die Episode. Bis Picard ihr vergeben kann, vergeht einige Zeit. Ein Umschwenken bewirkt sicherlich die Tatsache, dass nun Riker in die Situation versetzt wurde, die Anklage führen zu müssen, was er zwangsläufig ebenfalls mit einer gewissen Leidenschaft tat - hätte er halbherzig agiert, hätte Louvois die Verhandlung beenden müssen.
Ein anderer Aspekt ist, dass Louvois Picard, wie sie erklärt, noch immer für sexy hält, und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Picard für sie ähnliche Gefühle hegt.
In jedem Fall bleibt festzuhalten, dass die Interaktion der beiden Captains auf einem interessanten charakterlichen Niveau stattfindet, und dass sich hier auch eine Entwicklung abspielt, die man sonst allzu häufig vermisst. Allerdings wird Cpt. Louvois in der Next Generation nicht mehr auftauchen.

Das nächste interessante Story-Element stellt Cmdr. Maddox dar, ein Forscher, der - metaphorisch gesprochen - über Leichen zu gehen bereit ist. Den Autoren ist mit Maddox eine interessante Figur gelungen, denn angenehmerweise bleibt auch er nicht einseitig. Im ersten Moment hält man ihn für unangenehm, dann für enthusiastisch, anschließend für fanatisch, und schließlich für einsichtig und nicht so übel, wie er zunächst erschien. Diese Vielschichtigkeit eines Charakters vermisst man ansonsten oftmals. Einen wichtigen Beitrag leistet Data, der ein emotionsloses und damit ausgeglichenes Urteil über den Commander fällt: Data betrachtet Geordi als seinen Freund, weil er gut mit Geordi zusammenarbeiten kann. Auf ähnliche Weise ist ihm Maddox "unsympatisch", da er Maddox' Absichten für gefährlich hält. Doch geht Data nicht so weit, Maddox deshalb für einen schlechten Menschen zu halten. Vielmehr ist er bereit, Maddox eine Chance zu geben, seine Forschungen zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, sobald die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Dies wird in "Datas Tag" aufgegriffen, wo man erfährt, dass Data dem Commander regelmäßige Berichte über seine Erfahrungen und seine Fortschritte bei dem Bestreben, menschlicher zu werden, zukommen lässt. Davon abgesehen wird Maddox allerdings nicht mehr auftauchen.

Bleibt als letzter wichtiger Teil der Episode das Pokerspiel zu erwähnen: Gleich zu Beginn setzen sich die Führungsoffiziere (mit Ausnahme des Captains), verstärkt von Chief O'Brien, zum Pokerspiel zusammen. Mit dem Spiel wird zunächst einmal eine gute Einleitung gegeben, indem Data einmal mehr dazulernt: Nämlich, dass Poker mehr ist als das Berechnen von Möglichkeiten und das Auswerten von Daten. Pulaski bringt es auf den Punkt, indem sie erklärt, dass die Intuition einem Menschen ermöglicht, auch mit schlechten Karten gut zu spielen bzw. einen Bluff zu erkennen.
Zugleich verdeutlicht das Pokern auf dezente Weise, wie die Crew im zweiten Jahr mittlerweile zusammengewachsen ist. Es handelt sich nicht mehr um eine Ansammlung einzelner Charaktere, vielmehr gehört inzwischen jeder der Charaktere (fast) untrennbar zur Serie dazu - vielleicht abgesehen von Dr. Pulaski, die noch recht neu ist und mit dem Ende der zweiten Staffel zu Gunsten von Dr. Crusher wieder von Bord gehen wird.
Die traditionelle Pokerrunde bildet ein wiederkehrendes Element der Serie, das nicht sehr oft vorkommen wird, dafür aber doch immer für eine gehörige Portion Humor sorgt.

Bleiben noch einige Beobachtungen zu erwähnen:

  • Admiral Nakamura (ein wiederkehrender Charakter; dargestellt von Clyde Kusatsu) berichtet von beunruhigenden Neuigkeiten beiderseits der neutralen Zone. Nach "Die neutrale Zone" gibt es hier erneut Hinweise auf einen geheimnisvollen Angreifer. Die Erklärung lässt nicht mehr lange auf sich warten: Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um die Borg, die in "Zeitsprung mit Q" erstmals auftauchen.
  • Sternenbasis 173 liegt in Sektor 23. Dieser Sektor ist nahe der neutralen Zone (zwischen Föderation und romulanischem Imperium).
  • Picard wendet sich an Louvois, da er angeblich das "Beamtenkauderwelsch" nicht versteht, als er nach einem Gesetz oder einer Verordnung sucht, die ihm hilft, Data vor Maddox' Zugriff zu bewahren. Beispielsweise in "Die Macht der Paragraphen" ist er zwar ebenfalls nicht begeistert, Gesetzestexte bzw. Verträge lesen und verstehen zu müssen, gibt sich aber nicht gleich nach dem ersten Versuch geschlagen. Daher ist es etwas merkwürdig, dass er hier sofort seine scheinbare Erzfeindin um Hilfe bittet.
  • Auf Datas Verabschiedungsfeier schenkt ihm Worf das Buch "Der Traum des Feuers" vom offenbar klingonischen Autor K'Ratak.
  • Obgleich es zu einer interessanten Verhandlung führt, wirkt es doch arg an den Haaren herbeigezogen, dass im Falle der Abwesenheit eines vollständigen Gerichtes der Captain die Aufgabe des Verteidigers und sein Erster Offizier die Aufgabe des Anklägers übernehmen müssen. Eine etwas logischere Erklärung für eine solche Begebenheit hätte die Episode schon geben sollen.
  • Rikers Sicherheitscode zur Anmeldung am Schiffscomputer lautet: Theta-Alpha-2737-Blau.
  • Webster's Wörterbuch, 24. Jahrhundert, 15. Auflage, definiert einen Androiden als eine Maschine, die dem Menschen äußerst ähnlich ist.
  • Datas Speicherkapazität beträgt laut der deutschen Fassung 800 Milliarden Bits - das sind genau 100 Gigabyte...
    Glücklicherweise handelt es sich dabei lediglich um einen Übersetzungsfehler. Im Original ist von 800 Quadrillionen Bits die Rede, was nach deutschem Zählsystem 800 Billiarden Bits entspricht und somit 100.000.000 Gigabytes - das klingt schon besser (vielen Dank an de.rec.sf.startrek.misc für die Infos).
  • Datas lineare Arbeitsgeschwindigkeit beträgt 60 Billionen Operationen pro Sekunde. Bedenkt man, dass aktuelle bzw. geplante Rechnersysteme auf Werte im Bereich von 50 Milliarden (Ganzzahl-) Operationen pro Sekunde kommen sollen, trennt uns vom 24. Jahrhundert nur noch der Faktor 1.000.
  • Guinan beweist einmal mehr ihre Weisheit, als sie mit Picard über seine drohende Niederlage bei der Gerichtsverhandlung spricht. Vom ersten Moment an weiß sie, wie sie ihm helfen kann, doch anstatt ihm die Lösung einfach zu sagen, gibt sie ihm lediglich einen Denkanstoß und ermöglicht es ihm, sich die Lösung selbst zusammenzureimen.
  • Cmdr. Maddox ist Inhaber des Lehrstuhls für Kybernetik am Daystrom-Institut, einer der wichtigsten Forschungs- und Lehreinrichtungen der Sternenflotte.

Noch ein Wort zu den Effekten und der Inszenierung: Die Kulissen sind, wenn auch nicht überragend, so doch definitiv akzeptabel. Die Musik ist gut auf die Episode abgestimmt und bei weitem nicht mehr so schrecklich, wie die Synthesizer-Klänge der ersten Staffel.
Besonders angenehm fällt auf, dass auf den Bildhintergrund Wert gelegt wurde: So sieht man beispielsweise durch ein Fenster auf der Sternenbasis die Enterprise langsam vorbeifliegen, von der Enterprise aus sieht man im Gegenzug die Basis.

Zusammenfassend kann man sagen, dass "Wem gehört Data" eine erstklassige Episode ist, die ganz ohne Action Spannung erzeugt. Wie so oft liegt das Happy-End auf der Hand, doch ist der Weg gut geschildert und im Großen und Ganzen plausibel erläutert, sieht man einmal von der Herleitung für die Gerichtsverhandlung ab.
Die Verhandlung selbst verläuft ganz im Stil ausgewählter Hollywood-Klassiker: Auf einen ergreifenden Beginn folgt die scheinbare Niederlage des Helden, die er nur knapp abwenden kann.

Durch die vielen Handlungsstränge und die versteckten Hinweise auf andere Episoden kann man die Folge problemlos ein zweites und drittes Mal anschauen.

Insgesamt eine sehr überzeugende Episode.

 
 
 

Spannung

SFX

Handlung

Gesamt

 
 
 

Zusammenhänge

  • Der Stargazer-Zwischenfall wird erstmals in "Die Schlacht von Maxia" aufgegriffen. DaiMon Boks Rachefeldzug wird in "Boks Vergeltung" fortgesetzt.
  • Von Datas Herkunft erfährt man recht viel in "Das Duplikat".
  • Das Hologramm von Tasha hat Data, wie er sagt, wegen einer Affäre, die die beiden hatten. Damit bezieht er sich auf "Gedankengift".
  • Cmdr. Maddox wird in "Datas Tag" noch einmal erwähnt.


 
 
 
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 Erstausstrahlung USA:
  13. 2. 1989

 Erstausstrahlung D:
  14. 2. 1992

 Regie:
  Robert Sheerer

 Buch:
  Melinda M. Snodgrass

 Gaststars:
  Amanda McBroom
  Brian Brophy
  Whoopi Goldberg
  Clyde Kusatsu
  Colm Meaney



  Zuletzt geändert:
  2014-11-29, 18:17
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