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Episodenbeschreibung
Sternzeit: 44286,5
Die Enterprise führt im Onias Sektor am Rande der
neutralen Zone eine Sicherheitsuntersuchung durch.
Während Riker seinen Geburtstag feiert, werden
merkwürdige Signale von Alpha Onias III, einem
unwirtlichen und unbewohnten Planeten, geortet:
irgendjemand scannt die Enterprise. Riker, Geordi und
Worf beamen herunter, um die Quelle der Signale zu
lokalisieren, doch sie entdecken nichts
ungewöhnliches. Dann steigt die Konzentration an
Gasen an, aber der Transporter kann das Außenteam
nicht richtig erfassen, und Riker wird bewußtlos...
Als er
wieder aufwacht, befindet er sich 16 Jahre in der
Zukunft an Bord der Enterprise, die er, wie er von
Dr. Crusher erfährt, seit neun Jahren kommandiert.
An die letzten 16 Jahre hat er keine Erinnerung, das
letzte woran er sich erinnert, ist die Mission auf
Alpha Onias III. Dr. Crusher sagt, er wurde damals
mit einem alterianischen Retrovirus infiziert, der,
wenn er ausbricht, alle Erinnerungen seit der
Infizierung auslöschen kann. Nur in seltenen Fällen
kehrt die Erinnerung wieder zurück.
Auf der Brücke wird Riker mit neuen Tatsachen
konfontiert: er höchstpersönlich hat einen
Friedensvertrag mit den Romulanern ausgehandelt,
deren Vertreter, Botschafter Tomalak, an Bord kommt,
begleitet von Admiral Picard. Die Verhandlungen sind
so gut wie abgeschlossen.
Doch schon wartet die nächste Überraschung: Rikers
Sohn Jean-Luc, dessen Mutter Min vor zwei Jahren bei
einem Shuttleunfall verstarb. Troi spricht Riker gut
zu und sagt ihm, er solle sich ausgiebig um seinen
Sohn kümmern, damit der nicht das Gefühl bekommt,
jetzt auch noch den Vater zu verlieren. Als Riker
sich seine persönlichen Daten anzeigen lassen will,
um herauszufinden, wie seine Frau aussah, bemerkt er
eine Computerverzögerung. Geordi meint, es gäbe ein
kleines Problem, er würde daran arbeiten.
Obwohl ihm die ganze Situation ungewohnt ist, führt
Riker die Verhandlungen fort, bis er wieder Zeit für
Jean-Luc hat. Als er dann endlich dazu kommt, in
einer Aufzeichnung seine Frau zu sehen, wird ihm
klar, was los ist. Er geht auf die Brücke und fragt
Geordi, wie lange er noch braucht, um das
Computerproblem zu beheben. Dann fragt er Data, wie
lange man bei verschiedenen Geschwindigkeiten bis
Außenposten 23 unterwegs sei. Data gerät ins
Stocken und kürzt ein Wort ab, was er noch nie getan
hat. Als "Botschafter" Tomalak die Brücke
betritt, hat Riker genug: er sagt, die Scharade muß
jetzt beendet werden, er hat das falsche Spiel
durchschaut. Tomalak gibt einen Befehl, und Riker
findet sich in einem riesigen, romulanischen Holodeck
wieder, das Tomalak benutzt hat, um von Riker
Informationen zu erhalten, was Riker sehr verwundert,
da die gesamte Simulation perfekt war und auf diverse
Informationen seines Gedächtnisses zurückgegriffen
wurde. Tomalak fragt, wie Riker die Täuschung
durchschauen konnte. Riker sagt, es war seine
"Frau". Zwar entstammt sie seiner
Erinnerung, allerdings war sie eine Holodeck-Figur
aus einem ganz besonderen Programm, konnte also nicht
real sein.
Tomalak läßt Riker einsperren, wo er auf "Jean-Luc"
trifft, einen Jungen, dessen Aussehen verwendet
wurde, um das Programm zu erweitern. Der Junge sagt,
er heißt eigentlich Ethan und bewohnte mit seinen
Eltern eine Forschungsstation auf Meridian VI, bis
sie von Romulanern überfallen und er von seinen
Eltern getrennt wurde. Auch das kommt Riker
merkwürdig vor: eine Forschungsstation so nah an der
neutralen Zone, ohne daß er davon gehört hat. Da
kommt Tomalak wieder rein und verlangt Informationen
über Außenposten 23 von Riker, doch mit Ethans
Hilfe kann Riker fliehen. Die beiden verstecken sich
in einem System von Gängen, in dem sich der Junge
schon auskennt, da er sich dort wochenlang versteckt
hielt; er wurde erst geschnappt, als er heraus kam,
um etwas zu Essen zu suchen. Als Riker den Jungen
bedrängt und ihn mit den Ungereimtheiten
konfrontiert, tauchen plötzlich Romulaner auf,
obwohl der Junge behauptet hatte, man wäre in den
Gängen nicht zu finden. Riker hat endgültig genug,
wieder fodert er, die Scharade zu beenden.
Diesmal verschwinden die Romulaner, und Riker findet
sich in der Höhle wieder, wo er bewußtlos geworden
war. Bei ihm ist der Junge. Er sagt, daß er und
seine Eltern verfolgt wurden. Seine Mutter ließ ihn
auf dem Planeten zurück, nachdem dort
Gedankenscanner und eine Art Holodeck installiert
worden waren, so daß er sich eine Welt ganz nach
seinen Wünschen erschaffen könnte. Da seine Mutter
wußte, daß man sie weiter verfolgen würde, ließ
sie den Jungen dort zurück, der schließlich die
Enterprise bemerkte und Riker bei sich zu behalten
versuchte, da er sich trotz Holodeck sehr einsam
fühlte. Er läßt seine eigene Holo-Hülle fallen
und sieht jetzt sehr außerirdisch aus; er meint,
sein richtiger Name ist Barash. Riker bietet ihm an,
mit auf die Enterprise zu kommen, um neue Freunde zu
finden, und die beiden lassen sich hochbeamen.
Bewertung
Der Anfang der
Episode ist recht spannend. Zusammen mit Riker
rätselt man, was vorgefallen sein mag in den letzten
16 Jahren, obwohl man bereits ahnt, daß diese
Erklärung nicht der Wahrheit entspricht. Es macht
Spaß, die Darsteller in neuen Rollen zu erleben:
Picard ist mittlerweile Admiral und trägt einen
Bart, Riker ist Captain, Data sein erster Offizier
und ein Ferengi sitzt am Steuerpult. Als Riker dann
das Spiel durchschaut, erreicht die Episode ihren
Höhepunkt. Doch die zweite Täuschung und die
endgültige Erklärung für die Vorgänge werden so
schnell abgespult, daß keine Spannung mehr aufkommt;
man wartet nur noch, um zu erfahren, was eigentlich
los ist und wie sich alles aufklärt. Daß der Junge
dafür verantwortlich ist, kommt relativ unerwartet,
wirkt aber merkwürdig. Das konstruierte Ende, in dem
Riker den einsamen Jungen mit auf die Enterprise
nimmt, soll wohl sentimental wirken, erscheint aber
nur lächerlich, zumal keine weiteren Bezüge
hergestellt werden und man nur davon ausgehen kann,
daß der Junge auf der nächsten Sternbasis
abgeliefert wird und sich andere um ihn kümmern.
Die Requisite hat
für die "Zukunft" Kommunikatoren und
Uniformen etwas verändert, und die Schauspieler
wurden halbwegs geschickt auf alt getrimmt, obwohl
ein paar willkürliche graue Strähnen eher peinlich
wirken. Auf der Enterprise waren einige leichte
Veränderungen, die aber ebenfalls halbherzig wirken,
zu sehen, zum Beispiel neue Monitore auf der
Krankenstation.
Immerhin wird Minuet, die nur in "11001001"
zu sehen war, wieder von Carolyn McCormick gespielt.
Aus einer spannenden
Idee wurde leider letztenendes wenig herausgeholt,
und die Episode versinkt schon bald wieder in
Vergessenheit.
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