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Episodenbeschreibung
Auf ihrem Flug nach Hause wird die Voyager
plötzlich von einer Energiewelle erschüttert, die ihren Ursprung auf
einem Planeten in einem benachbarten Sonnensystem hat. Auch kommt Kes auf
die Brücke, die ein großes Unglück ahnt.
Man setzt daraufhin einen Kurs auf den
Planeten und beamt ein Außenteam, darunter Janeway und Paris, herunter.
Es stellt sich heraus, dass der Planeten bis vor einiger Zeit noch bewohnt
war, jedoch durch die Freisetzung polarischer Energie, die höchst
instabil ist, zerstört wurde. Offenbar hatte man diese Energieform als
Energiequelle genutzt.
Auf einmal findet sich Paris jedoch
in einem bewohnten Teil wieder. Einen Moment später ist er jedoch wieder
in der toten Einöde. Verantwortlich dafür sind Subraumspalten, die durch
die Freisetzung entstanden sind. Janeway ordnet den Rücktransport an,
doch ehe man sie zurückbeamen kann, werden Janeway und Paris von einer
weiteren Spalte erfasst und finden sich im Zeitraum vor der Explosion
wieder. Ein kleines Kind hat ihr plötzlich Auftauchen mitbekommen und
schreit. Janeway kann jedoch einen herbeieilenden Polizisten beruhigen.
Trotz der Möglichkeit die Katastrophe zu
verhindern, beschliesst Janeway jedoch, die Bewohner des Planeten nicht zu
warnen, um die Zeitlinie nicht nachhaltig zu verändern. Das würde auch
ihr und Paris' Tod bedeuten. Jedoch will sie sich eigenständig an die
Verhinderung der Katastrophe wagen.
Als sie bei ihrer Suche bei einem Kraftwerk
ankommen, findet dort gerade eine Demonstration statt. Janeway wird
niedergeschlagen und die Protestanten bringen sie zu ihrem Hauptquartier.
Dort befragen sie Janeway und Paris nach ihrer Herkunft, bemerken jedoch
schon bald, auch mit der Hilfe des Kindes von ihrem anfänglichen
Auftauchen, dass sie nicht die sind, die sie vorzugeben scheinen. Auch die
merkwürdigen Geräte, die Communicatoren und die Phaser, sind den
Energie-Gegnern nicht geheuer, so dass sie vermuten, dass man sie seitens
der Regierung untergraben will.
Folglich beschliesst eine geplante Sabotage am
Kraftwerk früher durchzusetzen als geplant. Beim Eindringen wollen sie
das Kind erschiessen, treffen jedoch Paris, da dieser sich schützend
davor geworfen hat. Janeway nehmen sie mit. Im Kraftwerk selber tut sich
plötzlich eine Subraumspalte auf - offenbar die Ursache der Katastrophe.
Die Quelle ist jedoch die Zukunft, nämlich der Rettungsversuch der
Voyager-Crew um Paris und Janeway zurückzuholen. Janeway erkennt den
Ernst der Lage und feuert mit einem Phaser, bis sich die Spalte schliesst.
Danach finden sich auf einmal alle in der
Ausgangssituation während des normalen Fluges wieder. Kes kommt auf die
Brücke und berichtet, daß sie eine komische Vorahnung hatte bezüglich
eines Planeten in einem nahen Sonnensystem. Man zeigt den Planeten auf dem
Hauptbildschirm, stellt jedoch nichts Merkwürdiges fest.
Bewertung
Herrlich komplex - "Time and
again" zeigt uns eine ähnliche Thematik, wie wir sie schon bei TNG in
"All Good Things" ähnlich, wenn auch gravierender in den
Ausmassen, gesehen haben. Die Ursache für das Problem liegt in der Zukunft,
während die Folgen in der Vergangenheit, bzw. Gegenwart zu finden sind.
Insgesamt ergibt sich daraus, dass die
Voyager eigentlich in eine Zeitschleife gefangen war, wie wir sie schon in
TNG "Deja vu" hatten. Denn durch die Zerstörung des Planeten wäre
wiederum die Voyager gekommen und das Ganze Szenario hätte von neuem
begonnen.
Die entscheidende Frage ist jedoch:
Handelt es sich um ein Universum oder um verschiedene Paralleluniversen,
wie wir sie beispielsweise bei TNG in "Parallels" hatten? Würde
es sich um ein Universum handeln, wäre die Handlungsweise eigentlich
vorbestimmt. Denn würde von vornherein feststehen, dass Janeway die
Katastrophe verhindern wird, würden die Folgen gar nicht mehr existieren
- somit auch der Rettungsversuch nicht. Das wirft natürlich viele Fragen
auf und macht das Ganze etwas paradox, wobei natürlich auch niemand etwas
anderes beweisen könnte.
Aber das Zeit-Verwirrspiel ist nicht die
einzige Stärke dieser Episode. Auch der Umgang mit der Situation ist
interessant anzusehen. Janeway und Paris halten das Schicksal eines ganzen
Planeten in ihren Händen, sind jedoch nach einer Direktive daran
gebunden, niemanden zu warnen. Zwar übergeht man die Direktive insofern,
daß man selber versucht den "Big Bang" zu stoppen, trotzdem
gibt man nicht zu erkennen, daß man nicht von diesem Planeten kommt.
Insgesamt daher eine gute Episode.
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