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Episodenbeschreibung
Tom Paris und B'Elanna Torres heiraten und die gesamte
Crew ist in der Messe versammelt, um zu feiern. Nachdem
Janeway die Zeremonie abgeschlossen hat und Seven
den Brautstrauß gefangen hat, ohne zu
wissen, was es damit auf sich hat, wirft man Reis, der
jedoch - ohne, dass es die anderen merken, durch den
Boden in eine Jeffreysröhre fällt.
Die Voyager hat derweil wieder Nachwuchs bekommen -
Fähnrich Harper hat ein Baby bekommen. Die Voyager ist
derweil nur noch zwei Jahre von zuhause entfernt - alle
sind recht glücklich.
Während Paris bereits die Flitterwochen plant, stattet
B'Elanna dem Maschinenraum einen letzten Besuch ab.
Doch dieser gestaltet sich länger, als sie denkt, als sie und
Seven eine Fehlfunktion feststellen. In der Jeffreysröhre
finden sie dann die Ursache: Die Jeffreysröhre löst sich in
ihre molekularen Bestandteile auf.
In der späteren Besprechung findet man dann heraus,
dass dies Problem nicht nur die Röhre betrifft, sondern alle
Teile des Schiffes. B'Elanna versucht fieberhaft die
Ursache zu finden, doch schon bald muss sie bemerken,
dass sie selber sich auch auflöst. Als Tom sie auf die
Krankenstation bringt, ist sie dort nicht die einzige mit
diesem Phänomen. Inzwischen löst sich alles auf dem
Schiff auf. Ausgenommen davon sind lediglich Sachen,
die ab einem bestimmten Zeitraum erst an Bord genommen
wurden, wie Neelix anhand von Nahrung feststellt. In der
Astrometrie macht man sich daraufhin daran, die Ursache
anhand der durchlebten Missionen festzustellen. B'Elanna
stirbt derweil auf der Krankenstation.
Schon bald ist die Ursache für das Phänomen gefunden.
Chakotay schlussfolgert, dass sie alle nur eine Kopie und
in Wirklichkeit die Flüssigkeit des Dämon-Planeten (aus
der vierten Staffel) seien. Tests bei den Überresten von
B'Elanna bestätigen diese These.
Janeway will jedoch weiterhin zur Erde reisen. Sie
argumentiert, dass sie immer noch die gleichen seien, die
gestern noch zur Erde wollten und hält deshalb eine
Rückreise zum Dämon-Planeten für ausgeschlossen, trotz
Protesten der anderen.
Doch die Heimreise gestaltet sich immer komplizierter.
Schließlich will Janeway auf einem nahen
Klasse-Y-Planeten landen, der ideale Verhältnisse für sie
bietet. Doch ein Alienschiff wehrt sie ab und man muss die
Reise fortsetzen.
Letztlich, als Chakotay auch stirbt, willigt Janeway doch
ein, die Reise zum Dämon-Planeten anzutreten. Allerdings
dauert es fünf Wochen und sowohl das Schiff als auch
die Crew lösen sich immer mehr auf. Schließlich stirbt auch
Janeway und Harry Kim übernimmt das Kommando. Nicht
für lange, denn am Ende explodiert die Voyager und löst
sich auf.
Da trifft die echte Voyager auf das zerstörte Schiff, da sie
einen Notruf empfangen haben. Da man nichts ausser
Trümmern mehr vorfindet, setzt man die Heimreise fort.
Bewertung
Es ist selten, dass eine Episode aufgegriffen wird, um auf
ihr direkt aufzusetzen. Gerade Dämon (4.24) schien eine
jener Episoden zu sein, die nebenbei mal liefen, aber nie
wieder grosse Beachtung finden werden. Doch "Course:
Oblivion" ist eine solche Fortsetzung und das auch
thematisch gar nicht mal so unähnlich.
Es geht wieder darum, etwas zu verlieren. Waren es in
"Demon" noch die Emotionen, die die Deutheriumwesen
behalten wollten, ist es nun ihre Existenz, ihre Werte und
ihre Ziele. Im Grunde ist es aber in dieser Episode
wesentlich komplizierter.
Die Charaktere müssen auf einmal feststellen, dass sie gar
nicht die sind, die sie meinen, zu sein. Gleichzeitig sind sie
aber sie selber - ein komplizierter Zwiespalt. Verstärkt wird
dieser nur noch durch die Tatsache, dass sie sich auch
noch auflösen, also unter Zugzwang stehen - entweder ihr
scheinbar (!) bisheriges Leben fortzusetzen oder ihre neue
Existenz anzuerkennen. Doch wie soll man sich an etwas
anpassen, das man gar nicht ist? Das Problem ist nicht nur
kompliziert, es ist auch tragisch. Das zeigt auch das
unerbittliche Ende der Reise.
Eine klare Stärke dieser Episode ist die intensive
Charakterdarstellung. Janeway zeigt ihr bekanntes
Durchsetzungsvermögen und ihre Sturheit und ist damit
auch für die Misere am Ende verantwortlich. Chakotay
dagegen findet sich recht leicht mit der Situation ab. Sein
Bedürfnis zur Erde zurückzukommen steht damit weit
hinter dem von Janeway. Tom Paris kommt mit der
Situation, wie schon so oft, nicht zurecht. Er kann sich
weder den Dämon-Wesen noch den Menschen zuordnen.
Am Ende darf Harry wieder den aussichtslosen Konflikt in
sein Verderben fahren.
Spannungsseitig bietet sich dem Zuschauer ein
geschlossener Handlungsbogen. Dadurch, dass man
keine übertriebene Darstellung der Ereignisse wählt, wirkt
das Szenario in sich plausibel. Lediglich die Tatsache,
dass man nur noch zwei Jahre von zuhause entfernt sei
und bei der Umkehr nach der Zerstörung auf die echte
Voyager trifft, hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack in
Hinblick auf die Logik. Bedeutet das, dass die echte
Voyager nun auch nur noch zwei Jahre vom Ziel entfernt
ist? Oder wurde die Rückreise zum Dämon-Planeten
schneller dargestellt, als sie in Wirklichkeit ist? Letzteres
erscheint fraglich, da die Voyager vom Dämon-Planeten ja
erst nach der echten gestartet sein kann. Da man die
echte Voyager nachher trifft, können ggf. Abkürzungen
auch nicht sehr gravierend gewesen sein. Ferner fraglich
ist, auch wenn die Kopie einen ganz anderen Weg
geflogen ist, ob nicht jemandem aufgefallen ist, dass die
Voyager an zwei Stellen auftaucht.
Abgesehen von dieser Frage vermag die Episode jedoch
zu überzeugen, auch von der SFX her. Daher insgesamt
ein gutes Ergebnis.
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