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  6.22 Valiant  
  Valiant  
 

Beschreibung: Christian-Dirk Kowtun
Bewertung Thorsten Kroke

 
 
 

Episodenbeschreibung

Vor Quarks Bar stehen viele wartende Kunden. Quark muss alle Getränke per Hand mixen. Odo kommt vorbei und fragt, ob sein Getränkereplikator kaputt sei. Quark erzählt Odo, dass er immer noch auf Nog wartet, der das Gerät reparieren sollte. In diesem Moment kommt Jadzia Dax und fragt, ob sie den Getränkereplikator reparieren soll. Odo und Quark sind erstaunt, warum Jadzia dies tun will. Man erfährt von ihr, dass Nog mit Jake auf dem Weg nach Ferenginar ist. Nog tat Jadzia letzte Woche einen Gefallen und nun ist sie an der Reihe. Während Jadzia den Getränkereplikator repariert, schaut Quark sie ganz verliebt an. Odo bemerkt dies und stichelt ein wenig.

Man sieht Nog und Jake in einem Shuttle vor der Sternbasis 257. Nog kommt mit einer diplomatischen Nachricht für den Großen Nagus Zek an Bord. Jake will wissen was in der Nachricht steht und warum man den einzigen Ferengi in der Sternenflotte zur Übergabe der Nachricht schickt. Nog ist eisern und gibt keine Informationen heraus. In diesem Gespräch erfährt man, dass Jake in Wirklichkeit nicht wegen eines Besuches auf Ferenginar mitgekommen ist, sondern um ein Interview beim Großen Nagus zu erhalten. Nog will aber nicht, dass Jake zum Großen Nagus geht, da er versprochen hatte, nicht als Reporter mitzukommen.
Roter Alarm wird ausgelöst. Vier Kampfschiffe des Dominion kommen auf das Shuttle zu. Der Funkverkehr wird gestört und eines der Kriegsschiffe nimmt die Verfolgung des Shuttles auf. Das Runabout tritt immer weiter in den Raum des Dominion ein, als plötzlich ein mit der Defiant baugleiches Schiff der Föderation auftaucht. Es ist die U.S.S. Valiant. Nog und Jake werden aus dem Shuttle gebeamt und von einer jungen Kadettin auf die Brücke gebracht. Der Captain der Valiant ist ebenfalls sehr jung, genauso wie der Rest der Besatzung. Die beiden Neuankömmlinge erfahren, dass die Valiant als Schulschiff unterwegs war und den gesamten Föderationsraum umfliegen sollte. An Bord waren nur 7 Offiziere zur Beobachtung und 35 Kadetten der Elitetruppe "Red Squad". Bei einem Kampf mit dem Dominion fanden die 7 Offiziere den Tod. Der ursprüngliche Captain übertrug dem Kadetten Waters das Kommando. Waters beförderte daraufhin die übrigen Kadetten und nun kommandieren diese die Valiant. Nog erfährt vom Captain, dass die Föderation der Valiant neue Befehle übermittelt hat. Sie sollen Informationen über ein neues Kriegsschiff des Dominion sammeln. Die Frage, ob die Föderation weiß was auf der Valiant passiert ist, verneint Waters. Die Valiant hat den Befehl Funkstille zu halten. Nog wird vom Captain zum Chefingenieur befördert und soll den beschädigten Warpantrieb wieder voll einsatzfähig machen.

Jake wird von der jungen Kadettin Collins aus dem Transporterraum in den Aufenthaltsraum gebracht. Die beiden unterhalten sich über das Zuhause der Kadettin. Nachdem sie nun schon 8 Monate im All ist, bekommt sie auf einmal Heimweh und diese Reaktion der Kadettin Collins auf Jake veranlasst den Captain, Jake zu verbieten weiterhin mit ihr zu sprechen.

Die Reparaturen des Warpantriebs laufen gut und man kann wieder mit mehr als Warp 4 fliegen. Die Valiant kann sich dem neuen Kampfschiff des Dominion nähern ohne entdeckt zu werden. Eine abgefeuerte Sonde liefert die nötigen Informationen, um die Mission zu beenden. Captain Waters teilt der Crew jedoch mit, dass die Sonde Informationen über eine Schwachstelle im Schiff des Dominion gefunden hat. Er will dieses Kampfschiff daher selbst vernichten und nicht auf eine andere, vielleicht erfahrenere Mannschaft warten. Jake wendet ein, dass nicht einmal sein Vater so etwas wagen würde. Doch die Kadetten-Elitetruppe "Red Squad" ist so von sich überzeugt, dass sie es tun will.

Nog arbeitet im Maschinenraum an einem Torpedo, der bei seiner Explosion Gammastrahlen aussenden soll. Dadurch soll es der Valiant gelingen das neue Kriegsschiff des Dominion zu zerstören, vorausgesetzt allerdings, man nähert sich dem feindlichen Schiff bis auf 300 Meter. Jake versucht Nog im Maschinenraum zu überzeugen, dass das, was die Crew plant, Wahnsinn ist. Das Kriegsschiff des Dominion soll zweimal so groß sein wie ein Schiff der Galaxy-Klasse und es wäre Selbstmord gegen so ein Schiff zu kämpfen. Doch auch Nog ist so von der Kadetten-Elitetruppe "Red Squad" überzeugt, dass er Jake anschreit, er solle den Raum verlassen.
Das Gespräch zwischen Nog und Jake wurde vom Captain mitgehört und er veranlasst, dass Jake eingesperrt wird.

Der Kampf mit dem Dominion-Schiff beginnt und die Valiant muss schwere Treffer einstecken. Nach längerer Schießerei gelingt es der Crew der Valiant den Torpedo abzuschießen. Treffer. Starke Explosionen sind zu sehen, alle freuen sich es geschafft zu haben. Doch als die Explosionen aufhören sieht man das Schiff des Dominion immer noch. Es ist unbeschädigt, der Plan hat nicht funktioniert. Die Valiant wird nun schwer getroffen. Der Captain stirbt und der Erste Offizier weiß nicht was er machen soll. Die Valiant wird wieder getroffen. Die gesamte Brückenbesatzung, bis auf Nog und Kadettin Collins sind tot. Nog erkennt, dass alles ein Fehler war und evakuiert das Schiff. Er und Collins befreien Jake und entkommen mit einer Rettungskapsel. Alle anderen Rettungskapseln werden vernichtet.

Captain Sisko ist mit der Defiant auf der Suche nach Nog und Jake. Sie fangen das Notsignal der Rettungskapsel auf und retten die Drei. Auf der Krankenstation gib Nog zu, dass es ein Fehler war. Er erklärt auch der jungen Kadettin Collins, dass Captain Waters einen Fehler gemacht hat und ein schlechter Captain war.

Bewertung

In "Valiant" steht das Duo Jake Sisko und Nog im Vordergrund, eine Kombiantion, die spätestens seit "Die Karte" erfolgreich ist. Jake und Nog sind ausgearbeitete Figuren, die aufgrund ihrer Freundschaft gut miteinander harmonieren und ihre Freundschaft ist es auch, welchen beiden das Leben rettet. Nog wird durch seine Verpflichtung der Sternenflotte gegenüber zwar verführt, aber nach der Szene im Maschinenraum, wo ein sehr redegewandter Jake den "Chefingenieur" mit seinen Argumenten bombardiert, beginnt Nog nachzudenken und findet den richtigen Weg wieder. Gut zeigt der Ferengi, wie er anfängliche Zweifel hat, die schnelle Beförderung ihn aber dann doch weich macht, damit sein Freund ihn rettet, als die Valiant untergeht. Toll ist auch die Szene, in der alle dem Captain mit den "Red Squad" Rufen zujubeln und Jake einfach abwinkt.

Damit wären wir auch schon bei der Handlung, denn Jake und Nogs Dialoge sind das einzig Gute: Meiner Meinung nach ist der Inhalt von "Valiant" doch an den Haaren herbeigezogen, vielleicht wollte man auch einfach nur noch mal die "Red Squad" zeigen, die ja aus "Die Front" bekannt ist. Rekapitulieren wir einmal: Kadetten, jawohl Kadetten, bekommen das Kommando über eins der äußerst seltenen (zu diesem Zeitpunkt gibt es ja nur noch die Defiant...) Kampfschiffe der Föderation und ihr Auftrag bringt sie direkt hinter die feindlichen Linien. Ist das die richtige Umgebung für Kadetten, auch wenn sie überdurchschnittlich sind? Nach welchen Gesichtspunkten verteilt die Föderation ihre Ressourcen? Ein Schiff der Defiantklasse wäre in den Händen eine erfahrenen Crew doch besser aufgehoben. Nun gut, die Valiant wird ohne ihre Ausbilder von der Red Squad kommandiert und was machen sie aus dem Auftrag, der lautet dass sie lediglich Informationen sammeln sollen? Sie wollen das wohl gefährlichste Kriegsschiff des Dominion zerstören. Also wenn man mich fragt, kann der junge Captain nur eines sein: größenwahnsinnig. Denn so ein Unternehmen ist dem Untergang geweiht, wie Jake es prophezeit. Nog lässt sich vielleicht von dem Glanz des Ranges blenden, aber auch er sieht es nachher ein. Möglicherweise wollten die Produzenten uns zeigen, wie sich junge Kadetten fühlen, die es den Veteranen einmal zeigen wollen, doch ich finde, dass der erfahrene Star Trek-Zuschauer bei dem Kadettenschiff wohl nur den Kopf schütteln kann. Passend jedoch ist das Ende, denn somit behalten Jake und der Zuschauer Recht, dass die Valiant untergehen wird.

Insgesamt würde ich den Handlungsstrang der Folge als komplett misslungen bewerten, da es - wie gesagt - an den Haaren herbeigezogen ist. Jake und Nog entschädigen aber dafür, so dass die Handlung mit einem Ausreichend noch gut bedient ist.

Die Special Effects sind erstklassig: Kameraperspektiven rund um das Dominionschiff, dazu noch massig Kampfszenen und eine bekannte Kulisse, die während des Kampfes noch eine tolle Atmosphäre schafft, das Ganze verpackt in der guten DS9-Qualität der 6. Staffel: Ganz klar, die Special Effects sind sehr gut, das fängt vom Runaboutflug an und hört bei den Fluchtkapseln auf.

Die Spannung ist trotz der mäßigen Handlung doch noch relativ intensiv. Zum einen sind die Dissonanzen bei Jake und Nog auffällig, desweiteren befindet sich der Zuschauer vollends auf Jakes Seite und hasst den sturen Captain mit Jake zusammen, zum anderen fühlt man doch mit der untergehenden Valiant mit, die große Kampfszene tut ihr übriges. Ich würde die Spannung mit einem Gut bewerten.

Jetzt bleibt nur noch die Frage nach einer Endnote: Auf der einen Seite ist die Handlung sehr dünn und fast schwachsinnig, auf der anderen Seite dominieren Spezialeffekte und Spannung, desweiteren noch der Jake- und Nog-Bonus. Ich denke, dass "Befriedigend" den Durchschnitt der Folge zusammenfassend ausdrückt.

 
 
 

Spannung

SFX

Handlung

Gesamt

 
 
 

Zusammenhänge

Die "Red Squad" kennt man aus "Die Front" und "Das verlorene Paradies".

 
 
 
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  Druckbare Version

 Erstausstrahlung USA:
  6. Mai 1998

 Erstausstrahlung D:
  10. Oktober 1998

 Regie:
  Michael Vejar

 Buch:
  Ronald D. Moore

 Gaststars:
  Aron Eisenberg
  Paul Popovich
  Courtney Peldon
  David Drew Gallagher
  Ashley B. McDonogh



  Zuletzt geändert:
  2015-08-10, 02:12
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