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    5.1 Der Kampf um das klingonische Reich (2)  
  R e d e m p t i o n   P a r t   I I     
 

von Yann-Patrick Schlame

 
 
 

Episodenbeschreibung

Sternzeit: 45020,4
Nachdem Gowron als Führer des hohen Rates bestätigt wurde, befinden sich seine Kräfte im Kampf mit denen der Duras Familie. Das Schiff von Kurn, wo auch Worf dient, wird von zwei feindlichen Birds of Prey angegriffen. Nur mit einem Trick kann Kurn die feindlichen Schiffe in die Corona einer Sonne locken und zerstören, als Worf schon aufgeben wollte.

Captain Picard unterbreitet Admiral Shanti von der Sternenflotte einen Vorschlag: er ist sicher, daß die Romulaner die Familie von Duras unterstützen, so daß Gowrons Kräfte auf Dauer unterliegen werden. Wenn die Föderation eine Flotte entlang der romulanisch-klingonischen Grenze stationieren würde, die mit einem Netz aus Tachyonstrahlen zwischen den Schiffen entdecken würde, wenn getarnte romulanische Schiffe die Grenze überqueren, könnte man die Unterstützung durch die Romulaner unterbinden, und Gowrons Chancen, siegreich zu sein, würden beträchtlich steigen. Der Admiral stimmt zu, und Picard gibt Riker das Kommando über die Excalibur. Data geht zunächst leer aus, doch nachdem er Picard darauf anspricht, erhält er das Kommando über die Sutherland, worüber deren erster Offizier Hobson nicht erfreut ist: er hält Data nicht für einen fähigen Kommandanten. Data nimmt das zur Kenntnis, läßt Hobson aber trotzdem nicht versetzen.
Als sie die sich nähernde Flotte entdecken, fragen sich Lursa und B'Etor, was Picard vorhat. Auch die Romulanerin weiß darauf keine Antwort, da sie sich nicht vorstellen kann, daß die Föderation in den Bürgerkrieg eingreifen wird.
Als die Schiffe in Position kommen, läßt Picard "das Netz auswerfen", also das Ortungsgitter aktivieren.
Die Romulanerin entdeckt das Gitter schnell und erahnt dessen Zweck. Um Picard zu vertreiben, will sie sich persönlich darum kümmern. Der Captain ist höchst erstaunt, als er mit einem romulanischen Warbird, der sich vor der Enterprise enttarnt, Kontakt aufnimmt und glaubt, Tasha Yar dort zu sehen. Doch die Romulanerin namens Sela sagt lediglich, daß Tasha ihre Mutter war und gibt Picard 20 Stunden, sich zurückzuziehen. Dr. Crusher kann nicht glauben, daß Sela Tashas Tochter ist und vermutet, daß sie geklont wurde. Deanna hingegen erkennt, daß Sela von ihrer Aussage fest überzeugt ist.
Dann meldet sich Guinan bei Picard. Sie erzählt ihm, daß sie ganz sicher ist, daß Picard Tasha auf die Enterprise C geschickt hat, die bei der Verteidigung des klingonischen Außenpostens Narendra III zerstört wurde. Picard kann das nicht glauben, aber Guinan ist sich sicher, obwohl sie nicht weiß, weshalb.

Bei einem Gelage in der klingonischen Hauptstadt, die neutral ist, so daß sich dort die verfeindeten Kommandanten treffen und zusammen trinken, bevor sie wieder in die Schlacht ziehen, wird Worf, dem diese Sitten völlig fremd erscheinen, niedergeschlagen und verschleppt.

Indes hat Picard ein Treffen mit Sela arrangiert. Sie erklärt, daß ihre Mutter einige der wenigen Überlebenden der Enterprise C war; sie sollte eigentlich hingerichtet werden, nachdem sie in romulanische Gefangenschaft geriet, doch ein General verliebte sich in sie und schenkte ihr das Leben, wofür sie seine Frau werden mußte. Ein Jahr später wurde Sela geboren. Nach weiteren vier Jahren unternahm Tasha einen Fluchtversuch und wurde dafür exekutiert. Picard steht dieser Erklärung skeptisch gegenüber und gibt Sela zu verstehen, daß er sich bei ihrem nächsten Treffen genauso verhalten wird, als wäre sie nicht Tashas Tochter.

Lursa und B'Etor versuchen mittlerweile, Worf zu überzeugen, daß er B'Etor zur Frau nehmen und mit ihr zusammen Toral erziehen sollte. Worf weigert sich und wird auf Selas Befehl erst einmal verhört.

Picard konferiert über Funk mit Gowron, da die Zeit eng wird. Er schlägt vor, daß Gowron eine Offensive startet, damit die Duras' Nachschub anfordern und er die Romulaner enttarnen kann. Gowron stimmt zu, und schon bald melden sich Lursa und B'Etor bei Sela. Picard wirft einen Köder aus: er läßt Riker einen Antriebsschaden simulieren und öffnet dadurch eine kleine Lücke im Überwachungsnetz. Doch Sela durchschaut die List und läßt stattdessen einen starken Tachyonimpuls auf die schwächste Stelle im Netz los, wodurch dieses unterbrochen wird. Die schwächste Stelle befindet sich bei der Sutherland, Datas Schiff. Picard ordnet einen vorläufigen Rückzug an, damit sich die Flotte im Gamma-Eridon-System neu formieren kann. Doch Data vermutet, daß die Romulaner an seiner Position das alte Netz durchbrechen werden. Seiner Theorie nach werden die Romulaner dabei eine Rest-Tachyonsignatur aufnehmen, so daß man sie orten können müßte. Er zieht sich nicht mit den anderen zurück, sondern läßt alles für eine Ortung einleiten. Doch Hobson ist damit nicht einverstanden. Er meint, man hätte keine Chance, die Restsignatur zu orten und gibt zu bedenken, daß Data einen direkten Befehl verweigert, indem er sich nicht zurückzieht. Dann meldet sich die Enterprise, doch Data antwortet nicht, während er Hobson einige Torpedos scharf machen und auf schwache Leistung einstellen läßt. Während Hobson ihm erneut ins Wort fällt, gibt Data den Feuerbefehl, und Hobson tut, wie ihm geheißen. Und tatsächlich: durch die Torpedotreffer sind drei romulanische Schiffe zu identifizieren. Die Romulaner erkennen, daß sie entdeckt wurden, und Sela zieht sich zurück. Sie läßt Lursa und B'Etor mitteilen, sie seien jetzt auf sich gestellt.
Inzwischen wird Worf vom Verhör wieder zurück zu den Schwestern geführt, die erkennen, daß sie ohne die Unterstützung der Romulaner keine Chance haben, den Krieg zu gewinnen und sich aus dem Staub machen, als Kurn mit mehreren Bewaffneten herbeieilt, um Worf zu befreien. Worf konnte indes einen Wächter ausschalten, und Toral, den die Schwestern zurückließen, wird gefangen genommen. Damit hat Gowron den Kampf für sich entschieden.
Data spricht mit Picard: er möchte ein Disziplinarverfahren gegen sich selbst einleiten, da er einen Befehl mißachtet hat. Stattdessen gibt Picard zu bedenken, daß viel zu oft Verbrechen begangen wurden, weil Leute sagten: "Ich habe nur einen Befehl befolgt." Er lobt Datas Leistung und läßt kein Verfahren einleiten.
Abschließend läßt Gowron Toral in die Halle des Hohen Rates führen und bietet Worf die Gelegenheit, Toral zu töten für die Verbrechen seines Vaters. Doch Worf schenkt Toral das Leben: er tötet niemanden wegen der Taten eines anderen. So etwas mag zwar klingonisch sein, doch es ist nicht seine Art. Dann nimmt er seinen Dienst bei der Sternenflotte wieder auf.

Bewertung

Nachdem im ersten Teil alle Figuren in Stellung gebracht wurden, wird man in der Fortsetzung von "Der Kampf um das klingonische Reich" doch noch überrascht. Während sich die Handlung zuvor fast ausschließlich auf die Klingonen konzentrierte, leisten Picard und Co hier einen sehr viel größeren Beitrag. Mit Sela wird dabei die Verbindung zwischen Romulanern und der Duras-Familie erweitert und an "Die alte Enterprise" angeknüpft, wo die Enterprise-C durch einen Zeitspalt in eine parallele TNG-Gegenwart geriet. Nach der Rückkehr der alten Enterprise mit der eigentlich bereits verstorbenen Tasha an Bord wurde die vorige Zeitlinie wiederhergestellt, so daß die Crew mit Ausnahme von Guinan keine Erinnerung an die Begegnung hat. Dadurch ist es verständlich, daß Picard nicht geneigt ist, Sela zu glauben, obwohl ihn das Gespräch mit Guinan nachdenklich gestimmt haben dürfte.
Durch das Tachyonengitter hat Picard einen Weg gefunden, die Romulaner von der Unterstützung der Duras' abzuhalten, ohne dabei die Föderation in den Krieg hineinzuziehen. Dabei sieht man O'Brien erstmals auf der Brücke, wo er die taktische Station übernimmt, die sonst Worf innehat. Riker tritt stark in den Hintergrund, wohingegen Data sein erstes Kommando erhält und es trotz der Skepsis seines ersten Offiziers souverän meistert.
Weniger als beim Vorgänger erfährt man über die Klingonen, obgleich sich insbesondere zwischen Worf und seinem Bruder Kurn einige Schlüsselszenen abspielen, die verdeutlichen, daß Worf zwar Klingone ist, aber durch seine lange Zeit unter Menschen auch viel von den Idealen der Föderation übernommen hat. Picard drückte es im ersten Teil treffend aus, als er sagte, daß Worf sich das beste beider Kulturen herausgepickt hat. So festigt sich auch die Bindung zwischen den beiden, als Worf schließlich seinen Dienst wieder antritt.
Auf gutem Niveau bewegen sich erneut die Effekte. Zwar wirkt die Brücke der Sutherland klein und lieblos, aber die Außenaufnahmen der diversen Schiffe offenbaren so gut wie keine sichtbaren Mängel, und auch die brennende klingonische Hauptstadt sieht einigermaßen vernünftig aus.
Da sich die Handlung schnell und ohne Durchhänger abwickelt, steigt die Spannung nur knapp so hoch wie zuvor.
Insgesamt ist der zweite Teil nicht ganz so gut wie der erste, aber als Doppelfolge ist "Der Kampf um das klingonische Reich" immer noch eine der besten TNG-Folgen und leitet die fünfte Staffel ein, in der es neben alten Bekannten auch wieder viele neue Feinde und Freunde zu sehen gibt.

 
 
 

Spannung

SFX

Handlung

Gesamt

 
 
 

Zusammenhänge

  • Die Handlung um Worf und seine Verstrickungen in interne klingonische Angelegenheiten wurden hier vorerst abgeschlossen, werden aber bei DS9 wieder aufgenommen, bis er am Ende der Serie sogar Gowron tötet. Verwandte Themen werden mit den Romulanern aufgegriffen, doch Gowron wird von nun an vorwiegend bei DS9 eine Rolle spielen. Eingeleitet wurde Worfs Entehrung mit "Die Sünden des Vaters", und die Frage nach der Nachfolge K'mpecs als Führer des Hohen Rates wurde mit "Tödliche Nachfolge" eingeleitet.
  • Das Auftauchen Selas bezieht sich auf die Episode "Die alte Enterprise" (s.o.), woran die Crew jedoch keine Erinnerung besitzt, da man die Enterprise-C in einer parallelen Realität traf.


 
 
 
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  Druckbare Version

 Erstausstrahlung USA:
  23. 9. 1991
 
 Erstausstrahlung D:
  28. 3. 1994
 
 Regie:
  David Carson
 
 Buch:
  Ronald D. Moore
  
 Gaststars:
  Fran Bennett
  Timothy Carhart
  Stephen James Carver
  Denise Crosby
  J. D. Cullum
  Whoopi Goldberg
  Michael Hagerty
  Clifton Jones
  Nicholas Kepros
  Jordan Lund
  Barbara March
  Colm Meaney
  Tom Ormeny
  Robert O'Reilly
  Ben Slack
  Tony Todd
  Gwynyth Walsh
  


  zuletzt geändert:
  2002-03-28, 17:50
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