TOS 3.04 Kurs auf Marcus 12A n d t h e C h i l d r e n S h a l l L e a dReview: Matthias Weber |
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Episodenbeschreibung
Sternzeit: 5027,3Die Enterprise fliegt den Planeten Triacus an und Kirk, Spock und McCoy beamen in Professor Starnes Lager, der dort mit einer Gruppe Archäologen lebte. Das Außenteam findet lauter Tote vor. Nur Starnes ist noch am Leben, doch er erkennt Kirk nicht und stirbt schon bald. McCoy stellt fest, dass sich alle selbst getötet haben. Plötzlich tauchen fünf Kinder auf, die sich als die Kinder der Archäologen vorstellen. Der Tod ihrer Eltern scheint sie wenig zu kümmern und auch während der Beerdigungszermenoie für ihre Eltern gehen sie lieber spielen. McCoy ist der Meinung, dass der Tod der Eltern für die Kinder traumatisch war. Kirk kehrt mit dem Außenteam und den Kindern auf die Enterprise zurück. McCoy warnt Kirk davor, die Kinder jetzt schon zu befragen, da dies den Kindern schaden könnte, doch Kirk geht sehr vorsichtig vor. Die Kinder lassen ihn jedoch nicht an sich herankommen. Als die Kinder in ihrem Quartier alleine sind, fassen sie sich an den Händen und sagen einen Reim auf. Plötzlich erscheint ein fremdes Wesen, welches den Kindern sagt, sie sollen die Enterprise auf Kurs nach Marcus 12 bringen und sich von nichts und niemandem aufhalten lassen. Spock hat inzwischen die Aufzeichnungen von Professor Starnes gefunden und spielt sie Kirk auf der Brücke vor. Starnes und die anderen Archäologen wurden offenbar von einer seltsamen Angst auf dem Planeten befallen. Starnes wird von Aufzeichnung zu Aufzeichnung erregter und verwirrter. Als Tommy Starnes die Brücke betritt, gibt es plötzlich eine Bildstörung und Kirk und Spock beschließen, die Aufzeichnung in Kirks Quartier zu Ende zu schauen. Kirk gestattet Tommy auf der Brücke zuzusehen. Auch Mary gesellt sich bald zu Tommy. Die Kinder verfügen offenbar über merkwürdige Fähigkeiten. Ohne, dass es jemand mitbekommt, veranlassen sie Sulu und Chekov dazu, den Orbit zu verlassen und Kurs auf Marcus 12 zu nehmen. Die beiden bekommen von der Kursänderung jedoch nichts mit, sie meinen auf dem Schirm immer noch den Planeten Triacus zu sehen. Inzwischen bewirkt Don im Maschinenraum die gleiche Wahrnehmungsstörung bei den dortigen Technikern. Auch diese glauben weiterhin im Orbit zu sein, und als Scotty sie auf ihren Irrtum hinweist, greifen sie ihren Chef an. In Kirks Quartier sehen sich Kirk, Spock und McCoy Starnes Aufzeichnungen weiter an. Die Archäologen wurden dermaßen verängstigt, dass sie sich schließlich selbst getötet haben. Spock weiß von einer alten Legende zu berichten, laut der Triacus früher Sitz von einer Piratenbande war, die dann aber ausgerottet wurde. Doch das Böse soll sich immer noch auf dem Planeten befinden und soll nur auf einen Katalysator warten, durch den es wieder aktiv werden kann. Kirk und Spock glauben, dass die Kinder der Katalysator sein könnten. Als Kirk zwei Sicherheitsmänner auf den Planeten und die anderen Wachen vom Planeten zurückbeamen will, stellt er fest, dass die Enterprise sich nicht mehr im Orbit befindet. Auf der Brücke angelangt, führen die Kinder gerade wieder ihren Tanz auf und Gorgon erscheint erneut. Gorgon erklärt ihnen, dass sie weiter nach Marcus 12 fliegen sollen, weil dort Freunde von ihm warten, wenn die Enterprise Crew nicht mitmacht, sollen sie sie gegeneinander aufhetzen, wie sie es mit ihren Eltern gemacht haben. Kirk versucht den Kurs zu ändern, doch die Brückenoffiziere stehen inzwischen alle unter der Kontrolle der Kinder. Als Kirk ein starkes Angstgefühl überkommt, verlässt er mit Spock die Brücke, doch auch im Maschinenraum hat er keinen Erfolg. Scotty verjagt die beiden und auf dem Gang werden sie von Chekov und zwei Sicherheitsoffizieren erwartet, die Kirk und Spock festnehmen wollen. Die beiden können Chekov und die anderen beiden jedoch überwältigen und sie gehen zurück auf die Brücke. Kirk lässt von Spock das Lied abspielen, welches Gorgon beim letzten Mal hergerufen hat und welches Spock aufgezeichnet hat. Und prompt erscheint Gorgon. Nun zeigt Kirk den Kindern einige Aufnahmen, die auf dem Planeten gemacht wurden. Dort sieht man die Kinder, die mit ihren Eltern spielen und glücklich sind, dann sieht man noch einige Bilder der toten Eltern. Durch diesen Schock werden die Kinder aus dem Bann Gorgons geholt und sie hören nun nicht mehr auf ihn. Gorgon, dem der Katalysator entzogen wurde, verliert nun an Macht, bis er letztendlich ganz verschwindet. Die ganze Crew wird nun auch wieder normal. Die Kinder können nun endlich über ihren Verlust weinen, was ein gutes Zeichen ist. Bewertung Nach zwei recht erfreulichen Episoden kommt nun "Kurs auf Marcus 12", welche diesen Eindruck leider absolut nicht aufrecht erhalten kann. Star Trek hatte noch nie ein sonderlich glückliches Händchen, wenn es um Folgen ging, in denen Kinder eine große Rolle gespielt haben. Meistens handelt es sich dann immer um furchtbare Strebertypen, à la Wesley Crusher, oder die Kinder beginnen einen schon nach wenigen Minuten zu nerven, oder das ganze artet einfach in eine furchtbar langweilige Folge aus. Seltsamerweise scheinen die Macher von Star Trek von Kinderepisoden fasziniert zu sein, denn mit fast schon verzweifelter Hartnäckigkeit präsentieren sie uns immer wieder Folgen, die sich um Kinder drehen, obwohl es eigentlich noch kaum eine wirkliche Spitzen-Folge gab, die irgendwie mit Kindern zu tun hatte. In zwei Serien wurden sogar Kinder zu Hauptpersonen gemacht, wobei man natürlich fairerweise sagen muss, dass die Autoren mit der Zeit aus ihren Fehlern doch gelernt haben und ihnen dies bei Jake Sisko besser gelang als noch bei Wesley Crusher. Diese Folge dürfte in die Kategorie totlangweilig fallen. Es wird irgendein langweiliges Wesen präsentiert, das die Crew ein wenig mit ihren Ängsten konfrontiert, über das man sonst aber wenig erfährt. Obwohl die ganze Enterprise Crew bedroht wird, das ganze also eigentlich recht dramatisch sein soll, schläft man während der Folge mehr als einmal schier ein. Seltsamerweise lässt sich die Kritk an dieser Folge noch nicht mal an einem bestimmten Punkt oder an einer bestimmten Ungereimtheit festmachen, die Folge ist einfach alles in allem wenig überzeugend. So richtig schlau wird man aus Gorgan nicht. Welche Ziele verfolgt er eigentlich? Was hat er vor, wenn die Enterprise auf Marcus 12 eintrifft? Warum braucht er dazu unbedingt die Kinder, von einer ewig weit entfernten Forschungsexpedition? Alle Fragen, auf die die Episode keine vernünftige Antwort gibt. Überhaupt erscheint die Episode wenig durchdacht. Die Auflösung ist auch eher schwach. Offenbar scheinen dem Autor hier plötzlich die Ideen ausgegangen zu sein, jedenfalls hätte man schon etwas mehr erwartet, als dass der Widerstand der Kinder lediglich durch das Anschauen von ein paar Bildern gebrochen wird und damit plötzlich Friede, Freude, Eierkuchen-Stimmung herrscht. Auf diesen genialen Plan hätte Kirk auch früher kommen können. So ist es natürlich auch nicht sonderlich überraschend, dass die Folge bei Umfragen unter den Fans bei der Beliebtheit des öfteren auf dem letzten Platz landet. Naja, auch wenn es sicher schlechtere Folgen gibt (zum Beispiel die wirre Folge 1.27: Auf Messers Schneide, oder das noch dümmere 3.01: Spocks Gehirn) hat diese Folge, was Langweiligkeit angeht, einen der oberen Plätze sicher. Die Folge fällt wohl vor allem unter die Kategorie sinnlos und überflüssig, da sie weder charakterseitig, noch von der Handlung selbst interessant genug ist, um auch nur irgendwie zu fesseln. Wenigstens war die Folge recht billig, und konnte so ein wenig Geld für die teureren Folgen 3.03: Der Obelisk und 3.09: Das Spinnennetz einsparen. Zum ersten Mal zu sehen ist hier die Flagge der Föderation, sie macht einen recht langweiligen Eindruck. Ein bißchen mehr, als ein roter Wimpel mit einigen Sternen und dem UFP-Schriftzug drauf, hätte es da schon sein dürfen. Zum vierten Mal in Folge ist Christine Chapel mit von der Partie. Autor Edward J. Lakso arbeitete (man möchte fast sagen: Gott sei Dank) nur einmal für die Originalserie. Regisseur Marvin J. Chomsky inszenierte auch die Folgen 3.07: Das Gleichgewicht der Kräfte und 3.23: Portal in die Vergangenheit. Die deutsche Version kommt wieder einmal vom ZDF und macht aus dem Planeten Triacus den Planeten Triadus. Nur einmal im Transporterraum redet Kirk dann plötzlich doch von Triacus. Außerdem fehlt eine Szene, in der die Kinder Uhura mit ihrer Angst konfrontieren und Uhura plötzlich wie eine alte Frau aussieht. Auch am Ende fehlt ein kleiner Teil der Szene, in der Kirk mit Gorgan (der im Deutschen Gorgon heißt) redet. Der Hilfskontrollraum wird dieses Mal Notsteuerung genannt. Für die DVD-Version wurden die noch fehlenden Szenen ergänzt. Außerdem wurde die eine Szene, in der Kirk doch von Triacus spricht so geändert, dass nun einheitlich von Triadus die Rede ist. Alles in allem eine der langweiligsten und nichtssagendsten Folgen seit langem. |
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Zusammenhänge Majel Barrett hat in dieser Folge ihren 16. Auftritt als Christine Chapel. Das letzte Mal spielte sie in 3.03: Der Obelisk mit. Ihr nächster Auftritt ist in 3.08: Der verirrte Planet. Eddie Paskey hat in dieser Folge seinen 9. und letzten Auftritt als Lieutenant Leslie. Er war in folgenden Episoden zu sehen:
Craig Hundley, der Darsteller von Tommy Starnes, trat bereits in Folge 1.29: Spock außer Kontrolle als Peter Kirk auf. Brian Tochi (Ray Tsing Tao) hatte 23 Jahre später noch einen Auftritt als Fähnrich Peter Lin in der TNG-Folge 4.17: Augen in der Dunkelheit. |
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Kleine TOS-Statstik
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-------------------------------- Ausdruck vom: 30. 07. 2010 Stand des Reviews: 21. 04. 2010 URL: http://www.startrek-index.de/tv/tos3_4.htm |