Da sich die englischen Original- und die deutschen TV-Versionen manchmal erheblich an Länge und Qualität unterscheiden, sei in diesem kleinen Beitrag zur deutschen TOS-Synchronisation zunächst darauf hingewiesen, dass sich alle Bewertungen des TOS-Episodenführers auf die englischen Originalversionen beziehen.
Der Synchronisation der einzelnen Episoden ist in jeder Rezension am Ende der Bewertung jedoch ein kleiner Abschnitt gewidmet, wo Auffälligkeiten, Fehler und sonstige Unterschiede zwischen Originalversion und deutscher Version aufgeführt sind.
Die Anfänge:
Die Synchronisation der Star Trek-Originalserie wird oftmals nicht ganz zu Unrecht stark gescholten.
Los ging alles im Jahre 1972 als sich das ZDF dazu entschloss, die in Amerika längst abgesetzte Serie Star Trek fürs deutsche Fernsehen einzukaufen. Die deutschen Fernsehzuschauer kamen bis dahin (ähnlich wie auch die Amerikaner vor dem Start von TOS) wenig mit Science Fiction in Berührung. Das ZDF ging damit ein nicht ganz unerhebliches Risiko ein, als es den unbedarften deutschen Zuschauern eine zur damaligen Zeit extrem moderne Serie vorsetzte. Nicht zuletzt deswegen war auch der Widerstand in den Reihen des ZDF zunächst recht groß. Doch konnten sich die Befürworter der Serie schließlich doch durchsetzen.
Trotzdem wusste man beim ZDF mit der modernen Serie nicht so richtig umzugehen. Oft wird dem Sender vorgeworfen, die eigentlich recht anspruchsvolle Serie in die Schublade einer Kinderserie einsortiert zu haben. Der Vorwurf ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Offensichtlich traute man einem normal-denkenden Erwachsenen nicht zu, einer dermaßen absurden und kindischen Handlung etwas abgewinnen zu können. Ob es nun wirklich als Kinderserie angesehen wurde, oder nicht, ist aus heutiger Sicht schwer zu beurteilen, Fakt bleibt aber, dass das ZDF die Qualitäten der Serie eigentlich kaum erkannt haben kann, betrachtet man die deutsche Bearbeitung. Oft wurden gerade die interessanten Teile einer Folge zensiert, weil man sie für moralisch fragwürdig hielt, oder weil man sie durch Belanglosigkeiten ersetzen wollte. Ob das nun durch bewusste Einordnung in das Genre der Kinderserien oder einfach aus Unwissenheit und Ignoranz passiert ist, ist letztlich nicht mehr feststellbar und auch unerheblich.
Die heutige Politik der Fernsehsender eine ausländische Serie komplett einzukaufen und auszustrahlen war zur Zeit des ausschließlich öffentlich-rechtlichen Fernsehens noch ziemlich unüblich. Kaum eine amerikanische Serie wurde zu dieser Zeit komplett in Deutschland gezeigt, auch von Star Trek wurden zunächst nur 26 Episoden eingekauft, später kaufte das ZDF noch 13 Episoden nach. Das ZDF konnte seine Episoden dabei völlig frei aus allen 3 TOS-Staffeln wählen.
Die getroffene Auswahl erscheint dabei aber wenig sinnvoll. Betrachtet man die Synchronisation von Episoden wie 2.01: Weltraumfieber, oder 1.22: Der schlafende Tiger, um nur zwei Beispiele zu nennen, muss sich das ZDF durchaus die Frage gefallen lassen, warum man solche Episoden überhaupt eingekauft hat, wenn die Handlung doch ganz offensichtlich aus Sicht der Redaktion nicht für den deutschen Zuschauer geeignet war.
Die ZDF-Ära:
Bei der Synchronisation ging man dann auch wenig rücksichtsvoll mit der Serie um.
Nachdem man bei der Serie "Die Zwei" große Erfolge mit der deutschen Synchronisation gefeiert hatte, (die Serie war im Original recht ernst gehalten und gefloppt, während man bei der Synchronisation viele flotte Sprüche einfließen ließ und somit viele Zuschauer begeisterte) ging man bei Star Trek ähnlich vor. Um die Inhalte der Serie den deutschen Fernsehgepflogenheiten der damaligen Zeit anzupassen, wurden die Dialoge oft alles andere als originalgetreu übersetzt. Während im Original noch ein relativ strenger und ernster, militärischer Umgangston herrschte, wurden in der deutschen Version an vielen Stellen flapsige Kommentare, Kalauer und flotte Sprüche eingebaut, um die zumeist ernste Handlung aufzulockern.
Bedauernswerterweise blieb es jedoch nicht nur bei diesen Veränderungen, die durchaus noch zu verkraften gewesen wären. Oft wurden auch Original-Szenen geschnitten, um die relativ langen Episoden für das Programm zurecht zu stutzen.
Weiterhin wurde der Sinn von Dialogen an vielen Stellen völlig verändert, so dass man oftmals aus der deutschen Version nicht mehr schlau wird.
Dies geschah aus mehreren verschiedenen Gründen, zum Teil um die erwähnten flotten Sprüche und Kalauer unterzubringen, zum Teil auch um dem Zuschauer die Handlung trotz geschnittener Szenen noch verständlich zu machen (was jedoch meistens das Ergebnis nicht besser machte). Manchmal war das Original dem Dialogbuchautor wohl auch einfach zu hoch, oder man verwendete für unbekannte engliche Wörter stur die erste Übersetzung, die das Wörterbuch nannte, ohne auf den Sinn zu achten. An anderen Stellen scheint der Übersetzer wiederum einfach geraten zu haben, was im Original gemeint sein könnte.
Nicht alle in Deutschland fehlenden Szenen hat das ZDF auf dem Gewissen, einige wenige Szenen fehlten bereits in den Kopien, die man aus Amerika geschickt bekommen hatte. Allerdings ist es aus heutiger Sicht schwer bis unmöglich festzustellen, welche Szenen bereits von Anfang an fehlten und welche vom ZDF geschnitten wurden, deswegen ist auch im Episodenführer immer die Rede davon, dass das ZDF geschnitten hat.
Eine Fangemeinde erwacht:
Was bei der heutigen weltweiten Vernetztheit der Star Trek-Fans untereinader durch Fanclubs und Internet schwer vorstellbar ist, ist die Tatsache, dass fast alle TV-Zuschauer zunächst keine Ahnung davon hatten, dass das ZDF oftmals starke Veränderungen vornahm, bevor die Episode den TV-Schirm erreichte.
Erst in den 80er Jahren begann sich in Fankreisen herumzusprechen, dass die deutsche Bearbeitung der Episoden wohl nicht immer ideal war und dass es noch 40 Original-Episoden gab, die in Deutschland nie gelaufen waren.
Aufgrund der Unwissenheit der deutschen Zuschauer wurde die ZDF-Bearbeitung mit all ihren Veränderungen und Eigenheiten natürlich auch zu einem Teil der TOS-Identität in Deutschland. Nicht wenige Fans bezeichnen die alte Synchronisation auch heute noch als Kult, obwohl inzwischen weitläufig bekannt ist, dass die Synchronisation es nicht unbedingt gut mit der Serie gemeint hat.
Ob die flotten Sprüche der deutschen Version nun gerade zur Originalität beitragen oder nicht ist daher eine immer wieder kehrende Streitfrage unter den Fans, bei der es wohl niemals eine Einigung geben wird. Sicher sollte man nicht zuviel Kritik an der Synhronisation üben. Auch wenn so manche Synchronisation aus heutiger Sicht haarsträubend erscheinen mag, war diese Form der Bearbeitung ein Stil, der damals eben Gang und Gebe war und mit der Bearbeitung von Serien in der heutigen, stark veränderten TV-Landschaft kaum noch zu vergleichen ist.
Trotzdem muss man sich natürlich die Frage stellen, wo der Sinn darin besteht, eine Serie zuerst einzukaufen, wenn man hinterher die Hälfte des Inhalts verändert.
Schlimmer als die eingebauten Kalauer dürften auf alle Fälle die verdrehten Dialoge sein, die es manchmal unmöglich machen, den Sinn noch zu erkennen. Hier ist es oftmals wirklich schwer Verständnis aufzubringen, da so mancher Übersetzungsfehler mit etwas mehr Sorgfalt zu verhindern gewesen wäre.
Zugleich muss man dem ZDF natürlich zu Gute halten, dass es unmöglich wissen konnte, welche Entwicklung Star Trek noch nehmen würde und was für Probleme damit durch die Veränderungen in der deutschen Version entstehen würden.
Zum ersten Mal trat ein solches Problem 1979 beim ersten Kinofilm auf. War die Serie in Deutschland noch unter dem Titel "Raumschiff Enterprise" gelaufen, lief der Film nun unter dem Originaltitel "Star Trek", was den Wiedererkennungseffekt für den deutschen Zuschauer natürlich extrem gering machte.
Der deutsche Titel der Originalserie wurde später oft kritisiert, ist aber völlig in Ordnung, wenn man bedenkt, dass es in den 70er Jahren eben noch unüblich war, Anglizismen beizubehalten. Einen Titel wie "Sternenreise" oder dergleichen kann sich wohl ebenfalls kein deutscher Zuschauer wünschen.
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Die Ur-Synchronstimmen der ZDF-Episoden sind im einzelnen:
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| Kirk |
Gert-Günther Hoffmann |
Hoffmann war eine Größe unter den Synchronsprechern. Er schrieb auch zahlreiche Dialogbücher und führte oft Dialogregie, sowohl bei der Synchronisation von TOS, als auch bei anderen Produktionen. Seine Stimme dürfte vielen auch als die ehemalige Stimme von Sean Connery bekannt sein.
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| Spock |
Herbert Weicker |
Weicker synchronisierte neben Spock vor allem Sidney Poitier.
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| Dr. McCoy |
Manfred Schott |
Schott sprach seinerzeit auch Dustin Hoffmann und Jack Nicholson.
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| Scotty |
K.E. Ludwig |
Ludwig schrieb ähnlich wie Hoffmann viele der deutschen Dialogbücher zur Serie. Mit dem Darsteller des Scotty, James Doohan, verband ihn viele Jahre eine enge Freundschaft.
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| Chekov |
Elmar Wepper |
Wepper dürfte einer der wenigen sein, der einem breiteren deutschen Publikum etwas sagt. In den 80er Jahren wurde er in Deutschland als Schauspieler bekannt, unter anderem in Serien-Produktionen wie "Zwei Münchner in Hamburg". Er synchronisierte lange Zeit auch Mel Gibson.
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| Sulu |
Fred Klaus |
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| Uhura |
Rosemarie Kierstein |
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Die Nebenpersonen (Chapel, Kyle, etc.) erhielten leider keine festen Synchronstimmen.
Die Sat.1-Ära:
1973 und 1974 wurden im ZDF die letzten neuen Episoden der Originalserie ausgestrahlt. Insgesamt hatte man 39 Episoden der Originalserie eingekauft.
Die Serie wurde in den darauf folgenden Jahren ab und zu wiederholt, wobei 1978 wohl noch einmal einige Szenen geschnitten wurden, die 1972-1974 noch gesendet worden waren. Von diesen neuen, noch kürzeren Versionen wurden dann Arbeitskopien erstellt und diese waren bis ins Jahr 1994 die Grundlage aller Fernsehausstrahlungen.
Erst 1985 bewegte sich in Sachen Originalserie wieder etwas. Der kurz vorher gegründete Privatsender Sat.1 erworb alle Rechte für die Serie. Zunächst wurden die ZDF-Folgen wiederholt, kurze Zeit später wurden auch weitere 39 Episoden ausgestrahlt, Sat.1 hatte sie zuvor synchronisieren lassen. Damit waren nun mit Ausnahme der Episode 2.21: Schablonen der Gewalt alle Folgen der Originalserie komplett im deutschen Fernsehen zu sehen (allerdings mit den Einschränkungen der geschnittenen Szenen).
Die Sat.1-Synchronisation war nur geringfügig besser, als die des ZDF. Zwar wurden nun keine Szenen mehr geschnitten (die 4 Episoden 1.23: Krieg der Computer, 1.28: Griff in die Geschichte, 2.16: Meister der Sklaven und 2.23: Das Jahr des roten Vogels bilden die Ausnahme), auch die Kalauer und flapsigen Sprüche wurden etwas weniger, jedoch wurden viele Episoden offenbar unter extremem Zeitdruck synchronisiert, was dazu führte, das Dialoge und Gegebenheiten oft haarsträubend falsch übersetzt wurden und somit der Sinn der ganzen Episode völlig im Eimer war.
Erfreulich war hingegen, dass fast alle Originalstimmen wieder vereint werden konnten.
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Die Sat.1-Synchronsprecher waren im einzelnen:
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| Kirk |
Gert-Günther Hoffmann |
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| Spock |
Herbert Weicker |
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| Dr. McCoy |
Randolf Kronberg |
Manfred Schott war leider inzwischen verstorben, weswegen der Wechsel hier unumgänglich war.
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| Scotty |
K.E. Ludwig |
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| Chekov |
Martin Umbach |
Vermutlich wurde der Wechsel hier nötig, da Elmar Wepper inzwischen aufgrund seiner Schauspielerkarriere nicht mehr für eine so lange Zeit zur Verfügung stand.
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| Sulu |
Fred Klaus |
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| Uhura |
Ilona Grandke |
Rosemarie Kierstein war inzwischen ebenfalls verstorben.
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1994 kündigte Sat.1 dann an, alle Episoden der Originalserie ungekürzt zu zeigen, ein beachtliches Versprechen, was sich schon bald als nicht erfüllbar herausstellen sollte. Sat.1 schaffte es zwar an die ursprünglichen ZDF-Fassungen heranzukommen, so dass nun wieder die Versionen von 1972-1974 zu sehen waren, doch war darüber hinaus nichts möglich, da die 72-74 nicht ausgestrahlten Szenen auch gar nicht synchronisiert worden waren. Den Aufwand, alle Synchronsprecher ein drittes Mal zusammen zu trommeln, diese Szenen zu synchronisieren, konnte oder wollte man bei Sat.1 dann wohl doch nicht auf sich nehmen. Im Gegenteil ging man später sogar dazu über, bei den Wiederholungen selbst Szenen zu schneiden, damit mehr Werbung gesendet werden konnte.
Video und DVD - Die Rettung für TOS in Deutschland:
Mitte der 90er-Jahre wurde die Originalserie dann schließlich von CIC auf Video veröffentlicht. Dabei betrieb man verhältnismäßig viel Aufwand. Der Original Vor- und Abspann wurde zusammen mit den Episodencredits wieder eingefügt. Die Videofassungen entsprachen außerdem den ZDF-Fassungen von 1972-1974, bzw. den Sat.1-Fassungen, enthielten also alle bisher synchronisierten Szenen. Bei 3 Episoden ging man sogar noch einen Schritt weiter.
Die Episode 2.21: Schablonen der Gewalt war bisher gar nicht synchronisiert worden, weswegen man das jetzt mit enormem Aufwand nachholte. Die Sprecher setzten sich dabei teilweise aus denen der ZDF-Synchronisation und teilweise aus denen der Sat.1-Synchronisation zusammen. Im einzelnen waren dies:
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Nachsynchronisation 2.21: Schablonen der Gewalt:
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| Kirk |
Gert-Günther Hoffmann |
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| Spock |
Herbert Weicker |
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| Dr. McCoy |
Randolf Kronberg |
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| Scotty |
Manfred Petersen |
Die einzige komplett neue Stimme im Team. K.E. Ludwig war kurz zuvor verstorben. Petersen sollte später noch öfters als Scotty zum Einsatz kommen.
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| Chekov |
Elmar Wepper |
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| Uhura |
Ilona Grandke |
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| Sulu |
- |
Sulu fehlte in der Originalepisode.
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2.01: Weltraumfieber und 2.09: Metamorphose waren die beiden Episoden, die beim ZDF mit am meisten gelitten hatten, weswegen man nun wieder vervollständigte und den ursprünglichen Sinn der Episoden wieder herstellte. Hier griff man jedoch nur teilweise auf die alten Synchronsprecher, zurück. Im Detail waren folgende Sprecher beteiligt:
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Überarbeitung 2.01: Weltraumfieber und 2.09: Metamorphose:
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| Kirk |
Thomas Danneberg |
| Spock |
Herbert Weicker |
| Dr. McCoy |
Joachim Pukaß |
| Chekov |
Elmar Wepper |
| Uhura |
Ilona Grandke |
Scotty und Sulu kamen in den neu synchronisierten Szenen nicht vor.
Warum man bei diesen beiden Folgen darauf verzichtete, die alten Synchronsprecher Gert-Günther Hoffmann und Randolf Kronberg zu verwenden, ist unbekannt. Zumindest der Verzicht auf Kronberg leuchtet ein, da die Originalsynchronisation der Episoden vom ZDF stammte und hier noch Manfred Schott am Werk war. Kronbergs Stimme hätte also ebensowenig wie die neue zum Rest gepasst.
Die Synchonisation der Episode 2.21: Schablonen der Gewalt blieb somit die letzte Übersetzung, wo die wichtigsten Original-Synchronsprecher mit Ausnahme von K.E. Ludwig zusammenkamen. Herbert Weicker und Gert-Günther Hoffmann starben beide 1997.
Die vermutlich letzte Etappe in ihrer langen Reise in Deutschland hat die Originalserie 2004 angetreten. Erstmals erschien die Originalserie auf DVD und nun sollte es endlich soweit sein, der deutsche Zuschauer sollte TOS fortan ungekürzt in deutscher Sprache genießen können.
Dabei standen die Verantwortlichen von Paramount zunächst vor der schwierigen Aufgabe, zu entscheiden, wie die deutsche Tonspur der DVD aussehen sollte.
Zwischen einer Minimallösung, nur mit den bislang nicht synchronisierten Szenen ergänzt, und der Maximallösung, einer kompletten Neusynchronisation war praktisch jeder Mittelweg vorstellbar.
Die Vorteile einer kompletten Neusynchronisation liegen auf der Hand, man hätte mit einem Aufwasch alle Synchronisationsfehler beseitigt gehabt, den Sinn des Originals wieder hergestellt, die fehlenden Szenen automatisch gleich mit synchronisiert.
Auch ein anderer Punkt sollte nicht unterschätzt werden.
Wohl kaum ein anderes synchronisiertes Produkt hat inzwischen eine dermaßen große Auswahl an verschiedenen Synchronsprechern für ein und dieselbe Originalstimme wie die erste Star Trek-Serie. Obwohl die Verantwortlichen natürlich darauf geachtet haben, immer wieder die gleichen Sprecher zu engagieren, ist es inzwischen mit ZDF-, Sat.1-, Video-, DVD-Versionen, sowie zum Teil wechselnden Sprechern bei den TOS-Kinofilmen und Kinofilm-DVD-Versionen kaum mehr zu überblicken, wer Kirk und Co. bereits alles seine Stimme geliehen hat. Eine komplette Neusynchronisation hätte dem Synchronsprecher-Durcheinander natürlich ein Ende gesetzt, da es dann eine komplett-synchronisierte Version mit einheitlichen Sprechern gegeben hätte.
Konsequenterweise hätte man dann natürlich auch die ersten 6 Kinofilme nochmal neu synchronisieren müssen.
Den Vorteilen gegenüber steht natürlich zum einen der extrem hohe Aufwand, zum anderen das Argument, dass die Originalstimmen der TOS-Charaktere und auch die eigenwillige Synchronisation in Deutschland zur Identität der Charaktere und der Serie beigetragen haben.
Viele deutsche Fans sehen die Synchronisation als Kult an und wollen deswegen gar keine neue Komplett-Bearbeitung. Auch wenn es Mitte bis Ende der 80er Jahre einen Sturm der Entrüstung unter den Fans gegeben hatte, als bekannt wurde, wie das ZDF bei der Synchronisation vorgegangen war, hätte es bei einer kompletten Neusynchronisation sicher einen ebenso großen Sturm der Entrüstung gegeben, über die Art, wie mit den guten alten deutschen ZDF- und Sat.1-Versionen umgegangen wird.
Natürlich hätte man dank des Mediums DVD beide Möglichkeiten gleichzeitig ausführen können, indem man einfach noch eine zweite deutsche Tonspur hinzugefügt hätte, doch ist es natürlich verständlich, dass Paramount sich für einen Mittelweg entschieden hat, nämlich den, soviel vom Original zu erhalten, dabei jedoch die fehlenden Szenen zu ergänzen und die schlimmsten Fehlübersetzungen zu korrigieren.
Ich bin zwar immer noch der Meinung, dass die Idee einer kompletten Neusynchronisation bei der Fülle an Fehlern (die gar nicht alle korrigiert werden konnten und wurden) durchaus einen gewissen Reiz hat, doch das ist meine persönliche Ansicht und soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass die vorliegende Nachbearbeitung alles in allem durchaus als mehr als gelungen bezeichnet werden kann.
Die gravierendsten Fehler wurden korrigiert, bis auf wenige kleine Ausnahmen ist der Sinn des Originals wieder hergestellt worden. Dafür muss man den Machern schon einmal ein dickes Dankeschön zugestehen. Etwas störend wirkt sich lediglich die gewöhnungsbedürftige Auswahl an Fehlern aus, die es wert war, korrigiert zu werden.
In der ersten Staffel traute man sich wohl noch nicht so Recht an die Fehler einiger Episoden heran, weswegen hier größtenteils nur die fehlenden Szenen ergänzt und die allerschlimmsten Fehlübersetzungen korrigiert wurden. In der zweiten Staffel übertrieb man es dann fast schon etwas. Hier wurden 24 der 26 Episoden für die DVD-Version nachbearbeitet, oft wurden hier Fehler korrigiert, die kaum der Rede wert waren.
Bei der dritten Staffel hätte man sich wiederum die eine oder andere Nachbearbeitung mehr gewünscht. Zwar wurden hier ähnlich viele Episoden nochmal verändert, doch wurden hier oft nur Szenen eingefügt, während durchaus schwere Übersetzungsfehler unbeachtet blieben. Hier hätte etwas mehr Fehlerkorrektur nicht schaden können.
Insgesamt erfuhren für die DVD-Version 57 der 79 Episoden noch einmal eine Nachbearbeitung.
Als Synchronsprecher waren tätig:
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Nachbearbeitung DVD:
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| Kirk |
Andreas Neumann |
Neumann synchronisierte sogar die Danneberg-Dialoge der Videoversionen nochmal neu, da man mit seiner Wahl nicht zufrieden war. |
| Spock |
Norbert Gescher |
Gescher hatte Spock bereits in 1.00: Der Käfig synchronisiert.
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| Dr. McCoy |
Joachim Pukaß/Randolf Kronberg |
Pukaß wurde immer dann eingesetzt, wenn McCoy in der TV-Version von Manfred Schott synchronisiert worden war (ZDF-Episoden). Kronberg kam dann zum Einsatz, wenn er selbst der Synchronsprecher von McCoy war (Sat.1-Episoden). |
| Scotty |
Manfred Petersen |
Petersen hatte Scotty bereits in 2.21: Schablonen der Gewalt synchronisiert.
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| Chekov |
Elmar Wepper/Martin Umbach |
Wepper wurde immer dann eingesetzt, wenn Chekov in der TV-Version von ihm synchronisiert worden war (ZDF-Episoden). Umbach kam dann zum Einsatz, wenn er der Synchronsprecher von Chekov war (Sat.1-Episoden).
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| Uhura |
Sabine Arnhold |
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| Sulu |
Bernhard Völger/Dirk Müller |
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Abschließend bleibt nur noch die Frage offen, wann auch endlich die selbsternannten Star Trek-Sender Sat.1 und Kabel 1 kapieren, dass es an der Zeit wäre in ihren TV-Wiederholungen die nun zur Verfügung stehenden kompletten Episoden auszustrahlen, auch wenn man hierfür vielleicht noch einmal extra die Rechte erwerben müsste. Sat.1 hätte hier ja eigentlich noch ein Versprechen einzulösen. Bedenkt man jedoch, dass es fast 40 Jahre gedauert hat, bis der deutsche Zuschauer die Episoden überhaupt komplett genießen konnte, ist bis dahin wohl noch ein längerer Weg.