Deutscher StarTrek-Index  
  1.1/1.2 Aufbruch ins Unbekannte  
  Broken Bow  
 

von Yann-Patrick Schlame

 
 
 

Episodenbeschreibung

Zeit: 16. 04. 2151
Teil 1:
Ein kleiner Junge namens Jonathan bemalt das Modell eines Raumshuttles. Wie man erfährt, arbeitet sein Vater am Bau eines Warp 5-Schiffes, doch es werden wohl noch etliche Jahre vergehen, bis das neue Schiff fertig sein wird, zumal die Vulkanier die Menschen immer wieder dazu ermahnen, es mit der Erforschung des Weltalls nicht zu überstürzen, da sie noch nicht bereit seien...

30 Jahre später in Broken Bow, Oklahoma:
Ein Klingone wird von zwei fremden Gestalten durch ein Maisfeld gejagt. Er sucht Unterschlupf in einem Speichersilo, doch die Verfolger können unter dem schmalen Türschlitz hindurchkriechen. Der Klingone ist aber schneller: Mit einem beherzten Sprung verlässt er den Silo und zerstört ihn dann mit einem einzigen Schuss aus seinem Disruptor. Unglücklicherweise wird er sogleich von einem bewaffneten Farmer niedergeschossen.

Naher Erdorbit:
Captain Jonathan Archer und Commander Charles Tucker umrunden in einem kleinen Shuttle die Enterprise NX-01, das erste Warp 5-Raumschiff, das Menschen je gebaut haben. Die Enterprise hat bei den bisherigen Tests bereits Warp 4 erreicht, einige Stellen müssen jedoch noch verstärkt werden, da sich kleinere Probleme ergaben. In wenigen Tagen will man einen Testflug mit Warp 4,5 durchführen - Neptun und zurück in 6 Minuten! Dann wird Archer von Admiral Forrest zur medizinischen Abteilung der Sternenflotte gerufen.
Dort angekommen erfährt er von dem schwer verletzten Klingonen. Der vulkanische Botschafter Soval und seine Begleiter erläutern, welches Glück die Menschen haben, dass die Vulkanier bereits mit dem klingonischen Heimatplaneten Kontakt aufgenommen und die Situation erklärt haben, ansonsten wäre sicher noch vor Ende der Woche eine Staffel klingonischer Birds of Prey vor Ort. Sie schlagen vor, den Klingonen sterben zu lassen und seinen Körper zur klingonischen Heimatwelt Qo'noS zu bringen.
Archer erhebt heftigen Einspruch: Der Klingone ist noch nicht tot. Solange eine Chance besteht, dass er überlebt, will Archer ihn persönlich bei seinem Volk abliefern - lebendig. Die Enterprise kann in 3 Tagen bereit sein. Obwohl die Vulkanier widersprechen, stimmt Admiral Forrest schließlich zu. Archer, der noch keinen medizinischen Offizier hat, wendet sich an den außerirdischen Doktor Phlox, der in der medizinischen Abteilung der Sternenflotte seinen Dienst tut: Wer könnte besser geeignet sein, an Bord der Enterprise als Arzt zu arbeiten?

Dort werfen Waffensystemoffizier Malcolm Reed und Steuermann Travis Mayweather einen eher skeptischen Blick auf den Transporter: Eines Tages soll der Transporter genutzt werden, um Menschen zu beamen. Doch die Beiden stimmen überein, dass sie ihre Moleküle lieber nicht vom Transporter durch die Gegend teleportieren lassen wollen, bevor die sichere Funktion nachgewiesen wurde.
Auf dem Weg zum Maschinenraum bemängelt Mayweather die künstliche Schwerkraft: Sein Vater, ein Frachterkapitän, hielt die Schwerkraft üblicherweise bei 0,8 g, um sich etwas leichter zu fühlen.
Im Maschinenraum angekommen treffen sie auf Tucker. Reed macht sich Sorgen, weil die Waffensysteme noch nicht einsatzbereit sind und er auf dringende Versorgungsgüter wartet. Tucker vertröstet ihn auf den nächsten Morgen.

Indes reist Archer nach Brasilien, denn es gilt noch die Kommunikations- und Sprachenexpertin Hoshi Sato für den Flug zu gewinnen. Zunächst ist Hoshi alles andere als begeistert, denn für ihre Schüler steht das Examen vor der Tür, sie wird erst in drei Wochen bereit sein. Doch als Archer ihr einige Aufzeichnungen des Klingonen vorspielt und ihr in Aussicht stellt, dass sie als erster Mensch mit den Klingonen sprechen könnte, kann sie schließlich nicht mehr nein sagen.

Zurück an Bord erläutert Archer, dass mit Subcommander T'Pol eine Vulkanierin als Wissenschaftsoffizier bei der Mission anwesend sein wird. Diesen Kompromiss musste man eingehen, weil die Vulkanier ansonsten ihre Sternkarten nicht zur Verfügung gestellt hätten. Die beiden Sternenflottenoffiziere konfrontieren T'Pol mit der Vermutung, die Vulkanier hätten sie als Spionin an Bord geschickt. T'Pol entgegnet, ihre Aufgabe wäre keineswegs Spionage, sondern Hilfestellung auf dieser ersten interstellaren Mission der Menschheit. Auch gibt sie klar zu erkennen, dass die Menschen ihrer Ansicht nach noch nicht weit genug sind und lieber noch die Finger von dieser Mission lassen sollten - was Archer und Tucker gänzlich anders sehen.

Bald darauf findet im Raumdock eine große Zeremonie statt: Admiral Forrest hält anlässlich des Aufbruchs der Enterprise eine Rede, erwähnt dabei vor allem den Warppionier Zephram Cochrane und den "Schöpfer" der Enterprise, Archers Vater Henry. Um Cochrane nicht einfach zu zitieren, zeigt er die Rede, die Cochrane 32 Jahre zuvor bei der Einweihung des Warp-Komplexes hielt:
"On this site, a powerful engine will be built. An engine that will some day help us to travel 100 times faster than we can today. Imagine it: thousands of inhabited planets at our fingertips - and we'll be able to explore those strange new worlds, and seek out new life and new civilizations. This engine will let us go boldly, where no man has gone before."

("An diesem Platz wird ein kraftvolles Triebwerk gebaut werden. Ein Triebwerk, dass es uns ermöglichen wird, eines Tages 100 mal schneller zu reisen, als wir es heute können. Stellen Sie es sich vor: Tausende bewohnter Planeten in direkter Reichweite - und wir werden in der Lage sein, diese fremden neuen Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen zu entdecken. Dieses Triebwerk lässt uns dorthin vordringen, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist.")

Dann ist es soweit: Die Enterprise verlässt das Raumdock und tritt ihre Reise an.

Währenddessen findet weit entfernt ein aufschlussreiches Gespräch statt: Ein Außerirdischer von derselben Spezies wie die Klingonenjäger unterhält sich mit einer fremden Person, die durch eine zeitverzerrende Vorrichtung mit ihm spricht. Der Fremde will wissen, wo sich der Klingone Klaang befindet und wird vom Außerirdischen informiert, dass die Menschen Klaang in ihrer Gewalt haben. Außerdem seien 2 Soldaten gestorben. Der Fremde verlangt, dass die Beweise zurückgeholt werden, was ihm der Außerirdische bereitwillig verspricht.

Auf der Krankenstation unterhält sich Archer mit Dr. Phlox. Phlox findet großen Gefallen an der Erde und den Menschen. Ganz besonders mag er chinesisches Essen. Er betrachtet seine Zeit auf der Enterprise als eine großartige Gelegenheit, mehr über andere Spezies zu erfahren. Darum ist er auch nicht traurig, dass er für die Dauer der Mission aus dem medizinischen Interspezies-Austausch herausgenommen wurde, um an Bord der Enterprise zu dienen.
Archer erklärt, dass man in etwa 80 Stunden Qo'noS erreichen wird. Bis dahin muss der Klingone wach sein, und er sollte besser in der Lage sein, auf seinen eigenen Füßen seinen Heimatplaneten zu betreten. Phlox meint, sein Patient könnte durchaus jederzeit aufwachen, vielleicht aber auch nicht - doch ist er optimistisch.

Beim Abendessen erfahren Archer, Tucker und T'Pol etwas mehr über die gegenseitigen Unterschiede: Vulkanier berühren ihr Essen nicht mit Fingern, Snacks eingeschlossen. Zum Glück wusste man aber, dass sich Vulkanier vegetarisch ernähren - was Archer und Tucker nicht davon abhält, ein saftiges Steak zu sich zu nehmen.

Am nächsten Tag erwacht schließlich der Klingone. Hoshi hat Probleme mit dem Übersetzungscomputer, und auch sie selbst versteht den Klingonen kaum. Scheinbar redet er nur wirres Zeug, und Phlox bestätigt, dass der Klingone sich noch immer nicht vollständig von der Verletzung erholt hat; vermutlich wisse er gar nicht, was er rede. Dann fällt die Enterprise plötzlich unter Warp, die Energie fällt überall aus. Mehrere Außerirdische von der Art der beiden Klingonenjäger kommen an Bord. Auf der Krankenstation kann man einen der Angreifer erschießen, doch die anderen schnappen sich den Klingonen und verschwinden so schnell, wie sie gekommen sind.
Nachdem die Energie wieder da ist, checkt man die Sensor-Logs, doch dort ist nichts zu erkennen. Offenbar verwendeten die Angreifer ein getarntes Schiff. T'Pol erklärt die Mission für gescheitert, da der Klingone verloren wurde, und rät zur Umkehr. Archer widerspricht ihr heftig: der Klingone sei nicht verloren worden, sondern gewaltsam aus dem Schiff geholt. Er denkt gar nicht daran, die Mission abzubrechen. Stattdessen will er die Angreifer verfolgen und den Klingonen zurückholen. Auch T'Pols Hinweis auf die unzureichenden Sensoren können ihn von dem Vorhaben nicht abbringen.
Der entscheidende Hinweis ergibt sich aus dem, was der Klingone vor dem Angriff gesagt hatte. Nachdem sie sich in Ruhe mit den Aufzeichnungen beschäftigen konnte, hat Hoshi einige Worte herausgefunden, die hilfreich sein könnten. T'Pol gelingt es, den Zusammenhang herzustellen: eines der Worte lautet "Rigel". Auf Rigel X hatte der Klingone den vulkanischen Aufzeichnungen zu Folge zuletzt gestoppt, bevor er auf die Erde geflogen war. Sofort lässt Archer Kurs auf den 10. Planeten im Rigel-System setzen.

Von Dr. Phlox erfährt er, dass die Angreifer, die offenbar Suliban genannt werden, genetisch verändert wurden. Grundsätzlich ähneln sie den Menschen, doch der erschossene Angreifer hat stark veränderte Organe - seine Lunge beispielsweise ermöglicht ihm das Atmen in unterschiedlichsten Atmosphären, seine Haut ähnelt der eines Chamäleons, und mit seinen Augen konnte er vielleicht sogar Dinge sehen, die die Schiffsssensoren nicht erfassen können. Die genetische Veränderung wurde offenbar gezielt durchgeführt, ist keine zufällige natürliche Mutation.

Die Suliban verlieren keine Zeit: Nachdem sie den Klingonen Klaang unter Drogen gesetzt haben, beginnen sie sofort mit einem Verhör, wollen wissen, was er den Menschen gesagt hat und wo sich eine bestimmte Nachricht befindet. Von der Nachricht weiß Klaang nichts, aber er gibt preis, dass er sich zuletzt auf Rigel X mit einer Sulibanfrau namens Sarin getroffen hat...

Im Rigel-Orbit angelangt, stellt Archer 3 Teams zusammen: Er und Hoshi, Tucker und T'Pol sowie Reed und Mayweather sollen sich im großen Handelskomplex auf der Oberfläche nach Klaang umhören, irgendjemand muss den großen Klingonen ja sicherlich bemerkt haben. T'Pol gibt noch einige Hinweise: Viele der Außerirdischen auf Rigel sind mit Fremden ungeduldig, man solle also sehr vorsichtig sein - zumal noch niemand auf Rigel je einen Menschen gesehen hat.

Trotz intensiver Befragung kann man jedoch keinen Hinweis auf Klaang finden.

Teil 2:
Stattdessen geraten Archer und Hoshi in eine Suliban-Falle und werden gefangen genommen. Bald darauf stellen sie fest, dass es Tucker und T'Pol auch nicht besser erging. Archer wird zu einer fremden Frau geführt, die von ihm wissen will, weshalb er Klaang sucht. Archer antwortet schließlich, dass er Klaang nach Hause bringen will. Die Frau kommt ihm näher, küsst ihn - und verwandelt sich dann vor seinen Augen von einer menschlichen Gestalt in eine Suliban. Sie erklärt, dass sie Vertrauenswürdigkeit erkennen kann - wenn sie jemandem nah genug ist. Da sie nun weiß, dass sie Archer vertrauen kann, gibt sie einige Informationen preis: Ihr Name ist Sarin. Klaang sei hier auf Rigel gewesen, um sie zu treffen. Sie hatte ihm eine sehr wichtige Nachricht für seine Heimatwelt mitgegeben:
Es existiert eine Gruppe von Suliban, die von einer unbekannten Person aus der fernen Zukunft Befehle erhält. Auf Befehl dieser Person führen sie seit einiger Zeit Angriffe im klingonischen Imperium aus und lassen es so aussehen, als würde eine klingonische Fraktion die andere angreifen. Wenn man das nicht bald stoppt, kommt es über kurz oder lang zu einem schweren Krieg zwischen den unterschiedlichen klingonischen Fraktionen, der das Imperium zerschmettern wird - und das muss unbedingt verhindert werden, indem man die Beweise dem Hohen Rat überreicht. Doch Klaang, der die Beweise nach Qo'noS bringen sollte, wurde von den Suliban abgefangen, weshalb er auf der Erde mit seinem Schiff abstürzte.
Sarin ist bereit, Archer zu helfen, doch haben sie und ihre Leute kein Schiff, weshalb man sie auf der Enterprise mitnehmen soll.
Plötzlich wird auf die beiden geschossen - die bösen Suliban haben sie aufgespürt. Die gefangene Enterprise-Crew wird schnell freigelassen und man flieht zum Shuttle, doch Sarin wird erschossen. Auf dem Dach des Komplexes tobt ein Schneesturm, der sowohl Funk als auch Sensoren stört. Reed und Mayweather, die nach der erfolglosen Suche zum Shuttle zurückgekehrt sind, können den anderen daher zunächst nicht helfen. Als sie aber mitbekommen, dass Archer und der Rest von Suliban verfolgt werden, sammeln sie schleunigst alle ein, doch T'Pol fällt aus dem Shuttle und gerät mitten ins Feuergefecht. Archer kommt ihr zu Hilfe, rettet sie, wird aber ins Bein geschossen. Mit letzter Kraft kann er sich ins Shuttle retten, und man fliegt schleunigst zur Enterprise zurück.

In der Dekontaminationskammer, die Tucker und TPol aufsuchen müssen, erläutert T'Pol, dass sie nun das Kommando übernimmt, da sie nach Archer den höchsten Rang hat. Tucker ist zwar alles andere als begeistert, stimmt aber zu.
6 Stunden später erwacht Archer aus der Narkose; mit einem seesternähnlichen Tier hat Phlox die Schusswunde erfolgreich behandelt, Archer ist wieder dienstfähig - und sehr überrascht, als er erfährt, dass T'Pol nicht etwa die Mission abgebrochen hat, sondern vielmehr eine Methode entwickelte, die Warpspur des Suliban-Schiffes doch erkennbar zu machen und einen Verfolgungskurs setzen ließ. Wie sie erläutert, hielt sie es für angebracht, so zu entscheiden, wie der Captain es gewollt hätte.
Bei einem Logbucheintrag ist Archer verwirrt: Stellt T'Pols plötzliches Entgegenkommen eine Art Gegenleistung für ihre Rettung dar? Sehr vulkanisch wäre das jedenfalls nicht...

Dann ist man am vorläufigen Ziel angekommen: Das Sulibanschiff war bei einem Gasriesen der Klasse 7 unter Warp gegangen. Die Spur verliert sich in der Strahlung, aber T'Pol entdeckt einen Weg, die Sensoren erneut zu modifizieren. Man entdeckt die Spuren von nicht weniger als 14 Schiffen, die in den vergangenen 6 Stunden hier entlang geflogen sind. Als man den Spuren folgt, entdeckt man in der oberen Atmosphäre eine riesige Anlage, genannt Helix; überall um die Helix herum haben kleine 2-Mann-Schiffe angedockt, verbunden über ein magnetisches System. Wie sich zeigt, sind diese Shuttles durchaus nicht ungefährlich: Kaum dass man bemerkt wird, wird die Enterprise auch schon angegriffen, so dass man sich zunächst einmal in die höher gelegene Phosphorschicht zurückzieht, wohin die anderen Schiffe nicht folgen können.
Offenbar wird Klaang in der Helix festgehalten. Ein Eindringen mit der Enterprise kommt nicht in Frage. Also kapert Archer mittels Greifarmen eine der Kapseln. Mayweather erkennt schnell die Funktionsweise und erläutert Tucker die Steuerung. Bevor Archer und Tucker sich auf den Weg machen, hat Reed allerdings noch ein paar Kleinigkeiten parat: Zunächst ein Gerät, mit dem man die magnetische Polarität in großem Radius umkehren kann. Auf der Station angewendet, müsste es die magnetischen Verbindungen unwirksam machen und damit für jede Menge Verwirrung sorgen können. Außerdem hat er neue Waffen parat: Phasen-Pistolen, die über 2 Einstellungen verfügen: Betäuben und Töten. Wie er anmerkt, sollte man das besser nicht miteinander verwechseln.

Sogleich machen sich Archer und Tucker auf den Weg. Kurz darauf haben sie die Station erreicht und docken an. Während sie sich auf die Suche nach Klaang machen, wird die Enterprise von den Suliban mit Näherungsminen unter Beschuss genommen. Zunächst kann man die Position noch halten, doch nach Kurzem kommen die Minen zu nahe, man muss einige Kilometer Abstand gewinnen - zwar wird es für Archer und Tucker somit fast unmöglich, die Enterprise zu finden, aber wenn man auf Position bliebe, gäbe es in kurzer Zeit nicht mehr viel zu finden...

Schnell gelingt es Archer und Tucker, Klaang zu finden. Er ist zunächst misstrauisch, folgt ihnen dann aber. Als die drei von den Suliban entdeckt und angegriffen werden, kann Klaang einen von ihnen mit seinen bloßen Händen überwältigen. Archer aktiviert das Magnetgerät, und sogleich fallen die Kapseln von der Station ab. Er befiehlt Tucker, den Klingonen zur Enterprise zu bringen und dann zurückzukommen, um ihn selbst abzuholen.
Auf der Station bemüht sich Archer, den Suliban auszuweichen. Dabei gerät er in einen geheimnisvollen Raum, in dem die Zeit nicht den üblichen Gesetzen zu gehorchen scheint - all seine Bewegungen verschwimmen förmlich ineinander. Dann hört er eine Stimme sprechen - und der Sprecher kennt seinen Namen. Er behauptet, Archer und die Menschen zu kennen und ihnen weit überlegen zu sein. Er lässt die Tür öffnen und fordert Archer zum Gehen auf...

Mit Hoshis Hilfe kann man die Kapsel orten, die man sogleich an Bord holt. T'Pol will sofort verschwinden. Ihrer Ansicht nach war es gefährlich genug, Klaang zu befreien. Jetzt umzukehren, um Archer zu befreien, wäre viel zu risikoreich, und noch dazu unlogisch. Doch Tucker ist anderer Meinung und kann T'Pol schließlich überzeugen. Die Enterprise macht sich auf den Weg zur Station, um dort anzudocken. Für den Fall der Fälle bereitet Tucker allerdings den Transporter vor, denn wenn die Verteidigungsanlagen der Suliban noch intakt sein sollten, wäre ein Andockvorgang kaum durchführbar.

Nachdem sich die Tür wieder schließt, gibt sich der Sprecher zu erkennen: es ist ein Suliban. Er greift Archer unvermittelt an und bringt die Phasen-Pistole in seinen Besitz. Ohne langes Zögern schießt er auf Archer, doch durch die Zeitverzerrungen kann Archer dem Schuss ausweichen - und es gibt einen unerwarteten Nebeneffekt: von der Wand, wo der Schuss auftrifft, breitet sich eine Schockwelle bis zurück zum Schützen aus. Der ist aber damit noch nicht außer Gefecht gesetzt, schießt erneut auf Archer - und wird wieder Opfer der Druckwelle. Mit einem Hechtsprung rettet sich Archer in den Vorraum, aber der Suliban folgt ihm. Als man die Zeitverzerrung hinter sich gelassen hat, versucht Archer zu entkommen, doch der Suliban zielt wieder auf ihn und schießt erneut - in diesem Moment wird Archer auf die Enterprise gebeamt. Dort angekommen kann er nicht fassen, was passiert ist. Tucker entschuldigt sich dafür, meint aber, außer dem Transporter habe man keine Möglichkeit gehabt, Archer herauszuholen.
Da nun alle an Bord sind, verschwindet man sofort aus der Atmosphäre des Gasriesen und setzt endlich wieder Kurs auf Qo'noS.

Zusammen mit Klaang betritt man wenig später die rustikale Halle des Klingonischen Hohen Rates. Einer der Klingonen tritt Klaang mit einem Messer gegenüber, schneidet ihm in die Handfläche. Ein anderer Klingone fängt einige der Blutstropfen mit einer Phiole auf, gibt sie in einen Computer. Dort wird die DNA gescannt und enthüllt schließlich die geheime Nachricht, die Klaang in sich trug, was die anwesenden Klingonen zu großem Jubelgeschrei veranlasst. Der alte Klingone spricht einige Worte zu Archer, daraufhin wendet er sich wieder den anderen zu. Archer bleibt nicht viel, als die Worte als ein 'Dankeschön' aufzufassen und zur Enterprise zurückzukehren.

Bald darauf gibt es gute Neuigkeiten: Admiral Forrest war überaus beglückt, dass er zur Abwechslung den Vulkaniern einmal wichtige Informationen mitteilen konnte. Er möchte, dass die Enterprise nach dieser erfolgreichen Mission ihre Reise fortsetzt und damit ihre Forschungsmission nun endlich beginnt. Archer meint, Dr. Phlox würde sicher gerne noch einige Zeit an Bord bleiben. T'Pol allerdings soll wohl bald wieder zurückkehren...

Archer bittet sie in sein Quartier. Er meint, ohne T'Pols Hilfe wäre die Mission ein Fehlschlag gewesen. Er könnte sich an den Gedanken gewöhnen, sie als Wissenschaftsoffizier an Bord zu behalten. Doch wenn er sie als Offizier anfordere, würde man das seitens der Vulkanier sicher so auffassen, als wäre er auf die Hilfe der Vulkanier angewiesen...
T'Pol versteht, worauf er hinaus will, und erklärt sich bereit, ihrerseits darum zu bitten, weiterhin an Bord der Enterprise zu dienen.

Kurz darauf auf der Brücke verkündet Archer der Crew die neuen Befehle und lässt Kurs auf einen bewohnbaren Planeten nur wenige Lichtjahre entfernt setzen, womit die Reisen der Enterprise ihren Anfang nehmen.

Bewertung

Eine neue Serie - ein neuer Beginn.

Nachdem man über 14 Jahre hinweg das Schicksal des Star Trek-Universums kontinuierlich verfolgen konnte, wollten die Macher etwas Neues versuchen.
Da TNG viele neue Fans gewinnen konnte, wollte man den Zuschauern zeigen, wie sich die Geschichten im 24. Jahrhundert weiterentwickelten. Doch der Dominionkrieg bei DS9 und die Erforschung des Delta-Quadranten durch die Voyager ließen in Hinblick auf die eigentliche Idee von Star Trek - das Erforschen neuer Welten - wenig Platz. Eine Veränderung der Zielsetzung hin zu einer Teeny-Soap wurde verworfen, stattdessen ging man mit der 5. Realserie in die Vergangenheit, um die frühesten Anfänge zu zeigen.

Verständlicherweise rief das Konzept viele kritische Stimmen hervor - eine Serie mit der Tricktechnik der Jahrtausendwende würde wohl kaum glaubwürdigerweise noch vor der Classic-Serie der 60er Jahre spielen können. In mehrfacher Hinsicht droht Gefahr, dass die in den letzten Jahren ohnehin schon oft gebeutelte Kontinuität endgültig unheilbare Risse erhält. Doch es sei vorweg gesagt, dass Enterprise viele Klippen geschickt umschifft und den Grundstein legt für neue Abenteuer im (noch nicht) bekannten Universum.

Der Pilotfilm beginnt mit einem kurzen Rückblick auf Archers Jugend. Und bereits als Kind hat er gelernt, den Vulkaniern misstrauisch gegenüber zu stehen. Schnell wird klar, dass die Vulkanier seit dem ersten Kontakt versucht haben, die Menschen vor der großen Unbekannten zu schützen, die das Universum darstellt. Und wie man in "Broken Bow" erkennt, ging es ihnen wohl auch darum, die große Unbekannte vor den Menschen zu schützen, die mit ihrer Art dazu neigen, vorschnell Schlüsse zu ziehen und Situationen sowie Personen zu beurteilen.
Damit wird schon zu Anfang klar, dass sich seit Cochranes legendärem Warpflug Vieles zum Guten gewendet hat, dass aber die Menschen noch nicht gelernt haben, über ihren Horizont zu blicken. Die Perspektive der allseits logischen und gebildeten Vulkanier steht im Gegensatz zur Perspektive der Menschen, die nun endlich ihre Chance ergreifen wollen, um das Weltall zu erforschen, Lebensformen und Planeten kennen zu lernen. Ein interessanter Konflikt, der bis ins 24. Jahrhundert andauert, nimmt damit seinen Beginn, und es erfreut, dass in "Broken Bow" keine schnelle Lösung dafür gefunden wird.

Während der gesamten Folge gibt es unzählige Meinungsverschiedenheiten zwischen Archer und Tucker auf der einen sowie T'Pol auf der anderen Seite. Auf Situationen des gegenseitigen Verständnisses folgen wieder Situationen der Konfrontation; so z.B. T'Pols Einlenken, als Archer verwundet ist, später aber ihre Aufforderung, den Gasriesen zu verlassen, obwohl sich Archer noch in der Suliban-Station befindet. Versöhnliches folgt dennoch am Schluss, als Archer erkennt, dass man ohne T'Pol kaum eine Chance gehabt hätte. Trotz der Überheblichkeit der Vulkanier kann er nicht leugnen, dass die Vulkanier tatsächlich in mancher Hinsicht den Menschen überlegen sind, T'Pols Anwesenheit dadurch von Vorteil ist - möglicherweise sogar für beide Seiten.

Doch nun zur eigentlichen Handlung:

Ungewohnt actionreich präsentiert sich mit "Broken Bow" der Enterprise-Pilotfilm, noch vor dem Vorspann gibt es die erste Schießerei. Der Zuschauer wird zunächst im Unklaren gelassen, was es mit Klaang und den Suliban auf sich hat. Nach einer kurzen Platzrunde um die Enterprise wird dann aber schnell der Bezug zur Einleitung hergestellt, obgleich die Motive der getöteten Verfolger noch verborgen bleiben.
Im Anschluss wird die Crew der Enterprise eingeführt. Mit Tucker hatte man bereits Bekanntschaft gemacht, auf der Erde gewinnt Archer noch Phlox und Hoshi dazu, auf der Enterprise lernt man dann noch Reed, Mayweather und T'Pol kennen.

Sogleich geht es auf zum klingonischen Heimatplaneten, doch ist die Reise nur von kurzer Dauer, da die Suliban ein weiteres Mal Klaang einfangen wollen - diesmal mit Erfolg. An dieser Stelle ergibt sich der erste Konflikt zwischen Archer und T'Pol: Während sie es für logisch hält, umzukehren, ist Archers Kampfgeist nun erst richtig erwacht, denn er will den "verlorenen" Klingonen zurückholen. Als Captain kann sich Archer glücklicherweise durchsetzen. Bald darauf ist man auf Rigel X eingetroffen, und Enterpise spielt das Potenzial des 22. Jahrhunderts voll aus: selten mutete eine außerirdische Welt so fremd und geheimnisvoll, zugleich aber faszinierend und verlockend an, wie Rigel X. Alle Arten von exotischen Aliens bevölkern den Handelskomplex und lassen die Welt sehr lebendig erscheinen.
Spannend geht es mit der Gefangennahme der Außenteams weiter. Schließlich erfährt man endlich, was es mit den Suliban auf sich hat, als Sarin den Temporalen Kalten Krieg erwähnt, der derzeit ausgefochten wird. An dieser Stelle mutet der Krieg noch arg merkwürdig an, zumal keine Erklärung für die eigentlichen Motive der Verantwortlichen gegeben wird (ganz zu schweigen davon, dass die Verantwortlichen noch unbekannt sind). In Episode 11, "Der kalte Krieg", wird das Thema bereits wieder aufgegriffen, womit Enterprise erfreulich früh zu erkennen gibt, dass die Episoden zumindest locker miteinander verknüpft sind.

Sehr schön sind die folgenden Szenen, als Archer k.o. ist, T'Pol das Kommando übernimmt und wider Erwarten die Mission fortsetzt und durch die Rekalibrierung der Sensoren auch erstmals aktiv eingreift. Anschließend wird bereits der etwas langwierige Showdown eingeleitet: die Enterprise folgt den Suliban zum Gasriesen, entdeckt die Helix, und ein wagemutiger Befreiungsversuch wird gestartet, der mit einigen Umwegen auch zum Ziel führt.
Besonders interessant ist dabei das Aufeinandertreffen von Archer und Silik, dem Führer der Suliban-Kämpfer. Silik ist es, der vom geheimnissvollen Fremden aus der Zukunft die Befehle empfängt und seine Schar von Getreuen leitet, deren Angriff auf das klingonische Imperium nun durch Archer vereitelt wurde. Silik, der mit dem Handlungsbogen um den Temporalen Kalten Krieg eng verknüpft ist, wird in "Der kalte Krieg" ebenfalls wieder mit von der Partie sein und dort Archer das Leben retten, während er hier in "Aufbruch ins Unbekannte" noch versucht, Archer zu töten - was nur durch den Einsatz des Transporters in letzter Sekunde vereitelt werden konnte.

Und damit sind wir dann bereits beim Blick auf die Technik von Enterprise: Die Türen auf dem Schiff werden per Knopfdruck geöffnet, die bordinterne Kommunikationsanlage verfügt ebenfalls nur über wenige, große Knöpfe, der Warpantrieb reicht gerade mal bis Warp 5, und der Transporter wurde bei der Rettung Archers das erste Mal für lebende Materie genutzt. Nicht zu vergessen, dass die Enterprise keine Schutzschilde hat, sondern eine polarisierbare Hülle. Phaserbänke fehlen ebenfalls, das Offensivpotenzial des Schiffes beschränkt sich auf wenige Torpedorohre.
Zusammengefasst ist die Technik selbst gegenüber der klassischen Enterprise geradezu primitiv. Viele aus den anderen Serien bekannte Geräte existieren bereits oder sind in Ansätzen vorhanden (wie beispielsweise die Phasen-Pistolen), funktionieren aber bei Weitem nicht so effektiv, wie man es gewohnt ist. Lediglich die Kommunikatoren wirken kleiner als diejenigen bei TOS, haben dabei aber scheinbar eine ähnliche Reichweite.
Das Innendesign der Enterprise wurde stark an das Innere von U-Booten angelehnt. Die Gänge sind eng, auf dem Schiff ist es bei Weitem nicht so hell wie auf den späteren Sternenflottenschiffen, die Crew setzt sich ausschließlich aus Sternenflottenangehörigen zusammen (von Phlox und T'Pol abgesehen), Zivilisten oder gar Familien haben auf diesem Forschungsschiff noch nichts verloren.

Der Spagat zwischen dem Design der späten 60er Jahre und einer Technik, die gleichzeitig 150 Jahre in der Zukunft liegt und 100 Jahre älter als diejenige bei Kirk ist, ist nicht in jeder Hinsicht gelungen. Manches Handy wirkt leistungsfähiger als die Enterprise-Kommunikatoren, manches Kreuzfahrtschiff hat eine technisch anspruchsvoller wirkende Brücke. Alles in allem jedoch erzeugt der Aufbau der Enterprise eine sehr gute und auch glaubwürdige Atmosphäre, die sich an TOS anlehnt und gleichzeitig davon abhebt. Auch die Wahl der navyähnlichen Uniformen dürfte hierzu breitragen, die an TOS orientierte Farbgebung zeigt sich lediglich auf schmalen Streifen im Schulterbereich.

Weg von der Technik, hin zu den Charakteren: Scott Bakula, sicherlich vielen als Dr. Sam Becket in "Zurück in die Vergangenheit" bekannt, ist die ideale Besetzung für die Rolle des Captains. Captain Archer verbreitet eine angenehme Ausstrahlung, ist entschlussfreudig, schreckt vor einer Prügelei nicht zurück und geht kaum einer Konfrontation aus dem Weg. Dennoch ist er zugleich Diplomat und begegenet Fremden zunächst einmal in der Annahme, dass sie freundlich gesonnen sind. Auf diese Weise erinnert Archer an Kirk, und der Begriff 'Cowboy-Diplomatie' drängt sich auf. Nach drei bedacht handelnden Sternenflottencaptains stellt Archer aber einen angenehmen Gegensatz zu seinen Vorgängern der jüngeren irdischen Vergangenheit dar.
Trip Tucker, der im Original mit einem kaum zu überhörenden Südstaaten-Akzent spricht, ist als Chefingenieur Archers rechte Hand; die beiden kennen sich schon lange und verstehen sich bestens. In dieses Gespann wird mit dem Pilotfilm T'Pol integriert - frei nach dem Motto: "Was bei TOS gut war, funktioniert heute immer noch". In der Tat erinnert die Beziehung zwischen T'Pol, Archer und Trip stark an das Gespann Kirk-Pille-Spock. Doch die Überlegung geht auf, denn die drei ergänzen sich perfekt. Neben dem Konfliktpotenzial, das sich aus den Spannungen zwischen Menschen und Vulkaniern ergibt, bildet sich schnell ein Vertrauensverhältnis zwischen den dreien, so dass die Enterprise in guten Händen ist.
Malcolm Reed, Waffenoffizier britischer Herkunft (auch sein Akzent ist kaum zu überhören), steht zum Beginn der Serie etwas im Hintergrund und ist etwa mit Worf vergleichbar. Von Dialogen, die selten mit der Handlung in direktem Zusammenhang stehen, einmal abgesehen, beschränken sich Reeds Äußerungen meist auf den Vorschlag, die Waffen klar zu machen oder Phasen-Pistolen auf die Außenmission mitzunehmen - eben ein Waffennarr, wie er im Buche steht, dabei aber sehr sympathisch.
Steuermann Travis Mayweather hat als früheres Mitglied einer Frachterbesatzung die größte Erfahrung mit Reisen im All und ist am weitesten herumgekommen. Trotzdem hat er seine Begeisterung nicht verloren und ist mit Leib und Seele dabei.
Hoshi Sato, die Sprachenexpertin, ist zu Beginn der Serie der Angsthase an Bord - bei Trek gewissermaßen eine Premiere, denn in allen anderen Serien schienen die Crewmitglieder vor so ziemlich gar nichts Angst zu haben. Hoshi wird schwindelig, wenn ihr Bett in die falsche Richtung zeigt, in Raumanzügen bekommt sie Klaustrophobie, und bei Außenmissionen in unbekanntem Gebiet fühlt sie sich unwohl. Falls es den Autoren gelingt, Hoshi im Lauf der ersten ein, zwei Staffeln ruhiger und selbstsicherer werden zu lassen, dürfte sie sich zu einem wunderbaren Crewmitglied entwickeln.
Dr. Phlox schließlich rundet das Bild ab. Als Alien ist er unglaublich wissbegierig, spricht etwas merkwürdig, und entwickelt schnell Leidenschaften (beispielsweise für irdische und außerirdische Religionen und deren Rituale, oder auch schlicht für chinesische Küche). Wollte man Phlox mit einem bekannten Charakter vergleichen, fiele einem als erstes Neelix ein, doch zeigt sich schnell, dass Phlox eher der enthusiastische Arzt ist, der an Voyagers Doktor erinnert.

Die Crew der Enterprise ist gut ausgewählt, die Charaktere ergänzen sich hervorragend und stellen eine ordentliche Mischung aus Menschen und Außerirdischen dar.

Bleibt schließlich noch ein Blick auf die größeren Zusammenhänge und die Kontinuität im Star Trek Universum. Durch den kleinen Kunstgriff, dass zwar bereits die Sternenflotte existiert, die Föderation aber noch nicht gegründet wurde, konnte man einige Klippen umschiffen. So bleibt die NCC 1701 die erste Enterprise im Dienst der Föderation.

Scheint es hier noch so, dass das TNG-artige Aussehen der Klingonen einen Bruch mit der Classic-Serie bedeutet, wird im Zweiteiler "Die Heimsuchung" und "Die Abweichung" in der vierten Staffel eine durchaus plausible Erklärung nachgereicht.

Abzuwarten bleibt, was die Zukunft der Serie bringt, denn neben Klingonen wird auch mit den Ferengi Kontakt hergestellt. Man muss also aufpassen, nicht zu viele Völker zu entmystifizieren, die bei TOS noch geheimnissvoll waren und erst im Laufe von TNG und den Folgeserien näher erforscht wurden.

Festzuhalten bleibt, dass Enterprise für eine Star Trek-Serie einen außergewöhnlich guten Start hinlegt und sehr viel Potenzial mitbringt, das in den ersten regulären Folgen auch bereits teilweise ausgeschöpft wird. Somit darf man dem weiteren Verlauf der Serie optimistisch entgegenblicken - falls Enterprise der neueren Star Trek-Tradition treu bleibt, sich erst mit der dritten Staffel voll zu entfalten, dürfte es zur Lieblingsserie vieler Fans werden.

Abschließend ist es nun aber an der Zeit, den Pilotfilm für sich zu bewerten: die Spannung bewegt sich auf einem recht hohen Niveau. Zwar war zu keinem Zeitpunkt die Zerstörung der Enterprise zu erwarten, aber Actionszenen und Geheimnisse sorgen denn doch dafür, dass der geneigte Zuschauer gebannt vor der Mattscheibe sitzt und mit Archer und seiner Crew den Verlauf des Abenteuers verfolgt.

Die Effekte können sich absolut sehen lassen. Insbesondere Rigel X ist gut dargestellt, allerdings hat gerade Voyager oftmals deutlich bessere Gesamtansichten einer Stadt oder eines Planeten geliefert.

Die Handlung ist interessant, im Wesentlichen nachvollziehbar und übersichtlich, und geht auf alle Charaktere ein, wenn auch Archer, T'Pol und Trip klar im Vordergrund stehen.

Insgesamt ein sehr guter Trek-Pilotfilm und für sich genommen eine gute Episode.

 
 
 

Spannung

SFX

Handlung

Gesamt

 
 
 

Zusammenhänge

  • Hoshi wird in "Freund oder Feind", der ersten regulären Episode, näher charakterisiert.
  • Mehr über Travis erfährt man in "Familienbande"
  • Auf Dr. Phlox geht "Lieber Doktor" näher ein. Bereits in "Terra Nova" erfährt man, dass er Denobulaner ist.
  • Malcolm bekommt in "Lautloser Freind" und "Allein" mehr Hintergrund.
  • In "Verschmelzung" ergründet T'Pol erstmals ihre Emotionen.
  • Der Suliban Silik kehrt in "Der kalte Krieg" zurück, dort wird auch der namensgebende Temporale Kalte Krieg wieder aufgegriffen. Fortgesetzt wird die Geschichte mit dem Staffelfinale "Die Schockwelle (1)", wo auch der geheimnissvolle "Future Guy" erneut Anweisungen aus der Zukunft gibt und sich die Vulkanier erneut gegen die Mission der Enterprise aussprechen.

Änderungen

  • 2014-06-06: Hinweis zum Klingonen-Zweiteiler ergänzt, der einen scheinbaren Bruch mit der Classic-Serie auflöst.


 
 
 
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  Druckbare Version

 Erstausstrahlung USA:
  26. September 2001

 Erstausstrahlung D:
  15. März 2003

 Regie:
  James L. Conway

 Buch:
  Rick Berman,
  Brannon Braga
 
 Gaststars:
  Vaughn Armstrong,
  Jim Beaver,
  Chelsea Bond,
  Melinda Clarke,
  James Cromwell,
  Ethan Dampf,
  Marty Davis,
  Van Epperson,
  Jim Fitzpatrick,
  John Fleck,
  Gary Graham,
  James Horan,
  Ron King,
  Diane Klimaszewski,
  Elaine Klimaszewski,
  Thomas Kopache,
  Tommy "Tiny" Lister Jr.,
  Ricky Luna,
  Mark Moses,
  Joseph Ruskin,
  Peter Henry Schroeder,
  Jason Grant Smith,
  Byron Thames,
  Matt Williamson



  Zuletzt geändert:
  2014-10-07, 02:00
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