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Doppelter Unsinn

von Andrej Schwabe, 13.02.2005

Nina Kiriki Hoffmann Als sich Dean Wesley Smith und Kristine Kathryn Rusch zum ersten Mal bei einem Literatur-Workshop in New Mexico trafen, hatten sie bereits einige Arbeiten veröffentlicht. Smith schrieb Hunderte Gedichte und Short Storys für "Twilight Zone" u.a., während Rusch ihre Storys an "Aboriginal SF" und "Amazing Stories" verkaufte. Und wie das so im Leben ist, blühte ihre gemeinsame schriftstellerische Karriere nach dem Beginn der Romanze auf. So brachte ihnen ihre Zusammenarbeit bei dem Verlag "Pulphouse Publishing" eine Hugo Award Nomination. Rusch arbeitet nun als Redakteurin für das "Magazine of Fantasy and Science Fiction" und ist inzwischen Preisträgerin des Locus Awards, des John W. Campbell Awards, des Hugo Awards (den sie 1994 für ihre Arbeit beim "Magazine of Fantasy and Science Fiction" gewann), des World Fantasy Awards und des Homer Awards.
1991 begannen die beiden auch in Sachen Fiction zusammenzuarbeiten. Ihr erster Versuch "Model Lover" erschien in "Ghosttide".
Doch die meisten gemeinsamen Werke finden sich wohl in den Star Trek-Reihen; DS9 "Die lange Nacht", VOY "Die Flucht" und unter dem Synonym Sandy Schofield DS9 "Das große Spiel".
Nina Kiriki Hoffman, die Co-Autorin des Duos, deren Bild man rechts sieht, wurde 1955 geboren.

Handlung:
Wir sind mal wieder mit Paraleluniversen konfrontiert:
Die Voyager empfängt einen Notruf. Offenbar ist durch die Aktivierung eines neuen Transportsystem auf einem Planeten ein Subraumriss entstanden. Dadurch werden alle zwei einhalb Stunden einige Milliarden Lebewesen getötet. Und wer kann da besser helfen als Kathryn Janeway?

Kritik:
Star Trek - Voyager Band 17: Echos Man merkt es schon, der Roman reiht sich ein in die Riege der unendlich dummen und unendlichen langweiligen Voyager-Romane der Welt.
Das Dreierautoren-Gespann schafft es nicht, aus der Ausgangssituation mehr zu machen als eine x-beliebige Kopie diverser Voyager- und TNG-Episoden, die alle irgendwie mit parallelen Realitäten zu tun haben und in denen es am Ende aus irgendeinem unerfindlichen Grunde nötig ist, dass alle Schiffe auf einen Punkt zusteuern und ihre Antimaterie abwerfen.

Nun ja, von den Charakteren wollen wir hier gar nicht erst sprechen, da auch hier bei den Serien abgekupfert wurde, wo es nur geht.

Bleibt bloß noch die Frage, warum Heyne lieber solche Bücher veröffentlicht als zum Beispiel neue DS9-Romane. Nach dem Relaunch am Ende der Serie steht eine sicherlich für Deutschlands Verhältnisse unermessliche Anzahl an sehr guten Romanen zur Veröffentlichung zur Verfügung. Dies hat "Abgrund" deutlich bewiesen...

Fazit: Vergesst es, auch wenn Kathryn so nett auf dem Cover lächelt.


Infos:
STAR TREK - Voyager, Band 17
Titel: Echos (Echoes)
Autor: Dean Wesley Smith, Kristine Kathryn Rusch, Nina Kiriki Hoffman
Erscheinungsjahr: Deutschland: 2000, USA: 1998
Deutsche Übersetzung von Andreas Brandhorst
Preis: 14,90 DM
Wilhelm Heyne Verlag, München
Features
 
 
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