Deutscher StarTrek-Index  

Gestrandet in Raum und Zeit

von Andrej Schwabe, 29.10.2009

Inhalt:
Die Titan strandet in der Nähe des bewohnten Planeten Orisha. Offenbar verhindert ein riesiges, den Planeten umgebenes Energiefeld, dass der Warpantrieb funktioniert und bedroht die Titan. Nun muss eine Lösung gefunden werden, bevor die Titan beim Schutz gegen das Feld jegliche Energie verliert und die Besatzungsmitglieder am Ende auf Orisha gefangen sind.

Kritik:
Titan: Schwert des Damokles Die Geschichte beginnt verwirrend und erst als die Titan nach zwanzig Seiten zerstört worden ist, wird klar, dass es sich bei "Schwert des Damokles" nur um eine Zeitreisestory handeln kann, will man noch weitere Titan-Bücher genießen können. Und genauso unverzichtbar, wie Zeitreisen inzwischen bei Star Trek geworden sind, so fragwürdig erscheint es, ob sie dieses Mal unbedingt nötig gewesen ist, um die Geschichte anzutreiben.
Andererseits liefert der Roman dadurch eine interessante Ausgangsbasis, denn die Kultur der Planetenbewohner wird durch die Anwesenheit der Titan stark beeinflusst. Auch das ist für Star Trek ein nicht unbekannter Storyansatz (VOY: "Blink of an Eye"), wird aber konsequent und angenehm frisch von Thorne durchgezogen. Leider bleibt die Kultur der Orishaner mitsamt ihren Wertvorstellungen und Weltanschauungen vager, als man es sich wünschen könnte.

Im Zentrum dieses Romans steht der bajoranische Wissenschaftsoffizier Jaza Najem, dem eine beschwerliche Zeit bevor steht. Der Konflikt zwischen der Wissenschaft und seinem bajoranischen Glaube, der ihm bei der Bewältigung dieser Herausforderungen helfen wird, fällt allerdings bei weitem nicht so umfassend aus, wie der Anhangstext es suggeriert. Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser zudem einiges über Jaza persönliche Geschichte, wodurch der vorher schon beliebte Charakter um weitere Facetten bereichert wird und der Ausgang der Geschichte damit leider recht unbefriedigend erscheint. Gelungen sind die Nebengeschichten um Riker und Troi, deren Pläne für ein Kind offenbar nicht so einfach zu realisieren sind. Sie werden dabei misstrauisch von der Ersten Offizierin Vale beäugt, die dem Offizierspärchen von Anfang an skeptisch gegenüber steht. Außerdem sorgt der Chefingenieur Ra-Havreii, der von allerlei Schuldgefühlen geplagt wird, für einige Unruhe.

Alles in allem ein guter Roman, der allerdings das Besondere vermissen lässt.


Infos:
Star Trek: Titan
Band 4
Titel: Schwert des Damokles (Sword of Damocles)
Autor: Geoffrey Thorne
Erscheinungsjahr: Deutschland: 2009, USA: 2007
Deutsche Übersetzung von Stephanie Pannen
Preis: 12,80 €
Cross Cult Verlag

Mit freundlicher Unterstützung vom Cross Cult Verlag

Fragen, Kritik oder Anregungen? Schreiben Sie an Andrej Schwabe.

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