TOS 1.16 Notlandung auf Galileo 7 (dt. Videotitel: Notlandung der Galileo 7)T h e G a l i l e o S e v e nReview: Matthias Weber |
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Episodenbeschreibung
Sternzeit: 2821,5Die Enterprise ist auf dem Weg zum Planeten Makus III, wo sie Medikamente abliefern soll, die von dort zur New Paris-Kolonie gebracht werden. Auf der New Paris-Kolonie ist eine Seuche ausgebrochen und die Medikamente werden dringend gebraucht. Allerdings braucht die Enterprise zu Makus III nur 3 Tage, während der Weitertransport der Medikamente erst in 5 Tagen erfolgen kann. Somit hat die Enterprise 2 Tage Vorsprung. Den Transport der Medikamente überwacht Kommissar Ferris, der dazu an Bord der Enterprise gekommen ist. Obwohl dieser gegen die Verzögerung ist, nutzt Kirk die Gelegenheit, das quasarähnliche Objekt Murasaki 312 zu erforschen. Er lässt eine Raumfähre mit Spock, McCoy, Scotty, Lt. Gaetano, Lt. Latimer, Yeoman Mears und Lt. Boma an Bord starten. Nachdem das Shuttleschiff gestartet ist, verursacht Murasaki 312 durch einen Ionensturm schwere Störungen bei den Geräten des Shuttles. Das Shuttle kann nicht mehr navigiert werden und wird direkt in das Zentrum des Phänomens gezogen. Auch die Sensoren der Raumfähre fallen aus. Das Shuttleschiff stürzt auf dem Planeten Taurus II ab. Die Enterprise beginnt sofort mit der Suche nach der Raumfähre, als man den Kontakt zum Team verliert, allerdings wird die Suche durch den Ionensturm erschwert. Weder die Kommunikation noch die Sensoren funktionieren. Kommissar Ferris befürchtet, die Medikamente würden nicht mehr rechtzeitig auf Makus III ankommen und möchte sofort weiterfliegen, er wird Kirk gegenüber sehr aggressiv, doch Kirk denkt nicht daran seine Leute aufzugeben. Ferris genehmigt eine Suche von 48 Stunden. Danach muss die Enterprise unbedingt weiterfliegen. Die Enterprise beginnt damit den Planeten Taurus II abzusuchen. Den Absturz des Shuttles haben alle Crewmitglieder ohne große Verletzungen überstanden. Scotty und Spock beginnen damit die Raumfähre auf Schäden zu untersuchen. Lt. Latimer und Lt. Gaetano suchen inzwischen die Umgebung des Shuttles ab. Spock vermutet inzwischen, dass die Sensoren der Enterprise ebenfalls gestört sind und sie somit keine Chance haben von der Enterprise gefunden zu werden, wenn die Raumfähre nicht wieder startet. Scotty stellt fest, dass sie eine Menge Treibstoff verloren haben. Das Shuttle kann aus der Anziehung des Planeten nur herauskommen, wenn es um 500 Pfund erleichtert wird, das Gewicht von 3 Crewmitgliedern. Lt. Boma möchte wissen, wer die 3 aussuchen wird, die auf dem Planeten bleiben müssen, woraufhin Spock sagt, dass das als ranghöchster Offizier seine Aufgabe sei. Boma findet das nicht fair und protestiert dagegen. McCoy wirft Spock inzwischen vor, schon immer auf ein eigenes Kommando spekuliert zu haben und nun die Situation auszunutzen. Inzwischen wird Lt. Latimer von einem riesigen affenartigen Lebewesen mit einem Holzspeer getötet. Währenddessen wird die Suche der Enterprise fortgesetzt. Eine Raumfähre umkreist den Planeten in der Hoffnung zufällig das abgestürzte Shuttle zu finden. Die Sensoren arbeiten weiterhin nicht richtig. Auch die Transporter sind ausgefallen. Zusätzlich weist Ferris Kirk ständig daraufhin hin, wieviel Zeit ihm noch für die Suche bleibt. Auf Taurus II wird Latimer inzwischen begraben, obwohl es Spock für zu gefährlich hält. Scotty findet inzwischen ein weiteres Leck in der Treibstoffversorgung, das Shuttle kann nun auf keinen Fall mehr abheben. Während der Beerdigung ertönt plötzlich ein seltsames Geräusch, Spock interpretiert es als Angriff der Affenwesen. Boma und Gaetano sind dafür, die Wesen sofort anzugreifen und alle zu töten, bevor sie von diesen getötet werden. Spock ist anderer Ansicht, er glaubt daran, dass die Wesen logisch denken und dass Einschüchterung genügt, um sie eine Weile auf Distanz zu halten. Er gibt zusammen mit Gaetano und Boma einige Warnschüsse ab, um die Wesen einzuschüchtern und lässt dann Gaetano als Wache zurück. Das Team wird gegenüber Spock und seiner Logik immer feindseliger eingestellt. Scotty ist unterdessen auf eine Idee gekommen. Er kann als Ersatzenergieversorgung die Energie der Handphaser verwenden und somit die Raumfähre doch noch zum Starten bringen. Allerdings wäre die Crew dann schutzlos gegenüber den Wesen. Trotzdem entscheidet sich Spock für Scottys Vorschlag und gibt ihm die Phaser des ganzen Teams. Auf der Enterprise funktionieren inzwischen die Transporter wieder und Kirk lässt einige Rettungstrupps hinunterbeamen, um nach dem Außenteam zu suchen. Allerdings läuft ihm langsam aber sicher die Zeit davon. Als Spock, Boma und McCoy den Phaser von Gaetano abholen wollen, müssen sie feststellen, dass dieser nicht mehr auf seinem Posten ist. Spock sucht nach ihm und findet seine Leiche. Er wurde von den Affenwesen getötet. Spock muss einsehen, dass er einen Fehler gemacht hat, er hat fälschlicherweise angenommen, die Wesen würden logisch denken, anscheinend reagieren sie aber wohl eher emotionell und haben sich deswegen durch das Phaserfeuer nicht einschüchtern lassen. Während Scotty die Phaserenergie in die Raumfähre transferiert, greift einer der Affen an und klopft mit einem Felsbrocken auf das Dach des Shuttles. Scotty setzt die Außenwand unter Strom, dadurch werden die Wesen abgeschreckt und geben für kurze Zeit Ruhe. Spock gibt deswegen die Genehmigung Gaetano zu beerdigen. Als Boma, McCoy und Spock damit fertig sind, werden sie erneut von den Affenwesen angegriffen. Spock wird von einem Felsbrocken eingeklemmt und gibt den anderen Anweisung ins Shuttle zurückzukehren und ihn zurückzulassen, doch McCoy und Boma helfen Spock. Dieser hält diese Handlungsweise für unlogisch. Auf der Enterprise ist die Zeit inzwischen abgelaufen und Ferris zwingt Kirk dazu, die Suche abzubrechen. Kirk nimmt Kurs auf Makus III, lässt aber alle Sensoren auf voller Leistung. Scotty ist nun endlich fertig und die Raumfähre kann starten. Sie kann sich aber nur wenige Minuten im Orbit halten. Als Spock feststellt, dass die Enterprise die Raumfähre mit ihren Sensoren nicht bemerkt, greift er zu einer Verzweiflungstat und zündet den übrigen Treibstoff, um eine Art Leuchtsignal zu geben. Die Enterprise bemerkt das Signal und kehrt sofort um. Gerade als das Shuttle beginnt in der Atmosphäre zu verglühen, kann die Enterprise die 5 Überlebenden an Bord beamen. Bewertung "Notlandung auf Galileo 7" ist eine fürchterlich lahme Episode. Die Folge konzentriert sich hauptsächlich auf Spock. Das Drehbuch zur Folge entstand, bevor die ersten Folgen im TV zu sehen waren. Spock erlangte seine Popularität unter den Zuschauern erst nach 1.04: Implosion in der Spirale und bis zur Ausstrahlung dieser Folge hatte NBC extra darum gebeten, Spock im Hintergrund zu halten. Umso überaschender ist seine, gegenüber Kirk, vergleichsweise große Rolle in dieser Folge. Spock darf hier das Außenteam ganz alleine führen, was für ihn nicht unproblematisch ist. Er muss zum einen gegen seine Crew ankämpfen, die ihn für zu kalt hält, und auf der anderen Seite muss er erkennen, dass man alleine mit Logik nicht immer alle Probleme lösen kann. Damit sind wir dann auch gleich bei den Schwachpunkten der Folge. Die ganze Folge besteht praktisch aus einer einzigen Diskussion um Spocks Logik. Die Wörter logisch, unlogisch und Logik werden in dieser Folge so oft benutzt, wie bisher noch nie. Spocks Verhalten unter die Lupe zu nehmen, ist ja ein löblicher Ansatz für eine Folge, schließlich ist er einer der interessantesten Charaktere der Serie, leider sind die Dialoge hölzern geschrieben, an Plattheit oft nicht zu überbieten, die Diskussionen drehen sich dann auch schön im Kreis und vermögen schon bald das Interesse des Zuschauers nicht mehr zu wecken. Der Versuch Konflikte unter der Crew zu erzeugen, wirkt von Anfang an, mehr als künstlich. Das ganze Außenteam wird viel zu gereizt dargestellt. Jeder fängt völlig unmotiviert irgendwelche Streitereien an. Dadurch soll wohl irgendwie die Grundlage für die angespannte Situation der Crew gelegt werden, das ganze ist aber viel zu dick aufgetragen. Der Autor der Folge scheint ein Anhänger der Fraktion zu sein, die meint, Konflikte unter der Crew würden eine anständige Handlung ersetzen, denn von einer solchen ist in der Folge nicht viel vorzufinden. Die Serie fällt mit der, für eine 45 Minuten-Folge, viel zu kurzen Handlung, in eine ihrer Kinderkrankheiten zurück. Auch die schauspielerischen Leistungen vermögen in dieser Folge nicht zu begeistern, was aber bei dem miserablen Drehbuch auch nicht großartig verwundert. Die Angriffe des Außenteams auf Spock sind völlig unmotiviert und überflüssig. Alle beschimpfen Spock ununterbrochen, aber selbst können sie offenbar auch nicht ihr Hirn einschalten und mal einen konstruktiven Vorschlag machen. Neben Spock ist Scotty der einzige, der die Folge mit einigermaßen unbeschadetem Ansehen beim Zuschauer übersteht. Alle anderen wiederholen nur ständig, dass ihnen Spocks Logik zum Hals raus hängt, allerdings kommt keiner auf die Idee, Spock mal einen vernünftigen Vorschlag zu machen, um ihm damit vielleicht auf einen Aspekt hinzuweisen, den er bisher noch nicht bedacht hat. Bestes Beispiel hierfür ist McCoy. Als Spock fälschlicherweise davon ausgeht, die fremden Wesen würden logisch denken, hört man von McCoy keinen Widerspruch. Als Spocks Einschüchterungsplan dann ins Gegenteil umschlägt und Gaetano tot ist, ist er aber der erste, der über Spocks Entscheidung meckert und ihm vorwirft, dass er nicht auf die Idee gekommen ist, die Wesen könnten emotionell handeln. Ja wenn er diese großartige Idee schon vorher hatte, wieso hat er sie Spock dann nicht mitgeteilt? Die Crew scheint sich aufgrund von fehlenden eigenen Ideen zunächst schön aus allem rauszuhalten, um dann hinterher aber alles besser zu wissen und Spock zum Sündenbock zu machen. Vor allem McCoys Charakter leidet sehr unter dieser Folge. Sein Angriff auf Spock zu Beginn der Folge kommt völlig unerwartet und macht auch nicht gerade viel Sinn. Er wirft Spock vor, schon immer scharf auf ein eigenes Kommando gewesen zu sein und nun endlich die Chance in dieser Mission zu sehen. Das ist natürlich völliger Blödsinn, denn mal abgesehen davon, dass Spock bisher wohl kaum den Eindruck gemacht hat, nur auf ein eigenes Kommando zu spekulieren (im Gegenteil war er Kirk gegenüber immer sehr loyal eingestellt), kann man es Spock ja wohl kaum zum Vorwurf machen, als ranghöchster Offizier die Initiative zu ergreifen und anderen Befehle zu erteilen. Was hätte Spock denn seiner Meinung nach machen sollen, das Kommando an ihn abgeben? Leider ist das nicht die einzige Situation in der es bei McCoy, wie Spock sagt, mit der Logik hapert und man sich als Zuschauer überlegen muss, was mit McCoy eigentlich los ist. Seine Bemerkungen gegenüber Spock gehen weit über die sonstigen liebevollen Auseinandersetzungen hinaus. Er wird hier eindeutig beleidigend, und man gewinnt fast den Eindruck, als hätte McCoy seinerseits nur darauf gewartet, Spock irgendwann mal eins reinzuwürgen. Kein einziges Mitgied des Außenteams ergreift auch nur einmal für Spock Partei und das obwohl Spocks Entscheidungen, bis auf die Fehleinschätzung der fremden Wesen (die zugegebener Weise Gaetano das Leben kostete), immer richtig waren und das Außenteam letztendlich gerettet haben. Jedenfalls haben die ständigen Angriffe auf Spock wohl kaum etwas zur Lösung der Situation beigetragen. Insgesamt gewinnt man durch die Szenen auf dem Planeten den Eindruck, die Menschen auf der Enterprise wären ein engstirniger Haufen, der keine andere Sichtweise außer der eigenen akzeptiert und das im fortschrittlichen Roddenberry-Universum. Hier wirkt die Crew gar nicht, wie sonst, sehr aufgeschlossen. Diese Folge macht im Prinzip wie keine andere deutlich, wo die Stärken von Roddenberrys Philosophie liegen, größere Konflikte in der Serie lieber zu vermeiden. Roddenberry war entgegen der landläufigen Meinung nie ein Gegner von Auseinandersetzungen, auch nicht innheralb der Crew, solange diese Auseinandersetzungen vernünftig und zivilisiert geführt werden. Zum Beispiel kann es durchaus Mal vorkommen, dass McCoy anderer Meinung ist als Kirk. Dann streiten sich die beiden über dieses Thema, bewegen sich dabei aber in einem zivilisierten Rahmen und verfallen nicht in böswillige und unnötige Beleidigungen, wie es in unserer nicht perfekten Welt oft der Fall ist. Das genaue Gegenteil ist in dieser Folge der Fall. Hier wird nicht um eine Sache gestritten, sondern um des Streitens willen und das ganze driftet auch sehr schnell auf eine persönliche Ebene, mit vielen Beleidigungen ab. Auch als Spock sich wegen seiner Fehleinschätzung und wegen dem Tod der beiden Crewmitglieder Vorwürfe macht, können es sich weder McCoy noch Boma verkneifen, kräftig Salz in die Wunde zu reiben. Selbst der ansonsten recht neutral wirkende Scotty kann sich die eine oder andere bissige Bemerkung nicht verkneifen. Es gibt von den anderen kein einziges aufmunterndes Wort für Spock, keiner dankt ihm für die Rettung. In der Folge ist nicht viel zu spüren, von der ansonsten so oft propagierten Kameradschaft unter der Crew. Die Glaubwürdigkeit bleibt bei der ganzen Geschichte leider total auf der Strecke. Die schwache Handlung wäre allein dadurch zu rechtfertigen gewesen, wären daraus einige bleibenden Erkenntnisse für die Hauptpersonen entstanden, doch auch hier im Großen und Ganzen Fehlanzeige. Die anderen Mitglieder des Außenteams scheinen nichts dazu gelernt zu haben, lediglich Spock scheint gelernt zu haben, dass man sich nicht immer nur auf die Logik verlassen kann. Für eine ansonsten so schwache Folge genügt dies aber leider bei weitem nicht. Die letzte Brückenszene, bei der dann alle auf einmal wieder die besten Freunde sind, ohne dass es eine Aussprache gegeben hätte, ist ebenfalls seltsam. Kirk und McCoy wollen von Spock das Eingeständnis, er habe sentimental gehandelt, als er den Treibstoff gezündet hat. Eigentlich sehe ich das eher so, dass er logisch die Möglichkeiten abgewägt und festgestellt hat, dass die Crew eine größere Chance hat, entdeckt zu werden, wenn er den Treibstoff zündet. Sentimentalität kann ich dabei nicht erkennen. Unklar bleibt, wieso eigentlich 7 Leute an der Außenmission teilgenommen haben, denn die meisten sitzen während der Erforschung des Quasars nur blöd herum und tragen wohl kaum etwas zur Mission bei. Außerdem scheint die Mission außerordentlich schlecht vorbereitet worden zu sein. Das Außenteam ist auf die Störungen durch das Magnetfeld des Quasars völlig unvorbereitet und macht keinen guten Eindruck. Offenbar hat Kirk die Mission gestartet, ohne die nötige Grundlagenforschung zu betreiben, denn die Störungen, die Quasare verursachen können, waren ja wohl keineswegs unbekannt. Die Szenen auf der Enterprise vermögen den Zuschauer auch nicht lange am Einschlafen zu hindern. Die Szenen wiederholen sich immer nach dem gleichen Schema. Kirk gibt einige Befehle um die Suche zu koordinieren, dann sagt Ferris man habe nur noch wenig Zeit, woraufhin Kirk dann wieder entgegnet, er wisse die Uhrzeit. Kommissar Ferris geht einem dabei schon nach wenigen Minuten auf die Nerven, was aber wohl auch von Anfang an seine Aufgabe war. Kirk sagt selbst, die Raumfähre könne in 4 verschiedenen Sonnensystemen gestrandet sein. Trotzdem sucht er seltsamerweise nur einen einzigen Planeten ab, zufälligerweise auch noch genau den, auf dem das Außenteam gelandet ist. Was für ein Glück wir heute mal wieder haben! Nach der Produktionsreihenfolge taucht in dieser Folge zum ersten Mal ein Shuttleschiff auf. Nach der TV-Reihenfolge gab es bereits in der Folge 1.11: Talos IV-Tabu Teil 1 ein Shuttle zu sehen. Die Innenkulisse des Shuttles ist deutlich größer, als die Außenansicht. Am Ende der Folge gibt es einen kleinen Effektefehler. Man sieht, wie das Shuttle im Weltraum fliegt, dabei ziehen einige Sterne am Schiff vorbei, was natürlich nicht der Fall sein dürfte, da sich das Shuttle ja nur in der Umlaufbahn, um den Planeten befindet und wohl kaum mit Warpgeschwindigkeit fliegt. In dieser Folge müssen nun schon wieder mal 2 Gelbhemden sterben. Mit den 2 aus 1.01: Das letzte seiner Art, dem Gelbhemd Kelso aus 1.03: Die Spitze des Eisbergs und Tomlinson aus 1.14: Spock unter Verdacht wären wir nun schon bei der stattlichen Anzahl von 6 toten Gelbhemden. Das sind übrigens 3 mal soviele Tote, wie die Rothemden-Fraktion bisher zu beklagen hat. In dieser Folge gibt es ein Wiedersehen mit Lieutenant Galloway, gespielt von David L. Ross. Den ersten von 3 Auftritten hat Grant Woods als Lieutenant Commander Kelowitz. Drehbuchautor Oliver Crawford wirkte auch bei den Drehbüchern zu 3.15: Bele jagt Lokai und 3.21: Die Wolkenstadt mit. Überarbeitet wurde Crawfords Drehbuch von Shimon Wincelberg, welcher bereits 1.09: Der Zentral-Nervensystem-Manipulator geschrieben hatte. Regisseur Robert Gist arbeitete nur bei dieser Episode für die Serie. Die deutsche Version wurde vom ZDF hergestellt. Dabei wurden einige Szenen geschnitten. Obwohl Sat.1 davon einige wieder restaurierte, fehlen in der TV-Fassung bis heute 3 Szenen, zum einen die Szene, in der Spock Gaetano lautstark klar macht, dass er keinen Wert auf die Meinung der Mehrheit legt, sowie die Szenen, in denen Gaetano getötet wird und Spock seine Leiche zum Shuttle zurück trägt. Die Szenen können auf der DVD-Version inzwischen auch auf Deutsch angesehen werden, natürlich nicht mehr mit den Original-Synchronsprechern. Ein anderes Problem der Synchronisation tritt auch in anderen Episoden auf. Die Transporterstrahlen werden hier als Träger- oder Leitstrahlen bezeichnet. Das wäre für sich genommen noch gar nicht schlimm, wäre man bei dieser Übersetzung geblieben, doch in anderen Folgen ist wieder von den Transporterstrahlen die Rede. Hinzu kommt, dass auch der Traktorstrahl oft als Trägerstrahl bezeichnet wird, womit oft nur aus dem Kontext klar wird, was nun eigentlich gemeint ist. Auch das Sternenflottenkommando hat in der Geschichte der Synchronisation von Star Trek viele verschiedene deutsche Bezeichnungen gehabt. Hier heißt es oberste Behörde. Beim deutschen Titel muss man sich dieses Mal wirklich fragen, was sich der Übersetzer eigentlich gedacht hat. Vermutlich gar nichts, denn dieses Mal ist der Titel einfach nur Quatsch, da das Shuttle nicht auf Galileo 7 sondern auf Taurus II notlandet. Der Videotitel der Folge heißt dann auch "Notlandung der Galileo 7", was aber immer noch falsch ist, da die Kennung der Raumfähre Galileo zwar 1701/7 ist, der amerikanische Originaltitel "The Galileo Seven" sich aber eigentlich auf die 7 Besatzungsmitglieder bezieht, die mit dem Shuttle abstürzen. Eine gute Übersetzung wäre also zum Beispiel "Die Sieben der Galileo". Die abschließende Bewertung dieser Folge fällt recht traurig aus. Spannung ist praktisch nicht vorhanden. Von Anfang an ist klar, dass das Team gerettet wird und die vielen schlechten und ermüdenden Diskussionen über Logik bremsen die Spannung praktisch auf Null ab. Auch die Rettung der Crew in letzter Sekunde wirkt eher, wie der Versuch künstlich Spannung zu erzeugen. Leider funktioniert das hier nicht. Mehr als 1 Punkt ist dafür einfach nicht drin. Die Special Effects sind mittelmäßig, der Quasar und die Raumfähre sind ordentlich in Szene gesetzt, allerdings wirkt der Planet mit den Pappkulissen, dem künstlichen Nebel, den ebenso künstlichen Urzeitmenschen und Pappspeeren eher lächerlich. Das macht insgesamt 3 Punkte. Die Handlung ist aus bekannten Gründen schlecht und erhält ebenfalls 1 Punkt. Insgesamt macht das mit einem Punkt, die bisher schlechteste Bewertung der Serie. Der unbeholfene Versuch uns Einblicke in Spocks Figur zu ermöglichen, hat aber einfach auch nicht mehr verdient. Die Bewertung stimmt dabei mit Leonard Nimoys Meinung überein, der die Folge ebenfalls als Reinfall betrachtet hat. |
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Zusammenhänge David L. Ross spielt in dieser Folge zum 2. Mal als Lieutenant Galloway mit. Er war das letzte Mal in Folge 1.08: Miri, ein Kleinling zu sehen. Sein nächster Auftritt ist in Folge 1.21: Landru und die Ewigkeit. David L. Ross spielt außerdem die Rolle von Lieutenant Johnson in der Folge 3.07: Das Gleichgewicht der Kräfte. Auch mit Lieutenant Kelowitz gibt es ein Wiedersehen in 1.18: Ganz neue Dimensionen und 1.24: Falsche Paradiese. Phyllis Douglas, die Darstellerin der Yeoman Mears, sehen wir in 3.20: Die Reise nach Eden als Mädchen wieder. |
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Kleine TOS-Statstik
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-------------------------------- Ausdruck vom: 08. 02. 2012 Stand des Reviews: 21. 04. 2010 URL: http://www.startrek-index.de/tv/tos1_16.htm |