TOS 3.20 Die Reise nach EdenT h e W a y t o E d e nReview: Matthias Weber |
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Episodenbeschreibung
Sternzeit: 5832,3Die Enterprise verfolgt den Raumkreuzer Aurora, der vor einigen Tagen von einer Raumbasis von Dr. Sevrins Hippiebewegung gekapert wurde. Dr. Sevrin und seine Gruppe möchte zum Planeten Eden fliegen, welcher ein Mythos ist. Um der Enterprise zu entkommen überlastet die Gruppe die Triebwerke der Aurora und die Crew der Enterprise kann die Gruppe gerade noch rechtzeitig an Bord beamen, bevor das Schiff explodiert. Da sich Tongo Rad, der Sohn des catullanischen Botschafters unter den 6 Hippies befindet, muss Kirk die Gruppe zuvorkommend behandeln. Spock kommt relativ gut mit den 6 Hippies zurecht, während die restliche Crew so ihre Probleme mit der Gruppe hat. Sie wollen nicht untersucht werden und wehren sich dagegen zur nächsten Raumbasis gebracht zu werden. Bei der Untersuchung durch McCoy stellt sich heraus, dass Dr. Sevrin Überträger des Virus Synthecoccus novae ist. Er muss deswegen von allen isoliert werden. Sevrins Anhänger prostestieren zwar dagegen, aber Kirk lässt Sevrin trotzdem isolieren. Chekov hat inzwischen herausgefunden, dass sich unter Sevrins Anhängern auch Irina Galliunin befindet, mit der er auf der Akademie eine Beziehung hatte. Chekov spricht mit ihr, doch die Lebensweise der beiden ist inzwischen zu verschieden geworden. Keiner kann den anderen und seine Einstellung verstehen. Unterdessen versucht Spock den Planeten Eden zu finden. Chekov unterstützt ihn. Er versucht im Hilfskontrollraum die Position Edens zu finden. Irina kommt ihn besuchen und lässt sich von ihm die Funktion des Raumes erklären. Spock stellt inzwischen fest, dass Sevrin geisteskrank ist. Sevrins Anhänger geben für die Crew der Enterprise im Aufenthaltsraum ein Konzert. Während des Konzerts schleicht sich Tongo Rad davon und überwältigt die Wache vor Sevrins Zelle. Sevrin und die anderen dringen in den Hilfskontrollraum ein und übernehmen von dort die Kontrolle über die Enterprise. Sie fliegen zu dem Planeten, den Spock als Eden identifiziert hat. Er liegt im Gebiet der Romulaner. Im Orbit von Eden angekommen, sendet Sevrin mit Hilfe des Computers einen Ultraschallton aus, welcher die Crew betäubt. Er flüchtet mit seiner Gruppe und einer Raumfähre auf den Planeten. Als die Crew wieder zu sich kommt, folgen sie der Gruppe auf den Planeten. Dort angekommen finden sie den toten Adam. Er hat in eine Frucht gebissen, welche sich als giftig erwiesen hat, genauso giftig, wie alle Pflanzen des Planeten. Die anderen haben sich in der Raumfähre vor den Gefahren des Planeten geschützt, doch Sevrin bringt sich um, da er Eden nicht wieder verlassen will. Die Crew der Enterprise kehrt mit den 4 Überlebenden auf das Schiff zurück und bringt sie zur Raumbasis 4. Irina verabschiedet sich von Chekov. Sie will weiter nach Eden suchen. Bewertung TOS war von Anfang an seiner Zeit voraus. Die Philosophie, die Themen, die Charaktere schienen eigentlich nicht aus einer Serie der 60er Jahre zu stammen. Und doch gab es immer wieder Elemente, die ganz deutlich die Zeit wiederspiegelten, in der die Serie entstanden war. "Die Reise nach Eden" ist so ein Element. In dieser Folge trifft die Enterprise Crew auf eine Art Hippiebewegung des 23. Jahrhunderts. Angelehnt war die ganze Geschichte natürlich an die Ende der 60er Jahre auf der Erde immer populärer werdende echte Hippiebewegung. Bei den Fans ist die Folge nicht unbedingt beliebt. Viele hielten es von vorne herein für keine gute Idee, in TOS die Hippiebewegung zu behandeln. Zunächst ist gegen dieses Vorhaben jedoch nichts einzuwenden, allerdings ist die Auseinandersetzung mit der Bewegung in der Folge relativ oberflächlich. Es wird kaum wirklich in die Materie eingedrungen und es wird leider noch nicht einmal auf die Ursachen der Hippiebewegung, die Motivationen der in ihr involvierten Personen eingegangen. Die Folge hätte hier die einmalige Chance gehabt, Parallelen zur Gegenwart zu ziehen und die Motive der Hippies näher zu beleuchten. Von der Distanzierung von der technisierten Welt bis hin zum Vietnamkrieg, hätte man hier viele Parallelen ziehen können. Auch mogelt sich die Folge mit Sevrins Geisteskrankheit um eine eindeutige Stellungnahme für oder gegen diese Bewegung herum. Hier war die Folge leider nicht mutig genug, Stellung zu beziehen. Charakterseitig bietet die Folge von Seiten Spocks und Chekovs einiges interessantes. Während die meisten Führungsoffiziere ihre gewissen Probleme mit Sevrins Leuten haben, beschäftigt sich Spock relativ intensiv mit ihren Zielen und Idealen. Die Gruppe fasziniert ihn, da sie sich genau wie er in ihrer Welt fremd fühlen. Aus diesem Grund ist Spock auch der Hilfsbereiteste der Enterprise Crew. Er hilft der Gruppe Eden aufzuspüren und wünscht Irina am Ende der Folge bei der weiteren Suche nach Eden viel Glück. Viele Fans kritisierten Spocks Unterstützung der Bewegung, doch an sich ist logisch gesehen nichts gegen Spocks Sympathie gegenüber der Gruppe zu sagen, vor allem da seine Motivation sehr logisch in den Gemeinsamkeiten begründet wurde. Kirk, McCoy und Scotty haben vor allem Probleme durch die Hippies. Sie geraten immer wieder mit der Gruppe aneinander, auch wenn Kirk Scotty gegenüber zugibt, dass er in jungen Jahren auch das eine oder andere Male aufbegehrt hat, lässt er sich von den Hippies nicht auf der Nase herumtanzen. Sulu scheint den Zielen eine gewisse Sympathie entgegenzubringen, zumindest unterhält er sich mit einem der Hippiemädchen. Erneut erwähnt wird Sulus Botanikhobby, welches er mit Tongo Rad teilt. Chekov ist in dieser Folge besonders eingebunden. Er kennt Sevrins Anhängerin Irina von der Akademie und hatte mit ihr eine Liebesbeziehung, die jedoch auseinanderging, als Irina sich Sevrin anschloss und daraufhin verschwand. Chekov zeigt zunächst kein Verständnis für Irina und ihre Gruppe, versöhnt sich jedoch am Ende mit ihr und wünscht ihr alles Gute für ihren weiteren Weg. Obwohl Chekov insgesamt in nur 36 Folgen zu sehen ist, weiß man relativ viel über seine Vergangenheit. Dies ist vor allem dieser Folge zu verdanken. Hier erfährt man relativ viel von seiner Lebensgeschichte, so viel, wie man sonst eigentlich nur von Kirk und Spock weiß. Selbst von McCoys Vergangenheit ist weit weniger bekannt. Auch von Uhura und Sulus früherem Leben weiß man relativ wenig. Lediglich Scotty erwähnte in Folge 3.18: Strahlen greifen an, dass er quasi im Weltraum geboren wurde. Ursprünglich war die Folge eigentlich auf McCoy zugeschnitten gewesen. Nach D.C. Fontanas Drehbuchvorlage sollte seine Tochter Joanna an Bord kommen und Kirk sollte Interesse an ihr zeigen. Außerdem sollte in dieser Folge erklärt werden, wieso McCoys Ehe scheiterte und er deswegen seine Sternenfottenkarriere begann. Auch wenn man einige interessante Dinge über Chekov erfährt, wäre die Variante mit McCoy wohl doch interessanter gewesen, da man gerade von der dritten Hauptperson der Serie sehr wenig aus dem Privatleben erfahren hat. Vielleicht ist die Originalidee, obwohl nie wieder aufgegriffen und damit nicht offiziell, deswegen in Fankreisen so populär geworden. Joanna taucht in vielen Fanstories und Romanen auf. Als das Drehbuch von Arthur Heinemann umgeschrieben wurde, wählte er Chekov als Irinas Ex-Freund wohl deswegen aus, weil dieser beim Publikum zu dieser Zeit sehr beliebt war. Er zog vor allem junge Zuschauer an. Obwohl er in dieser Folge wahrscheinlich seinen größten Part hatte, war Walter Koenig keinesfalls vom Drehbuch begeistert. Er empfand es als rückschrittlich, sich gegen die Hippiebewegung auszusprechen, außerdem war er der Meinung, dass die Dialoge nicht zu Chekov passen würden. Interessant ist es, dass Roddenberry keine Einwände gegen die Idee einer Hippiebewegung hatte, da eine rebellierende Gruppe von Menschen ansonsten eigentlich eher weniger in die perfekte Welt der Föderation passt. Auf der Enterprise treten auch dieses Mal wieder gravierende Sicherheitsmängel zu Tage. Wenn es einer 6 köpfigen Gruppe von zum Teil sogar verrückten Hippies gelingt das Flaggschiff der Sternenflotte zu kapern, dann muss man sich schon Sorgen machen. In dieser Folge hat Majel Barrett ihren vorletzten Auftritt als Christine Chapel. Ein Wiedersehen gibt es auch mit Lieutenant Palmer, die man bereits in 2.06: Planten-Killer kennen gelernt hatte. D.C. Fontana war nicht zufrieden über die Abwandlung ihres ursprünglichen Konzepts und überwarf sich danach endgültig mit dem Produzenten-Team. Autor Arthur Heinemann hatte bereits die Folge 3.11: Was summt denn da? geschrieben und schrieb später zusammen mit Gene Roddenberry noch das Drehbuch zu 3.22: Seit es Menschen gibt. Regisseur David Alexander hatte auch 3.10: Platons Stiefkinder inszeniert. Die deutsche Synchronisation (von Sat.1 erstellt) ist an sich gelungen, die Hippie-Sprüche wurden gut in die deutsche Version übertragen. Flotte Sprüche zu kreiren fiel der Übersetzern ja auch in den anderen Episoden nicht schwer. Einige Nachlässigkeiten fallen jedoch auch dieses Mal auf. Aus Tongo Rad wird aus unerfindlichen Gründen Tom Red. Außerdem bezeichnen die Hippies Kirk und Spock auch als Otto. Im Original nennen sie sie immer Herbert. Man kann außerdem wählen, ob es sich nun um Dr. Sevrin, oder Dr. Severin handelt. Wenn im Original vom Traktorstrahl die Rede ist, muss in der Synchronisation wieder einmal das Beamen als Übersetzung herhalten, was natürlich falsch ist. Das Shuttle wird dieses Mal als Pendelschiff bezeichnet. Für die DVD-Version wurde lediglich ein kleiner Dialog auf der Brücke verbessert, bei dem im Original klar wurde, dass Chekov Irinas Stimme über die Bordsprechanlage erkannt hat. In der Sat.1-Version wurde das nicht klar. Zwei Musikeinlagen waren bei der Sat.1-Version außerdem übersetzt worden, wobei die gesanglichen Fähigkeiten des Adam-Synchronsprechers stark zu wünschen übrig ließen. Auf der DVD ist eine davon wieder im Original zu hören. Alles in allem war eine Hippiefolge zwar eine nette Idee, auch erfährt man von Spock und Chekov einige interessante Dinge, allerdings taucht die Folge leider nicht wirklich in die Problemtaik der Materie ein und das Originaldrehbuch von D.C. Fontana um McCoy und seine Tochter Joanna wäre vermutlich deutlich interessanter gewesen. |
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Zusammenhänge Majel Barrett hat in dieser Folge ihren 24. Auftritt als Christine Chapel. Ihr letzter Auftritt war in 3.18: Strahlen greifen an. Ihr letzter Auftritt wird in 3.24: Gefährlicher Tausch sein. Elizabeth Rogers hat in dieser Folge ihren zweiten und letzten Auftritt als Lieutenant Palmer. Sie war bereits in Folge 2.06: Planeten-Killer zu sehen. Victor Brandt, hier als Tongo Rad zu sehen, spielte in Folge 3.13: Brautschiff Enterprise Watson. Auch Phyllis Douglas war bereits in Folge 1.16: Notlandung auf Galileo 7 als Yeoman Mears zu sehen. Skip Homeiner spielte hingegen Melakon in Folge 2.21: Schablonen der Gewalt. Charles Napier, hier in der Rolle von Adam, wird man noch einmal in der DS9-Episode 4.07: Kleine, grüne Männchen als General Denning zu sehen sein. Dies ist die letzter Folge, bei der D.C. Fontana an der Entstehung beteiligt war. Fontana war an den Drehbüchern zu folgenden Episoden beteiligt:
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Kleine TOS-Statstik
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-------------------------------- Ausdruck vom: 08. 02. 2012 Stand des Reviews: 21. 04. 2010 URL: http://www.startrek-index.de/tv/tos3_20.htm |