TOS 3.22 Seit es Menschen gibtT h e S a v a g e C u r t a i nReview: Matthias Weber |
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Episodenbeschreibung
Sternzeit: 5906,4Die Enterprise führt Vermessungsarbeiten durch und umkreist dabei einen Planeten, dessen Oberfläche aus flüssiger Lava besteht. Gerade als die Enterprise ihren letzten Umlauf um den Planeten abschließen will, taucht auf dem Schirm der Enterprise plötzlich Abraham Lincoln auf und erklärt der verblüfften Brückencrew, dass er in wenigen Minuten an Bord der Enterprise kommen wird. Auf dem Planeten entsteht unterdessen eine Insel mit Bedingungen, unter denen Menschen leben können. Kirk empfängt den Präsidenten mit allen Ehren im Transporterraum. Er führt ihn durch die Enterprise. Dabei lädt Lincoln Kirk und Spock zu einem Besuch auf den Planeten ein. Trotz der Bedenken von McCoy und Scotty beamen sich Kirk und Spock auf die Oberfläche. Dort angekommen, treffen sie auf Surak, den Begründer der vulkanischen Philosophie und Lebensweise. Beim Beamen wurden die Phaser und die Tricorder von Kirk und Spock auf der Transporterplattform der Enterprise zurückgelassen. Gerade als die beiden hinuntergebeamt wurden, bricht auf der Enterprise die Energieversorgung zusammen, die Enterprise wird in wenigen Stunden explodieren, da die Versiegelung zwischen Materie und Antimaterie dann versagen wird. Auf dem Planeten treffen Kirk, Spock, Lincoln und Surak auf Yarnek, ein steinartiges Wesen, welches den Zweck der Zusammenkunft erklärt. Die Steinwesen, die auf dem Planeten leben, kennen den Unterschied zwischen Gut und Böse nicht, also haben sie mit Kirk, Spock, Lincoln und Surak eine gute Partei zusammengestellt. Ihnen gegenübergestellt wird nun eine Gruppe von "Bösen", bestehend aus Dschinghis Khan, Colonel Green, Zora und Kahless, einem berühmten Klingonen. Die beiden Parteien sollen nun gegeneinander kämpfen, damit die Steinwesen herausfinden, welche Seite stärker ist. Kirk und der Rest seiner Gruppe zeigen wenig Interesse an einem Kampf und auch Colonel Green scheint an einer friedlichen Lösung interessiert zu sein, doch dabei handelt es sich um einen Hinterhalt. Es kommt zur ersten Auseinandersetzung zwischen den beiden Parteien. Greens Gruppe zieht sich daraufhin zurück und trifft Vorbereitungen für einen weiteren Kampf. Kirk wendet sich an Yarnek und erklärt ihm, dass er nicht kämpfen will. Yarnek lässt Kirk daraufhin Verbindung mit der Enterprise aufnehmen. Kirk erfährt von der Situation. Es bleiben noch 4 Stunden, bis das Schiff explodiert. Yarnek verspricht, die Enterprise ziehen zu lassen, wenn Kirk und Spock den Kampf gewinnen. Kirk und die anderen machen sich daraufhin auf die Suche nach einem Stützpunkt. Surak ist nicht mit einem Kampf einverstanden. Er macht sich alleine auf, um die andere Gruppe von einem Waffenstillstand zu überzeugen. Kirk, Lincoln und Spock bereiten unterdessen Waffen vor, falls Surak scheitert. Surak ereicht mit seinem Versuch nicht viel. Er wird gefangen genommen. Kahless imitiert die Stimme von Surak und schreit um Hilfe. Kirk, Lincoln und Spock machen sich daraufhin auf, um Surak zu befreien. Wähend Kirk und Spock Green und seine Gruppe angreifen, versucht Lincoln Surak zu befreien, doch er findet nur noch Suraks Leiche. Stattdessen wird nun Lincoln gefangen genommen und als Köder für Kirk und Spock benutzt, doch Kirk und Spock können beim anschließenden Kampf die vier Gegner in die Flucht schlagen. Yarnek erkennt ihren Sieg an und Kirk und Spock kehren auf die Enterprise zurück, wo inzwischen die Energieversorgung wieder funktioniert. Spock erklärt, dass die Steinwesen vermutlich das Gehirn von Kirk und ihm gescannt haben und darin die Vorbilder Lincoln und Surak entdeckt haben. Diese Vorbilder haben sie dann zusammen mit den Repräsentanten des Bösen zum Leben erweckt. Bewertung In dieser Folge wird mal wieder die Einzigartigkeit Star Treks deutlich. In welcher anderen Serie ist es schon möglich, dass Abraham Lincoln und Dschinghis Khan in einer Folge auftauchen. Nun, leider ist es jedoch so, dass auch der ehemalige amerikanische Präsident allein noch keine gute Folge ausmacht und so wird mal auch wieder bei dieser Folge, wie beispielsweise auch bei 2.23: Das Jahr des roten Vogels, deutlich, dass Gene Roddenberrys größte Stärke sicher nicht das Drehbuchschreiben ist (Ausnahmen, wie 2.25: Brot und Spiele, oder 2.26: Ein Planet, genannt Erde gibt es natürlich auch). Die Folge scheitert letztendlich an der fehlenden Originalität. Mag das Auftauchen von Lincoln noch recht originell sein, läuft das Ganze später leider auf eine Standard-Geschichte hinaus, mit fremdartigen Aliens, die auf eine etwas sonderbare Weise versuchen, menschliche Verhaltensweisen zu erforschen. Das hatten wir leider schon des öfteren. Und, dass die Aliens die Crew der Enterprise zum Kämpfen zwingen hatten wir auch schon, beispielsweise in 2.16: Meister der Sklaven. Die Folge scheint nach dem "Wäre es nicht cool-Motto" geschrieben worden zu sein. Wäre es nicht cool Abraham Lincoln in einer Folge zu haben? Wäre es nicht cool Kirk und Spock auf Dschinghis Khan und Kahless treffen zu lassen? Erst dann hat man sich wohl um den Rest der Story gekümmert. Einen Großteil der Folge verwendet man auf eine gute Portion Faustkämpfe und Action. Dabei hat man wohl das Thema der Folge, nämlich den Unterschied zwischen Gut und Böse völlig vergessen. So wird der Zuschauer, der am Ende von Kirk ein leidenschaftliches Plädoyer in dem er den Fremden den Unterschied erklärt, erwartet hat, hier enttäuscht. Interessant wird die Folge vor allem durch die in ihr auftauchenden Charaktere. Abraham Lincoln bleibt dabei relativ blass. Man erfährt zwar, dass Lincoln Kirks großes Vorbild ist, aber es gelingt dem Darsteller Lee Bergere irgendwie nicht, der Figur von Lincoln Leben einzuhauchen. Interessanter ist da schon Surak, der Begründer der vulkanischen Philosophie und Lebensweise. Er hat die Vulkanier aus ihrer gewalttätigen Zeit herausgeführt und sie zu dem gemacht, was sie sind. Er hat auch mit die IDIC-Philosophie geprägt, welche man in 3.05: Die fremde Materie kennengelernt hat. Er ist äußerst pazifistisch eingestellt und ist nicht einmal bereit gegen Green und seine Leute in den Kampf zu ziehen. Surak wurde in Fankreisen ziemlich berühmt und er wird auch in Star Trek II - Der Zorn des Khan erwähnt. Dort sagt David Marcus, dass man seine Mutter auf einen Sockel mit Newton, Einstein und Surak stellen wird. Auch den Wegbereiter der Lebensweise der Klingonen darf man in dieser Folge kennenlernen. Kahless hat hier seinen ersten Auftritt im Star Trek Universum. Allerdings entspringt er hier natürlich nur der Phantasie von Kirk und Spock. Es handelt sich also nicht um den echten Kahless. Kirk und Spock stellen sich Kahless lediglich so vor, was sein unehrenhaftes Verhalten in dieser Episode erklärt. Kahless wird man in der TNG Folge 6.23: Der rechtmäßige Erbe wiedersehen. Auch Kahless wurde populär unter den Fans. Interessant ist das Aufeinandertreffen von Uhura und Lincoln. Lincoln bezeichnet sie zunächst als Niggerin, entschuldigt sich jedoch dafür sofort wieder. Uhura erklärt daraufhin, dass die Schwarzen im 23. Jahrhundert nicht mehr mit diesen Problemen zu kämpfen haben. Dies ist im Prinzip die logische Fortsetzung des Kusses zwischen Kirk und Uhura in der Folge 3.10: Platons Stiefkinder. Uhura hat in dieser Folge übrigens ihren letzten Auftritt in der Originalserie. In den letzten beiden Folgen ist sie schon nicht mehr mit von der Partie. Auch in dieser Folge gibt es keine wiederkehrenden Gastcharaktere. Das Drehbuch geht nicht allein auf Roddenberrys Konto. Auch Arthur Heinemann, der bereits an 3.11: Was summt denn da? und 3.20: Die Reise nach Eden beteiligt war, schrieb an diesem Drehbuch mit. Regie führte Herschel Daugherty, der bereits die Abschlussfolge der ersten Staffel 1.29: Spock außer Kontrolle inszenierte. Die deutsche ZDF-Version hat es dieses Mal mit der Folge wieder nicht sonderlich gut gemeint. Es fehlen eine ganze Menge an Szenen. Außerdem wird aus Green ein Waffenschieber. Im Original hatte er auf der Erde einen Ausrottungskrieg geführt. Zora wurde in der deutschen Version kurzerhand zum Mann Zoris transformiert. Außerdem ist er/sie ein Giftmischer und nicht mit Experimenten am lebenden Objekt befasst gewesen. Aus Kahless wurde kurzerhand ein Massenmörder, der es auf reiche Witwen abgesehen hat, außerdem wird er ständig Kehless ausgeprochen. Außerdem gibt es hier und da wieder einige Kalauern, auf die man im Deutschen offensichtlich nicht verzichten konnte. Nachfolgend eine Auflistung der fehlenden Szenen:
Der deutsche Titel klingt zwar schön, der Bezug zur Handlung ist aber unklar. Für die DVD-Version wurden nicht nur die fehlenden Szenen restauriert, auch die Namen und Vorgeschichten von Green, Zora und Kahless wurden neu und dieses Mal originalgetreu übersetzt. Das Steinmonster erhielt außerdem eine neue Stimme, die besser zu seinem Erscheinungsbild passt. Das Steinmonster wurde effektetechnisch relativ gut umgesetzt. Es wurde, wie alle Monster in TOS von Janos Prohaska gespielt. Ansonsten gibt es wenig Effekte zu bewundern. "Seit es Menschen gibt" ist eine Folge mit vielen Faustkämpfen und einigen interessanten Gaststars. Alles in allem bleibt die Folge jedoch schwach. |
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Zusammenhänge In dieser Folge taucht der legendäre Klingone Kahless zum ersten Mal in Star Trek auf. Er wird erneut auftreten in der TNG Folge 6.23: Der rechtmäßige Erbe. Dort wird er von Kevin Conway gespielt. Kahless ist damit der erste in einer Reihe von Klingonen, die sowohl einen Auftritt mit buckeliger Stirn, als auch einen Auftritt mit menschlichem Aussehen haben. Bart LaRue leiht in dieser Folge Yarnek seine Stimme. Er tat dies bereits beim Hüter in 1.28: Griff in die Geschichte, beim Nachrichtensprecher in 2.21: Schablonen der Gewalt und beim Sprecher in 2.25: Brot und Spiele. Janos Prohaska, hier als Yarnek zu sehen, steckte auch schon im Kostüm der Horta in 1.25: Horta rettet ihre Kinder und im Mugato-Kostüm in 2.19: Der erste Krieg. |
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Kleine TOS-Statstik
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-------------------------------- Ausdruck vom: 08. 02. 2012 Stand des Reviews: 21. 04. 2010 URL: http://www.startrek-index.de/tv/tos3_22.htm |