Deutscher StarTrek-Index  
  3.01 Spocks Gehirn  
  S p o c k ' s   B r a i n  
 

Review: Matthias Weber
Statistik: Elisabeth Leidenfrost

 
 
 

Episodenbeschreibung

Sternzeit: 5431,4
Ein Raumschiff, das durch den sehr effektiven und fortschrittlichen Ionenantrieb angetrieben wird, nimmt Kurs auf die Enterprise. Plötzlich beamt sich eine Frau an Bord und betäubt die gesamte Crew der Enterprise. Als alle wieder zu sich kommen, ist plötzlich Spock von der Brücke verschwunden. Auch das fremde Raumschiff ist nicht mehr zu orten. McCoy bittet Kirk auf die Krankenstation zu kommen.

Dort angekommen findet er Spock vor, wie er gerade von McCoy behandelt wird. McCoy muss Spocks Körper künstlich am Leben erhalten. Er stellt fest, dass Spock das Gehirn entfernt wurde, durch einen unglaublich fortschrittlichen medizinischen Eingriff. McCoy kann Spock maximal 24 Stunden künstlich am Leben erhalten. Kirk macht sich auf die Suche nach Spocks Gehirn. Er nimmt die Verfolgung des Raumschiffs auf, welches eine Ionenspur hinterlassen hat. Die Spur führt in das Sonnensystem Sigma Draconis. Es gibt dort drei besiedelte Planeten, keiner jedoch ist auch nur annähernd auf der Entwicklungsstufe, um ein solches Schiff zu bauen. Allerdings empfängt die Enterprise von einem der drei Planeten, der in der Entwicklungsstufe der Eiszeit steckt, Energieanzeigen und Kirk beamt sich mit Scotty, Chekov und zwei Sicherheitsoffizieren auf die Oberfläche. Er hat noch knappe 6 Stunden Zeit.

Auf der Oberfläche trifft das Außenteam auf eine Gruppe primitiver Männer, die das Team angreifen, jedoch von den Phasern verängstigt die Flucht ergreifen. Einen der Männer kann das Außenteam festnehmen und Kirk befragt ihn. Der Mann erzählt davon, dass es noch andere auf dem Planeten gibt, die Freude aber auch Leid bringen. Als Kirk nach den Frauen fragt, weiß der Mann nicht wovon Kirk spricht. Der Mann rennt in Panik davon. Scotty hat inzwischen eine Höhle entdeckt. Dort befinden sich Lebensmittel drin. Außerdem eine Lichtschranke, die aktiviert wird, wenn man die Lebensmittel nimmt, offenbar handelt es sich um eine Falle.

Kirk lässt McCoy runterbeamen. Dieser bringt Spocks Körper mit, den er mit Hilfe einer Fernbedienung bewegen kann. Kirk, McCoy und Scotty gehen mit Spocks Körper in die Höhle und lösen die Lichtschranke aus. Die Höhle entpuppt sich als Lift, der nach unten fährt. Unten angekommen, erwartet sie eine Frau, die dasselbe Armband trägt, wie die Frau auf der Enterprise. Mit diesem Armband will sie das Außenteam betäuben, doch Kirk ist mit seinem Phaser schneller. Als die Frau wieder zu sich kommt, kann sie berichten, dass sie Luma heißt. Ansonsten weiß sie jedoch nicht viel. Sie macht einen recht dummen und naiven Eindruck und weiß weder was Kirk mit Spocks Gehirn meint, noch woher das Außenteam kommt. Als Kirk seinen Kommunikator öffnet, hört er plötzlich Spocks Stimme. Sein Gehirn scheint sich irgendwo in diesem Komplex zu befinden, doch er weiß nicht wo. Als Kirk sich mit dem Team zusammen umsieht, treffen sie auf Kara, die auf der Enterprise war. Diese betäubt das Außenteam.

Als alle wieder erwachen, sitzen sie in einem Art Konferenzraum auf Stühlen, gegenüber von Kara, Luma und noch einer anderen Frau. Sie tragen seltsame Metallgürtel. Alle Männer tragen diese. Die Männer scheinen unter dem Kommando der Frauen zu stehen und von ihnen abhängig zu sein. Als Kirk Spocks Gehirn wieder haben will, weiß Kara überhaupt nicht, wovon er spricht. Scotty und Kirk stellen die Vermutung an, dass Spocks Gehirn den Computer steuert, der die gesamte unterirdische Welt kontrolliert. Kara bietet dem Außenteam an, zu gehen, doch Kirk fragt immer weiter nach Spocks Gehirn. Irgendwann wird es Kara zuviel und sie drückt auf einen Knopf an ihrem Armband und der Metallgürtel, den das Außenteam trägt, wird aktiviert. Der Metallgürtel verursacht große Schmerzen. Die Frauen verlassen den Raum und lassen die Männer als Aufpasser zurück.

Nachdem sich das Außenteam von seinen Schmerzen erholt hat, gelingt es ihnen, die Wachen zu überwältigen und sie begeben sich auf die Suche nach Spocks Gehirn.

Sie kommen in einen Kontrollraum und treffen dort auf Kara, die erneut den Metallgürtel aktiviert, doch Kirk kann ihr mit Hilfe von Spock und der Fernbedienung das Kontrollgerät abnehmen und das Außenteam von den Metallgürteln befreien.

Es stellt sich heraus, dass Kara das Wissen darüber, wie man Spocks Gehirn entnimmt, aus einer Glaskuppel hatte, die man sich auf den Kopf setzen kann und mit der sich Kara für einige Zeit das komplette Wissen ihrer Vorfahren aneignen konnte. Kirk zwingt Kara dazu, die Kuppel erneut aufzusetzen, damit sie weiß, wie man das Gehirn wieder einsetzt, doch Kirk hat sich verrechnet. Als Kara das gesammelte Wissen hat, verliert sie auch ihre Naivität und weiß nun ihre Ziele durchzusetzen. Sie nimmt einen Phaser und bedroht Kirk damit. Scotty und Kirk können ihr den Phaser jedoch abnehmen.

Anschließend lässt sich McCoy die Kuppel aufsetzen, was mit einem Risiko verbunden ist, da die Kuppel nicht für Menschen konstruiert wurde. Doch das ganze verläuft erfolgreich und McCoy hat nun das Wissen, um Spocks Gehirn wieder einzusetzen. Er macht sich an die Arbeit, doch nach einiger Zeit lässt sein Wissen wieder nach und es wäre zu riskant die Kuppel noch einmal zu benutzen. Also schließt McCoy Spocks Sprachzentrum wieder an, so dass Spock dem Dr. während der Operation behilflich sein kann. Die Operation verläuft erfolgreich und Spock ist schon bald wieder völlig hergestellt. Kirk verspricht Kara, dass die Föderation ihrem Volk helfen wird, auch ohne den Computer zu überleben.

Bewertung

"Spocks Gehirn" ist eine selten dämliche Folge. Der Blick auf die Credits lässt einen ungläubig erstarren. Die Folge wurde auch noch von Gene L. Coon geschrieben, einem der besten Autoren der Serie. Es bleibt völlig unklar, was den ansonsten so talentierten Autor bei dieser Folge geritten hat. Es ist nicht sonderlich erstaunlich, dass Coon seinen Namen in den Credits nicht genannt haben wollte und die Folge so unter dem Pseudonym Lee Cronin schrieb.
Man sollte Coon vielleicht zu Gute halten, dass er die Folge zunächst als Komödie konzipiert hatte, ihm dann jedoch die Zeit fehlte, das Drehbuch dahingehend zu bearbeiten. Also nahm Fred Freiberger, der neue Produzent der Serie, die Humorelemente aus der Folge heraus. Das hat die Folge vielleicht schlechter gemacht, als sie eigentlich war, doch es ist eher unwahrscheinlich, dass die völlig sinnbefreite Handlung in einer Komödie besser funktioniert hätte.
Die Folge bietet dann auch ohne die Humorelemente genug unfreiwillige Komik.

Da gibt es eine merkwürdige Gesellschaft, die sehr intelligente Vorfahren hatte, deren Wissen jedoch irgendwann auf mysteriöse Weise verloren ging und die nun Spocks Gehirn braucht, damit dieser das Steuerzentrum für den Computer wird, welcher die Anlage kontrolliert, in der das Volk lebt.
Da wird der hirnlose Spock mit einer Fernsteuerung (!) bewegt, Gehirne werden entnommen und wieder eingesetzt, ohne dass die Frisur des Patienten dabei auch nur ein kleinwenig zerzaust wird, vom Fehlen einer Wunde oder einer Narbe am Kopf mal ganz zu schweigen. Noch dazu läuft Spock 2 Sekunden nach dem Beenden der Operation wieder herum, als wäre nie etwas geschehen und zur Krönung des Ganzen gibt Spock dem Dr. auch noch Tipps, während dieser sein Gehirn wieder einsetzt. Das ist schon eine ganze Menge an geballtem Schwachsinn, den man da erstmal verdauen muss.

Es ist auch irgendwie merkwürdig, wie Spocks Körper überhaupt überleben kann, ohne an die Apparate der Enterprise angeschlossen zu sein. Vorher hatte McCoy noch betont, dass er nur mit Hilfe dieser Apparate überleben kann und kaum eine Viertelstunde später spaziert Spock ferngesteuert in der Gegend herum.

Das erstaunlichste an "Spock's Brain" ist, dass die Episode auch noch erstaunlich kurzweilig, wenn auch nicht spannend ist, obwohl die Handlung völlig an den Haaren herbeigezogen ist und das Drehbuch wohl besser im Müll als auf dem Fernsehbildschirm gelandet wäre.

Wie Kara gerade auf Spock gekommen ist, als es darum ging, ein neues Gehirn für ihr Volk zu finden, bleibt unklar.

Als sich Spock mit Hilfe der Fernsteuerung bewegt, knarren seine Gelenke zu allem Überfluss auch noch, als würde es sich dabei um eine schlecht geölte Maschine handeln.

Die Rothemden, die Kirk, Scotty und Chekov auf den Planeten begleiten, werden hier ungewöhnlicherweise verschont.

Interessant an der Folge ist ledigich eine Szene auf der Brücke der Enterprise, in der Kirk, Sulu, Chekov und Uhura darüber diskutieren, auf welchem der drei bewohnten Planten des Systems sich wohl Spocks Gehirn befindet. Die Nebencharaktere Sulu, Chekov und Uhura haben hier mal ungewöhnlich große Dialogrollen und machen in dieser Besprechung einen sehr kompetenten Eindruck. Das ist eigentlich die einzige Szene der gesamten Folge, die wirklich überzeugen kann. Hier zeigt sich wohl auch Roddenberrys Versprechen gegenüber den Nebendarstellern, ihre Rollen etwas besser herauszuarbeiten und für mehr Dialogzeilen zu sorgen. Vor allem Publikumsbliebling Chekov wurde auf Bitten von NBC weiterhin sehr intensiv beleuchtet.

Die Darstellerleistungen lassen in dieser Folge ebenfalls sehr zu wünschen übrig. William Shatner trägt in seinen dramatischen Szenen zu dick auf und wirkt dadurch unglaubwürdig.

Geht man nicht davon aus, dass Coon einen mit dieser Folge auf den Arm nehmen wollte, ist es fraglich, was der Autor mit dieser Folge bezweckt hat. Die Folge verkörpert, wie keine andere Folge schlechte Science Fiction.
Sie beinhaltet letztendlich keinerlei Sinn und nach einer Aussage oder einer Art Moral der Geschichte sucht man vergeblich und man kann nur hoffen, dass die Folge wegen akutem Drehbuchmangel den Weg auf den TV-Schirm gefunden hat und nicht weil irgendjemand von ihrer Qualität überzeugt war.

Die Dreharbeiten zur dritten TOS Staffel begannen Ende Mai 1968. Zunächst waren 13 Folgen von NBC bestellt worden und nachdem bereits einige Drehbücher vor der der Sommerpause vorbereitet wurden, geriet man nicht unter Zeitdruck. Da NBC gewillt war, der Serie um 19:30 Uhr am Montag einen neuen und recht attraktiven Sendeplatz zukommen zu lassen, schien es so, als ob die Serie doch noch ein längeres Leben vor sich hätte. NBC erkannte offenbar auch die Qualitäten der Serie und schlug Roddenberry vor, bei den Drehbüchern vor allem sozial relevante Themen in Verbindung mit Action und Humor anzugehen (also zum Beispiel, wie in 2.19: Der erste Krieg).
Auch die Autorensituation schien zunächst recht entspannt. Neben erprobten und erfahrenen Autoren wie D.C. Fontana, John Meredyth Lucas und Jerome Bixby gab es auch einige neue vielversprechende Talente. Auch Gene L. Coon musste einige Drehbücher beisteuern, da er nur unter dieser Bedingung von Roddenberry aus seinem Produzentenvertrag während der 2. Staffel entlassen worden war.
Abwärts ging es mit der Serie erst, als die endgültige Programmplanung von NBC doch einen weit ungünstigeren Sendeplatz vorsah, als ausgemacht. Star Trek sollte nun Freitags um 22:00 Uhr laufen, ein Sendeplatz, der vor allem für das jüngere Publikum sehr ungünstig war. Auch Druck von Seiten Roddenberrys konnte da nichts mehr dran ändern. Roddenberry zog sich nun von der Serie mehr und mehr zurück, da er schon damit rechnete, dass die Quoten sinken und die Serie ein baldiges Ende finden würde. Hinzu kamen einige fragwürdige Entscheidungen Roddenberrys. Zum Beispiel wurde John Meredyth Lucas nicht wieder als Produzent verpflichtet, obwohl dieser seinen Job in der zweiten Hälfte der zweiten Staffel gut erledigt hatte. Produzent wurde stattdessen Fred Freiberger. Freiberger war schon in der ersten Staffel für Roddenberry als Produzent in Frage gekommen, doch Freiberger hatte damals noch andere Projekte am laufen. Freiberger versuchte sein Möglichstes, neue Zuschauer zu gewinnen. Er war der Meinung, dass Komödien nicht für die Serie geeignet wären (eine unverständliche Einstellung, wenn man bedenkt, dass mit 2.15: Kennen Sie Tribbles? und 2.17: Epigonen zwei der besten Folgen der zweiten Staffel reine Komödien waren) und wollte lieber mehr Abenteuer und Action haben. Roddenberry überließ Freiberger größtenteils freie Hand.
Viele sahen die Serie bereits jetzt als sinkendes Schiff an und die Stammregisseure Marc Daniels (hier mit seinem letzten Beitrag) und Vincent McEveety verließen die Serie schon bald.
Zum Ärger der an der Produktion beteiligten verringerte sich auch noch das Budget der Serie. Paramount verringerte seine Beteiligung deutlich, während NBC etwas mehr Geld gab. Insgesamt standen jetzt 178 500 Dollar pro Episode zur Verfügung. Wenn man die Inflation berücksichtigt, war das sogar weniger Geld, als die billigste Folge der ersten Staffel gekostet hatte.
Das knappe Budget führte zu erheblichen Einschränkungen. Außendrehs gab es in der gesamten Staffel nur ein einziges Mal. Die Nebendarsteller mussten Gehaltskürzungen hinnehmen. Auch musste eine Folge nun in 5 1/2 Drehtagen fertig sein, während bisher 6 bis 7 zur Verfügung standen.
Freiberger feuerte Regisseur Ralph Senensky während den Dreharbeiten zu 3.09: Das Spinnennetz, weil er der Meinung war, dieser könne den Zeitplan nicht einhalten. Roddenberry war über Senenskys Entlassung wenig begeistert, doch konnte er jetzt auch nichts mehr dran ändern.
Viele Drehbücher mussten wegen den finanziellen Schwierigkeiten stark vereinfacht werden, was sich vor allem gegen Ende der Staffel negativ auf die Qualität auswirkte.
Da alle Stammregisseure die Serie verlassen hatten, oder gefeuert wurden, übernahmen viele neue Gesichter die Regie.
Das knappe Budget sieht man auch an der Anzahl der Guest Stars pro Folge, welche in der dritten Staffel relativ niedrig lag.
Auch die bewährten Autoren D.C. Fontana und David Gerrold verließen die Serie schon bald. John Meredyth Lucas lieferte nur zwei Beiträge ab. Coon steuerte zwar gezwungenermaßen noch einige Drehbücher und Storys bei, doch fand er nicht mehr zu früherer Qualität zurück. Gene Roddenberry selbst war auch an eher wenigen Drehbüchern beteiligt und kümmerte sich lieber um sein Bankkonto, indem er die Serie immer öfter dafür benutzte, das Merchandising, an dessen Einnahmen er direkt beteiligt war, anzukurbeln. Paramount und auch der Rest der Crew sahen das zwar nicht gerne, doch konnte oder wollte man nichts dagegen unternehmen.
Produzent Robert H. Justman verließ die Serie ebenfalls, da er nicht den Eindruck hatte, mit diesem Budget arbeiten zu können.
Die dritte Staffel wurde dann erstaunlicherweise doch, trotz schlechter Quoten, auf 26 Folgen verlängert. NBC hatte einige andere Serienkonzepte in den Sand gesetzt und war nun auf Star Trek angewiesen, um die Sendeplätze zu füllen.
Oft wird Freiberger der Vorwurf gemacht, er hätte die Serie letztendlich vollends ruiniert. Freiberger war für TOS sicher keine so glückliche Wahl, wie seine Vorgänger Coon und Lucas, doch war auch einfach das Budget zu gering, um noch vernünftig arbeiten zu können und auch wenn sich Freiberger redlich anstrengte, wurden die Quoten auf dem schlechten Sendeplatz einfach nicht besser.
Die letzte Folge der Staffel 3.24: Gefährlicher Tausch wurde gar nicht mehr regulär, sondern im Sommer während der Wiederholung ausgestrahlt und auch die letzten beiden bestellten Folgen wollte NBC dann nicht mehr haben und so wurde die Produktion der Serie nach insgesamt 79 Folgen eingestellt.

Merkwürdig ist auch die Entscheidung von NBC, ausgerechnet diese zweifellos schlechte Folge als Auftakt für die neue Staffel zu benutzen. Entweder war für die Ausstrahlungsreihenfolge jemand verantwortlich, der wenig Ahnung hatte, oder man wollte die wenigen übrig gebliebenen Zuschauer vollends vergraulen.

Ein Wiedersehen gibt es in dieser Folge mit Christine Chapel.
Das Drehbuch stammt, wie oben bereits ausführlich beschrieben von Gene L. Coon (unter dem Pseudonym Lee Cronin).
Regie führte zum 15. und letzten Mal Marc Daniels.

Die deutsche Version wurde dieses Mal von Sat.1 erstellt und enthält alle Originalszenen. Ausnahmsweise kann selbst die deutsche Synchronisation die Episode nicht noch schlechter machen, als sie ohnehin schon ist. Trotzdem ist die deutsche Version an einigen Stellen leicht verändert, bzw. falsch. Das fängt damit an, dass im Teaser einige Dialogzeilen hinzugefügt wurden, die im Original gar nicht vorhanden waren. Weiter geht es mit der Szene, in der die Brückencrew diskutiert, welchen Planeten des Sigma Draconis Systems man anfliegen soll. Zum einen bringt Kirk in der deutschen Version die Energiequellen des Planeten, mit denen des fremden Schiffs durcheinander, was keinerlei Sinn ergibt, zum anderen wurden unverständlicherweise die Zeitangaben geändert. Kirk sagt zu Beginn der Szene man hätte noch 8 Stunden, 40 Minuten Zeit, in der Mitte der Szene sind es dann nur noch 8 Stunden, 30 Minuten und am Ende sogar nur noch 8 Stunden, 20 Minuten und das alles obwohl es während der ganzen Szene keinen Schnitt gab und die Szene höchstens 5 Minuten dauert. Die Zeitangaben im Original stimmen dagegen.
Offensichtlich war selbst die dümmliche Handlung dieser Episode für den Übersetzer zu hoch. Nur so ist Chapels Bemerkung zu erklären, sie hätte Spocks gehirnlosen Körper auf der Kommandobrücke gefunden. Aha, Chapel war also auf der Brücke, während alle anderen noch bewusstlos waren, woraufhin sie einfach alle anderen liegen gelassen hat, um den gehirnlosen Spock in die Krankenstation mitzunehmen. Im Original sagt sie dagegen, dass Spock auf einem der Operationstische lag.
Wenig Sinn ergibt auch McCoys Bemerkung nur ein Kind könne ein Gehirn entfernen. Die richtige Übersetzung wäre gewesen, dass es für ihn ein Kinderspiel ist.
Für die DVD-Version wurden gleich eine ganze Reihe Dialoge neu aufgenommen, die bei der Synchronisation von Sat.1 verfälscht worden waren.

Die abschließende Bewertung von "Spocks Gehirn" fällt wenig erfreulich aus. Die Folge könnte dem Buch "Wie macht man eine schlechte Star Trek Folge?" entsprungen sein. Alles in allem ein Tiefunkt der Originalserie, den man am besten schnell vergisst.

 
 
 

Spannung

SFX

Handlung

Gesamt

 
 
 

Zusammenhänge

Majel Barrett hat in dieser Folge ihren 13. Auftritt als Christine Chapel. Das letzte Mal war sie in 2.22: Stein und Staub zu sehen. Ihren nächsten Auftritt wird sie in 3.02: Die unsichtbare Falle haben.

Für Stammregisseur Marc Daniels ist "Spocks Gehirn" die letzte von 15 inszenierten Folgen. Er drehte folgende Episoden:



Kleine TOS-Statistik
1. Zerrissene Shirts von Kirk: 0
Kirks Shirt bleibt in tadellosem Zustand.
2. Kirks Eroberungen: 0
Keine Eroberung dieses Mal.
3. Anwendungen von Spocks Nackengriff: 0
Ohne Gehirn funktioniert auch Spocks Nackengriff nicht.
4. Spocks "Faszinierend": 8 mal
Spocks Gehirn meldet sich durch Kirks Kommunikator zu Wort: "Faszinierend! Noch nie dagewesene Energien, aber nicht verwertet."
Weiter findet Spock es faszinierend, dass neben Kirk und McCoy auch Scotty gekommen ist um ihm zu helfen.
Spock findet es ebenfalls faszinierend, ein Gehirn ohne Körper zu sein.
Er findet es sogar "faszinierend, faszinierend", in einer Box gefangen und durch Lichtstrahlen gefesselt zu sein.
Spock über die Einwohner des Planeten: "Faszinierend! Ein solches Wissen bei einer so unterentwickelten Zivilisation."
Die kulturelle Entwicklung des Planeten bezeichnet Spock ebenfalls als faszinierend.
Spock wiederholt sogar seine Feststellung: "Wie ich schon sagte, eine faszinierende kulturelle Entwicklung, wie sie mir bisher noch nie begegnet ist."
5a. Spocks "logisch": 0 mal
Spock findet hier überhaupt nichts logisch.
5b. Spocks "unlogisch": 0 mal
Spock findet auch nichts unlogisches.
6. McCoys: "Ich bin Arzt und kein...": 0 mal
Pille darf seinen berühmten Satz nicht sagen.

Aber:
"Ich bin Chirurg, vielleicht lerne ich ihre Technik und kann sie dann für uns weiter verwerten."
7. McCoys: "Er ist tot, Jim." und Variationen: 0 mal
Alle leben noch, Jim.
8. Tote Rothemden: 0
Die Rothemden bleiben diesmal verschont.
9. Hysterisch kreischende Frauen: 0
Hier kreischt niemand.
 
 
 
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   Wertung:

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 Erstausstrahlung USA:
  20. 09. 1968
  
 Erstausstrahlung D:
  04. 04. 1988

 Regie:
  Marc Daniels

 Buch:
  Lee Cronin
  (=Gene L. Coon)

 Gaststars:
  Marj Dusay
   [Kara]
  Majel Barrett
   [Christine Chapel]
  Sheila Leighton
   [Luma]
  James Daris
   [Morg]


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